Forum: Netzwelt
Übergriffe in Köln: Mob und Gegenmob
DPA

Als Antwort auf den Kölner Silvestermob ist eine Welle der Empörung im Netz losgebrochen. Dabei schert sich ein Großteil der Öffentlichkeit wenig um sexuelle Gewalt. Außer sie kommt von "nordafrikanisch oder arabisch aussehenden" Männern.

Seite 1 von 55
vhn 06.01.2016, 14:43
1. Hut ab, Herr Lobo

Der erste vernünftige und differenzierte Beitrag zu dem Thema. Ein Aspekt fehlt mir noch. Die Berichtsmentalität der Medien in dieser causa. Unglücklich?

Beitrag melden
kameid 06.01.2016, 14:49
2. Sexuelle Gewalt

Sexuelle Gewalt ist zweifelsohne eine üble Form der Grenzüberschreitung, wie auch Diebstahl, Raub, Körperverletzung und anderes. Mag sein, das Thema sexuelle Grenzwahrung wäre jetzt in unserer Gesellschaft angezeigt, wie der Autor anregt. Bei den Geschehnissen in Köln, Hamburg, Leverkusen usw. handelt es sich allerdings ganz offensichtlich um eine sehr besondere Form der Gewaltausübung, die auch so herausgehoben benannt werden darf.

Beitrag melden
Pusteblume68 06.01.2016, 15:14
3. Sehr richtig, Herr Lobo.

Sehr richtig, Herr Lobo.

Das schreibe ich nur als Gegengewicht zu den widersprechenden Beiträgen.

Beitrag melden
mitleser_psy 06.01.2016, 15:15
4. Herr Lobo: Zivilisation

Zitat: "Zivilisiert zu sein bedeutet, nacheinander neun Schwarzhaarigen zu begegnen, die sich alle als Arschlöcher erweisen, und trotzdem dem zehnten Schwarzhaarigen nicht deshalb in die Fresse zu hauen."

Das mag rational so sein. Aber der Mensch ist ein emotionales Wesen (es gibt nichts was der Mensch macht und denkt, ohne eine Emotion zu empfinden, die viel schneller gebildet wird als jegwede Kognition). Außerdem benutzt der kognitive Geizhals Heuristiken und Schemata, weshalb ohne einen weiteren Schritt in der Evolution kein Mensch diesen gewünschten Sachverhalt erfüllen wird. Selbst Menschen mit entsprechender Ausbildung und Kenntnis dieser Sachverhalte fallen in dieses Schema. Dazu muss man sich nur Ärzte anschauen, die etliche male das gleiche diagnostizierten. Auch diese vermuten nach kurzer Zeit immer die gleichen Diagnosen, so funktioniert das Menschsein (ist nur ein Beispiel). Zu diesen Sachverhalten finden sie etliche psychologische Studien.

Beitrag melden
manitoba 06.01.2016, 15:15
5. Wie überraschend

Herr Lobo übt sich in Relativierung.

Nein, Herr Lobo, es geht nicht allein um sexuelle Gewalt. Die gibt es tagtäglich auch in deutschen Haushalten, leider.
Es geht darum, dass es keine öffentliche Ordnung und Sicherheit mehr gibt. Die massenhaften Raub- und Sexualdelikte in aller Öffentlichkeit waren zuvor unvorstellbar. Sowas gab es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie. Nun haben wir uns damit auseinanderzusetzen. Beschwichtigungen und Ablenkungsversuche in der veröffentlichten Meinung helfen dabei nicht.

Beitrag melden
maipiu 06.01.2016, 15:16
6. Der dünne Firnis der Zivilisation

Wenn dieser dünne Firnis weg ist, verhalten sich manche Menschen nur noch triebgesteuert. Da man wenig dagegen tun kann, muss man verhindern, dass so etwas straflos in der Öffentlichkeit stattfinden kann. Meinetwegen durch Videoüberwachung. Und dass dann harte Strafen folgen müssen, ist eine Selbstverständlichkeit, wie Lobo schreibt.
Es darf nicht sein, dass Leute sich wegen so etwas nicht mehr zu Großveranstaltungen trauen.

Beitrag melden
Old-Joe 06.01.2016, 15:18
7. Meine Anerkennung

Das ist der erste ausgewogene und intelligente Kommentar, den ich zu diesem Thema las.

Beunruhigend finde ich nach wie vor, dass an einem Hauptbahnhof in einer Großstadt, an dem eigentlich genügend Sicherheitskräfte vorhanden waren, die Vorgänge nicht einmal wargenommen wurden. Immerhin wurden 50 oder mehr Frauen alleine in Köln ernsthaft belästigt.

Beitrag melden
lofi 06.01.2016, 15:18
8.

Erst Frau Hans, jetzt Herr Lobo...
Natürlich muß man differenzieren. Aber reicht dass?

Vielleicht ist die Wirklichkeit doch etwas anders, als SPON,Tagessschau oder heute-Journal wahrhaben wollen.

Beitrag melden
gott777 06.01.2016, 15:20
9. Fast richtig

Auch wenn ich sonst nicht mit Hr. Lobo übereinstimme, im Großen und Ganzen stimme ich diesem Kommentar zu. Aber bitte nicht zu einfach machen und kleinreden. Das, was an diesem Fall so besonders ist und warum der Aufschrei so groß ist, ist: a) Es war nicht ein alkoholisierter oder psychologisch Fehlgeleiteter, der das Verbrechen beging, es war eine große Gruppe b) Die sexuelle Gewalt geschah nicht um ihrer selbst (wie eigentlich bei Sexualstraftaten üblich) sondern zum demütigen und weitere Straftaten begehen zu können. Und c) Schlimm genug wenn ein "Einheimischer" Verbrechen begeht, aber eigentlich sollte man davon ausgehen, dass "Gäste" (soweit es sich bei den Tätern wirklich um Flüchtlinge handelt), die aus "Lebensbedrohlichen Situationen" in das Land fliehen um hier in Sicherheit zu leben sich anders benehmen (das ist ein Knackpunkt warum Verbrechen von Ausländern in der Bevölkerung anders gewichtet werden).

Beitrag melden
Seite 1 von 55
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!