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Sonos-Technik: So klingen Ikeas Symfonisk-Lautsprecher
Matthias Kremp / SPIEGEL ONLINE

Ab August kann man bei Ikea auch vernetzte Lautsprecher kaufen. Die Technik kommt aus den USA, das Design aus Schweden, der Test von uns.

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Weltgeisterer 25.07.2019, 16:43
1. Miniaturisierungs-Wahn und künstliche Korrekturen

Wer sich einmal mit Lautsprecherbau beschäftigt hat, weiß:
Man kann aus den Parametern "Bass", "platzsparend" und "Pegelfestigkeit" nur zwei auswählen.
Das heißt: Kleine Lautsprecher können entweder Bass, aber nicht laut, oder sie können laut, aber keinen Bass.
Daran ist nichts zu ändern - aus physikalischen Gründen.

Wer einmal echte, gut abgestimmte Lautsprecher ohne Schnickschnack gehört hat, z. B. einen Hornlautsprecher mit dem geeigneten Treiber, dem kommen alle Produkte, die heute auf dem Markt sind (auch in höheren Preisklassen) lächerlich vor. Mit Audiophilie hat das alles nichts zu tun.
In den letzten Jahren stelle ich fest, dass den meisten Leuten nicht nur die Klangqualität, sondern auch die Qualität der Musik völlig egal geworden ist.
Früher galt noch das Ideal "muss so klingen wie im Konzert auf dem besten Platz".
Davon sind wir heute weit entfernt.
Aber wo maximal die Abwesenheit von Still gefordert wird, ist auch nicht viel zu erwarten. Schade.

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SkyNet_SO 25.07.2019, 17:07
2. Nicht überzeugend

Wirklich überzeugend klingt das jetzt alles nicht. Wo ist denn der Mehrwert gegenüber dem Modell von Sonos, wenn es doch gleich viel kostet? Das eher mäßige Ikea Design?
Sonos ist für mich als Anbieter aber so oder so gestorben.
Das man Android nur aufgrund der unterschiedlicheren Hardware nicht unterstützt ist doch ein vorgeschobenes Argument.
Wenn man es sich aber als Hersteller leisten möchte, nur Apple-User zu bedienen, dann bitte sehr. Kaufe ich eben woanders. Ist ja nicht so, dass es keine Konkurrenz gibt.
Warum IKEA ausgerechnet auf diesen Anbieter setzt, erschließt sich mir hier aber auch nicht.

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mborevi 25.07.2019, 17:42
3. Naja, für die ...

... Smartphone-Generation mag der sowieso digital verhunzte Klang ja angehen. Solange man gerade noch die Werbung erkennen kann ist das ja auch in Ordnung. Mit dem ehemaligen HiFi hat das natürlich nichts zu tun. Aber diese Klänge (nicht "Sound") kennen nur noch die (sehr) Alten aus der Vor-CD-Zeit. Meine Lautsprecher ("Boxen") sind mittlerweile fast 40 Jahre alt, mehrfach "renoviert". Neulich habe ich in einem Fachgeschäft mal hochpreisige moderne "Boxen" angehört, so zirka zum Kleinwagenpreis. Ich habe es (das Geschäft) wieder fluchtartig verlassen und mich erneut in meine alten verliebt: Diese seidigen Geigen, diese mächtigen Transienten eines Bösendorfer-Flügelsl sind heute nicht mehr zu erreichen. Keine Ahnung warum.

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Furchensumpf 25.07.2019, 17:43
4.

Zitat von Weltgeisterer
Wer sich einmal mit Lautsprecherbau beschäftigt hat, weiß: Man kann aus den Parametern "Bass", "platzsparend" und "Pegelfestigkeit" nur zwei auswählen. Das heißt: Kleine Lautsprecher können entweder Bass, aber nicht laut, oder sie können laut, aber keinen Bass. Daran ist nichts zu ändern - aus physikalischen Gründen. Wer einmal echte, gut abgestimmte Lautsprecher ohne Schnickschnack gehört hat, z. B. einen Hornlautsprecher mit dem geeigneten Treiber, dem kommen alle Produkte, die heute auf dem Markt sind (auch in höheren Preisklassen) lächerlich vor. Mit Audiophilie hat das alles nichts zu tun.
Wie erwartet hat es nicht lange gedauert, bis die ersten selbsternannten "Audiophilen" ankommen und uns etwas über "richtige" Lautsprecher erzählen wollen.

Schon mal daran gedacht, dass solche Lautsprecher gar nicht auf diese Klientel aus sind? Aber natürlich, Sie würden sich einen ausgewachsenen Standlautsprecher auch auf den Nachttisch stellen.

Ich bin seti über 25 Jahren mit meinem HK 6250 von Harman Kardon den beiden Dauphin-Lautsprecher (bei denen es ein Naserümphen Ihrerseits nicht wundern würde) sehr glücklich, habe aber ebenso den "Komfort" von guten mobilen Bluetooth-Lautsprecher zu schätzen gelernt.

Nochmal: Solche Lautsprecher wollen gar nicht gegen die von Ihnen genannte Gruppe konkurrieren - sie sind schlicht für andere Konsumenten geschaffen. Da braucht auch nicht jedes Mal jemand zu kommen und zu erzählen, was er doch für eine große Ahnung hat und das "richtige" Lautsprecher so was von besser sind. Sie mögen es nicht glauben, aber manchen Menschen reicht so etwas....

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Furchensumpf 25.07.2019, 17:49
5.

Zitat von SkyNet_SO
Sonos ist für mich als Anbieter aber so oder so gestorben. Das man Android nur aufgrund der unterschiedlicheren Hardware nicht unterstützt ist doch ein vorgeschobenes Argument.
Und das wissen Sie woher?

Ich finde die Argumentation schlüssig - bei den paar Apple-Devices weiß Sonos sehr genau, welche Mikrofone verbaut werden - falls Apple nicht sogar manche mehrfach verbaut.

Um den Klang einmessen zu können, muss man erst wissen, was das Mikrofon zu leisten vermag - und das ist eben bei den zig verschiedenen Android-Geräten, welche im Umlauf sind, im Grunde unmöglich.

Mal davon abgesehen dass ich mein System lieber selbst einstelle - kein solches System kann wissen, wie das Ohr des Nutzers hört...

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sozialismusfürreiche 25.07.2019, 17:49
6. Es ist kaum zu vermeiden, aber so wenig wie möglich US-Technologie

Es ist kaum zu vermeiden, aber so wenig wie möglich US-Technologie möchte ich einsetzen. Also Sonos und BOSE sind mal raus. Teufel oder Bang&Olufsen sind doch solide deutsche und europäische Alternativen ... und zumindest droht uns China keine Strafzölle bisher an und auch die EU macht kein Theater mit den dort produzierten Geräten ...

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HutAb 25.07.2019, 17:50
7. Geschmäcker sind verschieden

Wo die originalen Sonos-Boxen dezent und wertig wirken, sehen diese hier aus wie ein Mix aus Bose-Riegeln ohne Logo und Apple-AirPod mit Lampe obendrauf. Wem es gefällt.... mir nicht, bin auch nicht die Zielgruppe mit Ikea-Abo. So bleibe ich lieber gleich bei Sonos. Die man natürlich auch mit Android bedienen kann, nur dass das Einmessprogramm Trueplay eben nicht damit funktioniert. Wer soll die 100 + x Mikrofone der Androiden auch alle durchtesten, das ist bei der Vielzahl und Frequenz der Neuerscheinungen schlicht nicht machbar mit vertretbarem Aufwand.

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Stoepse 25.07.2019, 18:32
8. Ich habe meine Lautsprecher abgeschafft.

Weil sie - wie der Name schon sagt- zu laut sind. Ich nehme den Kopfhörer. Bessere Musikqualität und keine Störung von anderen. Nur leider hört man auch das Gequake, Geschrille, Gegrummel und Gelalle schlechter Sprecher überdeutlich, was einen sinnieren lässt, mit welchen Qualitäten Schauspieler/innen die Rollen bekommen.

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shardan 25.07.2019, 18:39
9. Mal wieder ein echter Kremp.

Zum einen: Echte Bässe brauchen Volumen. Physik lässt sich nicht betrügen, auch nicht in Sachen Akustik. Kleine Boxen, die wirklich gute Bässe bringen, sind seit Jahrzehnten der Wunschtraum vieler Boxembauer... es geht nicht wirklich. Spätestens bei klassischer Musik (Dvorak, Orgelsymphonie Nr.5. 5.Satz...) sind sämtliche dieser vernetzten Lautsprecher gnadenlos am Ende. "Trockene Bässe" - ein Synonym dafür, dass der tiefe Bassbereich schicht fehlt. Doch ein anderer Punkt ist wichtiger: Sonos liefert mittlerweile einige Produkte mit eingebautem "Alexa" aus - ein Grund für mich, um dieses System einen großen Bogen zu machen. Ich will keinen mitlauschenden Spion in allen Räumen. Es wäre doch nett gewesen, zu wissen, ob die Ikea-Produkte "Alexa" integrieren. Dann können die noch so billig sein, ich verzichte dankend.

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