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Rechte und Rechtsextreme schreiben mit Zorn und Eifer das Internet voll - doch ungeübten Lesern könnte es schwerfallen, sie auch zu verstehen. Kolumnist Sascha Lobo erklärt die wichtigsten Vokabeln.

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mostly_harmless 02.08.2018, 10:46
250.

Zitat von ericstrip
...bitte dasselbe für die Linken. Die sind in Sachen Framing und Tarnwörter nämlich sogar noch besser aufgestellt. [...]
Aha. Nennen Sie mal ein paar Beispiele.

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mucschwabe 02.08.2018, 10:46
251. @ jjcamera Nr. 207 - Spaltung

Sie schreiben, dass nicht jeder, der sein Kreuz bei der AfD gemacht hat ein ultranationaler Rassist ist. Wenn dem so ist, warum wählen diese Leute dann eine Partei, die rassistische Tweets verbreitet (Noah Becker), die davon spricht, Flüchtlinge an der Grenze abzuknallen, die das Holocoust-Mahnmal als Denkmal der Schande bezeichnen? Als anständiger Bürger kann ich mich doch mit solchen Leuten nicht identifizieren. Diese besorgten Bürger wählen eine Partei mit teilweise rassistischen und nationalsozialistischem Gedankengut und wundern sich, dass andere das inakzeptabel finden? Wenn Sie Protest wählen wollen, können Sie sich auch eine andere Partei aussuchen. Sie müssen sich schon entscheiden. Durch die Wahl der AfD sitzen Sie in einem Boot mit Herrn Höcke, wenn Sie das nicht wollen, wählen Sie eine andere Partei!

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zweifelturm 02.08.2018, 10:48
252. @ #191 skalla gimre

Da haben Sie jetzt aber ganz mächtig breit Ihre Opferrolle ausgewalzt, die Ihnen von den uneinsichtigen Gutmenschen so brutal aufgedrückt wird. Zusammengefasst kann man Ihren Beitrag so beschreiben: *Hört endlich auf, dieses drecksversiffte Land schlechtzureden!*. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

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Robert_Rostock 02.08.2018, 10:48
253.

Zitat von wiseguyno1
Das mit "die Anderen aber auch" mit der "Opferrolle vorwärts" findet ja bereits seine Bestätigung in oa Kolumne. Was allerdings noch Aufnahme finden könnte ist hier vorkommende Variante zur Beklagung der angeblichen 'linken Meinungshoheit' via selbstentlarvendem Zensurvowurf "Wird sowieso wie immer nicht durchgelassen", gepaart mit dem "aber auf mich hört ja eh keiner".
Vielen Dank für die Bestätigung, für dieses geradezu lehrbuchhafte Beispiel des von mir zitierten Lobo'schen "Entwederoderismus".
Ja keine Differenzierungen, sondern nur Extreme. Wer ansatzweise Kritik äußert, muss deshalb Vertreter der entgegengesetzten Extremposition sein. Macht die Welt schön einfach.

Mir ist z.B. völlig schleierhaft, wo ich etwas von einer "linken Meinungshoheit" geschrieben haben soll.

Und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist völlig in Ordnung, wenn es "die Richtigen" trifft.

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fördeanwohner 02.08.2018, 10:51
254.

Zitat von spon_4_me
Wir können alle Positionen konstruieren, die jenseits dessen sind, was wir für die Grenzen eines zivilisierten Diskurses erachten. Aber 1) entbindet das einen nicht von der Pflicht, gegen solche Positionen rational zu argumentieren. Es mag zwecklos sein, werden Sie sagen. Meine Erfahrung ist, dass Einzelne selbst bei extremen Initialen Aussagen einer Diskussion zugänglich sind (für Gruppen gilt das eingestandenermaßen nicht). 2) nehme ich solche extremen Positionen nicht in SPON-Foren wahr. Ich gebe zu, dass ich mir keine Vergleichsmöglichkeiten erschließe und daher vielleicht etwas naiv bin, aber für mein Gefühl ist das Niveau hier weit von der o.g. Position beyond the pale entfernt. 3) finde ich es schwierig, die Grenze zwischen dem Zulässigen und dem nicht-mehr-Zulässigen zu definieren. Ich bin z.B. relativ intolerant bei Kritik an Israel, finde aber bei Religionen, dass die Kritikmöglichkeiten beinahe unbegrenzt sind. Das mag Ihnen anders gehen. Wie sollen wir miteinander klar kommen, wenn wir den anderen insgesamt verdammen wegen einer Teilmeinung? 4) Ich finde es schlicht unredlich (und faul im Denken), eine mir unsympathische Position abzuwerten, dann aber empört aufzuschreien, wenn die Unsympathen mir gegenüber das Gleiche tun. Mir ist, wenn Wohlwollen nicht geht, zumindest Fairness im Umgang sehr wichtig.
Im Prinzip alles richtig, jedoch geht es doch in der Glosse hier ganz allgemein um diejenigen, die nicht nur kleine Teilmeinungen haben, die mir nicht genehm sind, sondern um diejenigen, die eine Art geschlossenes Weltbild haben bzw. diejenigen, die laut "Ja, so ist es schreine", ohne es zu hinterfragen, was diese Leute da eigentlich noch so von sich geben, sobald sie nur eine Aussage richtig finden.
Man kann darüber diskutieren, was man denn konkret unter z.B. "unkontrollierter Zuwanderung" versteht, aber eben nicht darüber, ob man muslimische Flüchtlinge aufnehmen soll oder nicht. Man kann darüber diskutieren, ob bestimmte Individuen einer bestimmten Religionsgruppe verfassungsfeindliche Ansichten pflegen, aber nicht darüber, ob alle Muslime solche Ansichten pflegen, weil sie schließlich dem Islam angehören. Um nur zwei Beispiele zu nennen.
Desweiteren kriegen Sie und ich die besonders üblen Forenbeiträge auf dieser Plattform gar nicht mit, weil sie von vornherein nicht veröffentlicht werden. Was ich im Übrigen verstehen kann.
Es gibt nun einmal Dinge, über die man nicht diskutieren kann, weil sie menschenfeindlich sind. Und in solchen Fällen ist mir die Fairness dann auch wirklich egal.

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hippie.jonny 02.08.2018, 10:53
255. völliger Quatsch...

Zitat von diezweitemeinung
Lobo ist kein Journalist - er ist ein wenig überzeugender Propagandist. Um sich sinnvoll an der öffentlichen Diskussion beteiligen zu können, muß man erkennen lassen, welche konkreten Zielvorstellungen man hat. Allgemeinplätze und Appelle an das kaum existierende Edle und Gute sind nur peinlich. Ohne definiertes Ziel ist der Weg eine Illusion. Wir haben schon von Karl Marx gelernt, dass das Sein das Bewußtsein bestimmt - nicht wissenschaftliche Fakten, oder Erkenntnisse, die auf der Geschichte basieren. Stichwort "selektive Wahrnehmnung". Die Grundeinstellung der überwiegenden Mehrzahl der Menschen ist keineswegs das Resultat intelligenter Überlegungen, innerer Kämpfe und klarer Zielvorstellungen. So ist es auch bei Lobo. Er rutscht vermutlich für den Rest seines Lebens auf der schiefen Ebene seiner Vorurteile , und der Sucht nach Bestätigung durch seine Peer-Group, in Richtung Grab. Hauptsache, die Menschen seines Umfelds finden seine Meinungsäußerungen gut und zahlen ordentlich für die entstehenden Texte. Ob diese einen Sinn ergeben und zielführend sind, ist unwichtig, da das Ziel ja im Nebel bleibt. Die Grundeinstellung des Menschen ist somit ein minderwertiges Zufallsprodukt. Insbesondere dann, wenn ein Mensch nicht entsprechend seiner Grundeinstellung auch lebt und handelt. Dann ist das was er sagt, nur feucht-warme Luft. Jeder halbwegs begabte Schreiber kann Lobos Aufstellung umschreiben, um die Grundüberzeugungen der "Linken" lächerlich zu machen und ad absurdum zu führen. Was mir beim Blick auf die "Linken" durchgehend auffällt, ist ihr absoluter Mangel an Ideen und sachlichen Argumenten. Immer erschöpfen sich ihre Meinungsäußerungen darin, die angeblichen Ansichten der "Rechten" zu diskreditieren, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, eine intelligente und vorzeigbare Gegenposition zu entwickeln. Wie die "Rechten" einen Zustand deuten ist "böse" - die "Linken" sagen aber nicht, wie man das jeweilige Problem lösen könnte, ohne rechte Positionen zu übernehmen. Den linken Weltanschauungskriegern fällt einfach nichts ein. Und noch etwas grundsätzliches: wenn man die "Rechten" atmosphärisch in die Nachbarschaft von Hitler, Himmler und Eichmann rückt, den muß man gleichzeitig die "Linken" in die Nähe von Stalin, PolPot und Mao rücken. Beide Richtungen haben gezeigt, dass ihre jeweiligen "Grundeinstellungen" nur zu Mord, Totschlag und Unglück führen. Die "Linken" sind ganz offensichtlich weder besser, noch schlechter als die "Rechten".
...Lobo macht sich über die Propaganda der Rechten lustig, das merkt doch jeder hier. Und die Vorurteile, die sie gerade Lobo unterstellen wollen, treffen ja wohl eher auf die Migrationsgegener zu.

Ich glaube nichzt, dass sie das aus Versehen machen, sie wollen die rechten wohl weiter anheizen zu ihrer Stamntisch-Rethorik. Das wäre aber wirklich schändlich, ..aber kein schlechter Troll....

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flintstone888 02.08.2018, 10:54
256. Wieder so eine Fleißarbeit von Herrn Lobo

wenn einem nicht mehr einfällt. Die Followersekte LoboStokowskietc. klopft sich auf die Schenkel und ruft "Blattschuß", geifert über Kommentatoren, die sich tatsächlich ernsthaft mit der Schreibe beschäftigen. Schade, dass diese Kommentatoren noch nicht gemerkt haben, dass diese Seite tatsächlich nur versifft ist: ob links oder schizoid oder gefrustet aus der Einsicht über die eigene Existenz, ist auch schon egal.
Schon klar, man braucht es ja nicht zu lesen, aber solange diese Art von Gottesdienst unter dem Titulus "Spiegel" läuft, gibt es immer wieder arglose Leser, die hier Qualitäts"journalismus" vermuten.

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hippie.jonny 02.08.2018, 10:55
257. wieso...

Zitat von schorri
Lobo hat noch eine Vokabel vergesdsen: "Ausgewogen" Ausgewogen ist dann, wenn der AfD-Sprech von Journalisten wörtlich übernommen wird. Ohne Abweichung!
...wäre das denn ausgewogen? Völlig unverständlich für mich, wie sie das meinne könnten...

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mostly_harmless 02.08.2018, 10:56
258.

Zitat von jjcamera
Nicht jeder, der sein Kreuzchen bei der AfD gemacht hat, ist "ultranationaler Rassist". Es gibt dort auch den "besorgten Bürger", der sich von den anderen Parteien nicht verstanden und ernst genommen fühlt und mal aus Protest die AfD gewählt hat. [...]
Wer Rassisten, Holocaustleugner, Antisemiten und Rechtsradikale wählt, muss damit leben, dass man ihn / sie rechtsradikal nennt. Das ist nun mal so.
Und hier mal eine unbequeme Wahrheit: Wer bei der Ideologie dieser Leute auch nur ein minimales Unwohlsein empfindet, wählt die nicht.

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flintstone888 02.08.2018, 10:59
259. Da ist es doch gut

Zitat von Jor_El
Zitat Lobo: " Rechte Ecke Sogar selbsterklärte Rechte wehren sich dagegen, "in die rechte Ecke" gestellt zu werden. Denn Rechte und Rechtsextreme haben den Trick entwickelt, sich selbst für die "politische Mitte" zu halten. Deshalb empfinden sie nicht "rechts" als beleidigend, sondern "Ecke". Eigentlich fehlt nur noch die Beschwerde, dass man Nazis nicht immer gleich in die rechte Ecke stellen solle." __________ Soviel Bestätigung dazu. (g) ;-)
wenn die Welt in Ihnen einen hat, der genau weiß, wann etwas "rechts" oder "rechtsextrem" oder "gut" ist.
Vielleicht öffnen Sie in Den Haag eine Schiedsstelle, die dann entscheiden kann. Die Welt, die Rechten und die Linken werden es Ihnen danken.

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