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Terrorist in Halle: Wir müssen über den Täter reden
Axel Schmidt/ AFP

Sollten wir weniger über den Attentäter reden, um ihm nicht die Aufmerksamkeit zu schenken, die er sucht? Klingt einleuchtend, kann aber ebenso gefährlich sein.

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dirkcoe 10.10.2019, 19:23
1. Ich denke

natürlich muss über den Täter und - soweit bekannt - seine Motive gesprochen werden. Das macht diesen Menschen weder zum Helden, noch zum Märtyrer.

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Grummelchen321 10.10.2019, 19:25
2. Zumindest sollten

die Medien das mediale "Sau durchs Dorf treiben lassen" sein lassen.Ganz wichtig nicht zu orakeln sondern auf Fakten basierend zu berichten.
Ich vergesse nicht die Bilder als nach dem erweiterten Suizid des Germanwingspiloten dessen Elternhaus und Wohnung regelrecht von einer sensationsgetriebenen Jounalistenmeute belagert wurde.

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Traumfrau 10.10.2019, 19:27
3. Alternative GEGEN Deutschland

mich würde vor allem interessieren, wie sich die Führungskräfte der Alternative GEGEN Deutschland zu diesem Vorfall äußern. Wie glaubwürdig sie sich von solchen Mördern, solchem Verhalten und vor solch einer Gesinnung äußert. Oder nur das üblich Relativieren und in Schutznehmen. Wenn Die Alternative gegen Deutschland diese Tat nicht deutlich und glaubwürdig verurteilt muss sie für jeden aufrechten Menschen für immer unwählbar sein.

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Beauregard 10.10.2019, 19:29
4. misslungener erweiterter Suizid

Ich wundere mich immer wieder, wie diese Taten (vollkommen unabhängig davon vom wem gegen welchen vermeintlichen Gegner) durch die Presse und die Politiker als Terroranschläge und politische Taten aufgewertet werden. Ich bin überzeugt davon , daß eine allgemeine Bewertung als erweiterter Suizid (oder in diesem Fall mißlungener erweiterter Suizid) dieser Taten, die von psychisch kranken, gescheiterten und unglücklichen Personen verübt werden, zu einem Rückgang und der Vermeidung von Nachahmung führen würden. Dieser Depp hier hat offensichtlich den Täter von Christchurch nachzuahmen versucht. Behandelt diese Leute mit dem Mitlied, daß kranken erbarmungswürdigen Kreaturen zukommt und es wird weniger Nachahmungstäter geben!

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jrcom 10.10.2019, 19:31
5.

Ganz im Gegenteil: es ist Ihre Pflicht über den Täter zu informieren. Ich möchte die Chance haben, mir ein eigenes Bild zu machen.

Was ich n i c h t verstehe, ist, warum nicht ebenso auch von den Opfern gesprochen wird. Ein wirklich sehr junger Mann, der ermordet wurde, eine Frau, die sogar mit dem Täter sprach. Über diese beiden hat man zu spät und m . E. Viel zu wenig geredet. Außer von der bedrohten jüdischen Gemeinde. Diese Menschen kamen früh zu Wort, und auch zu Recht. Die Frau und der Junge waren den Journalisten zunächst nichts wert.

Das ist übrigens in Deutschland nicht zum ersten Mal so. Die Berichterstattung vom Berliner Attentat am Breitscheidplatz war im Vergleich mit sonstiger Berichterstattung in der EU auffallend unempathisch. Deutschland hat definitiv ein Problem mit Opfern.

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hokuspokus666 10.10.2019, 19:36
6. Es muss schon aus dem Grund...

über den Täter geschrieben werden, da in rechten Kreisen schon wieder über eine angebliche Herkunft aus dem Iran sowie eine mögliche "False-Flag"-Aktionen fabuliert wird. Wohl wissen, dass all das bei diesen rechten Geistesgestörten nicht ankommen wird.

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fralau 10.10.2019, 19:39
7. Wegschauen ist auch keine Lösung

Wir müssen uns als Gesellschaft mit diesen Taten auseinandersetzen. Der Anfang des Nationalsozialismus war nur möglich, weil viele weggeschaut haben und niemand sich mit dem Thema befassen wollte. Das funktioniert nur, wenn wir jenseits jeder Polarisierung ein feiges Attentat als solches begreifen - unabhängig davon auf wen es verübt wurde. Wir sind viel zu sehr darauf fokussiert, Terror, von woher auch immer, als solchen etwas zuordnen zu wollen. Dabei ist das vollkommen unerheblich - es ist, was es ist. Was zählt ist die ehrliche gesellschaftliche Ächtung und die Verfolgung ohne Ansehen der Person(en) und Herkunft. Dies wäre der notwendige gesellschaftliche Konsens - der Rest ist politisches Theater und alle Politiker sind nur zu gern bereit sich hier auf dieser Platform entsprechend zu profilieren.

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sandnetzwerk 10.10.2019, 19:40
8. Nein

Wir müssen über diese kaputte Gesellschaft reden. Der Täter wird wieder Täterschutz bekommen und die Hinterbliebenen, wie in Berlin, nichts.

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Grummelchen321 10.10.2019, 19:41
9.

Zitat von Beauregard
Ich wundere mich immer wieder, wie diese Taten (vollkommen unabhängig davon vom wem gegen welchen vermeintlichen Gegner) durch die Presse und die Politiker als Terroranschläge und politische Taten aufgewertet werden. Ich bin überzeugt davon , daß eine allgemeine Bewertung als erweiterter Suizid (oder in diesem Fall mißlungener erweiterter Suizid) dieser Taten, die von psychisch kranken, gescheiterten und unglücklichen Personen verübt werden, zu einem Rückgang und der Vermeidung von Nachahmung führen würden. Dieser Depp hier hat offensichtlich den Täter von Christchurch nachzuahmen versucht. Behandelt diese Leute mit dem Mitlied, daß kranken erbarmungswürdigen Kreaturen zukommt und es wird weniger Nachahmungstäter geben!
erweiterter Suizid?
Steile These die aufgrund des bisherigen Wissen über den Täter nicht haltbar ist.Ein Selbstmörder hätte sich von der Polzei erschießen lassen statt abzuhauen.Auch sein Voher verbreitetes M;anifest spricht gegen die Selbstmordthese.

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