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Rechte und Rechtsextreme schreiben mit Zorn und Eifer das Internet voll - doch ungeübten Lesern könnte es schwerfallen, sie auch zu verstehen. Kolumnist Sascha Lobo erklärt die wichtigsten Vokabeln.

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mostly_harmless 02.08.2018, 11:02
260.

Zitat von manipulation43
Peinlich, wie SPON den Diskurs mit unzählichen Kommentaren ins lächerliche zieht [....]
Und jetzt mal zurück in die reale Welt: Jeder einzelne Begriff den Lobo auflistet, wird von ihm EXAKT "übersetzt". Bewiesen wird das an JEDEM EINZELNEN TAG hier auf SpOn in den Kommentaren.

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Mardor 02.08.2018, 11:04
261.

Zitat von manipulation43
Peinlich, wie SPON den Diskurs mit unzählichen Kommentaren ins lächerliche zieht und sich dann im nächsten Artikel wundert, dass die Gesellschaft zunehmend gespalten ist.
Peinlich ist einerseits die grandiose Anmaßung, mit der Sie tumbrechtes Geblöke zum "Diskurs" hochstilisieren, andererseits auch Ihre Unfähigkeit, "unzählig" richtig zu schreiben. Aber dass die Superpatrioten mit der Sprache ihres heißgeliebten Vaterlandes einen ewigen Kampf ausfechten ist ja hinlänglich bekannt.

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plusquam.perfekt 02.08.2018, 11:04
262. @diezweitemeinung

Sie nennen "Hitler, Himmler und Eichmann" Aber wie kommen Sie auf die Idee, dass "Stalin, PolPot und Mao" "links" wären? Etwa weil diese Diktatoren sich selbst als sozialistisch bezeichneten? Möglich. Als links definierten die sich sicherlich nie.

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ericstrip 02.08.2018, 11:10
263. Ganz genau so ist es...

...im Grunde sind die Linken ja sogar froh, daß es Rechte gibt, auf die sie mit dem Finger zeigen können. Durch die Empörung können sie nämlich bestens davon ablenken, daß sie selbst auch keine besseren Lösungen anzubieten haben. Findet man bei den bösen Rechten zumindest ab und zu noch Verantwortungsethiker, die sich tatsächlich um eine (oft unangenehme) Auseinandersetzung mit einem Thema bemühen, sehe ich auf der linken Seite momentan nur noch Gesinnungsethiker, Schwätzer, Leute, die sehen, daß ihnen die Deutungshoheit entgleitet und die dadurch umso verbissener dagegen reden und schreiben - bis es endgültig lächerlich wird.

Mich interessiert nicht, ob ein Argument "links" oder "rechts" ist, mich interessiert, ob es mich überzeugt. Hysterie auf beiden Seiten überzeugt mich schon einmal nicht. Und der politische Diskurs ist in der Tat stark nach links gerutscht und dort auch noch in die moralisierende-emotionale Ebene. Sachthemen und Lösungen scheinen weniger interessant zu sein als die wöchentliche Kampagne, die irgendwelche Täter und Opfer anklagen will. Belehrung mit erhobenem Zeigefinger, aber ohne Substanz. Wen soll das überzeugen?

Es ist kein Wunder, wenn immer mehr Menschen sich von solcher linker Politik und auch vom linken Journalismus abwenden. AfD und Co. sind halt die Gegenbewegung. Aber sie sind ein Symptom, nicht die Ursache. Mit solchen Artikeln, wie sie diese Woche im SPON-Kolumnenteil standen, wird diese Spaltung weiter vorangetrieben. Das verstehen offenbar weder Herr Augstein, noch Herr Diez, noch Herr Kazim, noch Frau Stokowski - und auch nicht Herr Lobo.

Ich selbst stehe politisch immer noch an derselben Stelle wie vor 25 Jahren und würde das auch immer noch gemäßigt linksliberal nennen, mit den Grünen konnte ich noch nie etwas anfangen. Ich las damals gerne Spiegel, Zeit und Süddeutsche. Inzwischen bin wahrscheinlich selbst ich ein "Rechter", schon alleine, weil ich beim Denken keine Betreuung haben möchte. Ich halte das für keine gute Entwicklung. Ja, es ist subjektiv, aber ich denke, es geht einigen so. Und vor allem: Welche politische Partei vertritt meine Positionen und Interessen? Mit wem lohnt sich ein politisches Gespräch überhaupt noch?

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usbektimur 02.08.2018, 11:10
264. Die Nachfrage nach echten Nazis überschreitet das Angebot...

bei weitem (Ergebnis Bundestagswahl NPD 0.3 %). Nazis, wie Sascha Lobo sie beschreibt sind eine absolute Randerscheinung. Wie praktisch, dass man jeden, der rechts seiner eigenen linksextremen Meinung als waschechten Nazi bezeichnen kann. Was für die Opfer echter Nazis und Neonazis ein Schlag ins Gesicht ist.

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garno 02.08.2018, 11:13
265.

Zitat von hippie.jonny
...und wenn das Aufkommen der AFD in der Unerfahrenheit mit anderen Kulturen liegt? Ihr "mit Sicherheit" bügelt gerade sehr einfach darüner hinweg. Dieses Unreflektierte ist vielleicht viel eher der Grund, und weniger die "Scheinheiligkeit", die sie hier gar nicht erst erläutern....
"...und wenn das Aufkommen der AFD in der Unerfahrenheit mit anderen Kulturen liegt?"
Das mag ja sein, erklärt aber nicht deren Zulauf. Oder meinen Sie im Ernst, die AFD-Anhänger wären alle dumm und "unerfahren"? Dann wäre das Problem doch relativ leicht zu lösen, indem man einfach den Etat für "Agit-Prop" staatlicherseits erhöht (unsere Kanzlerin hat darin doch sogar eine Ausbildung).
Der gesellschaftliche Widerspruch, woraus die AFD ihre Stärke bezieht, besteht in der propagierten Realität der Regierenden und der erlebten sozialen und ökonomischen Realität vieler Menschen.

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soldev 02.08.2018, 11:13
266.

Zitat von manipulation43
Peinlich, wie SPON den Diskurs mit unzählichen Kommentaren ins lächerliche zieht und sich dann im nächsten Artikel wundert, dass die Gesellschaft zunehmend gespalten ist.
Peinlich wie sich manche davon angesprochen fühlen. Fakt ist: Mit Rechten kann man nicht 'mehr' diskutieren - alles wird so umgemünzt, dass es ins eigene Weltbild passt. Die Gesellschaft ist nicht gespalten - ein kleiner Teil hat sich abgewendet, hält sich für das Mass aller Dinge und wenn von der Mehrheit Gegenwind kommt inzeniert man sich als Opfer...

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mostly_harmless 02.08.2018, 11:17
267.

Zitat von garno
[....]Natürlich muß man die AFD bekämpfen, aber es reicht wohl kaum, sie zu diffamieren oder Ihnen das Wort verbieten zu wollen. [....]
Niemand diffamiert die AfD und niemand will denen den Mund verbieten ("diffamieren" und "Mund verbieten" sind übrigens zwei feste Begriffe der Rechten, die Lobo leider nicht ins deutsche Übersetzt hat. "diffamieren" bedeutet ins deutsche übersetzt - ebenso wie "den Mund verbieten" - kritisieren oder auch öffentlich eine andere Meinung vertreten).

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klmo 02.08.2018, 11:18
268. Irrational?

Ganz oben steht unsere Kanzlerin Merkel, Spielball und Verdruss der Rechten.
Herr Lobo, nach Ihrer Lesart wäre dann der Redakteur und Journalist Augstein ebenfalls der klassische Rechter.
Ich erinnere an die Aussage von Herrn Augstein: "Merkel ist die Mutter der AfD.

Ergo, diese ganze gequirlte Meinungsmache rechts/links ist so was von undifferenziert, dass man sich weitere Kommentare sparen kann.

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moritz27 02.08.2018, 11:25
269. Ach Herr Lobo,

die Bücher "Mit den Rechten reden" und "Mit den Linken leben" waren um Klassen besser, als ihre taz-Imitation.

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