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Sparkassen-Pilotprojekt: Unsichtbares Kleingeld verrät seinen Besitzer
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Sparkassen-Kunden sollen künftig drahtlos an der Kasse bezahlen können und bekommen dafür neue Karten. 1,5 Millionen Nutzer sollen das System in einem Feldversuch ausprobieren. Ein Entwickler warnt jedoch: Die Karten könnten zur Überwachung missbraucht werden.

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spontux 19.05.2012, 07:46
1. Ein CIP sozusagen

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Arckenheidt 19.05.2012, 07:48
2. Korrektur:

Zitat von sysop
Ein Entwickler warnt jedoch: Die Karten könnten zur Überwachung missbraucht werden.
Das ist - in dieser Form - Unfug.

Sinn und Zweck dieser Karten ist die Überwachung. Ein Missbrauch läge für die Initiatoren genau dann vor, wenn sie die dabei gewonnenen Daten nicht für ihre Zwecke verwenden dürften.

Eine anonyme Nutzung dieser Karten, bei der keine Daten erhoben werden, ist weder technisch möglich noch von irgend jemandem gewünscht.

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yettiz 19.05.2012, 08:35
3. Ein weiterer Versuch

--Zitat-- Zunächst lassen sich maximal 20 Euro auf die Karte laden --Zitatende--
Damit lässt sich kein Kunde fangen, erst Geld auf die Karte laden um dann damit Bargeldlos zu bezahl? Ist die Karte weg ist auch das Geld weg, alleine dieser Punkt schreckt die Kunden ab.
Aber was will man von den Sparkassen anderes erwarten, ich hab meine Erfahrungen mit der Spasskasse gemacht, wahr selbst ca. 25 Jahre bei denen. In der Kindheit und Jugend hatte ich zwar nur ein Sparbuch, aber irgendwann habe ich auf Empfehlung die Bank gewechselt. Zwar hat die Bank deutlich Personal abgebaut, aber ich bin noch immer voll zufrieden.

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PublicTender 19.05.2012, 08:37
4.

Zitat von sysop
Sparkassen-Kunden sollen künftig drahtlos an der Kasse bezahlen können und bekommen dafür neue Karten. 1,5 Millionen Nutzer sollen das System in einem Feldversuch ausprobieren. Ein Entwickler warnt jedoch: Die Karten könnten zur Überwachung missbraucht werden.
Ich arbeite im Bereich der industriellen IT und stehe normalerweise Innovationen offen gegenüber.

So ein Teil werde ich aber NIE benutzen!

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Krokodilsträne 19.05.2012, 08:44
5. entdecke die Möglichkeiten

[QUOTE=Arckenheidt;10209471]Das ist - in dieser Form - Unfug.

Sinn und Zweck dieser Karten ist die Überwachung. Ein Missbrauch läge für die Initiatoren genau dann vor, wenn sie die dabei gewonnenen Daten nicht für ihre Zwecke verwenden dürften.QUOTE]

... und mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass die Supermärkte endlich diese überteuerten Kassiererinnen einsparen können, bei denen man nie sichergehen kann, ob eine nicht wieder drei Pfandbons unterschlägt.

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x3Ray 19.05.2012, 08:48
6. optional

Das Problem ist doch weniger, dass man Kundendaten/-profile generieren kann, sondern die Karte an sich. Das ist einfach an den Interessen und Vorlieben des Kunden vorbei gedacht.

Warum hat sich die Geldkarte nicht durchgesetzt und warum wird diese Version hier scheitern?
Weil es Unsinn ist, wegen ein paar Euro so ne Karte dabei zu haben, wo es Bargeld genauso tut.
Weil es Unsinn ist, für ein paar Euro eine Karte aufzuladen zu müssen.
Weil es doch viel bequemer ist, mit ec-Karte zu zahlen; egal wie hoch der Betrag, ec-Karte raus und gut ist.
Weil jeder für kleine Beträge ein paar Münzen dabei hat und man anders als bei der Karte einfach mal zählen kann, wie viel das ist.
Weil das Risiko des Verlusts viel zu hoch ist - ist die Karte weg, ist das Geld weg (das sind dann zwar nur max. 20 Euro, aber das ärgert auch).

Und dann stelle man sich mal folgende Situation vor: Auf nem Volksfest mit Gedränge und Geschiebe hat ein krimineller Geist ein Lesegerät dabei und bucht einfach alle Karten der Besucher ab (durch das Gedränge ist enger Kontakt ja möglich). Schneller und bequemer kann ein Gauner beim Spazierengehen nicht zu Geld kommen. ;)

Und die bereits bei Konzerten etc. verfügbaren Funkkontaktkarten sind auch purer Schwachsinn: Erst muss man mal bei irgendwem Bargeld lassen, um eine solche Karte zu bekommen und aufzuladen. Dann kann man mit der Karte einkaufen (ohne allerdings dann selbst zu wissen, wie viel abgebucht wurde oder noch drauf ist, Belege gibt es nicht). Und wenn man nachher noch Geld drauf hat, muss man wieder zu irgendwem, um das Geld bar zurückzubekommen. Da wird ganz klar darauf gesetzt, dass die Besucher künftig diese Karte nochmals einsetzen, also wiederkommen, oder das Restguthaben einfach nicht mehr einlösen.

Sorry, aber das ist doch alles Schwachsinn.

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bettercentury.blogspot 19.05.2012, 08:54
7. die bargeldlose Gesellschaft kommt...

ist doch toll oder?

Liebe Leute: NEIN - es ist nicht toll! Das Netz der totalen Überwachung wird immer enger. Was sagt uns das? Die Herrschenden haben ANGST! Angst vor uns. ABER: WIR SIND DAS VOLK! Wir werden das alles nicht mehr lange mitmachen. Leider haben die oberen Zehntausend nicht überrissen, was das Internet so alles kann. Als neues Unterhaltungs- und Separierungsmedium gedacht, macht es genau das Gegenteil! Es informiert und verbindet. Schwerer Fehler, Leute. Der wird euch leider eure Macht kosten. Mein Mitleid wird sich in Grenzen halten.

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sucher533 19.05.2012, 08:59
8. gefährliche Spielerei

Wer sich sowas in die Tasche packt, braucht sich später nicht über Datenschutz oder elektronischen Taschendieb zu beschweren. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, wann jemand ein Auslesegerät an einer hochfrequentierten Stelle heimlich deponiert und dann die Karten ausliest und das Geld transferiert. Da kann man sich dann auch die PIN-Codes oder das Unterschreiben beim Zahlen mit ec-Karte sparen und hätte eine ähnlich Effekt. Niemand kann das ernstlich wollen.

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Rainer Helmbrecht 19.05.2012, 09:05
9.

Zitat von spontux
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Wenn ich da noch an die erste Volkszählung denke, welch ein Aufstand. Allerdings hatte man "damals" gar nicht ausreichend Speicher und Rechenkraft. Dieser Engpass wurde beseitigt und so kann man sogar alle Daten verarbeiten, die die Leute, ohne irgendeinen besonderen Grund frei Haus liefern.

Allerdings, hat der Bürger gar nicht mehr die Zeit, den ganzen Quatsch zu lesen, dem er, in völliger Ahnungslosigkeit, zu stimmt. Bezahlen muss er das ohnehin, das ist eben der Preis der Moderne.

MfG. Rainer

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