Forum: Netzwelt
Soziale Medien: Wenn Empörung zur Lust wird
Frank Rumpenhorst / DPA

Nach der Tat am Frankfurter Hauptbahnhof teilt sich das Publikum in den sozialen Medien in zwei Lager: die Hilflosen und die Radikalen. Beide profitieren von der Empörung der anderen Seite.

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cat69 31.07.2019, 15:46
1. Lobo, sie leben davvon

Und "der Aufstieg der Rechten" ist der Lebenswirklichkeit geschuldet aus der sie sich leider verabschiedet haben.
Empören sie sich weiter.

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muellerthomas 31.07.2019, 15:52
2.

Zitat von cat69
Und "der Aufstieg der Rechten" ist der Lebenswirklichkeit geschuldet
Ist das so? Tatsächlich empören sich die meisten rechten doch im Osten über angebliche Zustände, die sie nur aus rechten Blogs und YT kennen.

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womau1962 31.07.2019, 15:54
3. Ernst?

Dieser Artikel ist nicht wirklich ihr Ernst lieber Spiegel?

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danubius 31.07.2019, 15:55
4. Gruppendynamik

Man nehme nur die objektiven Fakten (die oft genug von den Medien in deren Sinne vorbewertet werden), differenziere sie und widerlege einzig und allein auf dieser (leider ein schon etwas ausgelutschter Begriff) Basis der sachlichen Neutralität die emotional bedingte Empörungslust des Gegners. Und selbst dann zählt man in unserer scheinbar freien und scheinbar demokratischen Gesellschaft trotzdem einer der Hilflosen, da die unqualifizierten und uninfomierten Schreier in der Überzahl sind und nur auf emotional bedingte Äusserungen abfahren. Die Unterdrückung des tatsächlichen Ichs kann man jeden Tag in den Schulen oder in Jugendgruppen am Auffälligsten erleben. Aber so funktioniert offenbar Gruppendynamik.

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zeichenkette 31.07.2019, 15:57
5. Wie gut das funktioniert...

sieht man sehr gut daran, dass eine Woche vorher in Voerde jemand eine Frau vor einen Zug gestoßen hat und darüber redet keiner. War ja kein Ausländer und was will man schon machen? Unter 80 Millionen Leuten gibt es immer Irre, die irr handeln, auch schonmal mit tödlichem Ausgang. Das ist solange ganz normal, bis (wie in diesem Fall) irgendwo zwischen Empörung und Hetze die Welle nicht nach zwei Tagen ausläuft, sondern immer wieder hochgepeitscht wird. Auch von diesem Artikel hier natürlich, wie man wohl feststellen muss.

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kratzdistel 31.07.2019, 16:02
6. eine weisheit von megan rapinoe

wir müssen mehr lieben, weniger hassen. wir sollten mehr zuhören, weniger reden. es ist unsere aufgabe, die welt zu einem besseren ort zu machen.

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klimaterium 31.07.2019, 16:09
7. Lagerunabhängig

"Gegenruhm durch Empörungslust bedeutet, soziale Anerkennung nicht durch Lobpreisung der eigenen Anhänger zu bekommen, sondern durch wütenden Widerspruch der Gegner". Das gilt für alle Lager, Herr Lobo, und mit der Durchdigitalisierung des sozialen Lebens eben sehr viel einfacher als früher. Ich habe nie verstanden, wie man Informationsaustausch Apps, welcher Art auch immer, als "soziale Medien" bezeichnen kann.

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Jöel L. 31.07.2019, 16:09
8.

Ich teile die These mit der Empörungslust. Aber ich empfinde es als bedauerlichen Fehler, dass Sacha Lobo die These ausgerechnet anlässlich der Untat eines feigen, skrupellosen Mörders oder eines durchgeknallten Irren vorstellen muss. Leider regen diese Gräueltaten niederträchtige oder defekte Menschen zu Nachahmertaten an. Wenn man unnötigerweise über solche verachtenswerten Taten berichtet, gewährt man diesem Abschaum eine perverse Befriedigung und man motiviert potentielle Nachahmer, ähnliche scheussliche Untaten zu begehen. Unnötig ist die Erwähnung der Untat in diesem Artikel. Lobo hätte genug andere Beispiele wie Trump et al für seine These gefunden. Es gibt auch nötige Berichte über solche Untaten: Es ist nötig, dass heute alle Menschen wissen, dass solche Verbrechen möglich sind und vorkommen, dass man nicht zu nahe an den Geleisen stehen und die Leute hinter sich ein wenig im Auge haben sollte. Es gibt auch ein legitimes Bedürfnis, nach dem Ende der Untersuchung über die Hintergründe des Verbrechens informiert zu werden. Man sollte aber jeden entbehrlichen Artikel vermeiden. Jeder Artikel hat auch das Potential, einen Nachahmer zu motivieren. Wenn es nötig ist, die Verbrechen zu erwähnen, dann soll man sie auch als das klassifizieren, was sie sind. Ich erinnere mich noch quälend deutlich an das abscheuliche selbstzufriedene Grinsen des Massenmörders von Norwegen, der die Berichte über seine Gräueltaten mit sichtlichem Genuss zur Kenntnis genommen hat. Ich nenne den Namen dieses grässlichen Täters mit Absicht nicht.

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kelcht 31.07.2019, 16:12
9.

als Psychisch Kranker war ich auch auf die Hilfe von ausländischen Ärzten mit Migrationshintergrund angewiesen Ägypter, Araber, Schwarzafrikaner, Deutsche. Rassismus und Verschwörungstheorien nerven mich auch weil mich die Psyche vielleicht beeinflussbarer macht.

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