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SPD und die Urheberrechtsreform: Die Alles-Mitmach-Partei
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"Nie mehr CDU!", rufen die Gegner der geplanten EU-Urheberrechtsreform. Aber auch die SPD verbaut sich mit ihrer erbärmlichen Mutlosigkeit jede Chance auf die Stimmen der Generation YouTube.

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Fairplayground 06.03.2019, 17:33
60. Urheberrechte, Hatespeach - alles egal? Hauptsache neoliberal!

Deregulierung und Wildwest im Netz sind keine erstrebenswerte Ziele. Wenn jeder nur auf seinen persönlichen Surf-Spaß guckt, bekommen die Nazis und Geschäftemacher im Netz endgültig freie Bahn. Artikel 1 Grundgesetz gilt aber überall. Und auch Autoren müssen jeden Monat ihre Miete zahlen. Ohne Spielregeln geht es nicht. Das müssen auch YouTube, Facebook und Co. lernen.

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robana 06.03.2019, 17:38
61.

Zitat von 53er
wenn man Urheberrechte schützt? Nur der Urheber sollte das Recht darauf haben über das was er dank seines Könnens erschaffen hat, auch entscheiden zu können. Wenn ein Film oder ein Song bereits gratis im Netz kursiert, bevor der Künstler damit seine Kosten eingespielt hat, dann führt das zu einer Abwertung des Geschaffenen. Früher- ja früher, für die jüngere Fraktion- lief ein Film mehrere Monate in den Kinos und ein Song zumindest mehrere Wochen in den Charts. Heute hat man ihn einmal gehört spätestens nach einer Woche wird schon die nächste Sau -pardon- der nächste Song durch die Medien getrieben. Und alles klingt wie schon einmal gek....Filme im Kino erreichen nur noch Wenige, entweder weil schon gratis im Netz gedownloadet oder weil zu seicht um anzusehen. Die Wirkung ist fatal, nicht das Künstlerische, das Neue und Faszinierende ist ausschlaggebend, sondern einzig und allein wieviel Publikum erreiche ich in möglichst kurzer Zeit, nur um danach schnell wieder in Vergessenheit zu geraten, das ist wahre Konsumgeilheit! Keine Experimente und keine Fantasie. Die Jüngeren erkennen nicht, um wieviel sie da betrogen werden, sie haben nichts anderes kennengelernt. Urheberrechte sind zu schützen, weil sie in Gefahr geraten sind, ungerecht behandelt zu werden. Nicht weil irgendwelche vertriebsgeile Konzerne sie auf Teufel-komm-raus vermarkten wollen, sondern weil sie ursprünglich dem gehören der etwas geschaffen hat und der leider manchmal dazu gezwungen ist, sie über einen Konzern zu vermarkten um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Ist Ihnen klar, das die absolute Mehrzahl der Urheber ihre Werke und damit ihre Urheberrechte für billiges Geld an Verlage bzw Rechteverwerter verkaufen müssen.
Was hat der Urheber denn dann davon???

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normalversiffter 06.03.2019, 17:38
62. Pro-Stimmen versuchen es mit "Auslassungen"

Man braucht sich nur die betreffenden Artikel durchlesen, und schon weiß man: 1. Alle Internet-Auftritte, auch wenn sie nur zu Refinanzierung der Serverkosten ein Minimum an Werbung betreibt, müssen Uploadfilter einsetzen, da ansonsten das rechtliche Risiko sofort in due (Privat-)Insolvenz und somit in Harzt4 für Massen von kleineren und Mittleren Anbietern spätestens nach zwei Jahren führt. 2. das nicht nur die Plattformen das Risiko tragen, sondern ein Rückgriff auf dem Uploader ohne weiteres möglich ist. Es wird als kein Nutzer von.irgendwelchen Risiken befreit. 3. Nutznießer sind allein due großen Verlage, die Internet-Riesen und die "Überwachungs- und Kontrollbehörden", da so jeder im seinem Uploadsverhalten (inklusive. Textbeitrage) in Verbindung mit der Verbindungs- und Zugriffsdaten-Vorratsspeicherung überwach- und zensierbar ist. .... Was hier due EVP - bestehend aus konservativen und rechtspopulistischen Parteien in Regierungsverantwortung - forciert wird ist nicht anderes als die IT-Technische Basis für Big Brother bzw. 1984. Da kann man nur noch sagen #NieMehrCDU und #RechtspopulistenRaus .... Um so erschütternder, dass es gerade Verleger, Künstler und Autoren gibt, die so etwas auch noch fordern. Gerade diese wurden und werden in Staaten mit umfangreicher Kontrolle und Zensur in ihrer Freiheit extremst eingeschränkt. Und hier graben diese sich, äusserst bewusst und manipulativ, selbst die Grube in der irrigen Vorstellung, she würde sich mit inneren an Geld füllen.

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claus7447 06.03.2019, 17:39
63.

Zitat von freekmason
und Sie dachten, das war bis jetzt noch nicht geregelt?
Es ist geregelt. Nur jemand zur Verantwortung ziehen kompliziert. Entweder werden Daten nicht herausgeben, oder man beruft sich auf Rechtslage ausserhalb der EU. Auf alle Fälle sehr sehr mühsam.

Aber offensichtlich haben wir eine Gesellschaft die nach Geiz ist geil jetzt sagt "Im Internet ist alles frei!"

Offensichtlich haben wir hier eine Diskussion wie über Tempo Limit. Eben schwarz weiß. Oder Gut und Böse.

Die Frage ist lediglich, was ist GERECHT.

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pschtt 06.03.2019, 17:39
64. Kompromisse

Zitat von im_ernst_56
Ja, Herr Lobo, Kompromisse sind etwas Furchtbares. Aber in einer Demokratie, in der nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird, gibt es keine absoluten Mehrheiten mehr, so dass kompromisslose Politikgemacht werden könnte. Die SPD hatte bei der letzten BT-Wahl 20,5%, derzeit liegt sie in den Umfragen zwischen 15 und 18%. Sollte sie wegen der Urheberrechtsfrage die GroKo platzen lassen? Und welche andere Partei hat sich denn an die Spitze des Protestes der Generation YouTube gesetzt? Und wie hoch ist der Anteil der Wähler, die die Upload-Filter für ein so wichtiges Problem der Politik halten, vergleichbar mit den Mieten, den Renten und der Situation im Gesundheitswesen und der Pflege?
Ja, beide Seiten müssen Kompromisse eingehen, diese sind ja im Koalitionspapier festgehalten worden. Nur schert sich die CDU nicht um die vereinbarten Kompromisse, kaum eine Woche in der die SPD nicht einknickt und die CDU ihren Willen durchsetzt.
Und in der Legislaturperiode davor lief es genauso ...

Was steht nun bzgl. Uploadfilter im Koaltionsvertrag ? ==>
"Eine Verpflichtung von Plattformen zum Einsatz von Upload-Filtern, um von Nutzern hochgeladene Inhalte nach urheberrechtsverletzenden Inhalten zu 'filtern', lehnen wir als unverhältnismäßig ab." (Koalitionsvertrag Zeilen 2212 – 2214)

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Margaretefan 06.03.2019, 17:43
65. Beim SPD-Spitzenpersonal...

...scheint's nur noch um die eigene Versorgungssicherung zu gehen, ganu unabhängig von der Art der stets faulen Kompromisse. Die ersten jungen Leute wurden schon Anfang Dezember 2017 von den damaligen SPD-Obervorturnern persönlich verprellt. Da ist Herr Schulz und Frau Nahles durch die eigenen Reihen quer durchs Land getingelt und haben den jungen Genossen gemeinsam Stein und Bein geschworen, dass es keine neue GroKo mehr geben wird. Herr Schulz hatte zumindest die Größe die Konsequenzen zu tragen. Frau Nahles, Herr Scholz und Frau Barley haben für mich ganz persönlich nichts mit dem zu tun, was ich als sozialdemokratisch bezeichnen würde. Fairer Weise muss allerdings gesagt werden, dass die Sozialdemokratie schon vorher zu Grabe getragen wurde. Gerhard Schröder und der einstige Superminister Wolfgang Clement haben die Sozialdemokratie von links auf rechts gedreht. BTW: Anständige Politik für die nachkommende Generation, die in den Startlöchern steht, ebenfalls unabhängig von digitalen Themen macht allerdings keine Partei. Weder old school linker Klassenkampf taugt für die Zukunft noch die an den Tag gelegte grüne Überheblichkeit . Union, FDP und SPD schon gar nicht. Wahrscheinlich braucht es eine neue Partei, in der die Generation Zukunft ohne lähmende Altpolitiker selbst anfängt zu gestalten und Konzepte und Lösungen erarbeitet und sich damit zue Wahl stellt.

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lapje 06.03.2019, 17:44
66.

Zitat von compositeur
Braucht es dazu nicht einen Verlagvertrag, den Sie freiwillig unterzeichnen? Im Musikbereich ist die Sache klar: kein Verlagsvertrag, keine Abtretung an die bösen Verwerter. Aber dann meist auch keinen Erfolg— oder wer, meinen Sie, läse den Lobo ohne seinen „Verwerter“ SPON???
Nein, das ist hier nicht der Fall, sonst hätte sich der BGH im letzten Jahr der Sache ja nicht annehmen müssen. Dieser hat nämlich genau das geurteilt, was Sie geschrieben haben: Das die Verlagsbeteiligung eine Sache zwischen Urheber und Verwerter ist. Daher ist diese nun freiwillig.

Und mit Artikel 12 soll eben wieder der Status vor dem Urteil hergestellt werden.

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lapje 06.03.2019, 17:46
67.

Zitat von compositeur
Braucht es dazu nicht einen Verlagvertrag, den Sie freiwillig unterzeichnen? Im Musikbereich ist die Sache klar: kein Verlagsvertrag, keine Abtretung an die bösen Verwerter. Aber dann meist auch keinen Erfolg— oder wer, meinen Sie, läse den Lobo ohne seinen „Verwerter“ SPON???
Ach ja, Nachtrag: Das Portal, für welches ich schreibe, hat von der VG Wort aber kein Geld gesehen, ist eben kein Verlag.

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im_ernst_56 06.03.2019, 17:47
68.

Zitat von freekmason
ich glaube, das wahlalter in deutschland ist 18 jahre.
Wollen Sie damit sagen, dass die Youtuber alle noch minderjährig sind? Und Sasha Lobo ist deren Großvater?

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seangerd 06.03.2019, 17:47
69. Urheberrechte sind zu schützen

Mir ist egal, wie Internetgiganten wie YouTube usw das Recht der Künstler, Musiker usw schützen. Es ist aber zu schützen! Und Schutz hat wenig mit Zensur zu tun.

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