Forum: Netzwelt
Übernehmen die Computer die Herrschaft?

Übernehmen die Computer die Herrschaft? Verändert das Internet unser Denken? Gewinnt digitale Technik die Oberhand, macht sich unseren Geist Untertan?

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Nikolai C.C. 18.11.2009, 20:55
30. Erinnern wir uns doch mal und bleiben wachsam

"Kreativität, Toleranz und Geistesgegenwart", ganz wichtig, auch die Möglichkeit sich in Foren zu organisieren!

Es gibt viel Kreativität im Netz, aber ich erkenne auch die angesprochene Gefahr der Überwachung und der Angst: oh, ich könnte etwas verpassen, immer überall online sein zu müssen. Deswegen habe ich mal die radikale Variante getestet, und bin sechs Monate durch Indien auf Yogatour gereist. 1-2x die Woche ins Internetcafe um Mails und Schlagzeilen zu überfliegen. Ging hervorragend, und viel Zeit um zu lesen, nachzudenken und zu entschleunigen.

Nun probiere ich es mit der Kreativität, in einem internationalen, gemeinnützigen Projekt mit verschiedenen nationalen Einzelprojekten: wir filmen Menschen ab 65, die aus ihrer Jugend erzählen, von alten Sitten und Traditionen und stellen dies ins Web. Also praktisch die letzten Generationen, die ohne Computer aufgewachsen sind. Ich werde ein Sonderthema starten: Der Mensch und sein Verhältnis zum Computer. Wer mitmachen möchte, oder Erzähler kennt, bitte melden: www.memoro.org/de.

Eigentlich ein schöner Beweis, wie das Web auch völker- und generationsverbindend sein kann, denn junge Menschen sollen ihre Großeltern filmen und sich die Clips anschauen. Und auf meinem Nachttisch stapeln sich tolle Bücher :-).

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kohlerich 18.11.2009, 22:42
31. Zurück zur Natur

Wenn Herr Schirrmachern mal den ganzen technischen Schnickschnack beiseite legt und sich wieder den wirklich wichtigen Dingen seiner Spezies, also den Frauen widmet, renkt sich in in kurzer Zeit alles wieder ein...
Aber vielleicht hat er diese Arten der Kommunikation schon vergessen ?

Der Mensch hat sich in tausenden Jahren nur geringfügig verändert, das wird auch so bleiben, und der arme Mensch, den Schirrmacher beschreibt, ist Gottseidank sowieso nur die unwichtige Minderheit auf unserem Planeten, schließlich gibt es inzwischen 7 Mrd. von der Sorte. Die meisten haben andere Prioritäten.

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od1 18.11.2009, 22:45
32. Kalter Kaffe

Hier geht es nicht um irgendeine sinistre Revolution, sondern schlicht und ergreifend um die gute alte Sucht. Wer ständig etwas sucht, ist süchtig, was insbesondere dann problematisch ist, wenn nichts relevantes gefunden wird, oder das gefundene nicht dauerhaft befriedigt. Aufhören, zu suchen, kann hilfreich sein.

Das machen sich ja auch trefflich die Autoren diverser Ratgeber zu Nutze, deren reißerische Titel mit W-Fragen gespickt endlich Aufklärung bezüglich lang gehegter existenzieller Themen verheißen. Pikant ist dabei immer, dass man das Buch erst gar nicht gekauft, geschweige denn gelesen hätte, wenn man dessen Ratschläge von vorneherein beherzigt hätte.

Relevante von irrelevanter Information zu scheiden, ja das klingt plausibel ! Oder um einen Cartoon von Gary Larson zu zitieren (leider ohne Bild :D): "Verdoppelter I.Q. oder kein Geld zurück", "Naja, ich weiß nicht... doch, klingt ganz gut".

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sfb 18.11.2009, 22:59
33.

Zitat von Nikolai C.C.
...Nun probiere ich es mit der Kreativität, in einem internationalen, gemeinnützigen Projekt mit verschiedenen nationalen Einzelprojekten: wir filmen Menschen ab 65, die aus ihrer Jugend erzählen, von alten Sitten und Traditionen und stellen dies ins Web. Also praktisch die letzten Generationen, die ohne Computer aufgewachsen sind.
Gute Sache.
Solches Wissen könnte mal wichtiger werden als der neueste Technik-Firlefanz ;-)

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Paul Panda 18.11.2009, 23:07
34. so what?

Der Beitrag sollte wahrscheinlich nur provozieren: Ich kann mir nicht vorstellen, zum Sklaven meines Handys oder PCs zu werden, obwohl ich seit der ersten Stunde (Commodore 64) dabei bin. Mein Handy nutze ich nur im Falle einer Autopanne, und den PC zum mailen, kreativen Arbeiten (schreiben und Zeichnen) und z.B. zum SPON-Lesen. Anzeichen des "beherrscht werdens" habe ich bisher noch nicht bei mir festgestellt, obwohl der User früher zugegebenermaßen mehr Möglichkeiten hatte, auf seinen PC Einfluss zu nehmen. Wie auch immer: Spätestens nach ein bis zwei Stunden am PC (privat) habe ich die Nase voll, betätige den Ausschaltknopf und wende mich körperlichen Betätigungen zu.

Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich in meinem Job täglich acht Stunden an der "Kiste" buchstäblich "angekettet" bin und schon zu der Generation gehöre, die nicht mehr auf den überflüssigen Schnickschnack aus dem "ich bin doch nicht blöd" - Laden hereinfällt.
Wer sich von dem ganzen "Elektronik-Schrott" seine Freizeit klauen oder sein Leben bestimmten lässt, ist selber schuld.

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Iggy Rock 18.11.2009, 23:26
35.

Zitat von sysop
Übernehmen die Computer die Herrschaft? Verändert das Internet unser Denken? Gewinnt digitale Technik die Oberhand, macht sich unseren Geist Untertan?
Nette Theorie, ich hege da einen anderen Verdacht: Andere Menschen machen sich unseren Geist Untertan und gewinnen die Oberhand über uns. Das ist im Zeitalter von Web 2.0 und wo man unter Service das bedienen von Computern und die Eigenverantwortung im Internet versteht, wohl auch nicht schwer zu verstehen. Wir sollen arbeiten, uns dem blanken Wahnsinn von schlecht umgesetzter Informatik in Beruf und Freizeit aussetzen. Andere verdienen dann auch noch daran, dass wir so brav digital lernwillig sind, jeglichen technischen Irrläufern bedingungslos als Fortschritt folgen und von ganz alleine funktionieren.

Computer übernehmen nicht die Herrschaft, es sind die Personen, die Software und Strategien im Computersektor entwickeln, die über einfachste und unkomplizierte Kommunikation hinausreichen.

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Blackhole 19.11.2009, 00:51
36.

Zitat von
Ich bin unkonzentriert, vergesslich, und mein Hirn gibt jeder Ablenkung nach. Ich lebe ständig mit dem Gefühl, eine Information zu versäumen oder zu vergessen. Und das Schlimmste: Ich weiß noch nicht einmal, ob das, was ich weiß, wichtig ist oder das, was ich vergessen habe, unwichtig.
Dies ist mir unabhängig von dem Autor leider auch schon aufgefallen. Dinge, die ich mir merken möchte, vergesse ich oft sofort; unwichtiges bleibt haften. Meiner Meinung nach ist dies sehr gefährlich, eine Art Alzheimer des Informationszeitalters?

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meinefresse 19.11.2009, 06:21
37.

Zitat von sysop
Übernehmen die Computer die Herrschaft? [...]
Hoffentlich, schlimmer als unter der Herrschaft von Menschen kann es auch nicht mehr werden...

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webman 19.11.2009, 09:22
38. wow

Zitat von Iggy Rock
Nette Theorie, ich hege da einen anderen Verdacht: Andere Menschen machen sich unseren Geist Untertan und gewinnen die Oberhand über uns. Das ist im Zeitalter von Web 2.0 und wo man unter Service das bedienen von Computern ....
wie recht sie haben.....!

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Steinklumpen 19.11.2009, 09:57
39.

Ja

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