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Umfrage zu Sexismus in der IT: "Dann fragte man mich, ob ich mich verlaufen hätte"
Getty Images/Maskot

Eine Umfrage der Organisation "Girls Who Code" zeigt: Frauen in der Tech-Branche haben immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen. So bleibt Computertechnik weiterhin meist in Männerhand.

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draco2007 24.08.2019, 23:02
30.

Zitat von georg.w.diehl
hat das jetzt mit Sexismus zu tun?? Es gibt wenig Frauen in der IT-Branche, weil Frauen das in der Regel nicht interessiert.Kann ich verstehen. Und was ist daran schlimm? Richtig - gar nichts. Frauen und Männer sind eben NICHT gleich (das weiss jeder, der beide 'Sorten' :-) Kinder hat). Und das ist auch gut so. Wenn jeder seine Stärken einbringt (und dem anderen seine Stärken lässt), kommt in der Summe viel mehr raus.
Äh...

"Der Interviewer sagte, Frauen wären in nichttechnischen Bereichen besser aufgehoben."
"Ich wurde gefragt, warum ich als Frau in der Tech-Branche arbeiten wolle."
"Als ich mich vorstellte, wurde ich überrascht angeschaut. Mein Name ist geschlechtsneutral. Dann fragte man mich, ob ich mich verlaufen hätte."

Das ist alles Sexistisch...

"Einer der Gesprächspartner schickte mir ungefragt ein Foto von sich."
"Manche wurden den Schilderungen zufolge gefragt, ob sie einen festen Partner oder nach dem Gespräch Lust auf ein Date hätten."
"Ich musste Fragen beantworten wie: Was macht dich als Mädchen so einzigartig? Wie würdest du auf Belästigung am Arbeitsplatz reagieren?"

Das grenzt sogar an (sexuelle) Belästigung.

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erlachma 24.08.2019, 23:20
31.

"In den fünf bis zehn meiner Gespräche saß nicht in eine Frau. Das hat mich eingeschüchtert."
"Es ist frustrierend, bei Fachgesprächen nur Männern gegenüberzusitzen. Die Firmen predigen Vielfalt, die sich im Bewerbungsprozess nicht zeigt."

Das sind zwei völlig unpassende Aussagen, noch dazu werden diese als erstes und damit vermeintlich wichtigste Aussagen gebracht.
Natürlich gibt es Runden, in denen nicht eine einzige Frau sitzt in der IT. Wenn nur 20% der Studierenden weiblich sind, und - so zeigt die Erfahrung - einige davon auch noch nach dem Studium eine andere Richtung einschlagen, bleiben nicht mehr viele übrig. Rein statistisch ist dann zu erwarten, dass in einer Runde von 7-8 Leuten keine weitere Frau ist. Und größer sind die Runden gerade in der IT selten. Gleiches gilt für "Fachgespräche".

Zum Bewerbungsprozess kann ich nur sagen: bei meiner letzten Firma war ich da auch involviert als Vertreter der Softwareabteilung. Die Stellenanzeige war völlig neutral formuliert, und Medizintechnik ist jetzt auch nicht als Männer-Exklusivklub verschrieen. Dennoch haben wir von den ca. 200 Bewerbungen, die ich gesichtet habe, nur 3 Frauen gehabt. Drei! Eine davon hatte nur ein Touristenvisum und es hat zeitlich nicht gepasst, eine hat abgesagt, und die dritte hat dann ungefragt erzählt, dass sie an der Uni als Tutorin gearbeitet hat und eine Liebesbeziehung zu einem ihrer Studenten hatte, und lang und breit erzählt, wieso das nicht funktioniert - bis unser Chef dann die Reißleine gezogen hat.

Bei meiner jetzigen Firma sind wir ca. 50% Frauen insgesamt, etwa 30% in der Entwicklungsabteilung, und exakt 0% in der Softwaregruppe. Es gab noch nie eine Bewerberin.
Die einzige Fachkollegin, die ich je hatte (in der Firma davor), hat nach einigen Jahren das Fach gewechselt und ist Systemingenieurin. Die Informatikerinnen, die ich aus dem Studium noch kenne, sind auch alle gewechselt: ins Projektmanagement, Statistikauswertung, technische Dokumentation, Datenanalyse. Programmieren tut keine mehr von ihnen.

An die Informatikerinnen gerichtet: wir Männer beißen nicht, wir Softwareentwickler auch nicht - aber kommt nicht unbedingt mit der Erwartung, dass es außer euch noch weitere Frauen in der Softwareabteilung gibt. Das ist ein Feld, das gerade erst bestellt wird, und noch wachsen muss.

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sabine_fauer 24.08.2019, 23:24
32. Wieder am Thema vorbei

Es wird immer der geringer Frauenanteil beklagt. Vielleicht wollen die meisten Frauen gar nicht IT studieren und schon gar nicht in dem Beruf arbeiten. Vielleicht wollen sie nicht in dieser rauhen und abstrakten Arbeitswelt vor sich hin fristen. Vielleicht wollen sie lieber eine Familie haben und sich um Mann und Kinder kümmern?

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erlachma 24.08.2019, 23:30
33.

Zitat von cobaea
Lesen hätte geholfen. Laut Artikel sind 20% der in Deutschland Informatik Studierenden Frauen.
Das mag stimmen, ist aber irrelevant. Relevant dagegen ist, wieviele der Studentinnen dann a) abschließen und b) auch im Informatikbereich arbeiten.
Aus meiner nichtrepräsentativen Erfahrung von 5 Studentinnen und 4 Doktorandinnen ist 10 Jahre später nicht eine einzige davon in der Software als Programmiererin tätig. Daten- und Statistikanalystinnen, Dokumentation, Systemingenieurin, alles dabei. Aber keine Software.

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erlachma 24.08.2019, 23:34
34.

Zitat von cobaea
Die Frau als "Luftverbesserer" - man stellt sie an, weil "ein paar Frauen" gut fürs (Arbeits-)Klima sind. Und das bezeichnet man dann auch noch als "positive Diskriminierung". Würde gerne mal hören, was Lehrer sagen würden, wenn man sie nur deshalb in einer Schule anstellte, weil sie "gut fürs Klima" im Lehrerzimmer sind - und nicht etwa, weil man einen fähigen Englisch-, Musik- oder Mathelehrer will.
also Sie verstehen den OP absichtlich falsch, stellen Kausalität her, wo das nicht gesagt wurde, und werfen ihm das auch noch vor. Ich weiß nicht, ob Sie eine Frau sind - wenn Sie sich auf eine Stelle bewürben, die Logikverständnis und Lesekompetenz und auch noch das Verbinden von beidem erfordert, wären Sie glatt durchgefallen. Und das ganz unabhängig vom Geschlecht.

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webworkers 24.08.2019, 23:58
35. Passt dieses Profil?

dann wollen wir mal nachfragen:
Weiblich, Ü 50,
gelernter Beruf Diplom Pädagoge Mathe, Physik
1. Staatsexamen Informatik
seit 19 Jahren Softwareentwickung, Schwerpunkt Webentwicklung
seit 16 Jahren Softwarearchitektin, Schwerpunkt Contentmanagement
Spezialisierung CoreMedia (Versionen 4,6,8,9)
sehr solide Erfahrungen mit den damit verbundenen Technologien
Standort Dresden
noch etwas: ich bin deswegen gut (nun ja ein Mann würde sagen, ich bin deswegen ausgezeichnet), weil ich sehr schnell lerne, unkonventionell denke und programmiere und mich nicht scheue einen Kollegen zu fragen, hilf mir mal beim Denken

Meine Mindestanforderungen:
vernünftiges Gehalt
flexible Arbeitszeit (aktuell 38 h / Woche bei freier Zeiteinteilung)
30 Tage Urlaub
vorzugsweise Arbeit am Standort, Dienstreisen und zeitweiliges Arbeiten beim Kunden sind ok

Wenn Sie Interesse haben, kontaktieren Sie mich in der kommenden Woche unter webworkers@trashmail.com, danach ist die Adresse verfallen. Machen Sie ein vernünftiges Angebot und vielleicht bin ich bereit zu wechseln. Allerdings ist es noch keinem Headhunter gelungen mich fortzulocken.

Übrigens, in meiner Firma in der ich seit 18 Jahre arbeite und auch bei meinen Kunden, habe ich niemals eine Diskriminierung durch Männer erlebt, sehr wohl aber durch eine Frau. Auch der Anteil der Frauen in der Entwicklung meiner Firma ist überdurchschnittlich. Vor allem deshalb, weil Vereinbarkeit Familie und Beruf hier gelebt wird.

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pebcak 24.08.2019, 00:34
36. Ops

Immer wieder froh keine "Programmiererin" zu sein. Bei den Systemleuten ist es in der Regel angenehmer. Ansonsten hilft als Frau im IT Bereich eigentlich nur ein dickes Fell zu haben und besser zu sein. Und wenn der Typ es besser weiß, dann muß ers halt, mit aller Konsequenz, so machen. Auch wenn es bedeutet den Kollegen mal gegen die Wand laufen zu lassen.

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StefanieTolop 24.08.2019, 02:23
37. Gleichberechtigung=Geschlecht ist wurscht - in jeder Richtung

Der Artikel ist so inhaltsleer und einseitig, als würde er von Fräulein Stokowski stammen. Ich habe in dem Artikel keinerlei Diskriminierung erkennen können. Ganz im Gegenteil. Bauen Männer unter sich Netzwerke auf, dann heißt es, dies sei gegen Frauen gerichtet und damit diskriminierend. Bauen Frauen unter Frauen Netzwerke auf, dann geschieht dies oft bewußt gegen Männer, wird auch so verkauft (aber natürlich aus der Opferrolle heraus) und noch mit staatlichen Förderprogrammen begleitet und mit öffentlichen Gelder gesponsert. Nein, echte Gleichberechtigung bedeutet einfach nur, daß jeder machen kann, was er will und danach niemand mit der Moralkeule kommt und das politisch mißbraucht. Und wenn dann Informatiker zu 100% männlich sind, dann ist das genauso in Ordnung, als wenn sie zu 100% weiblich wären. Echte Gleichberechtigung bedeutet einfach nur, dass die Anteile völlig egal sind. Das funktioniert aber nicht mit lauter Girls Days, die an die Grundphänomenen auch nichts geändert haben. Wie wäre es eigentlich, wenn wir für Hebammen eine Männerquote einführen würden. Würden dieselben Frauen dann immer noch jubeln, wenn sie - gesetzlich bestimmt - zu einem Mann müssten, da ihnen dieser per Quote zugewiesen worden wäre........?

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StefanieTolop 24.08.2019, 02:29
38. Manipulation mit Statistik

Zitat von xyzHero
50% die negative Erfahrung gemacht haben ODER JEMANDEN KENNEN. Damit führt man Statistik doch ad absurdum. Wenn man die Aussagekraft noch weiter reduzieren und die Trefferquote auf 100% erhöhen möchte, könnte man auch über 6,6 Ecken gehen. Theoretisch kennt so jeder jeden.
Absolut richtig!
Die 50% können auch so zustande kommen:
100 Personen werden betrachtet. Eine einzige wurde schlecht behandelt. Diese hat aber unter dem Stichprobenumfang 49 Freunde. Damit stimmt die Aussage "50% die negative Erfahrung gemacht haben ODER JEMANDEN KENNEN.".
In Wirklichkeit müsste die Quote der schlecht behandelten Menschen 1% lauten. Durch geschicktes Formulieren hat man sie auf 50% hochgejazzt (also verfünfigfacht!).

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hutzel13 24.08.2019, 05:38
39. Andersrum

Der Mann meiner Nichte ausgebildeter Grundschullehrer hat sich mal in einem Kindergarten beworben die Reaktion war er wäre überqualifiziert und man hätte ja eigentlich nach einer Frau gesucht

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