Forum: Netzwelt
Streit mit Verlagen: Gericht weist Klage gegen App der "Tagesschau" ab
DPA

Die "Tagesschau" darf ihre Nachrichten auch in einer App für Smartphones anbieten. Das Oberlandesgericht Köln hat eine Klage von Zeitungsverlegern gegen das Angebot der öffentlich-rechten Sender abgelehnt.

Seite 1 von 2
reutter 20.12.2013, 14:05
1. Was soll das?

Wenn ich mit meinen Gebühren zur Produktion u.a. der Tagesschau beitrage, dann will ich sie auch - auf welchem Medium und wann auch immer - kostenlos sehen können, verdammt noch mal!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mit66jahren 20.12.2013, 14:11
2. Grundversorgungsauftrag gilt auch für Smartphone

Rundfunkbeiträge zu entrichten, ist für alle Haushalte Pflicht. Die Gebühren sind nicht mehr wie früher an bestimmte Geräte gebunden. Daraus kann man eine Pflicht für die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten ableiten, Smartphones optimal zu bedienen. Mediale Inhalte werden über Apps zügiger widergegeben als über den Browser eines Smartphones. Dass Familien gemeinsam vor dem Fernsehapparat sitzen, dürfte nicht mehr die Regel sein. Unterschiedliche Altersgruppen haben eigene Vorstellungen über eine sinnvolle Freizeitgestaltung, zu medialen Inhalten und zu Wiedergabegeräten. Jugendliche tragen fast ständig ihr Smartphone bei sich. Mit dem Grundversorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sehe ich diese in der Pflicht, die "Tagesschau" auch auf dem Smartphone gut empfangbar zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blurps11 20.12.2013, 15:04
3.

Zitat von mit66jahren
Rundfunkbeiträge zu entrichten, ist für alle Haushalte Pflicht. Die Gebühren sind nicht mehr wie früher an bestimmte Geräte gebunden. Daraus kann man eine Pflicht für die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten ableiten, Smartphones optimal zu bedienen.[...]Mit dem Grundversorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sehe ich diese in der Pflicht, die "Tagesschau" auch auf dem Smartphone gut empfangbar zu machen.
ARD und ZDF würden ihnen auch liebend gerne sämtliche Inhalte auf alle möglichen Endgeräte liefern.
Einfach mal wenigstens den Teaser des Artikels lesen, wer genau das NICHT möchte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pylas 20.12.2013, 15:06
4. optional

Nach dem Leistungsschutzrecht nun erneut ein kläglicher Versuch der Verlage, ihre davonschwimmenden Felle zu retten. Erbärmlich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hschmitter 20.12.2013, 15:15
5. Mir wäre lieber, ein Gericht

würde mal die Unzahl an ÖR-Sendern und deren Inhalte hinterfragen. Wenn dann die aus meinen Augen folgerichtige Entscheidung, herauskäme, 2-5 Sender seien ausreichend, diese dürften nur 5 Euro/Monat kosten und müssen ALLE Inhalte für ALLE Geräte bereitstellen, blieben pro Haushalt 13 Euro, die sicher zum Teil in den privaten Medienkonsum fließen würden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hschmitter 20.12.2013, 15:20
6. Falsch

Zitat von blurps11
ARD und ZDF würden ihnen auch liebend gerne sämtliche Inhalte auf alle möglichen Endgeräte liefern. Einfach mal wenigstens den Teaser des Artikels lesen, wer genau das NICHT möchte...
Anfragen beantworten ARD/ZDF stereotyp mit "lizenzrechtlichen" Gründen. Fragt sich nur, warum im Gegensatz zur ARD z.B. arte eine Mediathek aufweist, bei der außer einigen Spielfilmen alles für 7 Tage verfügbar ist. Das würde nach Ihrer Logik nicht funktionieren. Mir drängt sich eher der Gedanke auf, daß ARD/ZDF noch nicht einmal bemrkt haben, daß Internet ihre Zukunft bedeutet: jeder kann das, was er bezahlt hat, dann sehen, wann er möchte und nicht dann, wann ARD und ZDF denken, man solle es sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaksonen 20.12.2013, 15:35
7. Vielleicht ...

Zitat von hschmitter
würde mal die Unzahl an ÖR-Sendern und deren Inhalte hinterfragen. Wenn dann die aus meinen Augen folgerichtige Entscheidung, herauskäme, 2-5 Sender seien ausreichend, diese dürften nur 5 Euro/Monat kosten und müssen ALLE Inhalte für ALLE Geräte bereitstellen, blieben pro Haushalt 13 Euro, die sicher zum Teil in den privaten Medienkonsum fließen würden.
... sollte man dann auch hinterfragen, welchen Anteil die privaten Sender an Ihrem Rechnungsbetrag an der Supermarktkasse einstreichen für den Schrott, den sie täglich produzieren!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
redspot 20.12.2013, 15:36
8.

Zitat von pylas
Nach dem Leistungsschutzrecht nun erneut ein kläglicher Versuch der Verlage, ihre davonschwimmenden Felle zu retten. Erbärmlich!
Die Verlage leben vom Verkauf ihrer Zeitschriften oder müssen sonstwie ihr Internetangebot finanzieren. Die ÖR leben dagegen glänzend von öffentlichen Geldern (aka Zwangssteuer). Das ist staatlich subventionierte Konkurrenz.
Wem die Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft egal sind, kann natürlich drauf pfeifen, ist klar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
J.Corey 20.12.2013, 15:47
9. So werden vom ÖR Arbeitsplätze vernichtet

Natürlich wehren sich die Verlage, die müssen nämlich mit den Einnahmen zurecht kommen, die sie selbst erwirtschaften. Der öffentliche Rundfunk hingegen greift den Bürger willkürlich in die Tage um dann in Medien aktiv zu werden die mit Rundfunk nichts zu tun haben und deren Inhalt weit über eine neutrale Grundversorgung hinausgeht. Damit das klappt werden die Gebühren regelmäßig erhöht und letztlich werden damit althergebrachte Medienunternehmen durch die ÖR in den finanziellen Ruin getrieben. So führen unsere Beiträge dann nicht nur zu einheitlichen Staatsmedien, sondern zu zahlreichen Arbeitslosen (direkt in den Medienunternehmen, aber auch in den angrenzenden Branchen) und damit weiterer Belastung der Sozialkassen. Grundversorgung in der Realität!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2