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Technologie gegen Terror: Wie viel Überwachung wollen wir wirklich?
DPA

Gesichtserkennung in Echtzeit, Nano-Drohnen, Robocops: Tech-Firmen und Regierungen haben viele Ideen, wie sich Menschen vielleicht besser vor Anschlägen wie dem in Manchester schützen lassen. Nur wollen wir so leben?

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alsterherr 24.05.2017, 17:28
1.

Ich möchte weder mehr Überwachung, noch möchte ich meiner Tochter erklären müssen, warum ihre Karussellfahrt auf dem Weihnachtsmarkt von Uniformierten mit MP4 bewacht wird ... ich möchte schlicht und ergreifend, daß radikale Islamisten aufhören zu töten.

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stoffi 24.05.2017, 17:31
2. Ich persönlich

hätte kein Problem damit, doch weiss ich auch, das man niemanden daran hindern kann, sich inmitten anderer Menschen in die Luft zu sprengen. Wer so was vor hat, findet auch Mittel und Wege.
Allerdings könnten bestimmte Vorkehrungen helfen, das im Vorfeld zu verhindern und wenn es dann doch passiert ist, so die Täter schnell dingfest zu machen und aus dem Verkehr ziehen.

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alex2k 24.05.2017, 17:34
3. Auf keinen Fall!

Nicht auf die Kosten der Freiheit! Der Anschlag fand statt, nicht weil nicht überwacht wurde, sondern weil nicht kontrolliert wurde! Die Person wurde nicht gesucht! Ausserdem darf man die Fakten nicht vergessen: es werden jährlich (wenn wir USA als Beispiel nehmen) mehr Menschen durch aus dem Fenster herausfallende Fernseher getötet, als durch einen Terroranschlag!

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GoranBaranac 24.05.2017, 17:37
4. Eines blenden Sie (absichtlich?) aus...

... Herr Lobo. Die USA, Großbritannien, Japan die BRD mögen zwar alle Bigbrother-Systeme nutzen - sie sind trotzdem Demokratien. Und sie sind es trotz des inzwischen jahrelangen Einsatzes aller Ihrer beschriebenen Systeme geblieben. Zudem: Wenn Mittel genutzt werden um Bodybuilder zu erwischen die illegale Anabolika vertreiben mag das nicht der ursprünglichen Begründung des Kampfs gegen den Terror dienen. Trotzdem wurden damit Leute dingfest gemacht die mit ihrem Verhalten anderen schaden. Was ist daran verkehrt? Auch nur ein einziger Anschlag kann verhindert werden? Ok, dann bin ich dafür. Wählen gehen kann ich trotzdem. Und einen Anwalt bekomme ich vor Gericht ebenfalls. Genauso wie ich nicht einfach spurlos in einem Knast verschwinde. Dystopisch? Noch lange nicht...

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RalfWenzel 24.05.2017, 17:37
5. Datenschutz ist sch***egal

Als Datenschutzberater stelle ich tagtäglich fest, dass den Menschen Datenschutz egal ist. Sie verschenken ihre Daten an Google, Facebook & Co. Ich musste den Lehrer meines Sohnes ermahnen, kein WhatsApp zur Kommunikation mit den Schülern zu nutzen (über den Umweg "Landesdatenschutzbeauftragter", der ihm das dann verbot), ihnen ist Sicherheit lieber als Freiheit ("ich hab nix gegen Videoüberwachung am Bahnhof, wenn es der Sicherheit dient" / "Ich hab doch nix zu verbergen").

Als Schöffe habe ich selbst erlebt, wohin mangelnder Datenschutz führt. Mordversuch, Funkzellenüberwachung und schon hat man ein ganzes Bündel Unschuldiger (in diesem Fall nicht aber den Schuldigen), gegen die dann ermittelt wird. Und dann landet man als Verdächtiger schnell in der Zeitung - inklusive diverser Details aus der abgehörten Kommunikation.

Wenn man dann davon erzählt oder in Foren schreibt, dann ist derjenige ja selbst schuld, wenn er homosexuellen Kreise frequentiert - man hätte ja auch den Mörder schnappen können (auch wenn es in diesem Fall nicht wirklich passierte). Dafür wäre das Opfer dann vertretbar gewesen. Weil man selbst nicht das Opfer ist - man ist ja nicht schwul oder pervers oder so.

Der Datenfaschismus steht vor der Tür, ist schon fast da und keiner rührt sich. Jetzt werden unsere Passfotos schon diversen Behörden zugänglich gemacht für ganz normale Verbrechen. Von wegen Terrorverdacht. Zu Volkszählungszeiten haben wir für viel mehr Datensparsamkeit demonstriert.

Das Grundgesetz war mal so konstruiert, dass eine Diktatur zwangsläufig dagegen verstoßen muss, um operieren zu können. Inzwischen kann sich ein Diktator im Gültigkeitsbereich des Grundgesetzes bewegen und dennoch Sachen machen, die man sich nicht vorstellen mag.

Aber macht ja nix, wir leben ja in einem "guten" Staat..... Er ist zwar ein Polizeistaat, aber ein guter Polizeistaat (wer weiß, was ein Oxymoron ist?). Ich resigniere inzwischen - irgendwann wachen die Leute auf und (schon wieder) hat keiner was davon gewusst. So wie wir angeblich nichts über die Gefahren der Atomkraft wussten, unsere Eltern nichts von der Gefahr von Massenvernichtungswaffen und unsere Großeltern nichts von den Verbrechen der Nazis.

Wir lernen einfach nicht dazu..... Es ist zum Heulen!

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leander_hausmann 24.05.2017, 17:39
6. Danke für den tollen Beitrag

Danke, dass sie diese so wichtige Thema ansprechen.
Ich würde aber noch weiter gehen und sagen, dass es unmöglich ist einen Anschlag zu verhindern. egal was man tut.
Es wird immer jemanden geben, der als einzekämpfer agiert und einen Anschlag begeht. Da hilft auch keine ÜPberwachung. besonders, da diese nur im nachhinein und nicht präventiv eingesetzt werden kann.
Wir verscherbeln gerade unsere Rechte für die Illusion von Sicherheit. Für despoten ist das sicher ein feuchter Traum und für Datensammler auch, aber für uns Bürger wird dies ein Albtraum. besonders wenn man bedenkt, dass keine massnahme in Frankreich , USA und england einen anschlag verhindert hat.
Das einzige was hilft sind MEHR POLIZISTEN, die ehrliche und gute POLIZEIARBEIt machen. LEute beschatten, usw.
Mit Daten allein kann man keine Fälle lösen und wenn wir uns von KIs überwachen lassen, dann ist Skynet, Matrix, Apple Seed und die Reaper nicht mehr fern. Darüber sollten wir uns echt mal Gedanken machen.

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grommeck 24.05.2017, 17:39
7. So wollen wir nicht leben....

Wir kennen die feuchten Träume von Geheimdiensten, Politikern, Polizisten - eine Wonne jederzeit über jeden Menschen zu wissen was er tut, wo er ist und wenn möglich noch wissen was er denkt. Aber so nicht meine Herren, da der Mißbrauch vorprogrammiert ist. Intelligentere Lösungen sind gefragt und dafür werden unsere Politiker, Staatssekretäre und die Anhängsel aus der Wirtschaft bezahlt. Wer bereit ist das Versagen der Regierungen mit seiner Freiheit zu bezahlen, soll es tun. Ich nicht!!

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max-mustermann 24.05.2017, 17:39
8.

So ein Unsinn, eine Videokamerea verhindert keinen einzigen Anschlag. Sie kann höchstens im Nachhinein zur Aufklärung beitragen aber verhindern kann sie ihn nicht.

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teerbutter 24.05.2017, 17:40
9. Blackbox

Hackpunkt ist, wenn intelligente Maschinen zur Verarbeitung von Informationen an intelligente Maschinen zur Ausführung von Aktionen angeschlossen werden. Man muss für eine Gewaltenteilung in der Maschinenwelt sorgen. Kein Skynet welches Internet wieder great again machen will.

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