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Überwachung von Gefährdern: Nichts gelernt aus dem Fall Anis Amri
BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Ein Blick in die Statistik zu islamistischen Mordanschlägen in Europa zeigt: Immer war mindestens einer der Täter polizeibekannt. Die Fehler der europäischen Behörden haben absurde Züge angenommen.

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ralfzitz 19.12.2018, 22:29
100. Wo bleibt bei der Kolumne nur ein Hauch von Rechtsstaatlichkeit

Billiger populistischer Quatsch. Lese oft und gerne Lobo Artikel und Kolumnen, aber das ist Stammtisch unterste Schublade. Jeden der tausende Gefährder einfach weg sperren oder von 50 Polizisten rund um die Uhr observieren lassen ... mitten aus dem Leben !
Entweder wir sind ne freie rechtsdtaatliche Gesellschaft mit Risiken und vielen (schmerzhaften) Schwächen oder ...

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m.m.s. 19.12.2018, 22:35
101. 10 km/h zu schnell

Die Prioritäten der Behörden richten sich ja gegen die eigenen Landsmänner, da wird beim gesetzestreuen Bürger selbstverständlich jede Geschwindigkeitsübertretung auf der Autobahn von einigen km/h zu schnell grenzüberschreitend durchschlagend geahndet. Das ist nämlich wichtig, und das sind einfache Ziele. Terroristen und Gefährder, wie der Name sagt, gefährden den Feierabend, das Wochenende und die Urlaubsplanung der Behörden, das kann nicht einfach mit der vollen Härte des Gesetzes geahndet werden, da müsste man sich ja anstrengen.

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femdoc 19.12.2018, 22:45
102. wie immer: weiter so, wie gehabt!

nichts Neues, Merkel macht weiter so und die Bevölkerung jubelt oder nimmt es schweigsam hin.
egal, wie viele Anschläge, Messerstechereien, Massenvergewaltigungen und Belästigungen passieren, bitte stets die Faust in der Tasche stecken lassen und auf offen-liberal machen. sonst droht die Gefahr, als Nazi erkannt zu werden.
die angebliche Aufrüstung der digitalen Erfassung von Gefährdern: auch so ein Blendwerk. was ist denn hier mit URSACHENbekämpfung?
ein beliebtes Mantra bei der Aufnahme von Flüchtlingen gilt selbstverständlich bei Anschlägen und Verbrechen nicht.
Merkel biegt sich alles so zurecht bzw. lässt sich zurecht biegen (Madame macht sich selbst natürlich nicht die Finger schmutzig), wie es IHR passt. alles gut!

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lorgar 19.12.2018, 22:48
103. Der Spiegel sollte sich langsam entscheiden, welche Linie er vertritt

Erst wurde Herr Maaßen als Ultrarechter Nationalist verunglimpft.... und musste wegen eben solcher Äußerungen (und indiskutabler Äußerungen, die jedoch lange nach der Causa Maaßen stattfanden) seinen Posten äußern. Nun echauffiert sich der Spiegel selbst darüber, dass "Gefährder" nicht rechtzeitig neutralisiert wurden.... etwas, wovon persona non grata Maaßen schon Jahre zuvor gewarnt hatte...

Gleichzeitig lese ich Artikel im Spiegel über rechtes Gedankengut in der Polizei, unsere "Beschützer" werden also weiterhin an den Pranger gestellt. Verstehen Sie, dass Ihre eigenen Redakteure sich gegenseitig widersprechen? Das hat nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend nur noch verwirrend. Wozu liest man schließlich eine Zeitung? Genau: Um sich eine Meinung zu bilden.

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cemalaslan01 19.12.2018, 22:51
104. Verschwörungstheorien

Sogar nach einer Flasche Wein merke ich was für ein schlechter Schreiberling Sie sind. Was ist mit den anderen die wir erwischt haben. In welches Raster fällt die kleine Türkin die versucht hat einen Polizisten umzubringen. Geh doch in die Moscheen und schrieb doch alle Imame ab. Mal schauen, ob es noch Probleme mit sem Islam gibt. Alles nur Menschen die das leben was andere den vorleben. Sie sind halt Affen und nicht das Ebenbild Gottes

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korkdude 19.12.2018, 23:01
105. Kosten sprengen alles

Bei 20.000 Gefährdern, die überwacht werden sollen, werden 20000*7( MA im 3-Schicht Betrieb plus w/e)*6000(Gehalt plus Lohnnebenkosten)*12(Monaten) = 10080000000 € an Gehalt/Bezügen fällig.

IAW 1 Milliarde. Viel Spaß mit der BILD Zeitung.....

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stefan7777 19.12.2018, 23:23
106. Leben und leben lassen

Es ist ein sich selbst erhaltendes System. Waffen braucht man um so richtig Krieg führen zu können. Um so richtig Krieg führen zu könne muss man aber heutzutage schon einen in den Medien bemerkenswerten Anschlag, Angriff oder sonstige Szenarien vorweisen, in welchen es eindeutige Opfer und Täter gibt. Täter sind immer die anderen. SA und Iran RUS und USA zB das sind solche klassischen Pärchen. Kosovo und Serbien. Oder anders USA oder RUS beliefert alle mit Waffen.

Nichts anderes passiert zwischen den Migranten die als Täter taugen und den Teilen in der rechts gewandten Exekutive. Also die Nazivergangenheit des Verfassungsschutzes müssen wir nicht lange diskutieren, die seltsamen "Auslassungen" bei der Aufklärung an den Tatorten NSU, sprechen eh für sich.

Die komplette Argumentationskette der rechts-außen Politik lebt von den Migranten bzw. ihren Fehlern. Wenn es nicht straffällige Migranten gäbe, könnte man auch nicht auf sie schimpfen viel schlimmer, dass komplette Dasein der Afd wäre gefährdet. Leben und leben lassen. Oder im Fall Amri wurde der Straftäter ja schon regelrecht "gezüchtet" von den eher recht-außen orientierten Ermittlern.

Soll heißen, das Terrorthema braucht Futter, ohne geht der Nährboden flöten und es verdorrt. Wer ist so naiv zu glauben, das wird im kleinen wie im großen nicht mal "forciert" wenn es nötig erscheint?

Wie ist nochmal die Begründung der Selbstmordattentäter? Sie wollen immer eine Revolution anfachen mit ihrer Tat. Und genau davon träumen die Rechten auch, egal in welcher Position, egal ob bewusst oder unterbewusst.

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ktalarek 20.12.2018, 00:22
107. 2 Fragen an Herrn Lobo (keine versteckte Kritik)

Herr Lobo's Analyse ist richtig - wenn man gegen Massenuerbwachung argumentieren will. Was aber die Vereitlung von diesen Straftaten angeht:
Wieviele Personen fallen in das oben genannte Raster (significant vorbestraft, Hinweise of islamistische Orientierung / Tendenzen)? D.h. ist es ueberhaupt moeglich ALLE solchen Personen "aus dem Verkehr zu ziehen" oder anderweitig an Straftaten zu hindern? Oder sind es 3.000 Personen, die die o.g. Kriterien erfuellen, aber "nur" 1 oder 2 solcher Personen begehen dann tatsaechlich in einem gegebenen Jahr islamistische Terrorstraftaten.
Welche rechtsstaatlichen Moeglichkeiten haben wir um solche Personen dauerhaft - also nicht nur fuer ein paar Tage oder Wochen - mit Freiheitsentzug zu belegen bevor sie eine islamistische Straftat begehen? Anders gesagt - selbst wenn die Beamten die Bilder mit den Waffen gesehen haetten usw. was haette der Rechtsstaat wirklich tun koennen oder waere es einfach darauf hinausgelaufen, dass unser chronisch ueberlasteter Rechtsstaat die vermeinlichen Bagatellverbrechen einfach nicht verfolgen kann? Immerhin warden ja selbst Moerder und Vergewaltiger, falls sie unter Jugendstrafrecht fallen, oft nur zu wenigen Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Da ist es auch denkbar das volljaehrige Gewaltverbrecher nur fuer 24 Monate I'm Gefaengnis verschwinden.
Es waere schoen wenn sie darauf antworten koennten.

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rumpyho 20.12.2018, 00:39
108. Es ist leider nicht so einfach ...

... Leute zu überwachen. Denn das kostet auf jeden Fall Ressourcen. Die Überwachung einer Person erfordert mindestens 4 überwachende Personen. Und selbst dann ist es relativ einfach, der Überwachung zu entkommen, zumindest wenn man weiß, dass man überwacht wird.
Die kostengünstigere Alternative wären Fußfesseln für Gefährder. Aber da sind wir schon wieder nah dran,was der böse Seehofer will. Die gleichen Leute die bei Prävention Polizeistaat rufen, werfen dann nach einem Anschlag der Polizei Versagen vor. Es ist schon irgendwo erklärbar, warum in der Polizei rechte Tendenzen auf fruchtbaren Boden fallen. Sie haben es schon nicht leicht, weil egal was sie tun, es war immer das Falsche.

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spmc-12355639674612 20.12.2018, 00:43
109. Ein Fehler kann passieren,

zweimal derselbe Fehler ist Dummheit, dreimal ist Absicht ...
Vielen Dank Herrn Lobo für diese Analyse! Kann soviel Dummheit (von Absicht wage ich gar nicht zu reden ...) innerhalb der europäischen Polizeibehörden überhaupt sein? Sollte man erwägen, die obligatorische Sportprüfung zum Eintritt in den Polizeidienst durch einen Intelligenztest zu ersetzen? Sollten zusätzliche finanzielle Mittel das Problem lösen, dann müssen wir sie zur Verfügung stellen.
Aber eines ist klar: Die elektronische Totalüberwachung führt offensichtlich nicht zum gewünschten Ziel, möglicherweise verschleiert sie eher den Blick für das Wesentliche.

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