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Sorge um digitale Zukunft: Interner Bericht listet Mängel bei "New York Times" auf
REUTERS

Lässt sich die "New York Times" im Internet abhängen? In einem internen Bericht zerpflücken Mitarbeiter die Strategie ihres Verlags. Das Dokument hat ausgerechnet ein Konkurrent veröffentlicht - einen Tag nach dem Chefwechsel bei der "NYT".

23 1/3 16.05.2014, 15:18
1. Wie eben in Deutschland ...

... wo der Digitalmarkt aufgrund des Festhalten am Print immer noch in den Kinderschuhen steckt.

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spon-facebook-10000053669 16.05.2014, 15:37
2. und spon?

gerade im bereich videos könnt ich auf spon durchdrehen, egal ob im browser oder auf dem smartphone, wieso muss ich 0:45 min werbung sehen für einen beitrag mit einer länge von 1:36 min? das steh in keinem verhältnis!

wie content angeboten wird im bereich video ist auch dürftig, da werden mir zu aktuellen ereignissen wirklich videos von 2009 angeboten?! und wenn die dann doch mal interessant sein sollten, sind die älteren videos meist offline... video-tipps der redaktion sind dann meist nur das beste der letzten wochen und die tipps muss ich dann manchmal über wochen ertragen, gerade in der app sehr nervig jeden tag die gleichen videos angeboten zu bekommen, wenn man keine unter-kategorie auswählt....

aktuell z. b., "WM-Kolumnist Harald Stenger: "Testspiele sind zum Ausprobieren da"" steht unter aktuelle videos, alle anderen sind vom 16. bzw. 15.04.14, dieses eine ist vom 13.04. wieso wird mir das noch unter aktuell angeboten? zumal das eins dieser videos ist, wo man beim anguckn denkt "ok für youtube hätte es gereicht, aba wtf? was sucht das bitte auf spon?"

mehr struktur in der app, mehr personalisierungsmöglichkeiten und mehr videos mit mehr optionen (auch was qualität angeht, ob ich die über wlan oder edge gucke macht schon einen unterschied für den user) dann könnt ihr dafür auch mal geld verlangen ;)

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george2013 16.05.2014, 15:59
3. Unsinnige Sonderangebote für Web-Nutzer

Für die Vetriebsstrategen der NYT endet die Welt wohl an US-amerikanischen Grenzen. Auf einmal stellen sie das Abo für den Reiseteil ein und bieten stattdessen kostspielige "Pakete" an, die für uns "Ausländer" einfach uninteressant sind. Andere US-Blätter hingegen haben sich schon sehr früh um differenzierte Angebote bemüht. Oder sind heute noch kostenlos...

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Das Grauen 20.05.2014, 10:03
4. Die Paywall ist auch so'ne Fehlentscheidung

Natürlich bricht die Auflage der Online-Ausgabe ein! denn die HuffPo, die so stark aufrüstet, ist ja kostenlos! Und da die reinen Nachrichten sich ja nicht sonderlich von der Konkurrenz unterscheiden, ist da kein großer Anreiz, dafür zu bezahlen. Wer Geld haben will muß eben dafür auch etwas bieten, daß es woanders nicht umsonst gibt!

Allerdings bietet auch die HuffPo viele exklusive Inhalte, vor allem km Entertainment und Opinion Bereich. Und das für lau. Da kann ein kostenpflichtiges Angebot den Kampf um die höchsten Klickzahlen nicht gewinnen. nicht zuletzt deswegen war seinzeit auch der Online-Chef der NYT seinerzeit gegen die Paywall. Er befürchtete, zurecht, daß darunter das Wachstum und die Reichweite der "gray lady" leiden würde. Daß die NYT immer noch geradezu verzweifelt für das Probeabo für 99 cent wirbt (seit Jahren immer die gleichen Spammails!) zeigt, daß die Kundenzahlen wohl immer noch unbefriedigend sind. Selbst schuld. Für die paar hochqulaitariven Beiträge,die man woanders nicht finden würde, ist der Zugang zu teuer. Kes ist auch nicht schön für die Journalisten, die mitansehen müssen, daß Ollegen bei kostenlosen Medien viel mhr Leser haben.

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Das Grauen 20.05.2014, 11:00
5. Der Bericht ist vom SOHN des Herausgebers!

Arthur Gregg Sulzberger leitet die "new ideas task force", die die online Präsenz der NYT kritisch untersucht hat. Da dürfte sein Report beim Vater ein besonderes Gewicht haben. Ob die Entlassung Abramsons was damit zutun hat, ist allerdings fraglich. Es heißt, sie war eher moderner als der klassisch orientierte Basquet. problem war wohl eher daß sie zuviele Mit Sulzberger gut vernetzte Mitarbeiter vor den Kopf gestoßen hat, und so schließlich m Opfer von Grabenkämpfen wurde. Zudem hatte der sehr populäre Basquet ein Angebot von Bloomberg. Womöglich wäre er gegangen, wenn er jetzt nicht auf den Chefposten gekommen wäre. Interessant wird sein, zu sehen, was sich jetzt bei der gray lady tatsächlich ändern wird. Womöglich wird der Sohn des Herausgebers, der sich mit dem anscheinend von vielen Mitarbeitern unterstützten Bericht Respekt verschafft hat, mehr Verantwortung und Kompetenz für die Online-Präsentation bekommen, während sich Basquet auf die Qualität des Inhalts konzentriert. Das wäre eine geschickte Arbeitsteilung. Schließlich handelt es sich um sehr unterschiedliche Bereiche, die aber beide sehr wichtig für die Zukunft der NYT sind.

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