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Tod von Aaron Swartz: Universität bittet um Fragen zur Aufklärung
DPA

Das Massachusetts Institute of Technology will seine Verstrickung in den Tod des Internetaktivisten Aaron Swartz aufklären - und lässt sich dabei von Studenten und Lehrkräften helfen. Einige Fragen dürften für die Uni unangenehm werden.

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iffel1 25.01.2013, 14:51
1. Datenklau ist Datenklau !

Wenn das, was ihm hätte nachgewiesen werden können, stimmt, dann ist er kriminell und keine Ikone. Dann hätte er auch in den Knast gemußt - fertig.

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temp1 25.01.2013, 15:23
2. die Verhältnismäßigkeit

Die Verhältnismäßigkeit ist für mich bei solchen Prozessen nicht zu verstehen. Warum drohen einem Hacker, der Schriftstücke heruntergeladen hat, die allesamt ohne Copyright waren, eine Strafe von 35Jahren Haft und 1 Million Dolar Geldstrafe ?
Hallo ? Niemand wurde umgebracht, keiner verletzt, es hat noch nicht mal jemand einen finanziellen Schader erlitten ?
Was ist das für ein absurdes Rechtssystem?

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000.Zulu 25.01.2013, 15:25
3. Es ist unseriös und unmoralisch...

...von Seiten der Staatsanwaltschaft mit derartig heftigen Strafen zu drohen. Hier kann weder von Straf- noch Schuldangemessen gesprochen werden. Es wurde nichts gehackt, der Nutzer hatte freien Zugang, es wurde nichts verschleiert, es bestand nie Fluchtgefahr und es gibt keinen einzigen Hinweis, dass Aaron sich bereichern wollte. Wer soll für derartiges 35!!!! Jahre ins Gefängnis, mal ehrlich, 35 Jahre?

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kaiserbubu1 25.01.2013, 15:38
4. Ich glaub es hackt

Zitat von iffel1
Wenn das, was ihm hätte nachgewiesen werden können, stimmt, dann ist er kriminell und keine Ikone. Dann hätte er auch in den Knast gemußt - fertig.
So einfach ist das also in Deiner einfach strukturierten Schwarz Weiß Welt. Ist es aber nicht! In dem Fall sind Daten veröffentlicht worden, die kein Copyright haben. Man wollte offenbar ein Exempel statuieren. Der Ankläger hat nicht alle Tassen im Schrank. Schon mal was von Verhältnismäßigkeit gehört? Das Verhalten der Uni ist skandalös.

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duk2500 25.01.2013, 16:05
5. Sonderrechte für Hacker?

Warum sollen für Hacker Sonderrechte gelten wenn sie strafbare Handlungen begehen? Vor dem Gesetz sind alle gleich, auch hochbegabte Akademiker aus "gutem Hause".

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angst+money 25.01.2013, 16:24
6.

Zitat von temp1
Die Verhältnismäßigkeit ist für mich bei solchen Prozessen nicht zu verstehen. Warum drohen einem Hacker, der Schriftstücke heruntergeladen hat, die allesamt ohne Copyright waren, eine Strafe von 35Jahren Haft und 1 Million Dolar Geldstrafe ? Hallo ? Niemand wurde umgebracht, keiner verletzt, es hat noch nicht mal jemand einen finanziellen Schader erlitten ? Was ist das für ein absurdes Rechtssystem?
In den Staaten wird bei Gericht hoch gepokert, zum Schluss kommt dann eher weniger raus. Was dort auch allgemein bekannt sein dürfte. Außerdem habe er einen Deal abgelehnt, der 6 Monate Gefängnis bedeutet hätte - aus panischer Angst vor der Haft. Es war wohl eher die Erkenntnis, dass er um eine solche nicht herumkommen würde als die doch eher abstrakten 35 Jahre. Zum Glück herrschen hier keine Vorurteile ;-)

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ibinalausbub 25.01.2013, 16:40
7.

Zitat von duk2500
Warum sollen für Hacker Sonderrechte gelten wenn sie strafbare Handlungen begehen? Vor dem Gesetz sind alle gleich, auch hochbegabte Akademiker aus "gutem Hause".
Das hatte ja auch niemand behauptet bzw. gefordert. Die Strafe ist einfach unverhältnismäßig - und "gehackt" wurde überhaupt nichts!

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lachender lemur 25.01.2013, 16:46
8. Kein Copyright?

Ich kenne den Fall noch nicht, aber... JSTOR ist eine kommerzielle Webseite. Weshalb behaupten Mitforisten hier, es habe sich um nicht mit Copyright behaftete Texte gehandelt?

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laamkuti 25.01.2013, 17:09
9. Aaron war mehr als nur ein Hacker

Die Darstellung in SPON ist sehr verkuerzt. Aaron Swartz war ein hoechst intelligenter und engagierter Internet-Aktivist. Er war massgeblich an den Protesten und Kampagnen gegen die Einfuehrung neuer Gesetze zur faktischen Internet-Zensur in den USA beteiligt ('SOPA'). Dass er an der JStor-Datenbank-Aktion scheiterte, ist hoechst tragisch, wobei sein Tod wohl eher mit Depressionen zu tun hatte. Ich kann ein Video empfehlen, dass Aarons Auseinandersetzung mit Internet-Zensur und die Hintergruende des bis dato einmaligen Internet-Streiks beleuchtet:

http://nymag.com/daily/intelligencer/2013/01/aaron-swartz-reader-in-his-own-words.html

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