Forum: Netzwelt
S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Eure Internetsucht ist unser Leben

Ein digitaler Riss geht durch Deutschland: Auf der einen Seite stehen die Abgehängten, die das dumm und süchtig machende Internet verdammen. Ihnen gegenüber stehen jene, für die das Web selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist. Es wird Zeit, dass sie aufeinander zugehen.

Seite 1 von 12
Arne Karl 04.09.2012, 16:13
1. Etwas mehr Pragmatismus

Egal wie man zum Internet steht, es ist gut, dass es da ist. Sonst würden die ganzen Leute auch noch auf der Straße hermlaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yshitake 04.09.2012, 16:21
2.

Ich werde auch nicht jünger bei dem Versuch, alten Leuten das Leben im 21. Jhd zu erklären.
Solange die "Hilfegesuche" nur in Form von Anschuldigungen, Unterstellungen, Falschen Tatsachenbehauptungen und Dämonisierung des Mediums an die Jugend herangetragen werden, wird sich daran auch nichts ändern.

Der erste Schritt um sich ändern zu können ist immer noch auch selber etwas ändern zu wollen.
der Einfachheit halber grob-kammig zu bleiben.
Wenn die Alten das Internet wieder abschaffen wollen, dann werden sie auch solange draussen bleiben, bis sich da die Gesinnung grundlegend ändert.
Wem hat man denn vor 20 Jahren verboten mit der Zeit zu gehen und am Ball der technischen Entwicklung zu bleiben???
Mir nicht....und ich war damals 6

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sappelkopp 04.09.2012, 16:24
3. Achso, jene, die vor den Gefahren ...

Zitat von sysop
Ein digitaler Riss geht durch Deutschland: Auf der einen Seite stehen die Abgehängten, die das dumm und süchtig machende Internet verdammen. Ihnen gegenüber stehen jene, für die das Web selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist. Es wird Zeit, dass sie aufeinander zugehen.
...die ja ohne Zweifel vorhanden sind, warnen, sind die "Abgehängten". Die anderen sind dann die Guten, oder wie?

Lieber Sascha Lobo,
auch für mich ist das Internet selbstverständlicher Teil des Lebens. Ich arbeite beruflich im Netz, kaufe online, buche online und nutze viele Angebote, die das Netz mir bietet. Aber, das Netz ist kein Selbstzweck für mich. Nicht alles, was ich da sehe, finde ich gut; einiges ist geradezu grotesk. Und diese Kritik möchte ich mir auch als "Abgehängter" erhalten. Und bitte, wer seine Kontakte nur noch übers Netz pflegt, wer ohne die Kiste nicht auskommt. Feuchte Hände bekommt, weil er das Smartphone im Kino nicht benutzen kann, er sollte vielleicht auch mal nachdenken.

Mit besten Grüßen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steinkauz2 04.09.2012, 16:25
4. Halbwissen gegen Wissenschaft

Rasende Oberflächlichkeit gegen Jahrzehntealte psychiatrische Studien.
Arme Jugend!
Ich hatte das Vergnügen Professor Spitzer in einem hochkarätigen Vortrag zu erleben, wie er seine ganze Kompetenz und seine jahrzehntelange Erfahrung als Leiter der Psychiatrie in die Waagschale legte, um uns aufzuzeigen was er unter Gefährdung durch übermäßigen Computerkonsum meint.
Ja, er hat mich überzeugt.
Dauerkonsum von hohlen Spielen mit Endloswiederholungen und leichten Belohnungen verändern die Hirnstruktur.
Ich habe aber fest gestellt, dass die süchtige Generation nicht einmal versteht, was eine Synapse ist. Sie starrt blökend auf Google-Bilder von feuernden Synapsen und versteht Bahnhof. Die dazu notwendigen Hirnareale sind verkümmert - die Diskussion muss zwangsläufig aneinander vorbei laufen - wir sprechen nicht die gleiche Sprache.
Wir bekommen in der Tat ein massives Bildungsproblem.
Fragt sich nur, wer davon profitiert: Ganz sicher die Spielerechte-Inhaber. Und die wiederum haben ihre Wortführer und Claqueure mittlerweile sogar in Kultusministerien (und bei der früheren Bildungsinsitution Spiegel) .
Ich hoffe dass Prof. Spitzer sich fähige Medienberater holt, die ihn für breite Internet-Gläubige-Massen "übersetzen".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OliverSch 04.09.2012, 16:58
5.

Zitat von sysop
Ein digitaler Riss geht durch Deutschland: Auf der einen Seite stehen die Abgehängten, die das dumm und süchtig machende Internet verdammen. Ihnen gegenüber stehen jene, für die das Web selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist. Es wird Zeit, dass sie aufeinander zugehen.
Ach Herr Lobo...

Sie sprechen die sogenannten Facebook-Partys an.
Naja, Facebook ist wohl nur das Instument um sich zu verabreden. Würden Sie sich 100tausende Plakate drucken und im ganzen Bundesgebiet aufhängen, waäre das kein Facebook- sondern eine Plakatparty. Das Ergebnis wäre aber genau das selbe. 100te oder gar tausende überwiegen Jugendliche Leutchen die nur aus Jucks ganze Stadtteile verwüsten. Nach dem Motto "In der Masse sind wir stark".
Dafür Verständnis aufbringen? Nein Herr Lobo beim besten willen nicht, und ich wohne nicht in Bayern.

Es ist doch absurd das sich Jugendliche auf dem Schulhof gegenüber stehen und sich dann über ihr Smartphone via Twitter/ Facebook "unterhalten", es ist auch unglaublich es gut zu heissen wenn Kiddys in eine Scheinwelt ala WoW abtauchen und die Realität nicht mehr wahrnehmen.

Meine Welt besteht aus deutlich mehr als Internet, Party und hmmm *grübel* nichts weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Arckenheidt 04.09.2012, 16:59
6. Wozu?

Zitat von sysop
Ein digitaler Riss geht durch Deutschland: Auf der einen Seite stehen die Abgehängten, die das dumm und süchtig machende Internet verdammen. Ihnen gegenüber stehen jene, für die das Web selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist. Es wird Zeit, dass sie aufeinander zugehen.
Wer sollte auf wen zugehen und zu welchem Zweck?

Hier geht es nicht um eine Generationenfrage, sondern um sterbende Medien. Um einmal Paul Graham zu zitieren (Ich weiß, Minuspunkte; aber manchmal hat er einfach recht): TV und Internet werden nicht verschmelzen, weil das TV nichts zu bieten hat, was das Netz bereichert. TV wird verschwinden.

Bei anderen "etablierten" Medien sieht es nicht ganz so vernichtend, aber auf jeden Fall verheerend genug aus. Ob Zeitschriften, Tonträger, Radio, Bücher ...

Alle werden sie sich auf eine Nischenexistenz einstellen müssen. Dass sie das wehrlos über sich ergehen lassen, ist nicht zu erwarten. Dass sie irgend etwas erreichen, auch nicht.

Mit dem Theater werden wir uns herumschlagen müssen, bis die Alle auf eine überlebensfähige Größe geschrumpft oder gestorben sind, oder einen Weg gefunden haben, online Geld zu verdienen. Bis dahin sollte man alpenländische Gelassenheit üben und das Gewinsel gar nicht erst ignorieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vyger 04.09.2012, 17:00
7.

Richtig ist, dass diese Diskussion versachlicht gehört. Vollkommen falsch finde ich, alleine diejenigen anzugreifen, die vor zuviel Computernutzung im Allgemeinen und des Internets im Speziellen warnen.

Erstens wird diese Diskussion von beiden Seiten unsachlich und verbohrt geführt. Auf Seiten derer, die Internet und intensive Computernutzung verteidigen, sind die am lautesten zu hören, die ihre eigene Sucht oder ihren eigenen exzessiven Umgang verteidigen und dabei jede Gelegenheit ergreifen, die Mahner zu diskreditieren und ihre Argumente zu verdrehen.

Zweitens kann man den Begriff der "Lost Generation" umgekehrt auch genau auf diejenigen anwenden, deren Alltag von Social Media und Smartphone dominiert wird.

Im Übrigen gibt es zwischen diesen beiden Fronten die meiner Ansicht nach breite Mehrheit, die an dieser Diskussion nicht teilnimmt, weil sie über beide Seiten den Kopf schüttelt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
agua 04.09.2012, 17:10
8. 2 Welten

Ich bin nicht mit dem Internet aufgewachsen,bin im Vergleich zur 9jaehrigen Tochter meiner Freundin,am Computer ein Idiot.Liebevoll und nachsichtig laechelnd erklaert sie mir ,fuer sie simple Vorgaenge.Das lass ich mir gefallen,weil sie gehoert der Generation an,die schon Hausarbeiten fuer die Schule am Computer erledigen muss.Auf der anderen Seite sehe ich,dass diese Fixierung keine Phantasie foerdert,ohne Computer wird der Mensch von Langeweile befallen und dann dient als Ersatz der naechste Kasten,der Fernseher.Es sind zwei Welten.Und der Mensch sollte trotz Technik ,nicht den Bezug zur realen Welt verlieren.Und sich vielleicht anstatt in Facebook zu kommunizieren mit Menschen treffen.Die sozialen Kontakte sind nicht durch das Internet zu ersetzen.Der Mensch wird unbeweglich in vielseitiger Hinsicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wolfgang J. 04.09.2012, 17:26
9. Mit dem Internet gross geworden?

Zitat von OliverSch
Meine Welt besteht aus deutlich mehr als Internet, Party und hmmm *grübel* nichts weiter.
Nach meiner Beobachtung bestand die Welt gewisser Leute vor dem Internet nur aus Party und hmmm *grübel* nichts weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12