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Überraschung in Straßburg: EU-Parlament bremst Urheberrechtsreform aus
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Die Debatte um ein neues Urheberrecht geht in die Verlängerung: Das Plenum des EU-Parlaments weigert sich, die Pläne in der bisherigen Form voranzutreiben. Netzaktivisten jubeln, Verlage und Künstler ärgern sich. Der Überblick.

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bitte.was 05.07.2018, 12:43
1. Mal wieder

hat eine solche Abstimmung während der WM stattgefunden und es wurde im Vorfeld auf kaum einem öffentlichen Medium darüber berichtet. Deshalb grenzt es fast an ein Wunder dass der Antrag abgelehnt wurde. Liebes SPON Team: informiert doch eure Leser bitte in Zukunft etwas früher über eine so wichtige Entscheidung.

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pariah_aflame 05.07.2018, 12:44
2. Bravo

Ein Hauch Demokratie weht durchs EU-Parlament. Bin begeistert!

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tz33 05.07.2018, 12:49
3. Worum es auch geht....

Entlarvend sind ja Aussagen wie zum Beispiel der grüne EU-Abgeordnete Helga Trüpel, die federführend an diesem Bürokratischen Monstrum mitarbeitete, wonach es (wortwörtlich!) darum ginge einen "falschen Freiheitsbegriff auszumerzen". Hier soll also offenbar ganz offen Zensur ausgeübt werden und nur noch genehme Inhalte zulässig sein.

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frietz 05.07.2018, 12:50
4.

wow, es gibt dort doch noch Menschen mit Verstand.

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eglseer 05.07.2018, 12:51
5. Verlage ...

Nein, es ist falsch, dass sich "Verlage" ärgern. Pro Leistungsschutzrecht waren neben dem Börsenverein vor allem die großen Publikums- und Zeitungsverlage. Eine große Zahl von kleinen und mittleren Verlagen ist durchaus anderer Meinung.

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sven2016 05.07.2018, 12:56
6.

Die vorgesehenen Einschränkungen schaden nicht in erster Linie den "großen Anbietern" im Netz, sondern dem normalen Nutzer. Es wird unter Vorwänden erneut Spionage und Zensur vorbereitet und gleichzeitig den ach so freiheitsliebenden Großverlegern Geld zugeschaufelt.

Alternative: Google & Co. sperren die großen deutschen Verlage aus ihren Diensten und Suchen aus. Ach, dann doch den Verlegern auch nicht recht?

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Velociped 05.07.2018, 13:01
7. Wenig engagierter Artikel

Es gibt viele plakative Beispiele, warum Linktax und Uploadfilter die Meinungsfreiheit deutlich negativ beeinflusst hätten. Von Leaks, die dann leicht über die Registrierung als urheberrechtlich geschützte Werke gestoppt werden könnten bis hin zum Tod der kleinen Plattformen. Es ist gut, dass trotz Fußball-WM eine ausreichende Öffentlichkeit mobilisiert werden konnten. Diese Öffentlichkeit kam aber gerade nicht durch die etablierten Medien, sondern durch das Internet zustande. Gerade das zeigt, warum es so ein großes Interesse bei der etablierten Presse gibt, künftig ein Monopol auf der Veröffentlichung von kritischen Inhalten zu haben. Denn im Gegensatz zu kleinen und großen Plattformen, wäre die Presse sowohl von Uploadfiltern als auch von der Linktax ausgenommen gewesen.

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blurps11 05.07.2018, 13:06
8.

Zitat von bitte.was
Liebes SPON Team: informiert doch eure Leser bitte in Zukunft etwas früher über eine so wichtige Entscheidung.
Hat SpOn mehrfach getan. Lesen müssen Sie aber schon noch selbst.

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In-Golf 05.07.2018, 13:10
9. Lasst doch den Bürgern die Freiheit.

Und den Künstlern ihr Tantiemen-Recht bis 70 Jahre nach Schaffung eines Œuvre. Wenn es gut war, sind dann die Gedanken und die Taten Allgemeingut. Und wenn sie schlecht waren und keiner sie nach 70 Jahren noch kennt, sind sie keinen Cent wert.

Das hat sich gut bewährt.

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