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Smartphone-Kamera fürs Moto Z Play: Eine Hasselblad zum Aufstecken
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Nach Google und LG versucht sich jetzt auch Motorola an modular erweiterbaren Smartphones. Den Erfolg könnte eine Kooperation bringen: Die schwedische Edel-Fotofirma Hasselblad liefert ein Kameramodul.

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cybion 01.09.2016, 19:37
1. Leider kein Fortschritt

Seit Jahren benutze ich das Samsung Galaxy K Zoom, mit integriertem optischem 24-240 mm Zoom und 20 Megapixel Chip.
Es ist für seine Fähigkeiten verhältnismäßig handlich (knapp 200 g), schießt nach wie vor erstklassige Fotos (sogar bei Nacht) und sehr ansehnliche Videos.

Leider hat Samsung dieses Modell seit Android 4.4 keiner Modellpflege mehr unterzogen, so dass ich bei Ankündigung des Hasselblad Mod auf eine ernsthafte Modernisierungsalternative hoffte, die sich aber nach ersten "Hands on" Tests nicht wirklich stellt.

Die Kombination Handy+Aufsatz ist ca. 100 gr schwerer und bietet optisch keinerlei Vorteile gegenüber dem K-Zoom.

Also wünsche ich meinem Galaxy K Zoom weiterhin ein langes Leben, werde irgendwann ein Cyanogen-Mod Betriebssystem aufspielen, auf eine Weiterentwicklung durch Samsung (Galaxy S10 Zoom???) oder echte Alternativen durch andere Hersteller hoffen und - falls dies nicht eintritt - mich an den Gedanken eines moderneren Spitzenhandys + separater Kompaktknipse mit 30x Zoom + 4k Video (Lumix etc.) gewöhnen müssen.
Eigentlich schade.

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dr3w 01.09.2016, 19:52
2. Sieht attraktiv aus

Das Telefon hat man sowieso in der Tasche, und so ein flaches Aufsteckmodul ist leichter verstaut als eine vollwertige point-and-shoot Kamera.

Allerdings spricht dagegen, dass hier ein 1/2.3 Zoll Sensor eingebaut wurde, der Trend bei Kompaktkameras geht eher in Richung 2/3 Zoll oder 1 Zoll und 1/2.3 Zoll ist viel zu nah am Telefonsensor. Desweiteren fehlt ein Aufsteckschuh für einen externen Blitz, man sollte also einen drahtlosen Transmitter ins Modul integrieren.

Hier könnte mit Zentralverschluss für kurze Belichtungszeiten in Kooperation mit einem Hersteller wie FlashQ ein wunderbares portables Fotosystem entstehen.

Konzeptionell sehr Attraktiv, in der Umsetzung sind noch Schwächen vorhanden.

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stefan.albrecht@virgilio. 01.09.2016, 20:01
3. Ad absurdum geführt

Ich denke, dass die Idee nicht gut ist. Denn jeder weiss, dass die Kameras von Smartphones nie an Professionelle Kameras heranreichen werden und ich denke auch, dass keiner dies fordert.
Vielmehr finden die meisten Menschen es toll (inklusive mir selbst), wenn sie mit nur einem Gerät alles ziemlich gut machen können. Und dagegen spricht die Tatsache, dass ich bei der hier vorgestellten Lösung zwei Module mit mir herumtragen muss. Die aber zusammen immer noch weit von den Fähigkeiten einer Bridge Kamera entfernt sind, weil einfach nicht genug Platz in ihnen vorhanden ist, um ähnliche Optiken zu verbauen.
Für mich bleibt daher Lumia mit Carl Zeiss Optiken das beste und ich halte das Projekt von Motorola und Hasselblad für ziemlichen Quatsch, obwohl es sicher Käufer finden wird. Aber es ist in sich widersprüchlich.

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westerwäller 01.09.2016, 20:03
4. Glaubt nicht an Spuk und böse Geister ...

... eine Smartphone-Kamera kann nie die Leistung einer "richtigen" Kamera erbringen ...

Für jede (!) Kamera gelten die elementaren Gesetze der Optik. Ein Bild wird umso besser:

1. Je größer die Linse ist ...
2. Je kleiner die Blende ist ...
3. Je größer die Bildweite (in etwa: Brennweite ...) ist ...

Jede Smartphone-Kamera verstößt gegen alle dieser Forderungen ...

Da kann man sich alle Megapixel schenken ...

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jung&jang 01.09.2016, 20:03
5. Ein Händy ist nunmal ein Telefon

eine Hasselblad ist eine Hasselblad.
Schönes Marketing der Schweden, aber wer braucht sowas? Damit dieses Gespann funktioniert, gehen mind. 900? über den Tisch, um mal eben ein Foto zu knipsen, reicht auch eine Digicam für 200? zum Telefonieren und knipsen gehts für 300?. Ob da wirklich eine Hasselblad in dem Aufsatzteil drin steckt?
Aber netter Gag.

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upalatus 01.09.2016, 20:49
6.

Ein Handy/Schmarrnfohn gilt ruchzuck als überholt, out. Obs dann auf Dauer so gut ist, sich mit einem renommierten Markennamen wie Hasselbald mit ins Wegwerfboot zu setzen? Bei der Sache gehts eh nur um Bedürfnisweckung+befriedigung des Käufers, um aus der Masse herauszustechen.

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gruebi01 01.09.2016, 21:08
7. Da liegen Sie gleich mehrfach falsch.

Zitat von westerwäller
... eine Smartphone-Kamera kann nie die Leistung einer "richtigen" Kamera erbringen ... Für jede (!) Kamera gelten die elementaren Gesetze der Optik. Ein Bild wird umso besser: 1. Je größer die Linse ist ... 2. Je kleiner die Blende ist ... 3. Je größer die Bildweite (in etwa: Brennweite ...) ist ... Jede Smartphone-Kamera verstößt gegen alle dieser Forderungen ... Da kann man sich alle Megapixel schenken ...
1. Wird ein Bild nicht besser, nur weil die Abbildungsleistungen von Aufzeichnungsmedium und Optik besser sind. Die technische Seite ist das eine, die Gestaltung des Bildes durch den Photographen etwas anderes.
2. Bei den 3 von Ihnen genannten Kriterien wird es völlig gruselig:
- Die Größe einer Linse sagt überhaupt nichts über ihr Abbildungsleistung aus. Es gibt sauteure, kleine Wechseloptiken, die so manches Kiloschwere Trum locker schlagen.
- Je kleiner die Blende - ist ebenfalls Unsinn. Richtig ist, dass bei voller Öffnung kein Objektiv seine optimale Leistung erreicht. Aber bei max. geschlossener Blende eben auch nicht. Stichworte: Beugungsgrenze, Beugungsunschärfe
3. Mit Bildweite meinen Sie wohl den Bildwinkel, der sich allerding umgekehrt proportional (bei gleichbleibendem Aufnahmeformat) zur Brennweite verhält. Weitwinkelobjektive (großer Bildwinkel) haben mit anderen Problemen zu kämpfen (etwa Verzerrung) als Teleobjektive sodass diese Aussage ebenfalls in ihrer Pauschalität falsch ist.

Im übrigen gillt, die schlechteste Kamera ist immer die, die man nicht dabei hat.

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obiwantobi 01.09.2016, 21:12
8. Falsch oder schlecht ausgedrückt

Zitat von westerwäller
... eine Smartphone-Kamera kann nie die Leistung einer "richtigen" Kamera erbringen ... Für jede (!) Kamera gelten die elementaren Gesetze der Optik. Ein Bild wird umso besser: 1. Je größer die Linse ist ... 2. Je kleiner die Blende ist ... 3. Je größer die Bildweite (in etwa: Brennweite ...) ist ... Jede Smartphone-Kamera verstößt gegen alle dieser Forderungen ... Da kann man sich alle Megapixel schenken ...
Bzgl. Ihres ersten Satzes gebe ich Ihnen zwar Recht, aber die drei nachfolgenden Punkte sind ziemlicher Unfug, oder unglücklich formuliert.

Zu 1.: Was meinen Sie mit Größe der Linse? Den Durchmesser, die Blendenöffnung, …? Es gibt hervorragende kleine Objektive. Wichtig ist die Größe des Bildsensors und die damit einhergehende Größe der einzelnen Pixel, sowie die Abstände zwischen einzelnen Pixeln. Natürlich muss das Objektiv gleichzeitig groß genug sein um den Bildsensor vernünftig bis in die Ecken abdecken zu können, vielleicht soll das ja die Aussage sein.

Zu 2.: Nein, entweder je kleiner die Blendenzahl ist, oder je größer die Blendenöffnung! Aber auch das gibt zunächst nur Aufschluss über den Lichteinfall und das Potenzial freizustellen. Es gibt genügend lichtstarke Objektive, die qualitativ schlechter sind als lichtschwache Objektive. Lichtstärke ist natürlich auch ein großer Vorteil, aber die grundsätzlichen Qualitätsmerkmale wie Schärfe, Kontrast und Farben werden erstmal von Faktoren wie Qualität von Schliff, Berechnung der Linsen, Vergütung, Blendenlamellen, etc. beeinflusst.

Zu 3.: Sorry, aber das ist völliger Kappes. Brennweite ist kein Qualitätsmerkmal sondern eine Eigenschaft. Ein Bild, aufgenommen mit einem 35mm-Objektiv kann qualitativ genauso gut sein wie ein Bild, das mit einem 50mm-Objektiv aufgenommen wurde. Der Bildausschnitt ist ein anderer, aber es ist natürlich eine subjektive Beurteilung was hierbei besser ist, sprich Geschmacksache. Vorausgesetzt natürlich beide Objektive sind qualitativ auf einem Level.

Nichts für Ungut...

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Wasserspiegel 01.09.2016, 21:13
9. Fantastisches Konzept, jedoch schwache Bildqualität

"Doch die lichtempfindlichen Sensoren auf ihrem Fotochip sind größer als die im Handy. Sie können deshalb mehr Licht erfassen und kommen besser mit dunklen Motiven klar." Ja, der Sensor selbst kann wohl minimal besser mit Licht zurecht kommen, da er minimal(!) größer ist: 1/2,3" statt 1/2,4". Die Sensorgröße ist also fast exakt gleich. Abgesehen davon ist die Leistung der Kamera bei schlechtem Licht insgesamt aber gravierend schlechter als beim Smartphone, da hier die maximale Blendenöffnung f/3.5 bzw. f/6.5 ist.

Ich finde die Idee fantastisch und ich finde es erstaunlich wie dünn sie das alles hinbekommen haben. Jedoch hätte ich mir eher einen 1 Zoll Sensor mit lichtstarker Festbrennweite gewünscht oder einen 1 Zoll Sensor mit deutlich weniger Zoom, dafür aber mit kleinerer Blendenzahl.

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