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Spieletrend "Permadeath": Man lebt nur einmal

Um den Wert eines Bildschirmlebens zu steigern, setzen immer mehr Spieleentwickler auf Permadeath - den ewigen Tod der Spielfigur. Wir haben sieben kostenlose Spiele herausgesucht, in denen es um Alles oder Nichts geht.

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TeaRex 27.12.2012, 00:12
40. Super Neuerung...

...das RPG "Exodus: Ultima III" von 1983 speicherte bereits sofort automatisch den Spielstand, wenn eine der vier Spielfiguren starb. Eine Wiederbelebung der Toten durch ihre Überlebenden Kameraden war in diesem Spiel zwar möglich, aber extrem teuer; und wenn alle vier Spielfiguren zugleich tot waren, dann hieß es schlicht "ALL PLAYERS OUT" und es blieb nur noch der Griff zum Ausschalter.

Alles, was dabei herauskam war, dass jeder Spieler genervt war, Kopien der Spieldiskette machte und bei Bedarf eben von dort wieder laden konnte; oder man zog die Diskette schon mal sicherheitshalber aus dem Laufwerk, wenn es brenzlig wurde. In "Ultima IV" von 1985 wurde diese, äh, "Errungenschaft" dann auch schon wieder abgeschafft.

Zu deutsch, im Westen nichts neues. Man kann Permadeath eigentlich immer per Backup umgehen.

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moev 27.12.2012, 00:19
41.

Zitat von loncaros
es geht halt nur um gratisspiele, und damit uninteressante spiele.
Weil es bei interessanten Spielen keinen Interessiert. Der Anteil an D3-Spielern die ernsthaft Hardcore spielen ist im Promilliebereich.

Das ist eben keine "Revolution" im Spielebereich sondern nur ein Feature für ein Nischenpublikum

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andersdenkende 27.12.2012, 00:30
42. Mag diese Spielweise

Ich kenne das Ganze erst seit Diablo 3, da ich recht spät mit dem Spielen
am Rechner angefangen habe. Die Idee an sich finde ich aber gut. Als mein
erster Diablo Hardcore-Charakter sich mit Level 52 für immer verabschiedete,
war ich sehr traurig. Aber es ist nun einmal nur ein Pixelhaufen und mit ein
bisschen Mühe erreicht man das Ganze erneut. That's (virtual) life. Viele Spiele
sind heute so sehr dem "Casualspieler" angepasst, dass es Leuten, die sich
das Online spielen als Hobby gewählt haben, zu einfach geworden ist.
Ja, anstatt des abends dumpf vor dem TV zu hocken und mich passiv berieseln
zu lassen, spiele ich mit meinem Mann zusammen Onlinespiele und wir haben
dabei wirklich Spass. Es gibt Leute, die sich Spiele wie z.B. Diablo bewusst
schwerer machen, in dem sie nur ganz bestimmte, minderwertige Rüstung
anlegen und sehen, wie weit sie damit kommen. Sowas finde ich toll, auch wenn
einige es als "masochistisch" ansehen. Vielmehr scheinen die Spiele heute
generell zu niedrig von den Anforderungen zu sein, dass sie für Leute, die eben
nicht nur gelegentlich sondern oft spielen, einfach zu simpel sind. Wenn man
gern unabhängig von "Raidzeiten" (Onlinespieler wissen, wovon ich rede) sein
will, ist etwas wie Permanentdeath eine tolle Alternative, um ein bisschen
gefordert zu werden.

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jsem 27.12.2012, 00:37
43.

Amüsant wie gewisse Leute von sich auf andere schließen, wo es doch genug Beispiele dagegen gibt. Aber bei einem solch begrenzten Horizont kann man das wohl kaum anders erwarten. So scheint ein guter Freund von mir nur vorzugeben Kind, Frau und Arbeit zu haben und oh Schreck; auch noch Zeit zum Spielen am Pc zu haben. Nun ja, dann hat er wohl eindeutig 30 statt 24h am Tag.
Aber das Amüsanteste kommt ja noch! Sie scheinen ihre vermeintlich wertvolle Zeit die sie mit ihrer Familie nutzen wollen, sehr gut in einen vollkommen nutzlosen Beitrag gesteckt zu haben.
Andere hätten in der Zeit ein Spiel gespielt. Ups damit wollte ich ihr herrlich schaurig schönes Weltbild nicht ins Schwanken bringen.
Prost

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tylerdurdenvolland 27.12.2012, 00:56
44. was wollen sie denn mehr?

Zitat von gruenertee
.... Man sammelt 200Stunden lang Items, stirbt und alles ist weg, Sinn?
Ihnen scheint gar nicht aufzufallen was sie mit diesem brillianten Satz eigentlich sagen....
"Man sammelt 200 Stunden lang Items, stirbt und alles ist weg"
Gibt es eine bessere Beschreibung für das Leben?

Bei den Amerikanern heisst das so:
He who has the most toys when he dies wins.

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whatfor 27.12.2012, 01:36
45. @Luna-lucia

In der Tat gibt es so Viele, die ihre "kostbare Lebenszeit mit so 'nem Sch... vergeuden", dass die Games-Industrie weltweit mehr als doppelt so viel Umsatz macht wie die weltweite Filmindustrie (falls Sie Computer- und Videospiele generell meinen sollten). Aber keine Angst, Sie müssen das nicht verstehen. Genauso wenig muss man verstehen, dass jemand Artikel über ein Thema liest, das er nicht versteht, und sich dann sogar genötigt fühlt, auch noch einen Kommentar zu posten. Interessant ist auch, dass Sie von sich im Plural sprechen. Wir werden es in der Tat nie verstehen ...

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Kapuz 27.12.2012, 02:02
46. Troll be or not troll be

Satisfaktion entlockt mir beim Lesen dann doch einen kleines lol und führt zu einem Kommentar. Die Zeit, die man für Hobbys hat, nimmt generell mit zunehmenden Verpflichtungen ab. Das jemand, der Familie und Job hat, keine Zeit mehr für Hobbys hat, ist schon eine gewagte These. Wer sich mit Job und Famile keine Zeit mehr für sich alleine gönnt, ist sicherleich kein Troll, aber m.E. nach mind. ein kleiner Goblin (^^). Was auf Sie nicht zutreffen kann, da Sie sich ja Zeit für Spon nehmen.

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gruenertee 27.12.2012, 03:02
47.

Zitat von frank_w._abagnale
Will sagen: Bei einem normalen Lebensverlauf fehlen einem naturgemäß Zeit und Muße für das Computerspielen. Wenn Sie das nicht verstehen, so sind Sie wohl eher trollartiger als ich. Meine freie Zeit verbringe ich lieber mit meiner Frau und meinem Kind anstatt vor dem Bildschirm.
Achso und Sie wollen nie mal Zeit nur für sich haben, in Ruhe einfach mal die Seele baumeln lassen? Manche lesen ein gutes, schauen TV, bauen Automodelle nach, sammeln Briefmarken, Kegeln, klicken sich durch Facebook, gehen ins Fitnesstudio, Pflanzen Obst/Gemüse an... und manche spielen Computerspiele. Ihnen scheint nur die Extreme aus eigener Erfahrung bekannt zu sein, weshalb sie diese auf die Allgemeinheit projektzieren. Gegen gemässigtes Computerspielen (wobei ich selber bestimmt schon seit 2 Monaten - aus Zeitmangel - nicht mehr gezockt hab) rein gar nichts spricht.

Sorry aber wenn ihre Familie Sie 14h am Tag (+2x24h) ertragen muss, dann tut dies mir Leid.

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mart.n 27.12.2012, 04:59
48. optional

Wow, ein Leben ohne Spaß und Spiel muss echt traurig sein. Und ja, auch ich hab Frau, Kind und Job. Man nennt sowas "Hobby". Und wer kein Hobby hat, ist wohl wirklich ziemlich arm dran.

Zum Thema: nette Hinweise, probiere ich definitiv einmal aus. Im Artikel hätte man wirklich noch einmal auf kommerzielle Spiele dieser Art wie z.B. Day Z eingehen können.

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simonlange 27.12.2012, 05:34
49. Realismus auf allen Seiten bitte!

Zitat von sysop
Um den Wert eines Bildschirmlebens zu steigern, setzen immer mehr Spieleentwickler auf Permadeath - den ewigen Tod der Spielfigur. Wir haben sieben kostenlose Spiele herausgesucht, in denen es um Alles oder Nichts geht.
Permadeath bei Mil-Simulationen - gerne!
Permadeath bei Shootern - gerne, ABER NUR wenn auch die Szenerie, die KI und die Gegner Ressourcen realistisch sind.
Permadeath ist ein Element des Realismus in einem Spiel. Der Trend ist nicht neu. Schon seit Jahren haben gängige Shooter Schwierigkeitslevel in welchen nicht mehr innerhalb der Missions (welche mitunter seeeeeeehr lang sind) gespeichert werden kann. Leider aber hat der "Gegner" unbegrenzt Truppen, unbegrenzt Munition, kann einen teilweise über die halbe Map gezielt lokalisieren.

Permadeath kann also nur ein Erfolgskonzept beim Shooter sein, wenn ebenso der Realismus Einzug hält und der Einsatz auch kalkulierbar wird. Es hilft die beste taktische Ausbildung nicht, wenn der Feind unbegrenzt Truppen nach vorne wirft und unbegrenzt Material hat.
Insgesamt aber begrüße ich die Stärkung von Permadeath in Spielen als Freund des maximalen Realismus in Shootern und MIL-Simulationen.

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