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Staatliche Überwachung: Google warnt vor den Gefahren der Gesichtserkennung
DPA

Ohne ethische Fragen geklärt zu haben, will Google seine Gesichtserkennungs-Software nicht freigeben. Microsoft und Amazon hingegen verdienen schon an der Technik. Amazons Ideen gehen sogar noch viel weiter.

Pipilotta 14.12.2018, 21:34
1. Aha,

"Grundsätzlich empfehlen die Forscher, dass jeder die Chance haben sollte, sich einer automatischen Erfassung und Analyse zu verweigern. Doch systembedingt werden zunächst immer alle Gesichter gefilmt. Erst im nächsten Schritt könnte eine Software erkennen, dass eine Person nicht analysiert werden will." ... die Software erkennt also mein Gesicht und fügt daraufhin dem Datensatz der durch die erfolgreich ausgeführte Gesichtserkennung über mich vorliegt, dass ich eine Person bin, die nicht analysiert werden will. Das würde die Situation für mich als Überwachungsopfer nicht wirklich entschärfen

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Rainer Hackenberg 15.12.2018, 00:03
2. Laufen macht ja auch verdächtig

"Demnach will Amazon damit alle Passanten filmen lassen, die an der Haustür vorbeilaufen."
Wenn jemand in der Stadt läuft anstatt zu gehen macht sich ja auch irgendwie verdächtig, weil er sich nicht wie die meisten anderen Menschen bewegt. Wozu also die Aufregung.

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nullvoid 15.12.2018, 00:18
3. opt out

Möglicherweise entwickelt sich die Kultur der digitalen Camouflage zu einer eigenen Moderichtung und bringt viele neue Accessoires und Make-up Varianten heraus, so dass sich der grösste Teil der Bevölkerung einer digitalen Überwachung entzieht. Interessanterweise erinnern viele der derzeitigen Vorschläge and das Design von beispielsweise Blade Runner. Welcome to a pretty weird cyberpunk world!

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Mr Bounz 15.12.2018, 09:35
4.

Respekt Google, der Markt wäre sicher Riesig, aber es freut mich das von "don't bee evil" noch etwas übrig ist.
Der Vergleich mit den Drohnen ist jedoch fehl am Platz.
Auch wenn ich strickt gegen dieses Morden bin sehe ich doch Unterschiede zu einer total-Überwachung an jeder Haustür oder wo auch sonst eine Kamera steht.
Nicht mehr lange dann haben wir die Freiheit WEG-beschützt!

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quark2@mailinator.com 15.12.2018, 23:20
5.

Opt-Out ist keine Lösung. Die Daten dürfen gar nicht erst erfaßt werden. Überhaupt sollten Privatpersonen keine Kameras auf öffentliche Bereiche richten dürfen. Zumindest theoretisch dürfen sie das ja auch jetzt nicht, aber ich möchte, daß das so drakonisch bestraft wird, daß es auch in der Praxis unterbleibt. Das Gleiche sollte auch für Stimmanalyse etc. gelten. Ich könnte hier noch Ewigkeiten schreiben, da ich diese Dinge beruflich mache. Ginge es nach den Kunden, könnten sich die Menschen in 10 Jahren keinen Zentimeter bewegen, ohne daß das bemerkt und gespeichert wird, sogar innerhalb der Wohnung (intelligentes Licht, Musik, etc. über die Cloud synchronisiert ...). Ich finde, wir brauchen ein Menschenrecht auch anonymes Leben. Keine Kameras, die einen noch im Wald beim Pilzesuchen verfolgen, versteckt angebracht und live, per Bewegungsmelder ...

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