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Steuererleichterungen: Wie die SPD die Presse retten will

Kurz vor der Wahl schwingen sich die Sozialdemokraten zu Rettern des Qualitätsjournalismus auf. Es müsse Stiftungen geben, die diesen weiterhin garantieren, findet man bei der SPD. Und Steuererleichterungen als Hilfe für die Printpresse.

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klasselaw 23.09.2009, 19:12
1. Cui bono?

Die Forderung der SPD nach der "Rettung der Printmedien" steht in diesem Artikel so alleine. Lediglich garniert mit der "romantischen" Beteiligung am "Vorwärts".

Wo ist die Information über die erheblichen Anteile die die SPD im Rahmen ihres eigenen Parteivermögens an verschiedenen Presseunternehmen, Druckereien und generell Medienunternehmen hält?
Betrachtet man diese näher erscheint die Forderung nach Unterstützung und Steuererleichterungen in einem ganz anderen Licht.

Gruß
klasselaw

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OlafKoeln 23.09.2009, 20:02
2. ....

Zitat von sysop
Kurz vor der Wahl schwingen sich die Sozialdemokraten zu Rettern des Qualitätsjournalismus auf. Es müsse Stiftungen geben, die diesen weiterhin garantieren, findet man bei der SPD. Und Steuererleichterungen als Hilfe für die Printpresse.
Es geht nicht um die Rettung des "Qualitätsblattjournalismus", sondern um die Rettung des "Amtsblattjournalismus".

Das waren noch Zeiten, als die Medien von wenigen Verlagen kontrolliert wurden (so wie heute noch der Flensburger SHZ-Verlag, der mal eben per Order di Mufti die Chefradaktionen dazu verdonnert, nicht weiter in nennenswerten Umfang über freie Wähler und Piratenpartei zu berichten, oder der Kölner Stadtanzeiger, welcher "Meinungsbildend" ist).

Heute kann jeder - Dank dem Internet und Googles News-Aggregator - Zahlreiche Meinungen/Nachrichten lesen/verfolgen oder durch Blogs und Homepages mit wenigen Clicks selber Nachrichtenlieferant werden.

Das ist natürlich störend, da schlecht kontrollierbar. Aber vielleicht gibt es dann ja auch bald "Netzfilter", um die Zeitungs-Stiftungen zu "schützen" und unzertifizierte Nachrichtenlieferanten werden durch ein Stopp-Schild geblockt, um den User zu "schützen".

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Adran 23.09.2009, 20:13
3. Zaaln wat het waarde is..

Zitat von OlafKoeln
Es geht nicht um die Rettung des "Qualitätsblattjournalismus", sondern um die Rettung des "Amtsblattjournalismus". Das waren noch Zeiten, als die Medien von wenigen Verlagen kontrolliert wurden (so wie heute noch der Flensburger SHZ-Verlag, der mal eben per Order di Mufti die Chefradaktionen dazu verdonnert, nicht weiter in nennenswerten Umfang über freie Wähler und Piratenpartei zu berichten, oder der Kölner Stadtanzeiger, welcher "Meinungsbildend" ist). Heute kann jeder - Dank dem Internet und Googles News-Aggregator - Zahlreiche Meinungen/Nachrichten lesen/verfolgen oder durch Blogs und Homepages mit wenigen Clicks selber Nachrichtenlieferant werden. Das ist natürlich störend, da schlecht kontrollierbar. Aber vielleicht gibt es dann ja auch bald "Netzfilter", um die Zeitungs-Stiftungen zu "schützen" und unzertifizierte Nachrichtenlieferanten werden durch ein Stopp-Schild geblockt, um den User zu "schützen".
100% dacord!
Eigentlich aus der Seele gesprochen ;)

Für DPA/Reuters abtipperei, oder tendezielle Berichterstaatung wie bei Bld oder Spon immer öfter zu beobachten, sollte man das Zahlen, was es wert ist..

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kbroenner 23.09.2009, 20:28
4. Die SPD und die Hilfe für den Journalismus

Wieder einmal eine der vielen hohlen, unhaltbaren Phrasen von Seiten der SPD!
Man müsste doch vor allen Dingen einmal hergehen und unsere Öffentlich-Rechtlichen auf das richtige Maß zurecht stutzen - denn deren Internet-Wahnsinn wird immer noch nicht kontrolliert. Man tut und lässt, was man will!
Und hier findet man doch schon wieder eines der Übel, die dem Qualitäts-Journalismus bereitet werden!
Internet-Angebote, die mit Zwangsgebühren finanziert werden, ungewollte und ....... Internet-Radiostationen, für die ebenfalls kräftig abkassiert wird.
Und alle freien, privaten Medien müssen schauen, wie sie über die Runden kommen.
Was uns in Zeiten des Wahlkampfs an hirnrissigen Vorschlägen zu Ohren oder vor die Augen kommt, ist langsam schon bedenklich.
Nein, ich werde weiter meine Printmedien behalten und mich zusätzlich - weil einfach oft schneller - übers Internet informieren. Und hoffe, dass unsere privaten Medien auch bald den Aufschwung zu spüren und damit wieder mehr Inserenten bekommen.
Ein Hoch auf die freie Presse, die uns noch ein Stück Demokratie rettet - denn vom Regierungsfunk ÖR und der SPD kann man das nicht immer behaupten!

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jesses13 23.09.2009, 20:57
5. Die ewig alten, tödlichen Ideen

Die Linken wollen IMMER die Vergangenehiet subventionieren. Solange bis alle Pleite sind und danach die Hälfte tot.

So wie es bei den Rechten immer die Ausländer sind.

Nur die, die´s wirklich sind, die sind´s nie: sie selbst.

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wendelin land 23.09.2009, 21:24
6. Besitz oder Teilhaberschaft verpflichtet!

Bei all den Beteiligungen und Anteilen der SPD and der deutschen Presselandschaft - kein Wunder!

Da bleibt mir nur noch mit dem Kopf zu schütteln denn das ist ja wie hier merhfach erwähnt nicht die einzige Schwachstelle des Plans!

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BitteGebenSieIhreDatenEin 23.09.2009, 21:53
7. Ihr seit sowas von Vergangenheit

Zitat von Adran
100% dacord! Eigentlich aus der Seele gesprochen ;) Für DPA/Reuters abtipperei, oder tendezielle Berichterstaatung wie bei Bld oder Spon immer öfter zu beobachten, sollte man das Zahlen, was es wert ist..
100% Zustimmung zur Zustimmung.

Ich nehme an die Internetausdrucker haben angefangen sich selbst googeln zu lassen und was sie fanden war eine unbehagliche Meinungsvielfalt. Jetzt möchte die SPD die sterbenden Dinosaurier der Hofberichterstattung retten.

SPD ihr seit sowas von Vergangenheit.

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berlinerin95 23.09.2009, 23:28
8. Pressefreiheit

Zitat von sysop
Kurz vor der Wahl schwingen sich die Sozialdemokraten zu Rettern des Qualitätsjournalismus auf. Es müsse Stiftungen geben, die diesen weiterhin garantieren, findet man bei der SPD. Und Steuererleichterungen als Hilfe für die Printpresse.
Und noch ein weiterer Rettungsplan. Nach Banken, Autoindustrie usw. ist nun die Presse dran. Und die sie rettenden Stiftungen halten sich ja bei diesem durch sie subventionierten Qualitätsjournalismus vollkommen raus. Finanzielle Abhängigkeit und Freiheit beeinflussen sich aber leider gegenseitig.

Gruß
Berlinerin

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peter hammer 24.09.2009, 00:35
9. Di neuhe Awandgart...

Zitat von BitteGebenSieIhreDatenEin
SPD ihr seit sowas von Vergangenheit.
In der Gegenwart ist die korrekte Schreibweise jedenfalls "seid".

Die größten Fans des ach so erfreulich "textlastigen" Mediums Internet sind häufig üble Stammler. Woher kommt's nur?

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