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Trend zur Sofortpolitik: Hilfe, wir vertrumpen!
DPA

"Was kümmert mich mein Geschwätz oder Gesetz von vorhin oder nachher?" Nach diesem Motto wird heute debattiert und Politik gemacht: Sofortpolitik. Das ist eine denkbar schlechte Entwicklung.

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nofreemen 05.01.2017, 06:05
50. weniger wäre mehr

Ein Salatkommentar der zu vieles abdecken möchte und damit meist falsch, sofortfalsch kommentiert wird. Ob zu schell oder zu langsam grurteilt wird ist nicht der Punkt; Im Grunde ist alles reiner "Rassismus". Alles fremde ist suspekt und muss überprüft werden. Die falsche Kleidung, die falsche Frisur, der falsche Dialekt, das falsche Nummernschild am Auto, die falsche Freundin oder Freund etc. und schon ist man dran. Das alles hat mit podtfaktisch nichts zu tun. Es ist ganz einfach Rassismus. Der oder die ist anders oder gehört nicht zu uns und muss daher überprüft werden. Das war schon immer so, aber jetzt ttaut man sich es zu sagen und zu leben. Man traut sich aufzuspielen, denn der Beweis ist ja sichtlich. Sochtlich warces auch früher, aber die Masse macht es aus. Und das Momentum der Zeit in der man lebt. Das sogenannte Postgaktische wurde und wird von der Politik angeheizt. Die gut gemeinten Äussetungen der Politik alleine sind einzig "postfaktisch" und nicht das was das Volk sagt; Socidle Medien hin oder her. Fazit: nicht das Volk muss umgestimmt werden wie Hr. Lobo, Medien in Deutschland und die Politik meinen, sondern die Politik selbst. Deutschland präsentiert sich zur Zeit von der dunkelsten Seite. Nur das Volk kann helfen, aber nur wenn die Medien auch zur Einsicht kommen. Gemeinsam kann man die Politik zur Räson zwingen. Den die ist/ sind postfaktisch.

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Erwin S. 05.01.2017, 06:15
51.

Na, Herr Lobo, da sind Sie ja voll auf Fake News herein gefallen. Epic Fail. Andere Journalisten waren da cleverer und haben es sich nicht nehmen lassen, genüßlich darauf hinzuweisen, dass die Abschaffung der Ethikkommission in der US-Öffentlichkeit (das ist nicht die Netzöffentlichkeit) erheblicher Kritik ausgesetzt ist und Trump nur ganz zum Schluss noch schnell auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist. Sprich, Trumps Tweet hatte gar keinen Einfluss auf die Entscheidung der Republikaner. In dieser Realität macht dann allerdings Lobos Parallelwelt-Kolumne über angebliche Sofortpolitik keinen Sinn.

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Freidenker10 05.01.2017, 06:34
52. Eher vermerkeln

Der Begriff "vermerkeln" trifft es wohl eher. Kein Politiker machte in der Vergangenheit mehr opportunisische Politik als Merkel, siehe den Atomausstieg! Das einzige mal das sie ihrer Linie Treu geblieben ist, ist in der Flüchtlingepoltik, aber das hat wohl eher was mit Trotz zu tun.

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GinaBe 05.01.2017, 06:48
53. Wundern kommt von Wunder, nicht von Wunde.

Zitat von Newspeak
...ihr "Digital Natives" befeuert doch jede noch so absurde Beschleunigung/Verkürzung von Inhalten. Das ist doch EUER Markenzeichen. Die Politiker, als Opportunisten, die sie nun mal mehrheitlich sind, springen doch nur auf den Wagen auf. Also, Sascha Lobo, die Entschleunigung vorleben, nicht mehr so oft kommentieren, keine Zusammenfassungen mehr, weniger eigener Beitrag zum medialen Grundrauschen.
Da wird die Beschleunigung beklagt, die kurze Sicht der Dinge, die Einseitigkeit, SOFORTpolitik und schlagwortartige Berichterstattung- und andererseits wird eben genau daran auch gearbeitet, diesem scheinbaren Zeitgeist zu huldigen. Er wird GEMACHT, liebe Medienvertreter und Jubiliare!
Dem Entgegenzutreten verhindert auch die Verdummung, die Engstirnigkeit mancher Bürger, die dann im Herbst ein "Zeichen" gegen das Etablishment setzen wollen und AfD ankreuzen.
DAS kann doch nicht gewollt und angestrebt werden, oder?
Unmissverständliche Zeichen dürfen nicht ignoriert werden, und als solches sehe ich die amerikanische präsidentschaftswahl des herrn Trump, der jetzt so gerne beobachtet, gar zitiert wird, auch wenn das, was er sagt und macht , auf twitter oder sonstwo, keinesfalls Vorbildfunktion erhalten sollte. Warum wird er dann so oft genannt?
Um den Empörungsmodus in Gang zu setzen?
So funktioniert die menschliche Psyche aber nicht...
Sehr viele Menschen benutzen selbst täglich oftmals facebook, twitter und whatsapp oder schon wieder neue virtuelle Spielzeuge für die Erwachsenen- Kommunikation. Ich dachte damals, als diese Netzwerke aufkamen, es seien Werke für Kinder und Jugendliche, die ihre pubertären Einsamkeitsfantasien in der großen, lockeren Gemeinschaft mit gleichaltrigen so aktiv ausleben können. Inzwischen ist aber die halbe Weltgemeinschaft infantilisiert und nicht mehr imstande, lange Texte zu lesen oder lyrische Briefe zu schreiben, versendet SMS, um eine Liebesbeziehung zu kündigen und sind aktuell herzloser geworden, individualistischer, mit herausgefahrenen Ellbogen, die Konkurrenz wegzudrängen.
Alles so gewollt?

Nun, nun, das Jahr ist jung. Vielleicht gelingt ja ein Neuanfang im kleinen und nicht alle guten Vorsätze müssen gestrichen werden, weil sie sich nicht umsetzen lassen.

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scottbreed 05.01.2017, 06:52
54. der Spruch passt besser zu Merkel..

vermerkeln klingt besser.. Denn was die alles oder zumindest ihre Partei versprochen hatte.. Und nu? Ich hätte lieber jemanden wie Trump weil der hinterfragt wenigstens das briefing seines Geheimdienstes... Der ist wenigstens kritisch seinen eigenen Behörden gegenüber.

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BeatDaddy 05.01.2017, 07:38
55. Tja, Herr Lobo,

solche Leute wie Sie haben einen Großteil dazu beigetragen, dass den Social-Media-Diensten so eine große Bedeutung heutzutage zufällt...Denken Sie mal lieber darüber nach, als permanent anzuprangern, zu fordern und andere des kleingeistigen Denkens und Handelns zu bezichtigen. Die Welt ist so, wie sie ist und entweder man kommt damit klar oder man bekommt eine Kolumne.

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echoanswer 05.01.2017, 07:51
56. Wer nachdenkt ...

und abwägt ist old school. Diesen Eindruck hat. Try and error ist das Gebot der Stunde, weil jeder nur wahrgenommen werden will und damit wichtig erscheint. Die wirklichen Könner, falls es in der Politik noch welche gibt, sind so weit im Hintergrund, dass dessen Arbeit nicht mehr wahrgenommen wird. Leider. Facebook und Twitter haben das Leben schlicht entsetzlich oberflächlich gemacht. Wir werden mit Trivialitäten überschüttet und glauben zuletzt, dass das ein erfülltes Leben ausmacht. Lächerlich.

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Patrik74 05.01.2017, 08:22
57. An die eigene Nase fassen

"Social Media ist so übermächtig geworden in der politischen Debatte, dass aus Hashtags Spontankampagnen werden, aus Spontankampagnen Artikelschlachten redaktioneller Medien und daraus politischer Druck."

So ist es. Vielleicht sollte der sog. "Qualitätsjournalismus", für den sich der Spiegel grade selbst feiert (weil es sonst keiner tut?) als würde es sich immer noch im ein kritisches investigatives Blatt handeln, wieder dazu übergehen, Recherchearbeit bei der selbsternannten "Elite" zu betreiben anstatt den ganzen Tag die Social Media Plattformen zu studieren und eben jenes Verhalten an den Tag zu legen, das oben so treffend beschrieben wird.

Niemand zwingt die Presse zum Sprachrohr des digital gossip zu werden - aber es ist wohl "wirtschaftlicher", wenn sich unterbezahlte Praktikanten/Volontäre in Foren tummeln und das dort gelesene sprachlich etwas aufhübschen und so daraus eine "Meldung" machen.

Lustigerweise hört die "Qualitätpresse" gleichzeitig nicht auf, einerseits die sozialen Medien ob ihres "postfaktischen" Charakters zu kritisieren, andererseits bedient sie sich ihrer aber ebenso als Quelle und hat schon oft genug ungeprüften Unsinn mitverbreitet (nur ein Beispiel: der Tote vorm LeGeSo...).

Aber man kann es verstehen; schließlich kommen heutzutage die wirklich relevanten Enthüllungen oft genug von der "Internet Community" und weniger von der "Qualitätspresse"; die probiert eher, tatsächliche Misstände zu bagatallesieren und Kritiker als fehlgeleitete Hysteriker und Verschwörungstheoretiker zu diskreditieren - siehe bspw. die extrem tendenziöse Berichterstattung zu TTIP und CETA, bei der systematisch die Sorge um die Aushöhlung der Rechtsstaates konsequent ignoriert wurde, und so getan wurde, als wenn es in Deutschland nur "ein paar tausend" Irre gibt, die gegen Freihandel sind. DAS ist postfaktische Berichterstattung vom feinsten!

Wenn die sog. "Qualitätspresse" selbst noch in der Lage wäre, eigene Inhalte zu produzieren, dann wäre sie noch so verzweifelt darauf angewiesen, "aus Spontankampagnen Artikelschlachten redaktioneller Medien" zu machen.

Wohlan!

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meinsenf1 05.01.2017, 08:30
58.

Hmm, an wen erinnert mich das?
Atom-Wiedereinstieg, Atomaustieg, Maastricht, Dublin, Schengen...

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jeze 05.01.2017, 08:33
59. Trump? Merkel!

Ich glaube die einzigen, die vertrumpen sind die Medien. Von allen Politikern ist Trump der einzige, der noch gar keine Politik gemacht hat. Was will uns Lobo also erzählen?

Es war nicht Trump, der vom ein auf den anderen Tag die deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet hat, es war nicht Trump, der sich innerhalb kürzester Entscheidungsfrist am Syrienkrieg beteiligt hat, es war nicht Trump, der spontan Flüchtlinge nach Deutschland geholt hat, es war nicht Trump, der in Frist einer kurzen Nacht die komplette Griechenlandrettung (oder was dafür gehalten wird) durchgeboxt hat.

Das alles war Frau Merkel. Ich sage nicht, ob die genannten Dinge gut oder schlecht waren, aber Herr Lobo sollte uns nicht erzählen, dass jetzt was schlimmes käme, was es noch nicht gäbe. Angst ist kein guter Ratgeber, Herr Lobo. ;)

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