Forum: Netzwelt
Spielemesse Gamescom: Giganten ohne Vision
Microsoft

Bei der Spielemesse Gamescom präsentieren die Giganten der Branche ihre Neuheiten. Dabei offenbart sich erschreckende Einfallslosigkeit.

Seite 2 von 10
LeBigMacke 13.08.2014, 08:18
10.

Zitat von sysop
Bei der Spielemesse Gamescom präsentieren die Giganten der Branche ihre Neuheiten. Dabei offenbart sich erschreckende Einfallslosigkeit.
Ich prophezeie, dass diese Giganten nach und nach das Zeitliche segnen werden, zumindest in ihrer jetzigen Form. Sie sind einfach zu groß, zu schwerfällig geworden. Wegen eben jener Größe birgt jedes Projekt riesige finanzielle Risiken und das ist der eigentliche Grund für die Innovationslosigkeit - es wird dann eben auf etwas zurückgegriffen, von dem man bereits weiß, dass es sich wenigstens ordentlich verkaufen wird.

Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung wird es dagegen für kleines Studios einfacher, innovative und umfangreiche Spiele 'mit' einer guten audiovisuellen Präsentation zu liefern.

Noch funktioniert es für die Riesen, denn viele Gamer stecken noch in den Kinderschuhen, durch das starke Wachstum in diesem Markt (was die Spielerzahlen anbelangt) sind viele erst seit kurzem dabei. Jemand wie ich, der vor über 20 Jahren seinen ersten Computer hatte und seitdem auch Spieler ist, lässt sich mit den immer gleichen Konzepten jedenfalls nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Diese Entwicklung wird früher oder später auch bei großen Teilen der potenziellen Konsumenten stattfinden, davon bin ich überzeugt. Spätestens dann lässt sich mit der immer gleichen, jährlichen Ausgabe von Marke X kein Blumentopf mehr gewinnen - zumindest für keinen Konzern, der tausende Mitarbeiter und v.a. seine Anleger auszahlen muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dankegut 13.08.2014, 08:18
11. Wiedergänger

Moment mal...Umsätze zurück gegangen, Zahl verkaufter Spiele zurück gegangen? Mal kurz in dem verlinkten Report nachsehen - ach ja, 'physical units sold'. Die Zahlen sagen nichts aus ohne die Ergänzung, dass die Zahl von Downloads sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt hat. Und schon ist die Aussage des ganzen Artikels dahin. Wirklich schade sowas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kessl 13.08.2014, 08:30
12.

Die Kaufwut von EA und Microsoft ist schlecht für alle. An dieser Kaufsucht sind Studios zu Grunde gegangen deren Namen heute alle mit Ehrfurcht sprechen. Origin, Mythic, Dice, Westwood, Bullfrog..... die Liste ist endlos!
Was meiner Meinung nach die Spielebranche retten wird? Crowd Funding und Menschen die den Mut haben aus einer Idee ein Produkt zu machen. Giganten wie EA die Jahrzehntelang den Kunden verarschten können gerne aussterben. Jedenfalls kann ich gut ohne FIFA 2015 leben das exakt so aussieht wie FIFA 2006, und ohne Origin (den Kopierschutz) und ohne die ganze Bevormundung. AGBs die ihnen gestatten auf meine Webcam zuzugreifen, meine Festplatte zu durchsuchen und Daten davon zu versenden. Die großen haben es sich einfach bei mir verspielt, her mit den kleinen. Schlechter können sie es auch nicht machen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mart.n 13.08.2014, 08:32
13.

Nun, die Branche (und der Autor des obigen Textes) verkennt etwas, dass es sich bei mobile Gaming und Konsolen / PC Gaming um zwei komplett unterschiedliche Zielgruppe handelt, die miteinander sehr wenig zu tun haben. Angry Birds und Co sind Spiele, die für die ursprünglichen Gamer sehr wenig bis gar keinen Anreiz bieten und stattdessen Publikum anziehen, welches niemals auf PC/Konsole zocken würde.

Mit mobile Gaming werden die Spiele nicht weiterentwickelt, sondern nur ein neues Geschäftsfeld erschlossen. Der Markt für die traditionellen Games bleibt damit bestehen (und ist auch nicht gerade klein).

Und darüber bin ich sehr froh, denn mit dem Handykram kann man mal 5 Minuten Spaß haben, das war es dann aber auch schon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andy2012 13.08.2014, 08:33
14.

Die Umsätze gehen aber nicht nur wegen Mobile und Online zurück. Die Kundschaft die heute Spiele Apps kauft ist meist eine neue Kundschaft die vorher nicht oder nur wenig gespielt hat.

Der Kern des Problems sind die Spiele. Heut zu Tage werden Spiele für ein paar Stunden gemacht und extrem Teuer verkauft. Während man noch vor wenigen Jahren Wochen mit einem Spiel verbringen konnte ist heute nach ein paar Stunden schluss. Ein Kunde fragt sich dann wofür das ganze Geld wenn es genug Indie Entwickler gibt, die günstigere Spiele anbieten die längeren Spielspaß bringen.

Ein weiteres Problem ist das Spieleentwickler Traditionspiele kaputt machen. Bestes Beispiel ist EA, die es geschafft haben alle Traditionsmarken kaputt zu machen. Ob es SimCity ist das aus einem Endlosspiel zu einem Casual wurde oder Battlefield das so extrem viele Fehler hatte das es nicht Spielbar war, Fussballmanager wurde eben mal eingestellt nachdem die letzte Version ein Witz war und so weiter und so fort.

Die Spieleindustrie muss sich nicht nur neu erfinden, sie müssen auch wieder zu alten Werten zurück finden. Und die liegen nicht bei den Aktionären.

Ich bin in einem Alter wo man 20 Jahre Spielegeschichte miterlebt hat und seit dem Smartphone Boom merkt man das die Industrie den falschen Weg geht. Casual Games sind nichts für immer, man sieht es an den Anbietern die nach kurzer Zeit Probleme kriegen. Spiele wie Minecraft sind riesen Erfolge, dass sollte zeigen der Weg der Spiele Industrie ist falsch. Das sehen sie aber nicht.

Einer der nächsten großen Veröffentlichungen ist DieSims4, man wird sehen ob sie gelernt haben. Ich denke aber nicht. Und das ist traurig. Wobei ich denke für die Gamer ist es gut wenn die Publisher sich selbst kaputt machen. Es gibt immer bessere Indie Spiele und sie kriegen eine immer größere Aufmerksamkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
veremont 13.08.2014, 08:34
15. Games

Zitat von sysop
Bei der Spielemesse Gamescom präsentieren die Giganten der Branche ihre Neuheiten. Dabei offenbart sich erschreckende Einfallslosigkeit.
Im Moment wird leider viel Einheitsbrei produziert. Kaum jemand traut sich noch, kompliziertere Spiele auf den Markt zu bringen. Sogar Civ ist mittlerweile an einem Abend durchgespielt. Rollenspielelemente die Deus Ex damals entdeckt hatte sind vergessen. Bethesda mit Fallout3 und Skyrim hält die Stellung. Mit stark veteinfachten RPG Systemen. WoW hat sein System dermaßen abgespeckt, da war Diablo 2 ja umfangreicher.
Diese Handyspiele sind ja ganz nett aber auch eher Game- Fastfood der schnell aufblüht und schnell vergessen ist. Dabei bewegen sich die Games im Bereich von MauMau was den Umfang angeht.
Anarchy Online würde die Spieler heute wohl völlig überfordern.... aber ein wenig mehr darf es schon sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hartaberfair0815 13.08.2014, 08:36
16. Willkommen im 21. Jahrhundert

Alles muss heutzutage noch besser und noch schneller sein. Und das am Besten gestern.
Wenn man die Spiele Industrie verfolgt hat sich nicht wirklich viel in den 40 Jahren verändert. Sportspiele und Shooters gabs auch damals. Schaut man sich die Atari Spiele an: Asteroids, Boxen oder Pitfall. Hat sich die Grafik verändert und die Erweiterung des Speicherplatzes. Die Grundidee bleibt immer gleich.
Gleiches gilt für Smartphones. Ob ich meine Nachricht über Sms oder irgendeine App schreibe. Inhalt bleibt gleich. Noch ein Bespiel? Autos. Man entwickelt sie immer sicherer und mit mehr technischen Details. Trotzdem haben sie immernoch vier Räder. Und bringen einen von A nach B.
Mir leuchtet nicht ein, dass man verstehen sollte, dass irgendwann mal auch eine Grenze bzw Sättigung erreicht ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 13.08.2014, 08:46
17.

Zitat von sysop
Noch ein Zitat aus einer Produktpräsentation, als abschreckendes Beispiel: "Das Spiel spielt sich immer noch genauso, wie Sie es von vor 10 Jahren gewohnt sind."
Das will ich hoffen. Asassins Creed 1 hatte so eine seltsame Steuerung, daß ich nach 1h resigniert habe. Ich suche auch immer wieder nach Spielen, die die gleiche Freude bereiten wie damals, aber eben weiterentwickelt, z.B. keine Schlauchlevel mehr.
Stattdessen werden die Spiele an die Konsolen angepaßt oder sogar vom Smartphone auf den PC portiert (das neue Collin McRae). Ich möchte bitte wieder bei einem Egoshooter selber speichern.

Crysis 2 war schlechter als der Vorgänger, sogar HD-Texturen gab es erst nachgeliefert. Für mich am PC ist es Wurst, ob das auch auf der Konsole laufen sollte. BioShock war recht gut, aber man rennt viel zu schnell durch die Spielewelt, sind die Gegner abgeräumt, ist das nur noch leere Hülle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
emeticart 13.08.2014, 08:59
18. Nun ja, ...

... ich spiele schon seit einigen Jahren "World of Tanks" exzessiv, mir gefällt aber "World of Warplanes" nicht. Auf "World of Warships" warte ich schon seit geraumer Zeit gespannt und hoffe, dass dies nicht so ein Flop, wie WoW wird. Leider, bekommen es die Spielehersteller nicht mehr gebacken, ein gutes, neues Aufbau-Strategiespiel auf den Markt zu bringen. Lieber produzieren die den X-ten Aufguss eines First-Person-Shooters oder Jump-and-run-Spieles. MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000717328 13.08.2014, 08:59
19. Um Himmels Willen!

Herr Stöcker, bitte lesen Sie doch die von Ihnen verlinkten Dokumente erst mal richtig, denken Sie nach und dann schreiben Sie.

Entweder haben Sie es nicht gelesen, oder geflissentlich ignoriert...beides wäre schlimm. Die NPD-Zahlen beinhalten traditionell nur Folgendes:

"Figures are sales of new physical content at retail exclusively"

Damit fallen die digitalen Verkäufe KOMPLETT weg in der von Ihnen zitierten Statistik. Dass diese aber mittlerweile den Löwenanteil (Seite 13 im ESA Bericht) ausmachen, wird im Artikel in dem Zusammenhang auch nicht erwähnt. In digitaler Form werden übrigens i.d.R. auch die Indie Hits verkauft.

Aber eine Schlagzeile lässt sich so ja einfacher hinrotzen...gibt Clicks!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 10