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Smartphone-Hersteller Palm: Die gespenstische Zuversicht des Jon Rubinstein

Wird Palm verkauft? Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE kommentiert Unternehmenschef Jon Rubinstein die hartnäckigen Marktgerüchte - und redet sich die Lage schön, auch wenn die Firma im Handymarkt hoffnungslos abgehängt scheint. Doch sein Stuhl wackelt.

dunham 28.04.2010, 07:42
1. Pferdewechsel

Zitat von sysop
Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE kommentiert Unternehmenschef Jon Rubinstein die hartnäckigen Marktgerüchte
Ein indianisches Sprichwort sagt "Wenn Du merkst, dass Dein Pferd tot ist, solltest Du absteigen". Es gibt 50.000 Anwendungen für Android und 100.000 für iPhone OS.
Palm hat dasselbe Problem wie Nokia: wie holt man einen InterCity ein, der vor zwei Stunden losgefahren ist?
Die Antwort: mit einer schnellen Lokomotive (Nokia gibt Maps frei) oder einer anderen Strecke (Palm versucht ein eigenes OS). Beides ist teuer und riskant.

Nokia und Palm sollten sich an Sony Ericsson orientieren und auf den Zug aufspringen, auf dem "Android" steht. Oder sie müssen demnächst den Bus nehmen.

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adarkn 28.04.2010, 08:04
2. Titel:

Zitat von sysop
Wird Palm verkauft? Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE kommentiert Unternehmenschef Jon Rubinstein die hartnäckigen Marktgerüchte - und redet sich die Lage schön, auch wenn die Firma im Handymarkt hoffnungslos abgehängt scheint. Doch sein Stuhl wackelt.
Der Artikel stellt ein paar Dinge falsch dar:

1. NICHT die Software ist das Problem, der Pre hat sehr viele Kinderkrankheiten und ist nicht besonders stabil gebaut
2. Entwickler machen keinen Bogen um WebOS, es sind einfach Profit orientierte Unternehmen, und 400.000 Palm Pres in einem Quartal sind einfach sehr wenig
Bsp.: Gameloft und EA haben erst kuerzlich hochkaraetige Titel auf WebOS portiert
3. Es wird in keinster Weise darauf hingewiesen das der App Catalog zwar nur 2500 Apps enthaelt, die Homebrew Community jedoch noch viel mehr Software, sowie Patches bereitstellt. Sowas ist auf einem iPhone ohne Verletzung der Lizenz von Apple gar nicht moeglich
4. Wieder einmal wird reisserisch dargestellt, dass Palm die Leute weg rennen, das ist so gar nicht richtig. Es ist erst ein Mitarbeiter gegangen und eine zweite Mitarbeiterin moechte das Unternehmen verlassen. Diese Person sollte meiner Meinung nach nicht nur gehen, sondern entlassen werden! Wer die ersten Palm Werbespots gesehen hat weiss was diese Frau abgesegnet hat, das hat meiner Meinung nach auch zu dem schlechten Start des Pre beigetragen. In keinem Werbespot (der ersten Kampagne) wurde auf die ueberragenden Funktionen hingewiesen, die WebOS das beste Betriebssystem fuer Mobile machen.
5. Rubinstein hat massgeblich dazu beigetragen, dass ein wirklich revolutionaeres Geraet auf den Markt kommt, ihn zu entlassen waere die groesste Fehlentscheidung und wuerde Palm untergehen lassen.

Ich hoffe das Palm WebOS lizensieren wird, an HTC besipielsweise, dadurch waere der Markt auch fuer Entwickler interessanter. Denn die einhellige Meinung die man auf diversen Tech Blogs und Foren zum Palm Pre hoert heisst nicht das die Hardware spitze ist udn die Software nicht mithalten kann, sondern das es zu viele Kinderkrankheiten (bspw. untertaktete CPU, wegen fehlerhafter erster Fertigungslinie) gab.

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adarkn 28.04.2010, 09:48
3. Auf Keinen Fall!

Zitat von dunham
Nokia und Palm sollten sich an Sony Ericsson orientieren und auf den Zug aufspringen, auf dem "Android" steht. Oder sie müssen demnächst den Bus nehmen.
Ich kann nicht energischer widersprechen! WebOS zu begraben waere der Ruin fuer Palm.
Sie sollten sich mal Kritiken zu WebOS anlesen, durchgaengig positiv, einzig Geschwindigkeitsprobleme werden oft aufgezeigt, aber das Problem haengt mit dem untertakteten CPU und der ersten fehlerhaften CPU Lieferung zusammen, wo wir wieder bei Hardware und nicht Software waeren....

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sgift 28.04.2010, 10:22
4. Gespenstische Zuversicht

Es ist die selbe gespenstische Zuversicht mit der ein Steve Jobs in ein an der Wand stehendes Apple zurueckkehrte und eine fast bankrotte Firma komplett rumsteuerte und rettete. Man muss sich nur die entsprechenden Kommentare der Techpresse damals ansehen. Da war Apple auch unrettbar, hoffnungslos zurueckgelegen usw.
Am Ende wird Rubinstein entweder wieder nach Mexico gehen oder Palm wird seinen Weg finden. Und wenn letzteres geschieht werden ihm die Presseschwaetzer wieder hinterherlaufen und erklaeren wie voellig unerwartet das alles doch war. Presse eben.

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