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Streit ums EU-Urheberrecht: YouTuber wollen gegen Artikel 13 auf die Straße gehen
REUTERS

Sie haben Millionen junge Fans und sind richtig wütend: Webstars wie Gronkh und Unge rufen zum Protest gegen die EU-Urheberrechtsreform auf. Vor allem für die CDU kommt der Widerstand zur Unzeit.

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benmartin70 14.02.2019, 15:39
1.

Sehr schön, gut dass sich was tut.
"Nie wieder CDU" kann ich nur begrenzt unterschreiben, habe ich noch nie gewählt - würde ich niemals wählen.

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Allezy 14.02.2019, 15:49
2. Kreative muessen ihr Geld bekommen und ordentlich

als Quelle gekennzeichnet werden.
Nur in D gibt es darueber Aufregung und Probleme.
Warum?
A) Geiz ist geil. Alles muss umsonst sein. Genauigkeit/Recht ist dsbzgl. vielen egal.
B) Nur in D gibt es eine Abmahnindustrie, die davon lebt kleine Leute und kleine Unternehmer zu jagen. Dort, beim mitterweile auch groessten Standortnachteil D's, muesste man stattdessen ansetzen!

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Jan2607 14.02.2019, 15:50
3.

Schade, dass SPON nicht wirklich darauf eingeht, WORIN all diese Leute die Gefahr durch Artikel 13 sehen. Oder hat SPON das selbst nicht verstanden?
Während eine Stärkung des Urheberrechts sicherlich ein gutes Ziel ist, ist hier jedoch das Mittel der falsche Weg, um das Ziel zu erreichen. Denn ein Uploadfilter kann einfach nicht funktionieren, ohne massive Kollateralschäden anzurichten (Overkill). Und das wiederum ist eine Beschneidung von in Art. 5 GG garantierten Grundrechten.
Mal abgesehen von ganz vielen weiteren technischen und praktischen Problemen bei der Umsetzung.
Gut gedacht, aber einfach nur schlecht gemacht.

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mckberlin 14.02.2019, 16:03
4. Die Heute Politik

Hat wenig mit den Lebensrealitäten der jungen Menschen zu tun. Leider sind fast alle Politiker über 60 und haben keine Ahnung außer wie sie geld von der Lobby bekommen.

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Nania 14.02.2019, 16:11
6.

Zitat von Allezy
als Quelle gekennzeichnet werden. Nur in D gibt es darueber Aufregung und Probleme. Warum? A) Geiz ist geil. Alles muss umsonst sein. Genauigkeit/Recht ist dsbzgl. vielen egal. B) Nur in D gibt es eine Abmahnindustrie, die davon lebt kleine Leute und kleine Unternehmer zu jagen. Dort, beim mitterweile auch groessten Standortnachteil D's, muesste man stattdessen ansetzen!
Jan2607 illustriert das Problem schon ganz gut.

Natürlich sollten Urheber - sofern sie denn möchten - richtig bezahlt und entlohnt werden (wichtig ist hierbei anzumerken, dass es darum gar nicht so direkt geht. Denn nicht der Urheber würde bei Zeitungen durch ein solches Gesetz profitieren, sondern der Verlag, der die Rechte hält), natürlich sollte Künstlern nicht einfach so ihre Arbeit weggenommen werden, ohne, dass dafür gezahlt wird.

Nur: so einfach ist das im Netz nicht. Es gibt unzählige Videos auf Youtube, die mit Ausschnitten aus Filmen, Serien, Comics, Büchern usw. arbeiten. Memes funktionieren auf einer ähnlichen Basis und können zudem kaum zum Urheber zurückverfolgt werden - wenn dieser denn überhaupt öffentlich ist.

Ein Gesetz wie das, an dem die EU - der ich im Übrigen sehr positiv gegenüber stehe - ist leider weitab von jeder Realität, die das Internet heute bereitstellt. Es wird über Uploadfilter diskutiert, die automatisch Videos/Bilder/etc. mit kritischem Inhalt sperren sollen. Solche Filter funktionieren aber nicht zuverlässig und sperren auch dann, wenn es nichts zu sperren gibt. Und wenn ich als "Produzent" von Youtube-Videos zu aktuellen Kinofilmen z.B. damit rechen muss, dass mein Video nicht durch Uploadfilter kommt, dann lasse ich es.
Im schlimmsten Fall stirbt aber genau damit ein wichtiger Teil der Kultur des Internets und auch, wenn es manche in der älteren Generation noch nicht sehen wollen: diese Kultur gibt es und sie ist nicht schlecht. Sie ist viel öffentlicher, viel zugänglicher als alles bisher dagewesen und vereint Menschen über die Kontinente hinweg.

Sollten Urheber besser entlohnt und geschützt werden? Ja! Aber dieses Gesetz wird da nicht helfen - im Gegenteil.

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kaischek 14.02.2019, 16:12
7. Reglementierungswut

Warum muss so etwas regelmentiert werden? Die Zeiten ändern sich und als Kreativer kann ich mich anders schützen als durch einen EU-weit verordneten Upload-Filter. Die Fürsorge für Randgruppen durch EU-Institutionen in allen Ehren, aber diese Regelmentierungswut geht aus meiner Sicht zu weit. Dieser Drang, alles regelmentieren zu müssen, schafft bei mir Verdruss und in schwachen Momenten sogar Brexit Verständnis.

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Hans W. 14.02.2019, 16:14
8.

Artikel 13 hätte zur Folge dass das Internet sehr stark beeinträchtigt wird, weil die Plattformen dies nicht vernünftig umsetzten können, wenn die Wirtschaftlich denken.
Ob Artikel 13 nun Upload Filter drin stehen hat, oder nicht, spielt keine Rolle. Es ist einer der Maßnahmen, die ergriffen werden können. Man muss geschützetes Material rausfiltern, denn sonst werden die Hoster bestraft. Wie gefiltert wird, ist ja egal. YouTube könnte auch 100 Anwälte einstellen, die jedes Video vorher überprüfen oder erweitern ihr ContentID System, dass bei weitem nicht perfekt ist. Wenn man es fast perfekt haben will, muss man viel Geld in die Hand nehmen, sehr viel Geld. Es ist nicht wirtschaftlich.
Die Alternative wäre die schließung der Plattform (für EU Bürger) oder man lässt nur noch Firmen zu, die vertrauenswürdig sind und auch im Falle eines Verstößes auch ordentlich bezahlen können.

Was würde man selber als Unternehmer machen? Verluste einfahren, nur damit die Nutzer glücklich sind oder alles soweit herunterfahren, dass man keine Verluste macht?

Egal wie Artikel 13 umgesetzt wird, es wird ein Teil des Internets Sterben und dass ist der Content von User kreiert. Für die alten Medien ist das ja kein Problem. Das Internet ist keine Einbahnstraße, nicht wie Zeitung, Radio, TV etc. Man kann nicht mit alten Vorstellungen versuchen das Internet zu kontrollieren. Mit YouTube hätte man dann nur eine Mediathek von TV Sendern, die dann keine Konkurenz haben und VoD Service von Lehrvideos. Lustige Homevideos gibt es dann nur noch selektiert im TV, denen man solche Videos erst zuschicken muss.

Die CDU hat den gleichen Weg eingeschlagen wie die SPD und eckt nur noch an. Die SPD ist gerade etwas ruhiger, aber still ist es nicht. Problem an der ganzen Sache ist, dass die Leute zur Wahl die Dinge vergessen haben. Es gibt dann leider auch welche die der AFD die Stimme geben werden. Die Partei ist relativ neu und ist im Gespräch. Die Altwähler interessieren sich sowieso nicht dafür und wählen dass, was sie schon seit über 50 Jahren wählen.

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Msc 14.02.2019, 16:17
9.

Am 23.3 auf die Straße gehen? Da muss ich mal eben in den Terminkalender schauen... Ne, keine Zeit. Da spiele ich Fornite oder Apex. Genau wie Millionen anderer, die gerne ihre Unterstützung anklicken, aber wenns drum geht, keinen Finger krumm machen.

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