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Soziale Medien: Meinung, Männer, Mobmaschinen
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Elon Musk erreicht über soziale Medien zig Millionen Menschen. Wird er aggressiv, mobilisiert er Mobs - vor allem männliche. Es gibt genug Beispiele dafür, wie gefährlich das werden kann.

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freefacetrololo 09.08.2018, 13:22
90. Auch die Plattformen profitieren von anstachelnden Publikumsmagneten

Danke Herr Lobo,

ich finde das Problem ist nicht abschließend erklärt. Auch die Plattformen wie Twitter und Facebook profitieren von reichweitenstarken Publikumsmagneten, die mit ihren Anstachelungen Mobs mobilisieren können. Es existiert sozusagen eine Symbiose zwischen Anstachlern und Plattformen. Die gilt es zu durchbrechen.

Wir sollten über folgende Fragen diskutieren:
1.Kann jemand verantwortlich gemacht werden für die Taten seiner Fans?
2.Was sollte man von jemanden verlangen können um dieser Verantwortung gerecht zu werden?
3.Was erwarten wir als Gesellschaft von den Plattformen?
Ich freue mich auf Denkanstöße.

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tmattm 09.08.2018, 13:35
91. Die Identitätspolitik in Herr Lobos Kopf

wird hier mal wieder sichtbar. Männer sind das Problem, Rechtsextreme sind das Problem - ach, die Welt ist wunderbar einfach. Dass der Musk-Mob zumeist aus Männern besteht, sollte niemanden wundern, da ein Technik-Unternehmer natürlich die typischen Männer-Interessen anspricht. Aber nicht nur Musk, Trump und Rechte versammeln Mobs hinter sich. Linksextreme können das mindestens genau so gut und da sind dann auch haufenweise Frauen dabei.
Lobos Artikel krankt somit an dem typischen Gruppendenken und Schuldzuweisungen der identitätspolitischen Denkweise. Nicht Rechtsextreme oder Linksextreme sind das Problem, sondern der Fanatismus, der den politischen Extremen innewohnt. Nicht Männer oder Frauen sind das Problem, sondern der Niedergang des argumentativen oder zumindest höflichen Diskurses in den sozialen Medien bei vielen Menschen.

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Corona17 09.08.2018, 13:36
92. strukturelles Problem

Das Problem liegt m.E. in der Struktur der Plattformen. Wer zuerst agiert, zuerst reagiert, der oder die setzt die Themen. Geschwindigkeit ist also ein zentrales Element. Doch der gute Gedanke ist ein Fußgänger, der meistens ankommt, wenn man mal ne Nacht drüber geschlafen hat, für die Opfer von Mobbing und Hetze also zu spät. Das macht eben Facebook & Co und das Internet vielleicht in Gänze nicht mehr zur reinen Informations-, sondern zur überwiegenden Enotionsplatform, weil es die Emotionen sind, die vor jeder Analyse, so weit jemand dazu überhaupt in der Lage ist, sich als angebliche Redebeiträge Gehör verschaffen. Technisch könnte man das eventuell ändern, aber wer will das?

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kelcht 09.08.2018, 13:39
93. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Zitat von koch-louis
Mich würde schon interessieren wie Sie herausgefunden haben das 90 Prozent der Menschen die Teil ihres shitstorms waren Männlich sind. Vor allem in der Schule scheinen mir Jungen und Mädchen gleichermaßen zu mobben und unter Mobbing zu leiden. Dieser Artikel ist eindeutig .....
Es gibt Geschlechterunterschiede z.B. stellen Frauen nur 5% der Inhaftierten in Deutschland auch bei Straftaten kommen Frauen nur auf 25%. Auch sind Frauen wohl weniger häufig bei Naziveranstaltungen anzutreffen, wieso sollte sich das im Verhalten im Internet nicht genauso erkennbar sein. Diesen sehr wahrscheinlichen Fakt zu nennen kann man kritisieren aber deswegen muss man dem Kommentar nicht gleich Sexismus oder Rassismus vorwerfen. Der Ton macht die Musik so geht es bei Me-too oder Me-two wohl eher gesittet zu und weniger giftig als bei Donald Trumps Rundumschlägen da reicht schon ein Mann aus, auch müssten Frauen meiner Meinung nach noch etwas üben um das gleiche Mitteilungsbedürfnis wie Herr Trump hinzubekommen.

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OhMyGosh 09.08.2018, 14:06
94.

Nun, so ist das eben mit den Alphamännchen. Ob sie nun POTUS oder Milliardär sind. Geld verdirbt in der Regel eben nicht den Charakter, es bringt ihn lediglich zum Vorschein. Dasselbe gilt für die Macht, und diese ist oftmals leider in denkbar schlechten Händen. Nicht nur in den USA.

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kritischergeist 09.08.2018, 14:11
95. Oh Gott

Herr Lobo arbeitet sich jetzt im Schweiße seines Angesichts an Twitter und Elon Musk ab. Das Sommerloch muss sehr sehr tief sein.

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friwi1 09.08.2018, 14:15
96. Elon Musk und Donald Trump

Zwei herausragende Spezies vermeintlichen Typus Wirtschaftstycoons.
By Chapter 11- Miszbrauch braucht man eben nur eine gute Un-/Rechtssozietaet.
MOBBEN
Im Stile eines Otto Waalkes, gepaart mit Dieter Krebs :
Hirn an Extremitaeten : Mobbt diese S..... !
Extremitaeten an Hirn : Haeh ?
Hirn an Extremitaeten : Ich befahl : Mobbt diese S.....!
Extremitaeten an Hirn : Haeh ?
Hirn an Extremitaeten : Lyncht sie, zum Donnerwetternochmal!
Extremitaeten an Hirn : Ach so, machen wir doch gerne,Capo !

Mobben steht fuer lynchen, eliminieren, vernichten

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3-plus-1 09.08.2018, 14:50
97. Oder liegt es daran, dass "Duldungsstarre" typisch weiblich ist?

Lobo beschreibt hier einen eher männlichen Handlungsweg als durchweg negativ, doch schaut man mal zurück in der Geschichte, dann waren die, die aufstanden und sagten "So geht das nicht mehr weiter!" durchweg Männer. Von weiblicher Seite kam da eher ein Ertragen oder Aktivismus im Sinne von "Appelieren an die Menschen".

Aber echter Widerstand auch auf Kosten der eigenen Gesundheit? Eher nicht. Dabei fallen mir nun aber wirklich zahllose Beispiele ein, die bei Jesus Christus beginnen und sich über Luther bis zu Nelson Mandela erstrecken.

Selbst zum Dritten Reich und Hitler gab es viele, die ein "das kann man doch aber nicht machen!" auf den Lippen hatten, doch nur Männer (!) haben wirklich versucht die "Führerschaft" radikal und ein für alle Mal zu beenden. In dieser Liste ist keine Frau dabei. Auch das ist eben die Kehrseite der Medaillie, von der Lobo nur eine Seite sehen will.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Attentate_auf_Adolf_Hitler

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mac4me 09.08.2018, 15:29
98. Kleine Anmerkung: spontan genial

In Text kommt das etwas verkürzt: Der leitende Taucher war Musk angegangen, er könne sich sein ungeeignetes Rettungsboot in den Allerwertesten schieben. Daher Musks Replik mit dem Begriff „Pedo boy“.

Oft, und leider auch hier, wird aber durch das Weglassen dieser Vorgeschichte der Eindruck erweckt, Musk habe ohne Grund aus Frust, dass sein Rettungsgefährt nicht eingesetzt wurde, „einfach so“ den Taucher beschimpft. Das ist falsch, er hat nur auf die Beleidigung des Tauchers reagiert, sicherlich in genauso unangemessener Weise, was bei seiner Prominenz sehr unklug war.

Musk ist hier Opfer seiner Spontanität geworden. Geniale Gedanken entstehen vor allem, wenn Hemmungen ausgeschaltet sind, andernfalls wird Kreativität schon in der Entstehungsphase unterdrückt. Ersteres ist bei einem spontanen Naturell oft der Fall, deshalb ist beides oft verknüpft. Bei Künstlern ist dies besonders oft der Fall, deshalb „knallt“ es dort auch überdurchschnittlich häufig.

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