Forum: Netzwelt
Spahn, Maas, Bär: Von der Kunst, elegant umzufallen
DPA

Beim Thema Digitalisierung zeigen sich die GroKo-Hoffnungsträger Jens Spahn, Heiko Maas und Dorothee Bär flexibel: Innerhalb kurzer Zeit haben sie einige ihrer netzpolitischen Ansichten radikal geändert.

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Patrik74 07.03.2018, 15:28
1. Hü und Hott

Das sind nur Abkürzungen für "vor der Wahl" und "nach der Wahl". Interessiert denn ernsthaft irgendwen, was Politiker sagen, wenn der Tag lang ist?

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dasfred 07.03.2018, 15:36
2. Nicht mehr alles so wörtlich nehmen

Die Zeit, als Politiker für eine Überzeugung eintraten sind vorbei. Seit Jahren hören wie aus Politiker-Mund nur noch, was ihre Zielgruppe erwartet. Keiner der angesprochenen Politik Darsteller hat sich doch bisher mit besonderer Sachkenntnis profiliert.

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Hoschi 07.03.2018, 15:38
3. Sehr schön

argumentiert!
Ich bin begeistert, möchte aber auf ein ganz kleines Problem hinweisen. Ohne ihre Besprechung des gut bewiesen Wandels, der für uns tätigen Protagonisten der Politik, wäre dies keinem weiter aufgefallen. Das aber ist noch nicht mal das eigentliche Problem. Das größere ist, dass es auch trotz dieser journalistischen Tat, kaum einer bemerken wird. Daraus ergibt leider auch, das Politik so funktioniert wie weite Teile der Gesellschaft. Was gerade passt wird zur eigenen Meinung erklärt und als Zeichen der Vernunft proklamiert. Vernunft ist für immer mehr das, was man gerade für vernünftig hält und das erklärt man am besten selbst.

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lock_vogell 07.03.2018, 15:43
4. vorallem...

... haben die alle keine ahnung wenn es um den datenschutz als angebliches hemmnis für deutsche unternehmen geht:
http://cloudscorecard.bsa.org/2018/

deutschland wird hier als führender standort für cloudinfrastrukturen angesehen, eben weil es einen starken datenschutz gibt und nicht umgekehrt wie es uns die spahns und bärs dieses landes suggerieren wollen.
lediglich einige wenige unternehmen würden von einem aufgeweichten datenschutz in deutschland profitieren und das wären mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit keine deutschen uternehmen!

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t_mcmillan 07.03.2018, 15:46
5.

Doch, es interessiert, was die Politiker denken. Dank an Lobo für diese gut recherchierte Darstellung. Bedenklich, was die Ober-Digital-Frau aktuelol über Datenschutz denkt.

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strohsee 07.03.2018, 15:49
6. Politikverdrossenheit - ja, aber ...

Genau das von Sascha Lobo sehr gut beschriebene Verhalten ist meiner Meinung nach der wichtigste Aspekt, der die Politikverdrossenheit fördert und der letztlich auch die AfD und ihre Kumpane fördert.

Allerdings sollten wir das, was Sascha Lobo zur nötigen Weiterentwicklung des persönlichen Standpunkts beschreibt, ebenso ernst nehmen! Der Vorwurf des Umfallens ist sicher bei vielen Meinungsänderungen richtig, jedoch nicht bei allen - in der Öffentlichkeit, vor allem bei "Wut-Bürgern", wird nicht unterschieden, sondern da gilt das Spiel "wir stecken alle in einen Sack, hauen feste drauf, es wird schon die Richtigen treffen". Und auch das ist der Demokratie nicht förderlich.

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blumenstrauss 07.03.2018, 15:55
7. Problem-Bär von der Leine

Was an diesen Beispielen von Lobo sehr schön verdeutlicht wird, ist das rein taktische Verhältnis von PlotikerInnen moderner Ausprägung zu Sachthemen. Dorothee Bär ist da nur die letzte in einer Reihe von Beispielen, die das Vertrauen in die Demokratie erschüttern, da - wie Lobo schrieb - gegensätzliche Positionen plotzlich und ohne Erklärung eingenommen werden.

Zurück zu Bär:
Es geht doch gar nicht um die #Flugtaxis - es geht um den Angriff der CSU/CDU/SPD auf Verbraucherrechte, Datenschutz und Datensicherheit.

https://netzpolitik.org/2018/das-geht-ja-gut-los-digitalministerin-baer-schiesst-gegen-datenschutz-und-eprivacy/
"Wer hofft, dass mit einer Digitalstaatsministerin Dorothee Bär frischer Wind in die Netzpolitik der Großen Koalition einzieht, hat sich getäuscht. Der Fokus wird weiterhin auf den Interessen von Staat und Wirtschaft liegen, weniger auf denen von BürgerInnen und NutzerInnen."

https://electriceye.info/wordpress/?p=400
"Nichts anderes als die Durchsetzung von elementaren Grundrechten gegenüber dem Überwachungskapitalismus der Internet-Giganten ist das Gebot der Stunde. Statt neoliberalem Entbürokratisierungs-Geschwätz ist eine klare Law-and-Order-Politik erforderlich. Aber offensichtlich kann die CSU nur Grenzzäune, jedoch keine Firewalls."

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atlantus 07.03.2018, 15:56
8. aus meinem

Fenster habe ich freien Blick auf ein Dach mit einer Wetterfahne darauf.. erinnert mich an den ein oder andere/n PolitikerIn!

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hikage 07.03.2018, 15:57
9. irgendwie..

..müssen die armen Würstchen doch auf ihre späteren Posten in der Industrie hinarbeiten. Mit Schutz von Bürgerrechten kommt man finanziell einfach nicht weit.

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