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Spieletrend "Permadeath": Man lebt nur einmal

Um den Wert eines Bildschirmlebens zu steigern, setzen immer mehr Spieleentwickler auf Permadeath - den ewigen Tod der Spielfigur. Wir haben sieben kostenlose Spiele herausgesucht, in denen es um Alles oder Nichts geht.

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Jan Itor 26.12.2012, 18:24
10. -

"Permadeath" hat schon einen besonderen Reiz. Die Spielerschaft ist ja groß genug, damit es auch in der Nische gut existieren kann. Diablo 2 war hier tatsächlich ein herausragender Vorreiter. Voraussetzung dafür ist aber eine gute Balance im Spiel. Und da hat die Fähigkeit der Entwicklerstudios in den letzten Jahren, zumindest gefühlt, stark abgenommen.

Das erwähnte "Realm of the Mad Gods" ist übrigens echt empfehlenswert. Schwierig zu lernen, schwierig zu meistern, aber wenn man einmal drin ist, dann ist es ein verdammt gutes Spiel in Retro-Optik. Alle Inhalte sind auch für Nicht-Zahler offen, und seltene und teure Ausrüstung ist nur um Nuancen besser als das, was man sich an einem Abend erspielen kann. Daher ist der Tod, gerade zum Einstieg, nicht wirklich schlimm.

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indigophil 26.12.2012, 18:33
11. Randerscheinung

Das ist kein Trend und wird auch niemals mehr als ein zusätzliches Feature sein, dass eine sehr kleine Minderheit der Spieler nutzt. Viele Spieler wollen unterhalten und nicht in ihrer Freizeit gefrustet werden. Solche Modi sind etwas für extrem Zocker und nicht für den Ferierabendspieler der sich ab und zu eine Auszeit gönnt. Außerdem fordert dieses Konzept vom Spieleentwickler eine 100% bugfreie Version, die nicht abstürzt, durch Kontrollfehler, schlechte Kamerapositionen oder falsche Kollisionsabfragen das Ableben verursacht. Bei der aktuellen Entwicklerpolitik, in der häufig hunderte Megabytes an Patches nachgereicht werden ist dies kaum realisierbar. Denn während ein selbstverschuldeter Permadeath neben zuerst empfundenen Frust für Spannungssteigerung im nächsten Versuch führt, ist Permadeath durch Bugs oder Disconnects (online Spiele wie Diablo 3) hasserzeugend und imageschädigend für den Hersteller.
Nun, man wird sehen ob es in Zukunft Umsetzungen gibt, die dieses Feature massentauglich machen.

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statussymbol 26.12.2012, 18:38
12.

Zitat von scancodemap
1. Geht es hier um kostenlose Spiele.
Nö, ich weiß jetzt nicht ob es am Lesen oder am Textverständnis mangelt, aber schon die Artikelüberschrift und dann auch der Text beziehen sich auf "Spieletrend 'Permadeath'".

Dass SPON als Beispiele gleich einige kostenlose Spiele nennt, ändert ja am Topic nichts. Hätte SPON hier Games genannt die nicht Free2Play sind, dann hätten hier gleich wieder alle "Schleichwerbung" gerufen.

Zum Topic:
Zitat von sysop
Permadeath heißt dieser Spiele-Trend - ewiger Tod. Stirbt ein Charakter, ist das Spiel zu Ende, und der Spieler muss von vorn anfangen. Egal wie viele Stunden er zuvor gespielt, wie viele Höhlen und Landschaften er erforscht und wie viele Fallen, Rätsel und Gegner er überwunden hat.
Dies erhöht aber besonders bei klassischen Desktop-Games auch den Frustfaktor ganz enorm. Für Hardcore-Gamer einen solchen Modus anzubieten wie bei Diablo 2 halte ich für eine gute Sache, ansonsten dürfte ein Grund warum sich das Spielprinzip nicht durchsetzt eben einfach der Frustfaktor sein. Selbst viele enthusiastische langjährige Zocker haben nicht zwangsläufig lust drauf, für viele ist es eben einfach frustrierend.

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Gallandor 26.12.2012, 18:40
13. Der Reiz sein Leben auszuhauchen ..

Permadeath ist nun wahrlich nichts neues in der Spielekultur. Früher hieß es Hardcore oder DiD (Dead is Dead). Für manche Spieler ist der Casual Einheitsbrei halt etwas zu langweilig geworden, da sucht man sich neue Möglichkeiten sein Spiel interessant zu gestalten. Und gute Entwickler wie z.B. Mojang oder Egosoft bauen diese Modi auch per Patch in ihre Spiele ein. ;)

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statussymbol 26.12.2012, 18:43
14.

Zitat von meinmein
Die ersten Spielekonsolen hatte ja auch keine Speicherfunktion eingebaut.
Ja viele Spiele hatten das nicht, manche auch nicht obwohl es schon Speichermöglichkeiten gab zu späteren SNES und N64 Zeiten.

Das ist übrigens der Grund warum ich in meinem Leben bereits diverse Controller zerstört habe :-)

Zitat von meinmein
D.h. wenn man das Ende eines Spiels sehen wollte, mußte man 40 Stunden fehlerlos durchspielen oder das Gerät im Pause-Modus über Nacht eingeschaltet lassen.
Es gab Spiele da war es so, ansonsten gab es aber bei vielen Spielen auch "Levelpasswörter" die dann quasi die Speicherfunktion ersetzt haben.

Sprich nach erfolgreicher Beendigung eines Levels erhielt man ein Levelpasswort (das man sich dann aufschreiben musste) und konnte wenn man die Konsole ausschaltete und später wieder einschaltete dann das Passwort in einer Eingabemaske bei der Levelauswahl eingeben und konnte dann praktisch an dem Punkt weiterspielen an dem man aufgehört hatte, also zumindest im aktuellsten Level welches man erreicht hatte.

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viperhyper 26.12.2012, 19:12
15.

oO einige Nabs wollen hier echt nachlesen das Diablo so einen Modus hat obwohl sie es selber wissen...ich finde es gut das andere games mal vorgestellt werden.

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Meckermann 26.12.2012, 19:12
16. Neue Modewörter braucht das Land

Zitat von sysop
Um den Wert eines Bildschirmlebens zu steigern, setzen immer mehr Spieleentwickler auf Permadeath - den ewigen Tod der Spielfigur.
Nach dem Tod der Spielfigur von vorne Anfangen zu müssen ist ja nichts weiter als der Grundzustand des Videospiels. Auf Konsolen konnte man aus technischen Gründen keine Spielstände speichern und selbst wenn wäre das Spiel viel zu schnell durch gewesen (Spielzeit wurde über den Schwierigkeitsgrad erzeugt). Sicher, meist gab es Extraleben, Continues etc. aber eben in begrenzter Zahl und spätestens wenn man ausmachen musste, nutzten die auch nichts mehr.

Schon damals haben die Spieldesigner aber begriffen, dass erzählerische Spiele, also solche die von ihrer Story leben nicht unbedingt besser werden, je öfter man den Anfang wiederholt und kleine Batterien in die Module gebaut, die Speicherstände ermöglichten. Man muss eben wissen, welches System für welche Art von Spiel sinnvoll ist oder eben auch nicht.

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scancodemap 26.12.2012, 19:15
17.

Zitat von statussymbol
Nö, ich weiß jetzt nicht ob es am Lesen oder am Textverständnis mangelt, aber schon die Artikelüberschrift und dann auch der Text beziehen sich auf "Spieletrend 'Permadeath'".
"Wir haben sieben kostenlose Spiele herausgesucht, in denen es um alles oder nichts geht"

So viel zum Thema Textverständnis.

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nordlichtsh 26.12.2012, 19:28
18. soso

Zitat von xcver
Ich vermisse in dem Artikel wenigstens einen kleinen Hinweis auf Diablo 3, dass aus meiner Sicht diesen Modus stark ins öffentliche licht gerückt hast
Mir war so als hätte Diablo3 vor allen Dingen das RMAH ins Licht der Öffenlichkeit gerückt und eine völlig neue Ebene der Profitgier "massentauglich" gemacht...

So kann man sich täuschen

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sebastian80 26.12.2012, 19:31
19. optional

Ein Trend ist "Permadeath" tatsächlich nicht und wird es wahrscheinlich auch nicht werden. Aber so verkaufen Redakteure eben ihre Geschichten. Ist sie kein Trend, hat die Story keinen Neuigkeitswert. Hat sie keinen Neuigkeiteswert, wird sie nicht veröffentlicht.

Im Übrigen existiert mit "Dungeon Hack" ein Spieleklassiker im Stil von "Dungeon Master", der mittlerweile als Abandonware im Netz zu haben ist und der als Voläufer von Diablo und ähnlichen Spielenbetrachtet werden kann. Auch bei "Dungeon Hack" sind die die Levels zufallsgeneriert - sogar plausibler als in Diablo, wo Türen an den absurdesten Orten auftauchen konnten. Auch bei Dungeon Hack geht es nur darum, möglichst viele Monster zu töten und Items zu sammeln. Auch bei Dungeon Hack wird nur ein Charakter gespielt. Und schließlich enthält das Spiel einen Optionsbildschirm, über den der Nutzer Einfluss auf die verschiedenen Variablen der zufallsgenerierten Level Einfluss nehmen kann. Eine der dort aufgeführten Optionen lautet "Charakter Death Real". Ist sie aktiviert, werden beim Tod der Spielfigur auch alle mit dieser Spielfigur verbundenen Speicherstände gelöscht.

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