Forum: Netzwelt
Streit um IP-Adressen: Datenschützer legt sich mit Web-Werbern an

Keine Google-Anzeigen, weg mit dem Zählpixel: Niedersachsens Datenschützer rüttelt an den Grundfesten der Online-Wirtschaft - und will die Weitergabe von IP-Adressen erschweren. Sollte er sich durchsetzen, wäre es mit Internet-Werbung erstmal vorbei.

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roterschwadron 22.02.2011, 15:53
1. da versucht einer, zu DENKEN?

Zitat von sysop
Keine Google-Anzeigen, weg mit dem Zählpixel: Niedersachsens Datenschützer rüttelt an den Grundfesten der Online-Wirtschaft - und will die Weitergabe von IP-Adressen erschweren. Sollte er sich durchsetzen, wäre es mit Internet-Werbung erstmal vorbei.
Wird in der Bananenrepublik wohl nicht lange dauern, bis der Herr "aus gesundheitlichen Gründen" von seinem schweren Amt "entbunden" wird...

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beobachter1960 22.02.2011, 15:59
2. .

In Ordnung, Datenschutz hin oder her. Aber hier vergallopiert man sich gewaltig. Gut, nehmen wir Deutschland am Besten vom Netz, schalten auch Mobiltelefone ab und fragen uns dann wieso der Staat für sich den elektronischen Ausweis einführen darf.

Ich meine, irgendwie müssen sich die Anbieter von Informationen ja refinanzieren, und bei mir werden alle Cookies nach Ende meiner Surfaktionen gelöscht.
Die IP muß so oder so irgendwo gespeichert werden, sonst funktioniert alles nicht.

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Frederik72 22.02.2011, 16:06
3. ...

solange die Herausgabe der persönlichen Daten zu einer IP Adresse (außer durch Gerichtsbeschluss) gesperrt bleibt, bleibt auch der Datenschutz gewahrt.
Der Herr Datenschützer übertreibt ein wenig.

Oder müssen wir jetzt demnächst auch unsere Einverständniserklärung abgeben bevor wir einen durch Kameras überwachten öffentlichen Bereich betreten ?

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csterneck 22.02.2011, 16:06
4. und...

die gerichte haben eh kaum was zu tun, deswegen mal mit solch einem quatsch dieses beschäftigen.

ohjeee... wohin soll das denn mit dem "datenschutz" noch führen? demnächst muss ich wohl mit maske raus, damit ich nicht erkannt werde und meine wohnung/mein auto, mit zugeordnet werden kann. die strasse und die hausnummer?! HILFE!
warum ist deutschland nur so ängstlich in sachen datenschutz?! deutschland - jammerland.

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terra 22.02.2011, 16:06
5. IVW Problematik seit 2009 bekannt

Hallo,
Das letzte mal stand ich mit dem Niedersaechsischen Datenschutzebauftragten im September in 2009 in Kontakt. Damals ging es um Google Analytics und wie schon auf meinen Blog Websalon habe ich angemerkt, dass es bedenklich ist, dass man Google Analytics vorgeht, nicht aber gegen das IVW-Verfahren. damals erlaeuterte ich auch die Hintergruende.
Men Verdacht war, dass man sich lieber mit Google anlegt (da es Werbewirksam ist fuer die Datenschuetzter), nicht jedoch mit der IVW (wo man dann auch gleich die gesamte deutsche Zeitungslandschaft gegen sich hat).

Der aktuelle Artikel zeigt zwei Dinge:
- Der Datenschuetzer geht (noch) nicht direkt gegen IVW vor, sondern erstmal gegen Forenbetreiber. Aber die "Botschaft" scheint angekommen, am Ende ist es ein Warnschuss gegen die IVW. Das nach nun mind. 2 Jahren die Datenschuetzter das endlich mal tun, ist auf jeden Fall von Vorteil. Jeder - Google, IVW, etc - brauchen vernueftige Planungsgrundlagen fuer ihre Arbeit, dazu gehoert auch ein rechtlicher Rahmen. Die nicht zu haben schadet der Werbeindustrie am Ende viel mehr.

- Der Ton der Artikel zu dem Thema veraendert sich. Solange es gegen Google ging, bekam man auch in ARtikeln den Eindruck das Google der boese ist. Jetzt ist der GRundtenor "Datenschuetzter legt sich mit Web Werbern an" und die gesamte Internet Werbeindustrie waere gefaehrdet und damit auch Angebote wie Spiegel Online.

Ach a, die aktuelle Cookie-Story erstaunt mich nicht. Als ich damals mit den Nds. Datenschutzbeauftragten mailte, lehnte dieser Google Analytics ab. Aber auf der Webseite des Datenschutzbeauftragten kam Google Analytics zum Einsatz. Das wurde aber dann korrigiert.

Gruesse

Frank Simon

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felisconcolor 22.02.2011, 16:08
6. ...

Da wird der ganze Streit wieder auf dem Rücken der kleinen Anbieter ausgetragen.
Ist eine IP Adresse ein personenbezogenes Datum oder ist es nicht?
Solange das nicht anschliessend geklärt ist, kann man kleinen Webseitenbetreibern keinen Strick draus drehen.

Aber darum geht es doch garnicht.
Man kann Werbung und sonstige (in meinen Augen überflüssige) Dinge auch anders im Netz realisieren, ohne jeweils immer gleich nach einer wie auch immer gearteten nichts sagenden Statistik zu jabbeln.
Nur dann würden die grossen Anbieter ja keine Kasse mehr machen.
Aber an die traut sich ja keiner heran.
Also erzeugt man Druck von unten. Sagt kleinen Anbietern was du tust ist Unrecht (nicht geklärt) also lass es.
Schade das die Datenschutzbeauftragten so den kleinen Betreibern in den Rücken fallen.

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fremen 22.02.2011, 16:22
7. IP-Adressen

Am besten die Weitergabe von IP-Adressen generell verbieten. Sind ja total sensible Daten, kann ja jedes Unternehmen sofort auf den zweiten Vornamen der Großmutter des Anschlussinhabers zurückführen. Man man.
Eine tolle Alternative wäre doch ein Bundes-VPN. Dann sind wir endlich sicher. Dann haben die ganzen bösen privaten Unternehmen unsere Daten nicht mehr. Man hört da ja die schlimmsten Sachen, die passieren. Am laufenden Band. Wieviele Leute schon ruiniert wurden, weil sie ihre IP-Adresse auf spiegel.de preisgaben! Und mit dem Bundes-VPN hat dann nur der gute Vater Staat Zugriff. Das ist viel sicherer und keineswegs bedenklich. Denn wer nichts böses tut, der hat ja auch gar nichts zubefürchten. Vom Staat.

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sverris 22.02.2011, 16:38
8. ....

Zitat von felisconcolor
Da wird der ganze Streit wieder auf dem Rücken der kleinen Anbieter ausgetragen. Ist eine IP Adresse ein personenbezogenes Datum oder ist es nicht? Solange das nicht anschliessend geklärt ist, kann man kleinen Webseitenbetreibern keinen Strick draus drehen. Aber darum geht es doch garnicht. Man kann Werbung und sonstige (in meinen Augen überflüssige) Dinge auch anders im Netz realisieren, ohne jeweils immer gleich nach einer wie auch immer gearteten nichts sagenden Statistik zu jabbeln. Nur dann würden die grossen Anbieter ja keine Kasse mehr machen. Aber an die traut sich ja keiner heran. Also erzeugt man Druck von unten. Sagt kleinen Anbietern was du tust ist Unrecht (nicht geklärt) also lass es. Schade das die Datenschutzbeauftragten so den kleinen Betreibern in den Rücken fallen.
es geht gegen den forenbetreiber, weil er der serviceanbieter ist, ueber den die kundendaten erhoben werden. das muss man dem datenschuetzer nicht ankreiden, er hat halt etwas zuviel ermessensraum, und er muss von rechtswegen beschwerden nachgehen...

soll halt mal jemand in karlsruhe einen grossen prozess anstrengen, dann wird es klarheit geben.

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Fackus 22.02.2011, 16:38
9. na endlich

die Frage ist zwar obs was bringt - aber immerhin ists mal ein Schuß in die richtige Richtung.
Das Internet hat ein Kanal zur anonymen Datenübertragung zu sein und sonst nichts. Geschäftemacherei hat da nichts zu suchen und jede Maßnahme zu deren Erschwerung ist zu begrüssen.

Da hör ich sie schon jammern: Dann sind alle die tollen Dienste nicht mehr finanzierbar.
Ja und?
Was bleibt, wird genügen. Wikipedia braucht auch keine Reklame.

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