Forum: Netzwelt
Überwachung von Gefährdern: Nichts gelernt aus dem Fall Anis Amri
BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Ein Blick in die Statistik zu islamistischen Mordanschlägen in Europa zeigt: Immer war mindestens einer der Täter polizeibekannt. Die Fehler der europäischen Behörden haben absurde Züge angenommen.

Seite 1 von 20
thomasz1970 19.12.2018, 17:00
1. Fahndung...

nach Mautprellern, Dieselfahrverbotverstössen; evtl. auch Fehler in der Steuererklärung der kleinen Leute und h4-Fahndung sind wichtiger, da da Geld in die Kasse kommt. Was jucken die Behörden schon ein paar Tote durch Anschläge? Kostet nur Geld, das zu verhindern. Kondoliert man halt ein Jahr später, und führt noch großflächigere Fahndung ein, Thema durch. /sarkasmus aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oliver_behre 19.12.2018, 17:02
2. Punktgenau, Herr Lobo

Es bleibt wahrscheinlich nur der sarkastische Versuch, das Versagen zu erklären: Wenn man den ganzen Tag damit beschäftigt ist, auf Anforderung der Politik Argumente für Vorratsdatenspeicherung oder Video-Überwachung zu schreiben, kann halt mal die gute alte Polizeiarbeit liegenbleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deeperman 19.12.2018, 17:05
3. Absicht?

Ich bin wirklich kein Verschwörungstheoretiker - aber soviel Dummheit kann eigentlich nicht sein. Es drängt sich schon der Verdacht auf, manche Behörden-Mitarbeiter lassen die Sache wider besseren Wissens laufen, damit nach dem erwartbaren Anschlag die Rechts-Populisten weiter Aufrieb erhalten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterle3 19.12.2018, 17:11
4. Sehr gut, sehr verstörend

Eine sehr gute Analyse, auch wenn sie sehr verstörend ist. Könnte da vielleicht ein Bundestagsabgeordneter (bitte nicht von der AfD) sich aufraffen, mit diesem Hintergrundmaterial eine parlamentarische Anfrage zu stellen??

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantrid 19.12.2018, 17:26
5. Die Entlarvung einer dreisten Lüge

Man kann dem Artikel nur voll zustimmen. Was hat, was tut, was will man uns noch alles zumuten von Vorratsdatenspeichrung, Bundes-Trojaner, Gesichtserkennung, biometrische Ausweise, Anzapfen von Internet-Knoten und so weiter? Wozu werden diesen Daten benötigt, wenn es trotz vorliegender Daten und Erkenntnise, die ohne alle diese Mittel vorhanden sind, nicht gelingt, Mördern das Handwerk zu legen? Eher ist zu berürchten, dass mit zunehmender Datenflut wichtige Hinweise untergehen, es eher unsicherer als sicher wird, wie letztens, als die Wohnung einer alten Dame vom SEK gestürmt wurde. Übrigens kein bedauerlicher Einzelfall, in der kleinen Stadt in der ich lebe, endete ein solcher Einsatz für einen völlig Unschuldigen mit gebrochenen Knochen in der Klinik. Auch da hatte man sich in der Tür geirrt. Ich bin nicht bereit, Freiheitsrechte zu opfern, so lange mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht sorgsam umgegangen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muttersteresa 19.12.2018, 17:26
6.

Seit gefühlt 1000 Jahren erzählt die CDU /CSU dass nur sie innere Sicherheit hat können. Ich bezweifle das schon lange und bin froh, dass sie zu RAF Zeiten nicht am Ruder waren. Außerdem hält so ein kleiner Anschlag dann und wann das Volk in Angst. Das ist ganz praktisch zum Regieren. Nur gut gab es nie eine IRA oder ETA bei uns. Damit kämen die nie zurecht. Die Moslems bringen sich doch in der Hauptsache selber um.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scgtef 19.12.2018, 17:34
7. Alle kriminellen Ausländer sollen raus aus D

egal ob islamistisch kriminell oder "nur' kriminell. Ich würde auch schon bei kleineren Vergehen ausweisen. Die deutsche oder gar doppelte Staatsbürgerschaft würde ich bei Kriminellen aberkennen, wegen Nichtbewährung. Dt Staatsangehörigkeit also bei Ausländern immer nur auf Probe vergeben. Auch wenn sie hier geboren sind. Es gibt genügend gesetzestreue Ausländer, die anderen müssen raus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
drmario 19.12.2018, 17:43
8. False Negative

Die Täter wurden also alle fälschlich als negativ eingestuft...
Gibt es irgendwo Zahlen für True Positive? False Positive ist sicher interessanter ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
webclaus.1 19.12.2018, 17:44
9. Herr Lobo und seine Sicht

Wie leicht man es sich doch machen kann, wenn man weit entfernt in seinem Büro sitz. Sie sind der Erste der schreit, wenn die Ermittlungsbehörden wieder mal versagt haben. Oder wenn eine Tat aufgrund der faulen, langsamen Ermittler wieder nicht schnell genug geklärt werden konnte. In solchen Situationen fordern sie wieder einen Polizeistaat. Ist es wieder etwas ruhiger, dann kann man ja gegen Verbindungsdaten und Videoüberwachung herziehen. Ich glaube Ihnen ist gar nicht bewusst, wieviele Menschen jeden Tag , rund um die Uhr, damit beschäftigt sind, damit in Deutschland kein Anschlag geschieht oder sonstige Straftaten verhindert werden können. Es kann definitiv nicht jeder Gefährder überwacht und jede Information richtig verarbeitet und bewertet werden. Es wird immer ein Restrisiko bleiben. Wenn aber ein Gefährder oder Straftäter abgeschoben werden soll, dann kommen Sie auch wieder auf den Plan, da dieser evtl. schon viele Jahre in Deutschland ist, nur Kleinkrimineller war usw. Man wird es Ihnen nicht recht machen können. Ich hoffe nur, dass Sie von einer schweren Straftat verschont bleiben. Es wäre Ihnen sicherlich schrecklich peinlich, wenn diese dann durch Verbindungsdaten der Täter oder eine Identifizierung durch Videoüberwachung geklärt werden könnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 20