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Stäffelesrutscher 26.12.2017, 19:03
1.

Auf ein Schild »Bad Gateway« zu schreiben, ist ungefähr genauso intelligent wie die legendäre Werbung des Edel-Nasszellenausstatters mit dem Spruch »Bad Design«.
Bad English, but funny, würde ich sagen ;-)

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Mlchael 26.12.2017, 20:04
2.

Zitat von
Auf ein Schild »Bad Gateway« zu schreiben, ist ungefähr genauso intelligent wie die legendäre Werbung des Edel-Nasszellenausstatters mit dem Spruch »Bad Design«. Bad English, but funny, würde ich sagen ;-)
Lieber Herr Stäffelsrutscher, der Witz wird sogar noch lustiger! "Bad Gateway" ist nämlich der error 502, bad gateway.
Hat also nix mit schlechtem Englisch zu tun wie beim Eigentor eines Badezimmer Designers.

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Stäffelesrutscher 26.12.2017, 20:30
3.

Zitat von Mlchael
Lieber Herr Stäffelsrutscher, der Witz wird sogar noch lustiger! "Bad Gateway" ist nämlich der error 502, bad gateway. Hat also nix mit schlechtem Englisch zu tun wie beim Eigentor eines Badezimmer Designers.
Okay, wieder was gelernt. Den kannte ich noch nicht. Danke!

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h.weidmann 26.12.2017, 21:01
4.

Zitat von Stäffelesrutscher
Auf ein Schild »Bad Gateway« zu schreiben, ist ungefähr genauso intelligent wie die legendäre Werbung des Edel-Nasszellenausstatters mit dem Spruch »Bad Design«. Bad English, but funny, würde ich sagen ;-)
Das Bild zum Fehlercode passt trotzdem nicht.

Richtig ist dieses:

https://http.cat/502

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ernstmoritzarndt 27.12.2017, 04:00
5. Kopfgeburt

Das bea ist als das institutionaliserte Chaos anzusehen: 1. Akt - die gesetzliche Anordnung und Organisation scheitert bei den Rechtsanwälten über einen Zeitraum von 2 Jahren (Juristen!!!) komplett. 2. Akt - Nachdem großspurig die Inbetriebnahme annonciert worden war, hat man eine derartig komplizierte Imlementierung eingerichtet, daß damit der Normaljurist nicht zurechtkommt - selbst wenn er EDV - interessiert ist. 3. Akt - Nachdem das alles schief gelaufen ist, stellt man in letzter Sekunde (als alles schon installiert ist) fest, daß erhebliche Sicherheitslücken gegeben sind. Das alles ist doch erst der Beginn eine weiteren Dramas in mehreren Akten. Fest steht inzwischen folgendes: Anstelle auf bewährte Sicherungssysteme zurückzugreifen, hat man (Natürlich muß das Rad für jede Berufsgruppe neu erfunden werden) ein völlig neues und unpraktikables System entwickelt. Um das Maß weiter zu füllen, werden 300 - seitige Gebrauchsanleitungen ins Netz gestellt, die kein normaler Mensch versteht. Das wird verstärkt durch eine 14 - seitige Gebrauchsanleitung - natürlich ohne einen Link dafür, wo dieses Ergänzungsprodukt nun downzuloaden ist. In ihrem Übereifer ha ben die Damen und Herren JuristInnen auch nicht kapiert, daß beispielsweise die modernen Personalausweise auch schon Sicherungssysteme enthalten können, die geeignet wären, verschlüsselte und signierte Korrespondenz zu unterstützen. Die gesetzlichen Regelungen für den Gebrauch des beA in Kooperation mit der Justiz (ZPO) sind derartig kompliziert (unter Begleitung der Bundesrechtsanwaltskammer!), daß sie von kaum einem Juristen kapiert wird. Fazit: Entgegenkommenderweise könnte man von einer Kopfgeburt sprechen. Inzwischen wird man wohl besser den Begriff der Totgeburt zur Anwendung bringen müssen. Die Verschwendung finanzieller Resourcen in diesem Bereich dürfte immens sein, ohne irgendeinen Vorteil für die beteiligten Berufskreise!

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Ulrich Kampffmeyer 27.12.2017, 15:58
6. beA gehört abgeschaltet

Die Probleme bei #beA Besonderes Elektronisches Anwaltspostfach sind lange bekannt und liegen schon in der Architektur begründet. Elektronische Signaturen, Zertifikate usw. machen das System nicht sicherer oder vertrauenswürdiger. Allein der Umgang mit den privaten Schlüsseln und die "Hintereingangslösung"-Lösung, die die BRAK Bundesrechtsanwaltskammer am 22.12.2017 veröffentlicht haben, macht deutlich, dass in beA "der Wurm drinsteckt", der nicht mehr mit "Patches" oder Zusatzfunktionen behoben werden kann. Guckt man international die Kommunikation zwischen Anwälten und Gerichten sich an, so stellt man fest, dass es andere sichere Wege der Überstellung elektronischer Unterlagen ohne "Sonderlocken" gibt. Es wurde viel Aufwand für ein System betrieben, dass kaum zu bedienen ist und auch von der Zielgruppe, den Anwälten, nur mit "Grausen" eingesetzt wird.
Das #beA reiht sich ein in eine ganze Reihe von gescheiterten IT-Vorhaben, die unter hehren Botschaften wie eGovernement oder "Agenda xyz" angekündigt wurden. Neben dem #beA gehört auch die qualifizierte elektronische Signatur (QES), De-Mail, das föderale E-Rechnungsportal usw. zu den Flops.
Es wird zeit die "Sonderlocken" abzuschaffen und auf marktgängige Produkte, möglichst einheitlich für Behörden alle in Deutschland, zu setzen.

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