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Streit um Netzaufbau: Bundesnetzagentur sieht 5G-Auktion bedroht
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Im Frühjahr sollen die Frequenzen für die neuen 5G-Mobilfunknetze versteigert werden. Doch die zuständige Behörde ist besorgt, eine geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes könnte sich negativ auswirken.

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ruediger 07.12.2018, 12:14
1.

Lokales Roaming wird bei den kleinen 5G Zellen der einzige Weg sein in absehbarer Zeit eine vernünftige Netzabdeckung hinzubekommen (und keinen Fleckenteppich wie heute, wo bei viel Grösseren Zellen selbst die beiden grossen Anbieter viele Lücken haben).
Wenn dadurch das Auktionsergebnis niedriger ausfällt, wird dadurch der Oligopol-(beinahe Monopol-) aufpreis den die Verbraucher sonst in der Zukunft bezahlen müssten kleiner, da es dann mehr als nur Vodafone und Telekom gibt, die ein wirklich bundesweites Netz haben.
Also überwiegen hier klar die gesamtwirtschaftlichen Vorteile.

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soisses007 07.12.2018, 12:31
2. Grundversorgung Mobilfunknetz - Anders Vorgehen

Warum baut nicht der Bund das 5G Netz im Rahmen der Grundversorgung komplett auf? Jetzt sollen die Netzbetreiber Milliarden für die Auktion zahlen und anschließend noch ihr eigenes Netz aufbauen. Das ist ein völlig irres Vorhaben. Am Ende haben wir drei unvollständige 5G Netze und alle streiten sich um die Vollversorgung. Außerdem werden bei 5G wesentlich mehr Basisstandorte benötigt und sind die Aufbaukosten und Betriebskosten deutlich höher.
Das ganze Vorhaben wird am Ende durch die überhöhten Gebühren vom Verbraucher gezahlt.
UND ICH benötige nicht drei löchrige 5G Netze, sondern ein möglichst vollständig ausgebautes Netz
und ein Vielzahl von Providern (Wettbewerb).
Im übrigen hat der Bund ja jetzt "gelernt" wie man Mobilfunknetz (BOS-Digitalfunk) für ganz Deutschland aufbaut und betreibt (BDBOS).

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Ronald Dae 07.12.2018, 12:40
3. Andere Länder machen es vor

Nicht mehr versteigern, sondern kostenlos zu Verfügung stellen. Dann haben wir alle was davon!

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Benjowi 07.12.2018, 12:57
4. Netze gehören in die Hand des Staates!

Genau richtig erkannt-Netze eignen sich ganz offensichtlich nicht zur Privatisierung, sondern sind Grundlagen der Daseinsvorsorge jetzt und für die Zukunft und damit Staatsangelegenheit. Das zeigt sowohl der Zustand des bestehenden Mobilfunknetzes, als auch der für eine Industrienation abenteuerliche Stand der Breitbandversorgung in diesem Lande ganz klar. Hier wurde zu Lasten der Zukunftsfähigkeit des Landes substantiell gepfuscht. Der Betrieb des Netzes kann gerne privatisiert werden-durch Mietgebühren bekäme man dann die durch die wegfallenden Auktionen fehlenden Erlöse trotzdem.

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Fkdu 07.12.2018, 13:28
5. Geldgier der Beamten.

Schon seit der letzte (4G) Versteigerung hätten wir perfekt versorgt sein können. Hätte man die Anbieter verpflichtet, die Millionen der Versteigerung in den Bau von Stationen in ländlichen, also unwirtschaftlichen, Gegenden zu Bauen, wären diese schon längst versorgt. Stattdessen hat der Staat das Geld eingesackt und in die Versorgung der Beamten und der Politiker gesteckt. Jetzt passiert das wieder. Deshalb sieht unsere Infastruktur aus, wie sie jetzt aussieht! Strassen? Im A....! Ebenso die Bahn, die Schulen, die Kindergärten, alles! Solange die Rechnung ist: Erst die Politik üppig versorgen dann die Beamten und was dann noch bleibt ist für das Volk, solange werden wir auch kein Netz in Dörfern haben!

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soisses007 07.12.2018, 14:06
6. 5G Grundversorgung - Der Bierdeckel - Masterplan

1. Der Bund "baut" ein 5G Netz auf (ASAP). Inlands Roaming ist überflüssig. BOSen (KRITIS) können zukünftig ebenfalls dieses 5G Netz nutzen!
2. Die zukünftigen Provider (Telekom, Vodafone, Telefonica) zahlen eine Eintrittssumme für die zukünftige Nutzung des 5G Netzes und steuern so ihren Anteil für die Aufbaukosten bei.
3. Die jährlichen Betriebs-/Ausbaukosten des Bundes werden auf alle Provider umgelegt. Eine Schiedskommission (Bund, Provider, BNA...) entscheidet über den Ausbau und überwacht die Kosten (Controlling).
4. Die Provider bieten nach eigenem Leistungsvermögen Sprach- und Datendienste dem Endkunden an.
5. Ergebnis: ICH habe ein flächendeckendes 5G Mobilfunknetz und entscheide ob ich (und meine IOT's) das überhaupt brauche (Grins).

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dr.Ö 07.12.2018, 14:33
7. Grundversorgung...

Grundsicherung... und vieles mehr könnte der Deutsch Staat finanzieren, wenn er nur wollte.
Jedwede Grundlagenversorgung gehört in Staatshand. Sowohl Strom als auch Wasser, Gas und Telekommunikation aber auch Straßen und Schienen und alle anderen Arten der Infrastruktur.

Dieser ganze Privatisierungsirrsinn plündert nicht nur die Staatskassen aus, sondern zerstört auch die Gesellschaft.

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Stefan_Schmidt 07.12.2018, 15:06
8. Anreize schaffen für Roaming

Der Gesetzgeber sollte vorschreiben, dass Roaming zwischen den Betreibern entgeltpflichtig ist, mit Gebühren die die BNetzA reguliert. Für jeden o2-Kunden, der sich auf einem Telekom-Mast einbucht, muss o2 an die Telekom zahlen. Das bringt der Telekom Einnahmen und setzt einen Anreiz für o2, ausreichend eigene Masten aufzustellen. Daraus ergibt sich ganz von selbst ein Rennen der Anbieter um ein möglichst flächendeckendes Netz. Wo ist das Problem?

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rainerspielberg 07.12.2018, 15:09
9. Was soll den am Rooming so kompliziert sein?

Jeder Netzbetreiber stellt eh Rooming für eine grosse Anzahl von (ausländischen) Firmen bereit- wo sollen für 2-3 innländische die Mehrkosten herkommen?

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