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S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Verzweiflung macht aggressiv

Im Ringen ums Urheberrecht kämpft die Unterhaltungsbranche zunehmend verzweifelt gegen das Netz selbst. Dabei wäre es in jedermanns Interesse, wenn online kräftig Geld verdient würde mit Filmen, Musik, Büchern.

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aintnostyle 31.01.2012, 16:09
10.

Zitat von Marcos de Beuys
Überholen wir doch einfach auch das Eigentumsrecht als veraltet! Wenn durch irgendeine technische Entwicklung massenhaft Dietriche in aller Hände wären, und nur genügend dufte junge Menschen Gefallen fänden am "coolen" Einbrechen und sich "schöne Sachen einfach nehmen, von den .....
zu ihrem beispiel. sie haben "raubkopieren" noch nicht ganz verstanden oder? Das Beispiel müsste folgendermaßen ablaufen. Der "dufte" junge mensch betritt das haus nicht, klaut es nicht, verwehrt ihnen nicht den zutritt, sondern kopiert ihr haus (vermutlich weil es ihm gefällt) 1:1 mit allen inhalten. Sie haben noch ihr haus, er hat es auch. jetz fragen wir uns welcher schaden in ihrem beispiel entstehen würde? genau keiner baut mehr häuser... in diesem fall wäre das geschäftsmodell zu überdenken. Ähnlich ging es wohl den kutschenherstellern (1920 versink New York unter 2 Meter Pferdemist ja genau.. war wohl doch ehr smog?!) als das auto aufkam... verstehen sie? nein.

zu ihrem 2. nonsens. dazu ein auszug aus dem bösen netz (vermutlich abgeschrieben?!) "Erstmals wurde im 18. Jahrhundert über eigentumsähnliche Rechte an geistigen Leistungen (und das Phänomen des immateriellen Besitzes) theoretisiert"... und jetzt sagen wir, fragen wir uns mal "Würde eher ein mehr oder ein weniger an Kulturgütern geschaffen werden?" und stellen verwundert fest das dem nicht so ist. ansonsten hätte es vorher nichts dergleichen gegeben woll? man bedenke alleine die möglichkeit der vervielfälltigung die der buchdruck ermöglichte...

und wenn wir dann noch "In Deutschland wurde das heute noch gültige deutsche Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz – UrhG) am 9. September 1965 verkündet. Es löste insbesondere das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst (LUG) vom 19. Juni 1901 und weitgehend das Gesetz betreffend das Urheberrecht an " bedenken sollte die frage wie das "Land der Dichter und Denker" ohne urheberrecht solcherlei kulturgüter erschaffen konnte.. mehr als angebracht sein. anbei, ist van gogh nicht bettelarm gestorben?? heute verkaufen sich seine werke für x millionen.. insofern ja trifft ihre aussage
"Fleißband nebenher, und am Feierabend nach 8h Maloche ein bisschen Perlen der Weltkultur erschaffen?" auf echte Künstler die Kunst um der Kunst und des Ausdrucks willen schaffen zu. Auf Katy Perrys und Lady Gagas dieser welt sicherlich nicht...

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tweet4fun 31.01.2012, 16:33
11. Die Gründe sind simpel...

Die Movie- und Musikindustrie hatte die Chancen für 30 Jahre nicht gesehen. Die extrem verknöcherten und überalterten Vorstände in dieser Industrie - allen voran SONY - hatten dann auch noch den Anschluß an das neue Medium Internet verpaßt.

Nun reagieren diese Dinos nach dem Motto: Bist du in Gefahr und Zweifel - renn im Kreis, schrei wie der Teufel.
Hätten diese Stinkstiefel von Anfang an die sich bietenden Chancen und Möglichkeiten des neuen Mediums genutzt, hätten wir diese Diskussion heute nicht. Schlimm ist nur, daß völlig ahnungslose Politiker diesen Dinos in den Anus kriechen.

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christasaalfeld 31.01.2012, 17:00
12.

Zitat von aintnostyle
zu ihrem beispiel. sie haben "raub" noch nicht ganz verstanden oder? Das Beispiel müsste folgendermaßen ablaufen. Der "dufte" junge mensch betritt das haus nicht, klaut es nicht, verwehrt ihnen nicht den zutritt, sondern kopiert ihr haus (vermutlich weil es ihm gefällt) 1:1 mit allen inhalten. Sie haben noch ihr haus, er hat es auch. jetz fragen wir uns welcher schaden in ihrem beispiel entstehen würde? genau keiner baut mehr häuser... in diesem fall wäre das geschäftsmodell zu überdenken. Ähnlich ging es wohl den kutschenherstellern (1920 versink New York unter 2 Meter Pferdemist ja genau.. war wohl doch ehr smog?!) als das auto aufkam... verstehen sie? nein. zu ihrem 2. nonsens. dazu ein auszug aus dem bösen netz (vermutlich abgeschrieben?!) "Erstmals wurde im 18. Jahrhundert über eigentumsähnliche Rechte an geistigen Leistungen (und das Phänomen des immateriellen Besitzes) theoretisiert"... und jetzt sagen wir, fragen wir uns mal "Würde eher ein mehr oder ein weniger an Kulturgütern geschaffen werden?" und stellen verwundert fest das dem nicht so ist. ansonsten hätte es vorher nichts dergleichen gegeben woll? man bedenke alleine die möglichkeit der vervielfälltigung die der buchdruck ermöglichte... und wenn wir dann noch "In Deutschland wurde das heute noch gültige deutsche Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz – UrhG) am 9. September 1965 verkündet. Es löste insbesondere das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst (LUG) vom 19. Juni 1901 und weitgehend das Gesetz betreffend das Urheberrecht an " bedenken sollte die frage wie das "Land der Dichter und Denker" ohne urheberrecht solcherlei kulturgüter erschaffen konnte.. mehr als angebracht sein. anbei, ist van gogh nicht bettelarm gestorben?? heute verkaufen sich seine werke für x millionen.. insofern ja trifft ihre aussage "Fleißband nebenher, und am Feierabend nach 8h Maloche ein bisschen Perlen der Weltkultur erschaffen?" auf echte Künstler die Kunst um der Kunst und des Ausdrucks willen schaffen zu. Auf Katy Perrys und Lady Gagas dieser welt sicherlich nicht...
Was der lieben (über das in Familie und Freundeskreis Legitimierte) kopierenden Internetgemeinde offenbar vollkommen egal ist, ist die Enteignung der Minderheit der Kreativen. s.o.

Man will z- B- sein Musikdopamin und das sofort. Ohne die Leistung zu bezahlen. Wenn geistiges Eigentum kein Eigentum mehr sein soll, bewegen wir uns weder auf dem Boden des Grundgesetzes noch hat eine derartige Ansicht eine Legitimation durch die Menschenrechte.
Das ist nicht nur bedenklich, sondern ein klares Anzeichen für eine Form der Diktatur. Ja, ihr liebt es doch kernig. Es ist doch reine Besitzgier, die aus den prollenden Sharern spricht. Wo ist da eigentlich der Unterschied zu den Bankstern?

Es gibt Unternehmenskonzepte. Einfach und fair. Ein kostengünstiges Abonnement mit der nahezu gesamten Musikgeschichte ist realisierbar und ein geradezu unglaublich günstiges Angebot. Man kann eigene Playlists und Sammlungen erstellen.
Basis des Ganzen sollte allerdings die korrekte Vergütung der Künstler sein. Und erzählt jetzt nicht wieder es gäbe keinen Unterschied zwischen der Leistung eines Komponisten und der eines Arbeiters. Redet doch mal mit Eurem Lieblingsstürmer über Leistungsunterschiede. Der wird Euch was husten.

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snigger 31.01.2012, 17:04
13.

Zitat von Marcos de Beuys
... Leute, kommt´s einfach aus der Pubertät. Dann wär doch allen sehr geholfen. Am meisten Euch selbst, dann müsstet Ihr Euch nicht über Selbstverständlichkeiten und guten Anstand so tierisch aufregen. Jeder Kindergeburtstag ist mal vorbei.
Ihre Meinung zeigt ganz klar, dass Sie zu dem "alten System" gehören bzw. davon profitieren.

Ich halte Ihre Argumentation für überholt. Einer meiner Vorredner hat das mit dem "raubkopieren" ja schon ausführlich widerlegt.

[ironie an] und jetzt kauen Sie mal bitte folgendes durch:
Ich beanspruche die geistigen Rechte an dem Wort "Kindergeburtstag" für mich und ich habe Ihnen nicht erlaubt, das Wort in den Mund zu nehmen bzw. hier textlich zu hinterlegen!
[ironie aus]

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mr.ious 31.01.2012, 17:41
14.

Zitat von tweet4fun
Die Movie- und Musikindustrie hatte die Chancen für 30 Jahre nicht gesehen. Die extrem verknöcherten und überalterten Vorstände in dieser Industrie - allen voran SONY - hatten dann auch noch den Anschluß an das neue Medium Internet verpaßt.
Falsch,.......ganz falsch.

Faktisch hängt der Rest der Welt den technischen Ansprüchen hinterher, die in Japan auch durch SONY, gestellt werden.
Aber noch mehr : wurden
Etwas platt beschrieben, aber für die Consumer Elektronik stimmt das.
Zitat von tweet4fun
Nun reagieren diese Dinos nach dem Motto: Bist du in Gefahr und Zweifel - renn im Kreis, schrei wie der Teufel. Hätten diese Stinkstiefel von Anfang an die sich bietenden Chancen und Möglichkeiten des neuen Mediums genutzt, hätten wir diese Diskussion heute nicht. Schlimm ist nur, daß völlig ahnungslose Politiker diesen Dinos in den Anus kriechen.
Mag sein. ;)
Aber kennen Sie ARRI ?
Da gibt es selbstverständlich auch noch eine Menge anderer.
Nun kommt folgendes, nämlich das das traditionell überhaupt nicht überall selbstverständlich ist, daß es eine technische Konkurrenz auf dem Markt für Medien und Massenmedien gibt und noch weniger in der Telekommunikation. Was nun aber ganz und gar nicht verstanden oder gewollt falsch verbreitet oder selbst falsch verstanden wird, ist, daß sowas wie das verlinkte in der Computertechnik nicht "Anhängsel" der Medienwelt ist.
Das findet und fand dort auch Anwendung, ist aber nicht von und für die Medienindustrie gemacht oder gedacht.

Es ist praktisch für den Rest der Welt und Industrien und sonst jedweden mit einander Kommunizierenden Menschen gemacht.
Dafür ist wiederum selbst eine Industrie zuständig.
Das ist was anderes, und es ist etwas größer, auch wenn es nicht so im Focus seiner selbst öffentlich ist, wie die Medeienwelt.

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d.nix 31.01.2012, 17:43
15. Korrekturen

Einige Einschränkungen:
CB-Funk war eine Welle der 70er Jahre, die ganz zurecht mit Internet verglichen wird. Sie ist nicht an Über-Regulierung verdämmert, sondern an Dekadenz der Teilnehmer. Nach den Pionieren mit Kompetenz kam die dümpelige Konsumentenmasse, die zwar alle Technik zur Mitteilung, aber nichts zu sagen hatte. Je mehr Gestaltung Technik bietet, desto mehr verlangt sie von Gestaltern. Wer von ihnen den Sprung in eigene Aktivität schaffte, war mit den kurzen CB-Distanzen nicht mehr zufrieden und ging in den professionelleren globalen Amateurfunk, wo man noch mehr von Technik verstehen und etwas können muß.

Falsch ist die Behauptung, daß Kommunikationsinhalte immer kommerzialisierbar sein müssen, um sich entwickeln zu können. Im Amateurfunk gibt es das bis heute nicht und er besteht weiter. Die Vorläufer des Internet, BTX und Mousenet, ebenso wie die Frühphase aus Universitäten, funktionierte auf Austauschbasis. Man profitierte von Arbeit anderer und stellte seine ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Ohne Geschäft fielen Hürden weg, ebenso Abwicklungsverzögerungen und die Unsicherheit, die entsteht, wenn Betrüger und Abzocker von Geld automatisch angelockt werden. Die Austauschbasis verhinderte, daß Geldvermögen Teilnahmekriterium wird. Das förderte innovative Köpfe und nicht dümmliche Geldsäcke. Die wechselwirkende Zusammenarbeit der Innovativen hatte den schnellen Fortschritt erst möglich gemacht. Wäre Internt im Beginn kommerzialisiert gewesen, hätten wir heute noch BTX-Kisten.

Wenn ich heute ein Web-Anwendung programmiere, besteht ihr Resultat zu neun Zehnteln aus Schutzmechanismen gegen Spammer, Abzocker und Saboteure, ebenso ist die Verteilung im Arbeitsaufwand. In allen drei Störfällen stehen letztlich Geldmotive hinter der Aktion. Und sei es auch nur reine Destruktion gegen alles, was "Geldmachen" unterläuft. Echte Innovation gibt es im Internet schon lange keine mehr. Dieser CDU-Dummvogel hat in diesem Punkt Recht: Web 2.0 war nur Reklamegebrüll ohne Inhalt. Das ist kommerzialisiertes Internet: dicke Sprüche rund um nichts vor einer dümpeligen Konsumentenmasse, die fast nichts mehr kann, meist noch nicht mal die richtigen Knöpfe drücken. Es reicht gerade noch für Dummschwätz auf Twitter. Ideen tauscht man da keine mehr offen aus. Bei jedem technischen Hinweis würde ich vorher erst zehnmal überlegen, ob diese Information von den falschen Leuten mißbraucht werden könnte. Bei dem, was heute als produktiv gilt, findet man neun Zehntel technischen Rahmen mit bezahlter Reklame rund um höchstens noch ein Zehntel Inhalt.

Für mich ohne Zweifel: bevor das Internet kommerzialisiert wurde, sah es zwar etwas häßlicher aus (was am Geschmackshorizont echter Techniker liegt =hoffnungslos), hatte aber atemberaubende Inhalte und Innovation. Jetzt ist es umgekehrt. Mein letztes "Lee de Forest Erlebnis" ist aus der Frühzeit des Internet, als jeder Hintergrund Standardgrau war. Heute ekelt mich eine Neuigkeit schon ehe ich sie gesehen habe. Zum Teufel mit dem Kommerz und diesen ekeligen Geld-Dummschwätzern. Das stört doch nur und hält bei der Arbeit auf. Kann nicht einer irgendwo eine Kinder-Hobbybörse aufmachen, wohin all dieser Schrott mit seinen Umsatz- und Abrechnungssystemen abwandern kann? Da ziehen wir dann ne Firewall drumherum und ab damit nach dev null.

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mr.ious 31.01.2012, 17:57
16.

Zitat von snigger
[ironie an] und jetzt kauen Sie mal bitte folgendes durch: Ich beanspruche die geistigen Rechte an dem Wort "Kindergeburtstag" für mich und ich habe Ihnen nicht erlaubt, das Wort in den Mund zu nehmen bzw. hier textlich zu hinterlegen! [ironie aus]
Ironie ?
Valentino Rossi oder wer auch immer da in seinem Umfeld zuständig war und ist, hat in Italien letzten Herbst das Recht auf 46 erhalten. Ganz allgemein, nicht auf eine bestimmte Art der Darstellung wie sie seit Jahren unverändert an "seinen Sachen" zu sehen ist, sondern niemand darf ohne Zustimmung diese Zahl irgendwie gewerblich nutzen.

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katzenverwirrer 31.01.2012, 18:04
17. Marcos de Beuys

#8 Heute 15:29 von Marcos de Beuys
"Der Herr He...xxx (Name vergessen, so wichtig isses auch nicht), hat einfach recht."


Stellen sie sich bitte vor: Jahr 2013

Sie schreiben einen politischen Kommentar in ein Blog,
so können sie (heute jedenfalls) anderen ihre persönliche Meinung kundtun. Sopa Pipa Acta sind alle in Kraft getreten. Nur wundern sie sich warum er nicht erscheint.


Was war passiert?
Ein Lobbyist oder Politiker sieht in Ihrem Kommentar die Gefahr, das Ihre Meinung seinen Interessen widerspricht und sperrt ihn einfach.

Verstehen sie, es geht hier primär darum INHALTE (interessengesteuert) KONTROLLIEREN ZU KÖNNEN. Freie und individuelle Meinungsäusserung wäre nicht mehr vorhanden, ähnlich dem Film 1984 (G.Orwell). (1)

Auf den politischen Aspekt will ich aus Zeit Gründen gar nicht erst eingehen. "Die Organisation Reporter ohne Grenzen sprach von einer „Verhinderung der demokratischen Debatte“."(2)

Ist es das was sie wollen ?


Dies sind nur 2 Kritikpunkte, wenn sie sich ernsthaft damit beschäftigen werden sie noch viel mehr finden. Vorrausgesetzt sie verstehen worum es geht. Daher halte ich die Kritik (mit Augenzwinkern) für sehr gerechtfertigt:

"Heveling zeigt, dass große Teile der Regierung in völligem Unverständnis der heutigen Gesellschaft leben. Ich würde ihm dringend raten, sich einmal mit den technologischen Entwicklungen seit 1960 zu beschäftigen. Das eine oder andere neuartige Gerät könnte empfehlenswert sein. Aus pädagogischen Gründen halte ich es aber für sinnvoll, mit dem Farbfernsehen zu beginnen und sich erst später mit fortschrittlicheren Entwicklungen wie BTX oder betamax zu beschäftigen, ansonsten könnte eine Überforderung eintreten.Ernst nehmen kann man Herrn Heveling nicht – aber es spricht traurige Bände, dass er trotz offensichtlich völlig fehlendem Sachverstand Mitglied der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft ist.« " (3)

Falls Ihnen der totalitäre Überwachungsstaat lieber ist können sie gern bei ihrer Meinung bleiben. Andernfalls sollten sie wenigstens ins Grübeln kommen. Und bitte von Dogmen Abstand nehmen.


(1) 1984 (Film von 1984)
(2) Anti-Counterfeiting Trade Agreement
(3) http://www.piratenpartei.de/Pressemi...n-gesellschaft

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knuty 31.01.2012, 18:05
18.

Zitat von aintnostyle
zu ihrem beispiel. sie haben "raub" noch nicht ganz verstanden oder? Das Beispiel müsste folgendermaßen ablaufen. Der "dufte" junge mensch betritt das haus nicht, klaut es nicht, verwehrt ihnen nicht den zutritt, sondern kopiert ihr haus (vermutlich weil es ihm gefällt) 1:1 mit allen inhalten. Sie haben noch ihr haus, er hat es auch.
Zu Ihrem Beispiel: Sie haben es immer noch nicht ganz verstanden, oder? Es läuft nämlich folgendermaßen ab: Der "dufte" junge Mensch "kopiert" Eintrittskarten für Kinos, Fahrscheine für ÖPV, Tickets für Konzerte, Theater, Museen, Tierparks, Karussels, etc. und kommt damit kostenlos in den Genuss dieser Dienstleistungen.
Es entsteht ja gar kein Schaden, denn alle Kinos sind ja noch da, alle Busse, alle Museen, Tierparks, Karussels, etc.

Zitat von
zu ihrem 2. nonsens. dazu ein auszug aus dem bösen netz (vermutlich abgeschrieben?!) "Erstmals wurde im 18. Jahrhundert über eigentumsähnliche Rechte an geistigen Leistungen (und das Phänomen des immateriellen Besitzes) theoretisiert"... und jetzt sagen wir, fragen wir uns mal "Würde eher ein mehr oder ein weniger an Kulturgütern geschaffen werden?" und stellen verwundert fest das dem nicht so ist. ansonsten hätte es vorher nichts dergleichen gegeben woll?
Doch, es hat auch vor der Französischen Revolution, wo mit dem code civil, den ersten Menschenrechten, gleichzeitig auch das erste Urheberrecht in Kraft trat, kulturelle Güter und Kunstwerke gegeben. Die gehörten allerdings ausschließlich dem Adel, der Kirche und reichen Kaufleuten und waren auch nur diesen zugänglich, weil die sich leisten konnten, sich Künstler am Hof zu halten.

Zitat von
und wenn wir dann noch "In Deutschland wurde das heute noch gültige deutsche Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz – UrhG) am 9. September 1965 verkündet.
Das gültige Urheberrechtsgesetz in Deutschland stammt aus dem Jahr 2007 und ist übrigens nicht mit dem amerikanischem Copyright vergleichbar, dass den Verwertungskonzernen mehr Rechte einräumt als hier nach dem Urheberrecht überhaupt möglich ist.

Zitat von
wie das "Land der Dichter und Denker" ohne urheberrecht solcherlei kulturgüter erschaffen konnte.. mehr als angebracht sein.
Ohne Urheberrecht, aber mit Mäzenatentum.

Zitat von
anbei, ist van gogh nicht bettelarm gestorben?? heute verkaufen sich seine werke für x millionen..
und hängen dann in privaten Galerien von der Öffentlichkeit abgeschottet.

Zitat von
insofern ja trifft ihre aussage "Fleißband nebenher, und am Feierabend nach 8h Maloche ein bisschen Perlen der Weltkultur erschaffen?" auf echte Künstler die Kunst um der Kunst und des Ausdrucks willen schaffen zu. Auf Katy Perrys und Lady Gagas dieser welt sicherlich nicht...
Möchten Sie, dass das Urheberrecht zwischen guter und schlechter Kunst unterscheidet?

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Europa! 31.01.2012, 18:10
19. Danke

Zitat von sysop
Im Ringen ums Urheberrecht kämpft die Unterhaltungsbranche zunehmend verzweifelt gegen das Netz selbst. Dabei wäre es in jedermanns Interesse, wenn online kräftig Geld verdient würde mit Filmen, Musik, Büchern.
Nach dem schauderhaften Getöse der Netzschnorrer, das in den letzten zwei Tagen auf SPON gelaufen ist, bringt Sascha Lobo die Debatte wieder ins rechte Gleis. Gut gemacht!

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