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Streit um Online-Werbung: Bundesgerichtshof erklärt Adblocker für zulässig
DPA

Das Anbieten von Werbeblockern im Internet ist zulässig. Dieses Urteil hat am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet. Auch bei Newsangeboten im Netz darf die Werbung herausgefiltert werden.

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pauschaltourist 19.04.2018, 16:46
1.

Ohne Adblocker ist das Internet doch gar nicht mehr benutzbar.
Jede Webseite bombt die Besucher mit überbordender Werbung zu und das häufig auch noch animiert...

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fnord 19.04.2018, 16:48
2.

Wenn ich die Seite von Spiegel ohne Adblocker aufrufe, dann "springt" das Layout, weil es scheinbar keine fixen Definitionen für die DOMObjekte gibt. Das ist _mega_ nervig und allein schon ein Grund, einen Adblocker zu betreiben. Flash (zum Glück am Aussterben) und bewegter Content machen wir das Abschalten des Blockers auch nicht gerade schmackhaft. Haben Sie schon mal auf einem Microsoft Terminalserver über eine schwache Leitung versucht, eine Seite mit bewegten Bildern zu öffnen?

Wenn Werbung auf eine Art und Weise eingebunden würde, die nicht die Ladezeit einer Webseite teils verzehnfacht(!) wäre vermutlich niemand jemals auf die Idee gekommen, überhaupt einen Werbeblocker zu entwickeln. Und dann noch die unseeligen Tracker und Datenabgreiferei ... die Werber haben sich das alles mit ihrer Maßlosigkeit selbst zuzuschreiben (demnächst DGSVO, ich freu mich schon).

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tweakimp 19.04.2018, 16:50
3.

Warum sollte ich nicht selbst in der Hand haben dürfen, was auf meinem Bildschirm angezeigt wird? Wie kann man nur so dämlich argumentieren, ich kann ja auch in Werbepausen den Fernseher stumm schalten oder den Kanal wechseln. Wo soll denn ein Eingriff in die Pressefreiheit vorliegen? Die Redaktionen haben nur Angst, dass ihnen Einnahmequellen wegbrechen... Warum probieren die dann nicht ein anderes Modell anstatt zu klagen? Dass sich das mehr lohnt als etwas anderes zu erarbeiten ist in meinen Augen in klares Zeichen für eine schlecht geregelte Rechtsgrundlage.

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mainstreet 19.04.2018, 16:52
4. Spiegel Online funktioniert nicht

mit AdBlockerPlus. Es ist gut das sich dies wieder ändert denn Werbung unterdrücken ist nun erlaubt.
Vorübergehend kann man sich helfen indem man Spiegel Online bei AdBlockerPlus ausnimmt.
Bin mal sehr gespannt wie dies sich weiterentwickelt ??

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daggi.baehr 19.04.2018, 16:52
5.

Die Entscheidung ist richtig. Über das was auf meinem Rechner erscheint entscheide ich, niemand anderes. Leider ist die Werbung heutztage störend, nervend und entwickelt ein unangenehmenes Eigenleben. (gerade jetzt erscheint wieder eine Warnung über Cross-Site-Scritping). Daher erreicht Werbung bei mir genau das Gegenteil.

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Grummelchen321 19.04.2018, 16:53
6. dabeoi gibt es

durchaus möglichkeiten Werbund nicht so penetrant zu Gewinnzwecken einzusetzen.Stern und chip machen es vor.Man wird gefragt ob man bereit ist einen Spot anzusehen.Für Spon auch interessant.Jedenfall besser als wenn ein Fenster einfach aufgeht und wegen der extremen Lautstärke man regelrecht angebrüllt wird.

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H-Vollmilch 19.04.2018, 16:53
7.

Zitat von pauschaltourist
Ohne Adblocker ist das Internet doch gar nicht mehr benutzbar. Jede Webseite bombt die Besucher mit überbordender Werbung zu und das häufig auch noch animiert...
Dazu kommt das diese Werbung eben durchaus auch mal nicht ganz ungefährlich sein kann.
Berichte dazu gabs ja immer wieder.

Und Spon ist auch nicht ganz unschuldig was das s.g. "Nutzungserlebnis" angeht. Zeitweise verstümmeln diverse Werbeeinblendungen die ganze Seite und machen Spon unbenutzbar!
Da hilft nur die Werbung mit Gewalt abzuschalten.

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spon_nur_mit_adblocker 19.04.2018, 16:56
8. Adblocker? SPON ist das beste Beispiel, warum das notwendig ist

Ich surfe nur mit Adblocker. Seiten wie diese hier sind sonst unbenutzbar, der Lesefluss wird durch Werbung mehr als durchbrochen. Wenn ich sie zudem noch mit meinem Handy als Hotspot ansurfe, verbrauche ich Volumen: um die 90% einer beliebigen Seite sind praktisch immer mit werbung durchseucht. SPON zum Beispiel. Nur mit NoScript und Ublock Origin benutzbar.

Ein weiteres Problem koennen die Viren sein, die man sich ohne adblocker einfangen kann. Bei mir ist das aufgrund meines Betriebssystem allerdings das ganz kleine Problem.

Wer auf die Einnahmen durch eine Webpraesenz nicht verzichten kann, muss halt eine Bezahlschranke einfuehren. Dann muessen die Artikel sowas allerdings auch werd sein. Auch hier ist Spon wieder ein Negativbeispiel. Die Plus-Artikel waren ihr Geld praktisch nie wert. man wird durch den Teaser angefixt und der Gehalt des Artikels selbst ist.. naja... unterirdisch.

Ein Urteil rundum nach meinem Geschmack also. Ansonsten haette ich halt einfach meine persoenliche blacklist routerbasiert nach 127.0.0.1 umgeleitet, da waere die Werbung wenigstens durch weisse Flaechen ersetzt.

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franxinatra 19.04.2018, 16:56
9. Ich hätte ja nichts gegen Werbung

nur wenn sie so aggressiv und penetrierend eingesetzt wird ist der Blocker für mich Notwehr; daran zeigt sich mal wieder wie wenig Innovationsfähig Verleger sind, wenn sie lieber diese PR-Agros schalten als wenigstens hier mal auf ihre Rezipienten zu hören; und am Ende wird wieder auf die ÖR geschimpft...

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