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Streit um Kaspersky: "Unser einziger Fehler ist, dass wir eine russische Firma sind"
Kaspersky

Kein leichter Job: Kasperskys neue Europa-Chefin Ilijana Vavan spricht über den Spionageverdacht gegen den Antivirensoftware-Hersteller - und fordert, dass schon Schüler lernen, sich vor Angriffen zu schützen.

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djchrisi 27.02.2018, 15:23
1.

Experten nutzen eh keine Antivirensoftware sonder kümmern sich lieber darum, Updates einzuspielen. Das beweist auch eine Umfrage unter Experten und nicht-Experten von Google:
https://security.googleblog.com/2015/07/new-research-comparing-how-security.html
Deshalb sprechen die wirklichen Nerds auch von der Schlangenölbranche.

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zardoz77 27.02.2018, 15:44
2. Open Source

Ich trau Kaspersky auch nicht. Es gibt genug Alternativen und nur OpenSource ist wirklich sicher (auch wenn dort Hacker sich auch schön drin umgucken können). Aber lieber so als geschlossen und geheim. Ich versuche möglichst nix aus Russland, der Türkei oder China einzukaufen.

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hardy_knorrig 27.02.2018, 15:51
3. Vertrauenswürdigkeit von Kaspersky

Wenn es um diese geht, bewerte ich weniger die Einlassungen des US-Heimatschutzes, als vielmehr die Anzahl der Zeitpunkte in den letzten Jahren, in welchen es die Kaspersky Labs waren, die Schadsoftware entdeckten und öffentlich machten. Und während eine Kooperation von Kaspersky mit der russischen Regierung bisher nur ein Gerücht us-amerikanischer Herkunft ist, so sind die zahlreichen Kooperationen, von eben us-amerikanischen Unternehmen mit NSA und Co, mehr als hinreichend bekannt. SPON hat ja hinreichend darüber berichtet. Auch waren es anscheinend eher nicht die Russen, welche Merkels Handy oder das EU Parlament oder gleich die ganze Bundesrepublik abgehört haben. In einem Spannungsfeld, das aus Unsicherheit allerorten besteht, erscheint Kaspersky noch als rationale Produktentscheidung. Deswegen kommt Kaspersky auch in unserer IT zum Einsatz.

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fvaderno 27.02.2018, 15:57
4. Die Konsequenz der Überwachung durch den russischen Staat ...

... lässt einen berechtigten Zweifel an der Unabhängigkeit von Kaspersky zu! Konzerne neigen immer dazu, durch gute Rhetorik das Vertrauen von Kunden zu gewinnen oder zu erhalten. Im Falle von (ausnahmsweise) wahrheitsgemäßer Information von Seiten der Industrie ist es für Verbraucher sehr schwer oder vielleicht sogar möglicherweise unmöglich den Gehalt an Wahrheit zu erkennen oder gar zu überprüfen. Russland ist sicher eines der führenden Länder in Bezug auf Überwachung von Firmen und privater Kommunikation. Warum sollten Putins Schergen sich ausgerechnet die Möglichkeit entgehen lassen, Zugriff auf eine solch riesige Menge an Daten aus dem Westen zu haben.

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hmueller0 27.02.2018, 16:00
5. @1

Zitat von djchrisi
Experten nutzen eh keine Antivirensoftware sonder kümmern sich lieber darum, Updates einzuspielen. Das beweist auch eine Umfrage unter Experten und nicht-Experten von Google: https://security.googleblog.com/2015/07/new-research-comparing-how-security.html Deshalb sprechen die wirklichen Nerds auch von der Schlangenölbranche.
Haben Sie die verlinkte Umfrage überhaupt gelesen oder nur nicht verstanden? Da steht nicht dass die Experten kein AV (Virenschutz) einsetzen, sondern dass es bei der Vielzahl von Abwehrmaßnahmen nicht unter den top3 ist. Auf der anderen Seite halten bei den selben Experten wohl nur 35% das Einspielen von Updates für sehr wichtig, was man auch hinterfragen könnte.
Kurz: Updates ja, die können aber maximal bekannte Lücken stopfen. Außerdem müssen die zumindest bei Unternehmen erstmal vorher getestet werden, bevor sie überall verteilt werden. Davon abgesehen gibt es auch Lücken, die keine sind - sprich - Jemand führt ein schädliches Programm "absichtlich" aus (zB weil er dachte es wäre etwas anderes) - da schützt auch kein Update. Der Begriff "Virenscanner" wird ja ohnehin meist falsch verwendet, weil heutzutage i.d.Regel es kein normaler Virenscanner ist (der evtl. 60-70% erkennt), sondern noch zusätliche Schutz- und Analysefunktionen. Kurz: Wenn Sie die Nerds mit Undercut, Bart und Hornbrille meinen - dann mag ihre Aussage stimmen. Sonst: nein.

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Tante_Frieda 27.02.2018, 16:00
6. Freunde

Vor Tagen war zu lesen,dass die amerikanische Regierung vor dem Gebrauch von Huawei-Smartphones warnt.Begründung:Die chinesische Regierung könnte diese Firma instrumentalisieren,um Amerikaner auszuspionieren.Vielleicht ist die NSA auch nur (noch) nicht in der Lage,die diversen Keys von Huawei zu entschlüsseln und rät deshalb vor dem Kauf ab.Natürlich könnte auch die russische Regierung versucht sein,via Antivirensoftware an Informationen aus dem Westen zu kommen.Seien wir ehrlich:Als Verbraucherinnen und Verbraucher wissen wir es nicht.Was wir allerdings seit Mr.Snowden wissen,ist,dass die Freunde von der NSA in Deutschland prominent mit gleich mehreren Abhörzentren vertreten sind.Dabei geht es natürlich,das wissen auch alle,nie um Wirtschafts- oder politische Spionage,sondern lediglich um die Bekämpfung des Terrorismus...

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timobyl 27.02.2018, 16:05
7.

@djchrisi Sie sollten sich den von ihnen gelinkten Artikel vielleicht noch einmal durchlesen.

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nebauer1971 27.02.2018, 16:08
8.

Bei ihrem ersten Computer handelt es sich wahrscheinlich um den Spectrum von Sinclair. Das würde auch zeitlich Sinn ergeben. Mir ist jedoch kein Computerhersteller namens Spectrum bekannt.

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rjsedv 27.02.2018, 16:12
9. Gütesiegel durch die USA

Ich finde auch die Kritik der USA geradezu als Gütesiegel. Denn offensichtlich haben Sie Probleme, die eigenen Spionage- und Schadsoftware an den Kaspersky-Systemen vorbei zu kommen. Und wie schon ein Vorredner angesprochen hat, haben Kaspersky-Labs über die letzten Jahre ziemlich viele Angriffe als erstes mitbekommen und gegengesteuert.

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