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Streit um Online-Werbung: Bundesgerichtshof erklärt Adblocker für zulässig
DPA

Das Anbieten von Werbeblockern im Internet ist zulässig. Dieses Urteil hat am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet. Auch bei Newsangeboten im Netz darf die Werbung herausgefiltert werden.

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RenRlp 19.04.2018, 17:04
20. Frage

ich frage mich immer wieder, warum die Portale ihren Seiten nicht einfach mit einem (Bezahl)Login verschließen? Was hindert sie daran? Etwa dann doch der Verlust der Wirtschaftlichkeit, einbrechende Userzahlen, damit weniger hoch dotierte Werbung .. Wasch mich, aber mach mich nicht nass?
Das Internet ist ohne einen Werbeblocker einfach nicht mehr nutzbar, grenzt gar an Körperverletzung. Selbst wenn es einen Erfolg gegen Eyeo gegen sollte.. so what. Ist ja bei Weitem nicht das einzige Tool dafür, bzw dagegen.
Ich nutze TV und Radio nicht mehr wegen der Werbung- selbst auf den öffentlich Rechtlichen. Kann ich im Internet keine Werbung mehr blockieren, nutze ich auch das nicht mehr.

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someoption 19.04.2018, 17:05
21. Spon

Überprüft SPON eigentlich, welcher Programmcode von welcher dynamischen Werbeanzeige eingesetzt wird? Ist sichergestellt, dass kein Schadcode ausgeliefert wird?

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der_bulldozer 19.04.2018, 17:08
22. Man wird ganz verrückt

Es ist schon sehr nervig, eine SPON-Seite ohne Ad-Blcoer aufzurufen. Die Seite zappelt unerträglich lange über den Bildschirm bis alle Werbung geladen ist. Habe ich bei Amazon oder in China was gekauft oder nur angesehen wird es mir bei SPON gleich wieder auf den Schirm geknallt. Macht langsam keinen Spass mehr.

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alphabit 19.04.2018, 17:09
23.

Werbung ist einfach ekelhaft und ich boykottiere alle Produkte/Leistungen für die ich Werbung sehen muss. Es ist schon schade dass man den Spiegel jetzt nicht mehr auf dem Computer lesen kann da er ja total mit Werbung zugekleistert ist und mit adblocker gar nicht mehr funktioniert. Gottseidank ist die App noch einigermaßen erträglich aber man braucht halt ein mobil Telefon dafür.

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observerlbg 19.04.2018, 17:10
24. Wird Zeit für Sammelklagen....

Fadenscheinige Argumentationen wie z.B. eigene Werbung durchzusetzen mit der Begründung der Pressefreiheit sollten juristisch aufgearbeitet werden. An Springer, Gruner&Jahr, Bauer....: seht euch eure angebotenen Seiten im Internet einfach mal mit verschiedenen Rechnern (verschiede Betriebssysteme) an und beurteilt selbst, ob eure Internetseiten überhaupt erträglich sind. Macht gegebenfalls kostenpflichtige Seiten (angemessen!) ohne lästige Werbung (Animation ect.) und hört auf eure Leser zu verarschen.

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olli118 19.04.2018, 17:11
25. Bedenklich

Bei allem Verständnis dafür, dass Werbung nerven kann: die Sorgen der Verlage sind durchaus begründet. Die Pressefreiheit WIRD beeinträchtigt. Unabhängige Medien sind finanziell von Onlinewerbung abhängig. Viele scheinen nicht zu begreifen, mit welchen Kosten redaktionelle Arbeit verbunden ist. Klar gibt es Bezahlmodelle. Nur: die wenigsten Leser sind bereit, für digitalen Content zu zahlen, ist man doch im Internet gewohnt, fast alles für lau zu bekommen. Sicher wird es auch noch "Newsplattformen" geben, die sich halten können. Nur haben die vermutlich nicht mehr so viel mit neutraler Berichterstattung zu tun. Dann bekommen wir unsere Infos über Facebook und Twitter.....Als ob es nicht schon genug Fake News gäbe. Und dann man sich über Whitelisting "freikaufen" kann - sorry, aber was ist das anderes als Erpressung? Ich werde diese Adblocker ganz sicher nicht nutzen, denn ich will meinen Teil dafür tun, dass Redaktionen noch weiter ihre Arbeit leisten können.

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darkmattenergy 19.04.2018, 17:12
26. Als Adblocker benutzen sollte man aber die Alternativen zu Eyeo

Von Anbietern die diskriminierungsfrei sämtliche unerwünschten Inhalte blockieren.

Anstatt den Blocker eines Unternehmens zu verwenden, daß sich gegen die Schutzinteressen seiner Anwender von zahlungswiligen Anbietern geradezu wie ein Söldner dafür bezahlen läßt, hier und da versteckten oder störenden Müll unbehindert durchzuwinken.

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Little_Nemo 19.04.2018, 17:12
27. Der Tanz ums Geld

Warum Adblocker rechtswidrig sein sollten leuchtet mir zunächst mal grundsätzlich nicht ein. Die Bedenken beim Whitelisting gegen Bezahlung verstehe ich aber absolut. Ich verstehe auch die Finanzierungsproblematik der Verlage und Anbieter von Online-Nachrichtenportalen und habe Verständnis dafür. Für mich ist das Ganze aber auch wiederum eine generell ziemlich bizarre, in sich teils eklatant widersprüchliche Thematik. Ich nehme es durchaus in Kauf mir in solchen Portalen in gewissen Grenzen Werbung anzeigen zu lassen, wenn es denn sein muss. Was man freilich so gut wie nicht erreichen wird ist, dass ich mir diese Werbung gar aufmerksam betrachten und mich davon zu Käufen manipulieren lassen werde. Das liegt an meiner grundsätzlichen Aversion gegen Werbung, die ich schon seit meiner Kindheit hege. Denn Werbung hat ja in aller Regel kein redliches Anliegen, sondern will Bedürfnisse wecken, die nicht da sind (ist insofern also z.B. auch unökologisch) oder will sie zumindest lenken - gegen den Willen des Rezipienten. Insofern versucht Werbung Menschen zu entmündigen. Werbung, die sich mit Macht in mein Blickfeld zu schieben versucht, werde ich auch nachdrücklich zu ignorieren versuchen, und ihre Botschaft werde ich fast zwangsläufig eher ablehnen. Und was ich absolut nicht akzeptieren kann ist, dass mich Nachrichtenportale tracken, damit ihre Werbekunden Persönlichkeitsprofile von mir erstellen können. Vor allem akzeptiere ich das nicht bei solchen Portalen, die andererseits vorgeben über Datenmissbrauch aufzuklären und davor zu warnen. Wer mich zwingen will meinen Tracking-Schutz aufzugeben, lässt Zweifel an seiner Redlichkeit aufkommen. Dann greife ich im Zweifel doch lieber wieder zu analogen Printmedien und dem ÖR Rundfunk und TV.

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observerlbg 19.04.2018, 17:12
28. Wird Zeit für Sammelklagen....

Fadenscheinige Argumentationen wie z.B. eigene Werbung durchzusetzen mit der Begründung der Pressefreiheit sollten juristisch aufgearbeitet werden. An Springer, Gruner&Jahr, Bauer....: seht euch eure angebotenen Seiten im Internet einfach mal mit verschiedenen Rechnern (verschiede Betriebssysteme) an und beurteilt selbst, ob eure Internetseiten überhaupt erträglich sind. Macht gegebenfalls kostenpflichtige Seiten (angemessen!) ohne lästige Werbung (Animation ect.) und hört auf eure Leser zu verarschen.

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cosmose 19.04.2018, 17:13
29.

Zitat von gruenerwaldgeist
Ihr seid doch wirklich selbst schuld, wenn die Nutzer zur Gegenwehr übergehen. Gerade SpOn ist für mich ein echtes Negativbeispiel für werbefinanzierte Angebote. Spätestens, wenn sich Werbung über den eigentlichen Inhalte legt (wie oft auf Mobilgeräten), ist für mich Schluss mit lustig.
Das schlimme an der Werbung bei SPON ist, dass sie den IE11 unter Windows 10 Enterprise reproduzierbar zum Absturz bringt und Firefox selbst mit deaktiviertem AdGuard der Zugang verwehrt wird.

Habe dies bereits vor Wochen per Email gemeldet, aber nicht mal eine Empfangsbestätigung bekommen.
Ganz schlechter Stil, liebes SPON-Team...

Mit Firefox unter Windows 7 wird der deaktivierte AdGuard übrigens einwandfrei erkannt.

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