Forum: Netzwelt
Teure Websites: Regierung scheitert am Bürgerdialog

Ich Sender, du Empfänger: Die Koalition fordert Bürger im Internet zum Dialog auf. Doch die Plattformen, für die Millionen Euro ausgegeben werden,*sind oft dilettantisch gemacht. Fast niemand macht bei den kostspieligen Angeboten mit - politische*Diskussion*sind auch gar nicht erwünscht.

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Bobastro 02.09.2011, 12:46
80. Eine reine Alibi-Veranstaltung...

...um Demokratie vorzutäuschen. Die keine ist.

Wenn die Eliten etwas zu sagen haben wenden sie sich ans Staatsfernsehen. Diskussionsbeiträge bei YouTube einzustellen da fehlt ihnen der Mumm, da keine Zensurmöglichkeit besteht.

Die Meinung des Bürgers hat die Eliten noch nie interessiert. Gesetze werden durch Lobbyisten oder EU-Zentralorgane veranlasst. Und alle 4 Jahre zwischen Waschmittel A, B oder C wählen zu dürfen kann man wohl nicht als Demokratie bezeichnen.

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happy2009 02.09.2011, 12:55
81. erzwungener Titel-warum eigentlich

Zitat von My2Cents
Ich vermisse ebenfalls stark eine Möglichkeit, direkt mit der Politik konstruktiv zu diskutieren.Die haben andere Aufgaben. Aber ich würde schon gerne meine Bedürfnisse und Vorschläge ernsthaft und konstruktiv weiterreichen und bei der Gesetzesgebung einfließen lassen sehen.
Na ja, viele Köche verderben den Brei
Unsere Demokratie ist sowieso schon durch X Mitbestimmungen ausgebremst, wohin führt das wenn jeder zu allem seinen Senf dazu geben soll und darf und will

Zitat von
So zum Beispiel ein verlängerte Gewährleistungs- und Rücknahmepflicht für Güter, die ein Software-Betriebssystem enthalten. Viele Unzulänglichkeiten erkennt man erst, wenn man ein Gerät im Einsatz verwendet. Aber die geeigneten Einsatzmöglichkeiten erschießen sich nicht immer in den ersten 14 Tagen.
Gutes Beispiel.
Nachteile Ihrer Wünsche:
1;Softwareneuerungen brauchen ewig, das AUsland würde uns binnen Monaten/Jahren gnadenlos abhängen
2:Neuerung erscheinen überll, nur nicht in Deutschland

3: Kleine Firmen würden den Sprung auf den Markt erst gar nicht schaffen

Alle Wünsche haben direkt oder indirekt unangenehme Begleitfolgen, wollen wir diese?
Zitat von
Auch erwarte ich von den Parteien, anstatt dass sie eine stupide Geschwindigkeitshöchstgrenze "zu Gunsten der Umwelt" fordern, die auf völlig vereinfachten Modellen basiert und die Realität außen vor lässt, ein Gesetz zu verabschieden, das vorsieht, dass alle Fahrzeuge, die über entsprechende Steuergeräte verfügen (= alle Neufahrzeuge), mit einer Abgasausstoßbegrenzung ausgestattet werden, die den Motor derart steuert, dass nie mehr als 130 g/km ausgestoßen werden. Schlechte Pkws fahren dann halt nur noch beschaulich durch die Gegend, während energiesparende Fahrzeuge weiterhin schnittig fahren können, ohne die Umwelt zu belasten.
Prima Beispiel
Das Bedeutet das AUs für:

1:Porsche
2:Mercedes
3:BMW
4:Brabus
5:AMG
6:Audi
7:Maybach
8:Phaeton
usw usf

Natürlich haben diese Hersteller das ein oder andere kleinere Fahrzeug im Programm, aber die Masse der abgesetzen Produkte fällt unter diese Begrenzung

2:Wenn diese Hersteller aber im Ausland fett verkaufen können, dann ist eine Verlagerung unzweifelhaft

Sie sehen, Ihre schöne grüne Ideologievorstellung kostet mal schnell ein Paar Hunderttausend Arbeitsplätze und 10,15% Wirtschaftswachstum

Dafür fahren aber die kleinen Importfahrzeuge schneller;-)

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happy2009 02.09.2011, 13:03
82. erzwungener Titel-warum eigentlich

Ich vermisse hier vieles, vor allem aber Selbstkritik

Wenn man sich die diversen Foren durchliest und die Meinung von X Usern reflektiert, dann bleibt ein Fazit

1:Ein Teil ist schlicht unfähig komplex zu denken
2:Ein weiterer Teil hat seltsame Anschauungen
3:Ein weiterer Teil denkt vernünftig
4:Ein weiterer Teil denkt auch vernünftig aber eben in eine andere Richtung

Es gibt bei komplexen Sachverhalten eben keine einzig wahre Wahrheit

Wenn man nun aber bei allen Fragen auf jeden hört, dann wird es niemals Entscheidungen geben

ANalog dazu sollte man vielleicht die Wirtschaft betrachten
-schlanke Entscheidungsprozesse
-klare Hirarchiene

Meistens sind das die Erfolgsgaranten

Nicht die Mitsprache und berücksichtigung von allen

Gegenbeispiele dürfen geerne erbracht werden

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Berta 02.09.2011, 13:11
83. politische*Diskussion*sind auch gar nicht erwünscht

Zitat von sysop
Ich Sender, du Empfänger: Die Koalition fordert Bürger im Internet zum Dialog auf. Doch die Plattformen, für die Millionen Euro ausgegeben werden,*sind oft dilettantisch gemacht. Fast niemand macht bei den kostspieligen Angeboten mit - politische*Diskussion*sind auch gar nicht erwünscht.
Parteiendiktatur Deutschland in Zusammenarbeit und
Hilfe durchs Deutsche Berufsbeamtentum.

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Sikozu 02.09.2011, 13:18
84. .

ist doch hier nicht anders - jeder posaunt seine Meinung ins Netz und keinen interessierts ^^

Mal sehen wann der Web2.0 Hype platzt...

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Joe67 02.09.2011, 13:20
85. ganz normale Erfahrungen mit sozialen Medien

Jeder der schon einmal ein Forum für ein Unternehmen bereit gestellt hat oder gar einen Community "entwickeln" wollte, weiss, dass die Leute nicht von alleine kommen.
Es braucht täglich frischen Inhalt und eine kritische Masse. Kommerzielle Anbieter füttern die Foren mit Fakenutzern an und hoffen, dass sich das System irgendwann von alleine trägt. Weniger manipulative Anbieter suchen bekannte Blogger und gute Moderatoren als Magnete um die Foren attraktiv zu machen. Dabei funktionieren Foren dort am besten, wo die Zielgruppe gut fokussiert ist. Ein Forum zum Thema "Nachhaltigkeit" hat es daher sehr schwer - ein Forum zu Babywindeln, Neurodermitis oder Bergsteigen hat es da schon deutlich einfacher.
Wenn dann noch die Diskussion dort ausgesperrt wird, wo sie eigentlich interessant wird, wird das bisschen Aktivität auch noch erstickt. Doch selbst ohne diese Gängelei würden die Foren aus obigen Gründen schon nicht funktionieren.

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Gungosh 02.09.2011, 13:21
86. Sinnloser Titel zur fehlerfreien Verarbeitung meines Beitrages

Zitat von Bobastro
...um Demokratie vorzutäuschen. Die keine ist. Wenn die Eliten etwas zu sagen haben wenden sie sich ans Staatsfernsehen. Diskussionsbeiträge bei YouTube einzustellen da fehlt ihnen der Mumm, da keine Zensurmöglichkeit besteht. Die Meinung des Bürgers hat die Eliten noch nie interessiert. Gesetze werden durch Lobbyisten oder EU-Zentralorgane veranlasst. Und alle 4 Jahre zwischen Waschmittel A, B oder C wählen zu dürfen kann man wohl nicht als Demokratie bezeichnen.
Schöne Zusammenfassung, der ich mich anschließe.

Und ohne einen echten Zusammenbruch des Systems wird sich auch nichts ändern, denn Konsumenten begehren nicht auf, solange Brot und Spiele gewährleistet sind, das wussten schon antike Machthaber.

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mideal 02.09.2011, 13:22
87. Lahmer Apparat

Ich hatte einen Fehler im Gesetzestext auf der BMJ-Seite "gesetze-im-internet.de" gefunden (http://www.gesetze-im-internet.de/bu...wv/gesamt.pdf), Bequerel-Wert für Radium-228 fehlt.
Ein privater Verlag(www.buzer.de), hat auf meinen Hinweis innerhalb 24 Stunden mit Mail und Korrektur geantwortet (wahrscheinlich hat man da ins gedruckte Werk geschaut).
Die Antwort vom BMJ kam nach 2 Wochen, "weitere Recherchen seien nötig". Das ist ca. sechs Wochen her.
Der Wert fehlt im Internet immer noch...

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hägar72 02.09.2011, 13:24
88. Town Hall Meetings

Ich empfehle Frau Merkel und Herrn Wulf einfach mal, sich zwei Wochen Zeit zu nehmen und auf einer Reihe von Town Hall Meetings durchs Land zu fahren: In Turnhallen und auf Marktplätzen stellen sie sich den Fragen der Bürger. Das wäre mal ein Zeichen!
Hat Obama auch gemacht.

Leider wird das nie passieren, denn vom Bürger ist das, was da heute an den Stippen der Finanzmafia zappelt und vorgibt, Regierung zu sein, inzwischen meilenweit entfernt.

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hman2 02.09.2011, 13:25
89. Das sehen wir doch auf allen Ebenen bei Abgeordnetenwatch!

Das ist nun ein etabliertes Dialogangebot, das auch massenhaft genutzt wird - von Bürgern.

Aber manch ein Bundesminister, und mitunter sogar ganze Landtagsfraktionen, verweigern ostentativ den Dialog mit den Bürgern... Die einen sagen ganz offen "keine Anwort", andere schicken den Pressesprecher vor, andere verschicken stereotyp immer den exakt gleichen Textbaustein...

Wäre es der Regierung Ernst mit dem Dialog bräuchten sie als Schritt 1 ja nur mal flächendeckend bei abgeordnetenwatch.de mitmachen..., das würde noch nicht einmal Zusatzkosten verursachen...

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