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Stirbt das Buch?

Wird die Digitalisierung die Literaturbranche im gleichen Maße treffen, wie es Musik- und Filmindustrie erleben mussten? Oder spielt der Buchmarkt nach anderen Regeln?

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tanni95 25.10.2009, 09:16
1260. Genau...

Zitat von oOLittleOo
Also ich selber finde Bücher, die aus Holz angefertigt wurden persönlich besser, denn jedesmal liebe ich den Geruch von neuen Büchern und ich finde es halt besser selber zu blättern anstatt mit Knöpfen auf dem EBook nach links oder rechts umzuschalten. Man btw. ich fühle mich wohler mit Büchern. Aber wenn ich das anders betrachte, dann ist die Idee mit den EBook`s gar nicht so schlecht, denn dadurch werden auch wieder weniger Bäume gefällt und man schohnt somit die gute Natur.
...vor allem wenn man bedenkt, dass der ganze Amazonas-Urwald (die Lunge der Welt) abgeholzt wird, nur damit wir hier Bücher in unsere Wohnzimmer stellen können.

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Handyfuchs 25.10.2009, 13:05
1261. In Sachen Bücher...

Gut, die Abholzung der Wälder zwecks Bücher ist natürlich ganz schlecht. Aber es gibt auch umweltfreundliches Papier. Nur sterben wird das Medium Buch nicht. Denn es wird auch von Computern nicht ersetzt werden können. Wer schon längere Texte auf einem PC-Monitor gelesen hat, weiss von was ich spreche. Allerdings werden Tageszeitungen mit relativ kurzen Texten irgendwann verschwinden, denn da ist der Computer unschlagbar.

Gruß Manfred

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rumsfallera 25.10.2009, 14:06
1262.

Zitat von Handyfuchs
Denn es wird auch von Computern nicht ersetzt werden können. Wer schon längere Texte auf einem PC-Monitor gelesen hat, weiss von was ich spreche. Gruß Manfred
Abwarten, bei eBookreadern gibt es schon kaum einen Unterschied beim Lesekomfort zu den gedruckten Ausgaben und die PC-Monitore werden nachziehen.

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RogueFive 25.10.2009, 17:49
1263. Im Gegenteil

Zitat von narovon
Gerade bei Fachliteratur ist das gute alte Buch aus meiner Sicht unersetzlich. Man kann anstreichen, Zettel reinlegen, die man beschriftet, schnell mal eine Stelle nachschlagen ("wo war das noch" ...) - klar, grundsätzlich geht das alles auch mit der elektronischen Version, aber "indirekter" und viel langsamer und umständlicher.
Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur widersprechen. Lesezeichen kann man mit einem Tastendruck anlegen, direkte Suche, Querverweise und Artikel aus dem Inhalts- oder Stichwortverzeichnis anspringen dauert alles nur ein Augenzwinkern.
Der technische Kerndokumentation der Software, fuer die ich verantwortlch bin, umfasst schon 2000 Seiten (im fast-A4 Format), dazu kommt jede Menge Sekundaerliteratur. Die Ordner wuerde ich mir ungern jedes Mal ins Gepeack stecken muessen.
Dazu kommt die Aktualisierung ... allein unsere Doku wird mindestens alle 6 Monate neu veroeffentlicht. Das Ausdrucken der PDFs wuerde jede Menge Baeume umbringen. Nein danke.

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durch blick 29.10.2009, 21:58
1264. Ich sehe das differenzierter

Im Fachbuchbereich und für Dokumentationen ist das Ebook praktischer. Literatur werde ich immer in Buchform vorziehen.
Wenn ich so mitbekomme wie man Kunden so mir nichts dir nichts gekaufte Literatur vom Ebook löscht, nur weil da plötzlich Urheberquerelen entstehen, na Danke auch. Das Buch habe ich als Hardware mitgenommen und da löscht keiner mehr was, außer die Feuerwehr wenn das Haus abbrennt. Deswegen denke ich dass auf dauer beides in Koexistenz am Markt vorhanden sein wird. Dieses Lobbyuntergangsgeschrei geht mir ganz gewaltig auf den Kecks. Wäre angebracht diesem Gierneurotischen Pack mal etwas die Medienaufmerksamkeit zu entziehen. Da gibt es wirklich wichtigeres als dauernd deren Verlustgejammer, Jammern gehört zum Geschäft, herum zu Posaunen. Die nagen ja alle sooo am Hungertuch, da müssen doch glatt die Unterernährten afrikanischen Kinder ihr bischen Nahrung noch mit ihnen Teilen.

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semper fi 29.10.2009, 22:07
1265.

Zitat von durch blick
Im Fachbuchbereich und für Dokumentationen ist das Ebook praktischer. Literatur werde ich immer in Buchform vorziehen. Wenn ich so mitbekomme wie man Kunden so mir nichts dir nichts gekaufte Literatur vom Ebook löscht, nur weil da plötzlich Urheberquerelen entstehen, na Danke auch. Das Buch habe ich als Hardware mitgenommen und da löscht keiner mehr was, außer die Feuerwehr wenn das Haus abbrennt. Deswegen denke ich dass auf dauer beides in Koexistenz am Markt vorhanden sein wird.
Bis hierher war das richtig gut.
Aber dann das hier ->

Zitat von
Dieses Lobbyuntergangsgeschrei geht mir ganz gewaltig auf den Kecks. Wäre angebracht diesem Gierneurotischen Pack mal etwas die Medienaufmerksamkeit zu entziehen. Da gibt es wirklich wichtigeres als dauernd deren Verlustgejammer, Jammern gehört zum Geschäft, herum zu Posaunen. Die nagen ja alle sooo am Hungertuch, da müssen doch glatt die Unterernährten afrikanischen Kinder ihr bischen Nahrung noch mit ihnen Teilen.
-> verstehe ich nicht. Wer schreit "Untergang"? Welche Lobby?
Irgendwie ein bisschen daneben, neben dem Thema auf jeden Fall.

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DoktorMS 30.10.2009, 00:16
1266.

Zitat von RogueFive
Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur widersprechen. Lesezeichen kann man mit einem Tastendruck anlegen, direkte Suche, Querverweise und Artikel aus dem Inhalts- oder Stichwortverzeichnis anspringen dauert alles nur ein Augenzwinkern. Der technische Kerndokumentation der Software, fuer die ich verantwortlch bin, umfasst schon 2000 Seiten (im fast-A4 Format), dazu kommt jede Menge Sekundaerliteratur. Die Ordner wuerde ich mir ungern jedes Mal ins Gepeack stecken muessen. Dazu kommt die Aktualisierung ... allein unsere Doku wird mindestens alle 6 Monate neu veroeffentlicht. Das Ausdrucken der PDFs wuerde jede Menge Baeume umbringen. Nein danke.
Geschwindigkeit kann aber auch zum reinen Selbstzweck werden. Wenn ich in einem Fachbuch eine bestimmte Grafik suche (die irgendwo stehen muss, das habe ich noch in meinem ganz persönlichen Index (meinem Gehirn) gespeichert), dann finde ich gar nicht so selten bei dieser Suche andere interessante Stellen.

Querverweise "erziehen" zum Verfolgen bereits vorgegebener Pfade durch einen Text. Und sie verführen zum Springen durch einen Text. Eine echte Auseinandersetzung mit einem Text ist so nicht möglich.

Selbst Quelltexte drucke ich noch aus, denn bewaffnet mit dem Ausdruck und einem Stift kann ich so viel mehr erkennen und überprüfen, als auf jedem Bildschirm.

Ein Bildband über Australien, ein bereits vergriffenes und in Würde gealtertes Fachbuch der Informatik, ..., darin stecken viel mehr Informationen und Emotionen und Erinnerungen als in jedem "billigen" Reader-Abklatsch.

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Auriana 30.10.2009, 07:35
1267.

Zitat von durch blick
Im Fachbuchbereich und für Dokumentationen ist das Ebook praktischer. Literatur werde ich immer in Buchform vorziehen.
Ich sehe es ähnlich wie Sie. Als Student hätte ich ein EBook zur fachlichen Literatursuche bevorzugt. Es hätte lange Wartelisten verhindert und würde die Suche nach Querverweisen erleichtern. Allerdings bis dahingehend genügend Literatur als EBook verfügbar ist und auch ein einheitliches Format vorliegt, wird es noch etwas Zeit brauchen. Fraglich ist dann auch ob Klassiker der Fachliteratur (unter Botanikern z.B. Troll)oder seltene Bücher dann ebenfalls als EBooks vorhanden wären.

Als "Entspannungsleser", sei es Sachliteratur oder Belletristik bevorzuge ich jedoch weiterhin das gebundene Buch. Das Rascheln des Papiers, der Geruch des Buches und die Gemütlichkeit die ein Buch auslöst, kann nicht durch ein EBook aufgefangen werden. Als "Viel-Leser" mit 3 Büchern pro Woche möchte ich weiterhin lieber das Buch selber blättern.

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durch blick 30.10.2009, 13:58
1268. @semper

Zitat von semper fi
-> verstehe ich nicht. Wer schreit "Untergang"? Welche Lobby? Irgendwie ein bisschen daneben, neben dem Thema auf jeden Fall.
Mag ja sein. Ist da nicht schon ganz Arg das Zähneklappern zu höhren. Überall läuft doch die Diskussion wohin die Reise geht. Dieser Themenstrang lässt sich doch wunderbar auswerten
;-).
Also doch nicht so ganz am Thema vorbei?

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HumanRight 01.11.2009, 21:45
1269.

Ich kann es mir persönlich nicht recht vorstellen ein Ebook zu lesen, das Altbewährte ist bei mir immer noch der Renner.

Man weiß aber nie was die Zeit bringt.
Die Ebooks - allgemein alles Technische - werden qualitativ hochwertiger, sodass man in naher Zukunft kein Unterschied mehr zwischen Buch und Ebool "sehen" wird.

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