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Soziale Medien: Meinung, Männer, Mobmaschinen
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Elon Musk erreicht über soziale Medien zig Millionen Menschen. Wird er aggressiv, mobilisiert er Mobs - vor allem männliche. Es gibt genug Beispiele dafür, wie gefährlich das werden kann.

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dasfred 08.08.2018, 15:56
10. Sowas tut man nicht

Ein Satz, den jedes Kind unendlich oft gehört hat. Und immer mehr vergessen ihn, sobald sie vor dem Schirm sitzen. Man sehe sich die alten Familien an, die dem Nachwuchs einschleifen, was sie in der Öffentlichkeit keinesfalls machen dürfen, wenn sie nicht dauerhaft ihren Ruf ruinieren wollen. Den Neureichen von heute ist ihr Ruf egal. Laut sein, auffallen um jeden Preis, Macht demonstrieren ist alles, was zählt. Warum Rücksicht nehmen auf Looser? Die ganze Twitterei ist nichts als Posing. Der Leitwolf heult und das Rudel stimmt ein.

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deppjones 08.08.2018, 16:01
11. Stammtischgerede

Es braucht noch etwas Zeit aber dann wird dieses ganze Social Media als das eingeordnet, was es wirklich auch ist: Stammtischgerede. Ist in der Übergangszeit natürlich unpraktisch und anscheinend leider auch gefährlich für einige Leute, es bleibt aber Stammtischgerede.

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georg69 08.08.2018, 16:04
12. Leider wahr

Das beschriebene Phänomen ist leider eine extrem unerfreuliche Begleiterscheinung des Web 2.0. Die zugrundeliegenden Verhaltensmuster sind zwar alt, aber Social Media wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger. Traurig ist auch, dass dieses Problem der Hassmobs ein männliches ist. Umso wichtiger ist es, sich davon niemals anstecken zu lassen, so sehr man manche Meinungen und Ansichten auch ablehnt!

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phg2 08.08.2018, 16:14
13.

Tusk und Trump sind sicherlich Egomanen. Denen geht's nur um die Reichweite und je mehr Leute es gibt bei denen sie die "Knöpfchen" drücken können desto besser. Das Wort Machtmissbrauch existiert nicht in ihrer Gedankenwelt. Und dann gibt's welche, die haben Automatik-Knöpfe eingebaut, wehe wenn die gedrückt werden.
Streit ist was schönes, sinnvolles, notwendiges, aber ohne Streitkultur ist das "Knüppel auf den Kopf".

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oliver_kreuzzer 08.08.2018, 16:15
14.

Zitat von
Ein offenbar ernst gemeinter Vorwurf eines Twitter-Users an eine Journalistin lautete, sie würde "buchstäblich Menschen töten". Musks Projekt selbstfahrender Autos würde die Zahl der Unfälle reduzieren, deshalb sei jede Minute, die man ihn durch Kritik von Tesla ablenke, quasi Mord. Das ist das Niveau der Irrationalität, die solche Männermobmaschinen entfalten können.
Ist das nicht exakt die gleiche "Logik", mit die Deutsche Umwelthilfe die Dieselfahrverote fordert, rechtfertigt und gerichtlich durchsetzt?

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HarryG 08.08.2018, 16:16
15. Indien...

...als eine "weniger gebildete, weniger humanistisch geprägte Sphäre" einzuordnen klingt schlimm nach Wohlstandschauvinismus

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oliver_kreuzzer 08.08.2018, 16:38
16.

Schon alleine wegen der von Ihnen beschrieben Widerlichkeiten bieten die (a)sozialen Medien Forschungsthemen für Generationen von Psychologen und Soziologen.
Wenn die Sache mit den Wahlmanipulationen stimmt, haben sich dadurch die Machtverhältnisse verschoben. Das dürften zumindest die Gewinner als enormen Fortschirtt sehen.

Ich persönlich finde es immer wieder belustigend und/oder faszinierend, was man so Alles an kruden Gedanken dort finden kann.

Ich bin auch imemr wieder begeistert, was für tolle bisher noch ungedachte Gedanken ich dort finden kann.
Also: Es gibt wohl viel mehr Menschen, die dieses Medien toll finden als solche, die sie wohle am liebsten wieder abschaffen möchten.

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larsmach 08.08.2018, 16:46
17. Goebbels Sportpalastrede - Paradebeispiel!

Propagandaminister J. Goebbels verhöhnte sein johlendes Publikum immerhin ("eine Stunde der Idiotie", in der er die Menschen aus dem dritten Stock des Columbus-Hauses hätte springen lassen können, wie er nachher hinzufügte). Jahrzehnte später sind seine 11.000 Zuhörer lächerlich wenig: Jede B-Prominenz erreicht heute mehr! "Going postal" sagt man im Englischen, wenn Einzelne aus aufgeheizten Publika losziehen und gewalttätig werden. Der allseits grassierende Selbsthass macht das möglich - solche Menschen brauchen ein Ventil, um ihre latente Unzufriedenheit in Hass auf andere zu projizieren. "When Mexico sends its people"..."they send rapists" etc.. Die wenigstens Zuhörer des Wahlkämpfers D. Trump dürften damals das Wort "Mexico" gegen den Namen ihrer Schule, ihres Stadtteils, Sportvereins oder ihrer Familie ausgetauscht haben, um zu spüren, wie Volksverhetzung aus Sicht der betroffenen Gruppe wirkt. Selbstreflexion und Leben im Zeitalter der 140 Zeichen schließen einander wohl aus, und Psychopathie scheint im Land der Hypes, der Idole und des aggressiven Marketings wohl Grundvoraussetzung zu sein, als "Genie" verklärt zu werden. Vorbilder sehen anders aus.

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napoleon2006 08.08.2018, 16:55
18. Twitter = Mobmaschine!

Ich stimme Herrn Lobo hier durchaus zu, wenn er darauf hinweist, dass der Großteil der herabwürdigenden (wenn nicht strafbaren) Hetze online von Männern verursacht wird. Das dürfte in allen sozialen Medien der Fall sein. Twitter stellt durch seine starke Begrenzung des Textumfanges aber nochmal einen Sonderfall dar. Wo ein Schreihals auf Facebook oder in Foren eventuell noch auf die Idee kommt, seine Meinung mit Fakten (oder dem was dafür gehalten wird) zu garnieren oder spezifisch darauf einzugehen, was denn für ein Problem mit der anderen Meinung/dem Menschen/der Firma etc. besteht, wird er oder sie auf Twitter quasi gezwungen, alles in weniger als 200 Zeichen zu packen (Hashtags müssen ja auch noch rein). Da bleibt dann halt nur eine kurze Beschimpfung übrig. Aber Twitter ist ja eh nur für Politiker, Journalisten und Idioten. ;-)

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GoranBaranac 08.08.2018, 16:55
19. @HarryG, Beitrag 16

Na was denn? Lobo hat nett verpackt das gesagt was man bei anderen etwas gröber und offener von sich gibt. Es ist nur ziemlich verlogen selber etwas euphemistisch als Tatsache darzustellen wofür man bei anderen blanken Rassismus unterstellt.

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