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Spielzeug-Hersteller VTech: Profile von 590.000 Kindern in Deutschland erbeutet
REUTERS

Der Datendiebstahl beim Spielzeughersteller VTech ist deutlich größer als bisher angenommen: Es wurde auf die Profile von Millionen Kindern zugegriffen. Betroffen sind zum Beispiel die Nutzer von Storio-Lerntablets.

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kuac 02.12.2015, 13:22
20.

Zitat von yeyo
Wieso haben kinder profile?
Damit sie "geliked" werden können. Je mehr Daumen hoch, desto wertvoller ist das Produkt. Dank FB und Google, sind wir alle Produkte.

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xineohp 02.12.2015, 13:38
21. High-Tech-Eltern!

So etwas Unverantwortliches! Das Netz ist nicht sicherbar - herrgott wann begreifen die elenden Kaschierer des Problems das nicht endlich! Das ist keine Paranois, sondern blutige Wahrheit. WLAN für Kinder bitte nur begleitet nutzen lassen ... und jegliches profilbildungsfähiges Material NUR offline verarbeiten (auch Lernprogramme)! Keine Smartphones in Kinder- und Jugendhand - einfach unverantwortlich! Wenn Ihr Pech habt, dann sind Eure Kinder bereits jetzt schon für Ihr komplettes Leben durch Profilingagenturen (z.B.: Leistungsprofile in sogenannten Lernprogrammen) gezeichnet. Verletzt nicht weiter Eure Aufsichtspflicht und Schutzbefohlenheit gegenüber Euren minderjährigen Kindern und Jugendlichen. Totalvernetzung stoppen! Jetzt!

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swandue 02.12.2015, 14:06
22. Danke für die Auskunft!

Zitat von ich2010
das autos gehackt werden können wurde bereits bewiesen. zwar haben die die fahrtrichtung nicht geändert aber man kann von radio bis hin zum motor alles beeinflussen was irgendwo eine schnittstelle zum bordcomputer hat. im versuch hat man das radio an bzw. ausgeschaltet und schlußendlich dann den motor abgestellt. vernetzte kühlschränke, waschmaschinen und ähnliche technik ist am anfälligsten, da diese geräte bisher kaum schutz vor hackern haben und ganz einfach gekapert werden können.
Aus der Ferne den Motor abstellen, so dass das Auto als Hindernis auf der Autobahn steht, ist ja auch schon schlimm genug, wenn denn der Missbrauch als Geisterfahrer nicht funktioniert.

Bisher ist derartiges unmöglich. PUNKT!

Wenn es mal grundsätzlich möglich ist, dann kann man Milliarden Euro aufwenden, um das zu verhindern - irgendwann wird es passieren.

Und niemand kann sich schützen durch "derartiges kommt mir nicht in mein Auto rein." Wenn sich das vor einem fahrende Auto in unvorhersehbarer Weise verhält, dann ist man trotzdem mit dabei.

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Thomas Schnitzer 02.12.2015, 14:53
23.

Zitat von swandue
[...] Und niemand kann sich schützen durch "derartiges kommt mir nicht in mein Auto rein." Wenn sich das vor einem fahrende Auto in unvorhersehbarer Weise verhält, dann ist man trotzdem mit dabei.
Wenn die Karre vor ihnen bei Gewitter von einem Blitz getroffen wird und auf den dann flüssigen Reifen nicht mehr so richtig kontrollierbar ist, sind sie auch dabei. Das nimmt aber auch keiner zum Anlass, auf Holzräder zu setzen. Will sagen, ohne Risiko kein Fortschritt.

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swandue 02.12.2015, 15:32
24.

Zitat von Thomas Schnitzer
Wenn die Karre vor ihnen bei Gewitter von einem Blitz getroffen wird und auf den dann flüssigen Reifen nicht mehr so richtig kontrollierbar ist, sind sie auch dabei. Das nimmt aber auch keiner zum Anlass, auf Holzräder zu setzen. Will sagen, ohne Risiko kein Fortschritt.
"Schicksal", "Pech gehabt", dass mich der Blitz treffen könnte, wenn ich mich unter freiem Himmel bewege . . .
Neu ist, dass mir eine andere Person ans Leben kann, ohne selbst vor Ort zu sein, auch ohne irgendwann vorher unmittelbar Hand an eines der eingesetzten Geräte legen oder eine der beteiligten Personen unter Drogen setzen zu müssen.

Und wie ich ja auch schon geschrieben habe, es geht mir ja nicht darum, dass mir persönlich etwas zustoßen könnte - Das Thema ist: Wird es durch ganz große Vernetzung möglich, dass irgendjemand, z.B. eine Terrororganisation, ganz großes Chaos auslöst?

Wäre es da nicht besser, auf die eine oder andere Annehmlichkeit zu verzichten?

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Thomas Schnitzer 02.12.2015, 17:15
25.

Zitat von swandue
. . . und ICH frage mich, ob wirksamer "Datenschutz" vielleicht überhaupt nicht möglich ist? Oder wie kann es sein, dass man alle paar Wochen von derartigen Ereignissen erfährt? [...]
1. Im Prinzip haben sie mit ihrer Suggestivfrage recht, denn 100 % Sicherheit gibt es nicht, weder bei Türen, noch bei Computern. Mit anderen Worten, man kommt überall rein, wenn man gut genug ist.

2. Weil Crack-Tools mittlerweile offizielle Webseiten und einen Support haben. Schauen sie sich mal den Verwendungszweck einer Linux-Distribution namens Kali an.

3. Weil Sicherheit in vielen Unternehmen zwar beachtet wird, aber keine Kernkompetenz darstellt, d.h. es gibt in den IT-Abteilungen zu wenige Leute, die sich gezielt damit befassen und z.B. Penetration Tests mit den Tools aus 2. durchführen, damit die Junior-Cracker schon mal draußen bleiben müssen.

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Thomas Schnitzer 02.12.2015, 17:28
26.

Zitat von McMuffin
Kann mir bitte jemand erklären, wo das Problem ist (ernst gemeinte Frage)? Was kann jemand damit anfangen, wenn er Namen und Geburtsdatum eines Kindes hat? Selbst wenn man die Daten mit den passenden Adressen verknüpfen kann, fällt mir nur Postwerbung ein. Selbst für sexuellen Missbrauch reichen die Daten nicht und sie lassen sich auch noch viel leichter z.B. über Facebook beschaffen, wo viele Eltern mehr und kritischere Daten ihrer Kinder posten. [...] Oder soll der Artikel nur über Angstmache Klicks erzeugen?
Bingo, denn jede Statistik zu dem Thema verdeutlicht, dass sexueller Mißbrauch überwiegend im privaten Umfeld stattfindet, während im Internet das dabei entstehende Bildmaterial getauscht bzw. verkauft wird.

Fälle, in denen Kinder über Chats und Vergleichbares zu realen Treffen gelockt wurden, sind hingegen kaum bekannt, und dafür wiederum sind reale Kontaktdaten unbrauchbar, denn mit der Postanschrift bekommt man keine Chat-Verbindung, und Briefe dürften wohl die Eltern öffnen. Fälle in denen Kinder einfach angesprochen werden, wenn sie alleine draußen sind, betrifft es auch nicht, denn dazu werden keine konkreten Adressen benötigt.

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Thomas Schnitzer 02.12.2015, 17:44
27.

Zitat von swandue
[...] Und wie ich ja auch schon geschrieben habe, es geht mir ja nicht darum, dass mir persönlich etwas zustoßen könnte - Das Thema ist: Wird es durch ganz große Vernetzung möglich, dass irgendjemand, z.B. eine Terrororganisation, ganz großes Chaos auslöst? Wäre es da nicht besser, auf die eine oder andere Annehmlichkeit zu verzichten?
Im Grundsatz bin ich eher Verfechter davon, etwas auszuprobieren und sich dann evolutionär zu verbessern, denn auch aus den Hackerangriffen auf Autos wird man lernen, wie man sie verhindert.

Solange man das aber nicht gewährleisten kann, stimme ich zu, sollte man kritische Bereiche wie Autos eben nicht vernetzen bzw. muss den über einen erfolgreichen Angriff ausgeübten Einfluss zurückdrängen, in dem das gehackte System den Wagen nicht steuern kann, und für richtig kritische Bereiche wie Kraftwerksregelsysteme darf es grundsätzlich keine Verbindungen zum Internet geben.

Letzteres ist übrigens meines Wissen auch so geregelt.

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spon-40u-bsr0 02.12.2015, 21:41
28. Ist zwar peinlich für Vtech, aber

ich hoffe, dass die meisten Nutzer so intelligent sind, für solche Registrierung Zwecke eine Fakeemailadresse zu verwenden. Es handelt sich bei Vtech weder um "Profile" noch um die von "Kindern". Meine Tochter hat zum Schulanfang so einen nutzlosen rosa Fotoapparat von Vtech geschenkt bekommen. Einfach die Nutzung verbieten geht auch nicht. Um das Ding halbwegs sinnvoll benutzen zu können (jedes abgelegte vier Jahre altes Smartphone kann mehr, ist aber leider nicht rosa), muss dann eben eine Registrierung vorgenommen werden. Mehr als eine (Fake-)Emailadresse, ein Phantasiebenutzername und ein Passwort ist dafür nicht notwendig. Das als "Profil" zu bezeichnen, ist wohl eher dem Skandalisierungsdrang der Medien geschuldet.

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icke0816 03.12.2015, 06:25
29. achdugott

Das Auto ist der sicherste Ort bei einem Blitzschlag eben durch die Reifen. Da schmilzt nichts :)
Man kann diese Systeme im Auto ganz leicht sichern indem man sie vom Multimediasystem trennt. Der Autopilot muss nicht mit dem Radio oder WLAN verbunden sein. Ist aber günstiger. Wer die vernetzte Welt nicht will, muss sie ja nicht kaufen! Es gibt noch Autos ohne Schnickschnack und Seniorenhandys ohne Internet. Der PC läuft auch ohne Internet (noch). Kinder können von ihren Eltern lernen, statt vom Tablet. Also nicht jammern, jeder entscheidet selbst.

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