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Tricks der Spielehersteller: Zocker einfach mal abzocken
Christian Neeb

Viele Entwickler wollen über den Spieleverkauf hinaus Geld verdienen. Ihre Taktiken sind kreativ, aber wenig kundenfreundlich. Bei zwei aktuellen Titel sorgen die Finanzierungsmodelle für Fan-Wut.

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Vex 23.09.2017, 21:58
1. ...

Das Geschäftsmodel mit Lootboxen ist nichts anderes als Glücksspiel und müsste auch unter die Regelung dafür fallen ....

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wll 23.09.2017, 22:01
2. Kein Titel

Tja, pay to win wäre für mich schon mal ein absolutes Ausschlußkriterium. Aber ich stehe den Miktotransaktionen ohnehin eher ablehnend gegenüber. DLC ist imho ok, bei Erweiterungen des Spiels - beispielsweise eine neue Strecke für den Bahnsimulator oder ein neues Flugzeug für den Flugsimulator. Gegen eine Abogebühr, wie sie bei einigen Spielen erhoben wird, ist m. E. auch nichts einzuwenden. Den Trend, für jeden Ausrüstungsgegenstand oder gar jeden Pfeil in einem Spiel die Hand aufzuhalten, ist aber in meinen Augen pure Abzocke. Kleiner Tipp: nicht murren, boykottieren - der einzige Weg, die Hersteller zu einem Umdenken zu bewegen. Mit ein Grund, warum die meisten meiner Spiele ein gesegnetes Alter auf dem Buckel haben - die beiden ältesten stammen immerhin aus dem Jahr 1997. Die gute alte Zeit, als es noch "pay once, play forever" hieß... ;-)

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meine Güte 23.09.2017, 22:06
3. Es ist ganz einfach,

... ob Gummy Drop oder sonstwas, ich kaufe nichts. Einen Obulus für die Entwickler wäre in Ordnung. Die übertreiben echt. Ohne mich!

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quark2@mailinator.com 23.09.2017, 22:11
4.

Tja, wie es im Artikel schon steht - die Kunden machen sich den Markt selbst kaputt, indem sie Sachen kaufen, statt kundenfeindliche Geschäftsmodelle zu boykottieren. Hätten die Spieler vor Jahren die Spiele mit invasiver Copy-Protection nicht bezahlt, wären uns diese Quasi-Rootkits erspart geblieben. Hätten die Leute bei Photoshop nicht für das Abo bezahlt, wäre es mir erspart geblieben, daß nun auch mein Leiterplatten-CAD sowas eingeführt hat. Ich persönlich boykottiere das alles - kein Abo, kein hartes Copy-Protect und keine In-App-Käufe. Ich bin bereit, 1x im Laden den Preis zu zahlen und will dann für immer und ewig mit dem Spiel machen können, was ich will. Zum Glück habe ich noch mehr Spiele dieser Art auf Halde liegen, als ich Zeit zum Zocken finde. Es gibt ja auch noch außerhalb des Bildschirms ne Welt :-) ... Aber ich spare so n Haufen Geld. Früher hab ich jedes Jahr zwischen 500 und 1000 Tacken für Spiele ausgegeben und auch ne Menge für Kino. Beim Kino sind mir jetzt die Preise zu hoch - spar ich, bei den Spiele kann ich auch das neue Zeug nicht mehr kaufen (s.o.) also spar ich das auch. Das Geld geht in die Urlaube und das macht auch Spaß :-).

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Moridin 23.09.2017, 22:22
5. Und wer macht dabei mit?

Nicht nur die Kunden, solche Konzepte setzt auch jemand um!

Ich habe schon moralische Probleme damit, die taiwanische Sprachversion in der chinesischen Sprachversion einer Website zu verstecken.
Ganz abgesehen von der Außendarstellung meines Arbeitgebers, die eher auf Lug und Trug statt Aufrichtigkeit setzt und mich davon abhält, mich mit ihm zu "identifizieren".

Moralisch einwandfreie Arbeitsstellen lassen sich wohl noch schwieriger finden als gut bezahlte...

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Drschlaumeierxy 23.09.2017, 22:45
6. Die ideologische...

... Wachstumshysterie macht eben vor nix&niemandem Halt. Auch Gameproducer müssen jährlich >10% Wachstum generieren, obwohl es keine neuen Käufer gibt. Der Anfang vom Ende!!

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kaffeeesatz 23.09.2017, 23:08
7. GTA V Online

ist derzeit die schlimmste Melkmaschine und macht auch keinen Hehl draus. Zwar sind sämtliche neue Inhalte kostenlos. Doch um sich die 'leisten' zu können muss man, je nach Erfahrung, Monate in dem Spiel immer gleiche Missionen erfolgreich beenden. Wen wundert es, dass in GTA V -Online getrickst und gecheatet wird, um an die kostbaren GTA-Dollars zu kommen? Oder aber man investiert in sogenannte Shark Cards, bei der die teuerste (so um die 50.- Euro) im Spiel mal gerade dem Gegenwert eines Sportwagens entspricht.
Und bei Problemen im Spiel hilft der Support sich ausschließlich selbst und verschickt, je nach Thema, automatisierte Antworten.

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großwolke 23.09.2017, 23:41
8. Zwei Schubladen

Die meisten Gamer, die mit ein bisschen Hirn an die Sache herangehen, stecken Spiele in eine von zwei Schubladen: entweder man kauft einen Vollpreistitel, dann möchte da aber bitteschön auch das ganze Spiel im Kaufpreis enthalten sein. Oder man hat einen Free-to-play-Titel, bei denen ist es akzeptabel, wenn auf irgendeine Weise der Aufwand durch den Kauf von Spielinhalten entschädigt werden soll. Wenn Spieler etwas gegen Pay-to-Win bei kostenlosen Titeln haben, haben sie das System nicht verstanden. Wenn Spiele-Hersteller versuchen, Kunden, die schon 50, 70, manchmal 100 Tacketen für einen Vollpreistitel gelöhnt haben, noch zusätzlich mit Ingame-Shops abzuziehen, dann sind die es, die etwas nicht verstanden haben. Was ich persönlich seltsam finde: dass sich Abo-Modelle wie bei World of Warcraft nicht durchgesetzt haben. Das ist eigentlich der transparenteste Weg. Man zahlt einmal für den Content, und dann dauerhaft ein kleines Abo für die Aufrechterhaltung der Online-Infrastruktur, der Community-Betreuung usw. Scheinbar gibt es einfach zu viele Leute, die nicht sehen wollen, dass in den Spielen ein Haufen Arbeit drinsteckt, die sich eben nur lohnt, wenn dafür auch fair bezahlt wird. Und dass man meistens draufzahlt, wahlweise beim Geld oder beim suboptimalen Spielerlebnis, wenn man versucht, die Billigheimer-Masche zu fahren.

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scottbreed 24.09.2017, 00:28
9. Es geht ja nicht nur um die inapp Käufe als solches

sondern auch um die Dreistigkeit der Spiele entwickeler.. Früher als inapp Kauf Mode wurde, waren die Preise noch so 99 Cent oder maximal 2 Euro.. Aber das hat keine 2 Jahre gedauert und die gier wurde immer dreister mit Preisen bis zu 120 Euro und mehr und das nur wegen nen paar Punkte oder Dreiecke.. Und das ist jenseits meiner Vorstellung von fair.. In Prinzip bezahlt man nen Haufen richtiges Geld also harte Währung gegen nen paar hexdidezimal Werte.. Die überhaupt keinen Wert haben und den jeder Spielehersteller wieder löschen kann oder den Service einstellen kann.. Also man bezahlt für Luft für nix..
und damit habe ich ein Problem..
früher kaufte man nen Spiel und dann noch ein addon dazu und die laufen heute noch.. Man hatte einen echten gegenwert den man immer wieder benutzen kann..
ich habe aufgehört PC Spiele zu kaufen als mit Siedler 7 der erste online zwang Kopierschutz raus kam. Ab da habe ich nie wieder ein PC Spiel gekauft..
ich lass mich nicht abzocken..
die Spiele hesteller sind selber schuld wenn sich die Leute dann lieber nen Spiel illegal besorgen und alles mit hacks und mods freischalten..

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