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Töten in Videospielen: Ein Fest für Sadisten
Rockstar Games

Töten und getötet werden: Wer Freude am Leid anderer hat, kommt in vielen Videospielen auf seine Kosten. Darüber wird zu wenig diskutiert, findet unser Autor vom Spielemagazin "WASD".

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M. Michaelis 19.12.2016, 11:24
1.

Kinder können Spiel und Realität schon sehr früh unterscheiden. Offenbar kommt diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter wieder abhanden.

In Computerspielen wird weder Leid zugefügt noch getötet. Eine ethische Debatte über Gewalt gegen Pixelgebilde ist absurd. Es mangelt der realen Welt nicht an Gewalt, es ist geradezu dekadent über Gewalt in Computerspielen zu debattieren.

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tölpell 19.12.2016, 11:28
2.

Ich bin selbst mit games gross geworden. Bin in viele Genres eingetaucht. Aber was heute als "Unterhaltung" gilt ost schon fast krank für mich. Neulich sah ich einen werbeclip für ein spiel. ein hubschrauber flog über eine stadt und began über einem platz auf menschen zu schiessen die nicht wirklick erkennbar etwas nichtziviles darstellten. spiele jetzt online ! suuuuper. und da wundert sich jemand wenn menschen verrohen?

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huz6789 19.12.2016, 11:36
3. Kloake ist, wenn Überbietungslogik das Pathologische anheizt.

Zensur ist demokratisch hochproblematisch, aber sie scheint mir die einzige Möglichkeit zu sein, dieser Alltagsverrohung etwas Einhalt zu gebieten. Der Gesetzgeber kann nicht virtuelle Barbarei ungebremsten Ausmaßes einfach so laufen lassen. Das Spiel verändert das Gehirn und das will immer mehr. Ich glaube nicht an das berühmte "Ventil", gerade weil die Überbietungslogik das Pathologische geradezu herausfordert. Und dann ist es irgendwann eben kein Spiel mehr. Soll der zivilisierte Rechtsstaat wirklich einfach zusehen, wie eine Kloake den Alltag flutet - einfach so ?
Natürlich würden User die Zensur umgehen. Aber diese wissen dann, dass sie etwas Abseitiges tun. Und das ist eine wichtige Hürde: Im Alltag und v.a. im gesellschaftlichen Diskurs.

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mantrid 19.12.2016, 11:40
4. Grenzwert Konsequenz

Der Unterschied zwischen VR und realen Leben ist, dass man im realen Leben mit Konsequenzen für sein Handeln rechnen muss. Müssen Menschen nicht mit Konsequnezen rechnen, dann folgen solche Dinge wie die Verbrechen in Konzentrationslagern, Kriegsverbrechen oder Übergriffe der Staatsgewalt, z.B. in Form von Folter. Nicht die VR macht den Verbrecher, sondern die Möglichkeit ohne Konsequenzen gegen Normen verstoßen zu können bzw. zu dürfen. Gefährlich wird es, wenn die Grenze zwischen VR und Realität nicht mehr erkannt werden. Heute gibt es VR, früher spielten Kinder Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer.

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Vorsteuernachzahlung 19.12.2016, 11:40
5. Sauregurken-Thema

Alle Jahre wieder kommt dieses Thema zum Vorschein. Allerdings ist das Thema auch so was von durch, nachdem 100erte, oder sind es 1.000, solcher Spiele auch dem Markt sind.

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touri 19.12.2016, 11:41
6.

Zu dem Artikel will ich 2 Punkte anbringen.
1. Meines wissens nach ist durch ein Computerspiel noch nie jemand zum Mörder oder Vergewaltiger geworden (was nicht heißt das solche Personen keine Computerspiele spielen).
2. Mir ist es lieber wenn Menschen ihre perversen Fantasien am Rechner als in der Realität ausleben.

Ich persönlich habe vom Wirtschaftssimulationen über Aufbauspielen, Denkspiele, Geschlicklichkeitsspiele, Strategiespiele, MMOs, bis hin zu Ballerspielen alles gespielt und tuhe es auch heute noch um Abends, nach der Arbeit, etwas zu entspannen. Gerade competitive games, wie insbesondere Shooter oder auch MOBAs eignen sich besonders zum Frustabbau und für das eine oder andere Erfolgserlebnis.

Ich denk mir immer, besser ich lass meine Faust mal auf die Tischplatte krachen als in das Gesicht eines unliebsamen Zeitgenossen. Hat bisher immer wunderbar funktioniert.

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alexreil 19.12.2016, 11:41
7. Wo liegt das Problem?

Wir haben als Kinder Cowboy und Indianer oder Räuber und Gendarm gespielt - da wurden auch schon mal die Gegner "niedergemetzelt" und wurden für "tot" erklärt.
Darüber hat sich nie jemand aufgeregt und unser Spiel als Grund für Verrohung oder spätere Gewaltexzesse einzelner Protagonisten angeführt.

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TomRohwer 19.12.2016, 11:43
8. Nichts neues...

Mitte der 60er Jahre metzelten wir uns mit Knallplätzchenrevolvern auf den Spielplätzen und Hinterhöfen gegenseitig nieder, spielten "Rauchende Colts" nach, und ließen Armeen aus Airfix-Soldaten und Luftflotten aus Revell-Bombern in den Krieg ziehen, während wir mit dem Mund die Geräusche von Schüssen und explodierenden Bomben imitierten...

"Baller-Video-Spiele" sind nichts wirklich neues, sie nutzen nur moderne Technik für uralte Inhalte. Wir konnten damals nur davon träumen, daß klitzekleine Granaten aus den Kanonen der Spielzeugpanzer kommen und andere Spielzeugpanzer explodieren lassen.
Heute macht die "virtuelle Realität" diesen Traum wahr...

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ijf 19.12.2016, 11:46
9. Antwort

"Wer hat noch nicht in "Die Sims" einen Sim im Pool ertrinken lassen oder in Shootern wie "Halo" ausprobiert, wie viel Friendly Fire die eigenen Marines vertragen? Wer ist nicht schon mal in "GTA" mit einem Sportwagen über den Strand geheizt und hat eine Handgranate in die Menschenmenge geschmissen, um die Physik zu testen oder das Flugverhalten von Nichtspielercharakteren zu studieren?"
Ich - und jeder Mensch zwischen 20 und 90, den ich persönlich kenne! Der Autor scheint nur und ausschließlich in seiner speziellen Community zu leben - oder würde seine Mom, sein Dad, seine Großeltern (ich hoffe, er hat selbige noch) oder Freunde ohne Affinität zu derartigen Spielen diese dämliche Frage mit "Ja" beantworten?

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