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Umgang mit Rechts: Die AfD verstehen, ohne Verständnis zu entwickeln
imago/ Lars Berg

Ein Jahr lang hat unser Kolumnist versucht, in Sozialen Medien mit Rechten zu kommunizieren. Aus diesem Experiment entwickelt er nun Tipps für einen vernünftigen Umgang mit der AfD.

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zeisig 21.09.2017, 13:32
220. Keine Sonderbehandlung für die AfD !

Solange man, wie Herr Lobo das tut, von und über die AfD spricht wie wenn man über eine seltene besondere Tierart spricht, mit der man spezielle Umgangsformen entwickeln muß, solange wird das nichts ! Es wird Zeit, daß wir die AfD als ganz normalen Teil des politischen Spektrums in Deutschland betrachten. Nicht totschweigen, nicht über Gebühr mit ihr beschäftigen, so wie das momentan der Fall ist. Vor drei Monaten hat man versucht, die AfD als eine Partei darzustellen, die sich auf dem absteigenden Ast befindet. Die Methode war einfach: Einfach totschweigen. Seit wenigen Wochen hat sich das ins Gegenteil verkehrt: Mit der Veröffentlichung von Wahltrends und den entsprechenden zu erwartenden Quoten für die AfD werden unsere Journalisten plötzlich nervös, können nicht mehr stillhalten und veröffentlichen zur AfD einen Beitrag nach dem anderen. Der Versuch, diese Partei zu stigmatisieren zeigt jetzt verheerende Folgen. Diese Partei wird zu einem Teil garantiert zum Trotz gewählt.

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g_bec 21.09.2017, 14:21
221. Oh.

Zitat von stefan.p1
Zitat:"Ein Jahr lang hat unser Kolumnist versucht, in sozialen Medien mit Rechten zu kommunizieren" wenn ein Herr Lobo versuchen würdemit mir zu kommunizieren! Es gibt einfach Menchen auf die ich keine Lust habe, wenn ich nur lese was für einen Quatsch sie von sich geben. Und Herr Lobo gehört mit seinem intelektuellen ,wirren Ergüssen eindeutig dazu!
Oh. Warum sind eigentlich Intellektuelle das Feindbild der Altennaiven (und auch der Trumpisten) und lassen wirre Ergüsse ab? Weil sie objektiv geistig überlegen sind und die "Ergüsse" nicht verstanden werden? Dann wäre so eine Kindergartenargumentation ja verständlich und nach dem Motto "Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung" durchaus hinnehmbar und eher ein Ausdruck von Ohnmacht.
Aber wann ist eigentlich das Zuschreiben hoher geistiger Kapazitäten und guter Analysefähigkeiten zum Schimpfwort geworden? Oder steht die Idiocacy tatsächlich schon so kurz bevor, dass Dummheit ein Qualitätsbeweis in der politischen Debatte geworden ist?

"Telligent wollen Sie sein? In-telligent sind Sie"!

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g_bec 21.09.2017, 14:25
222. Nö.

Zitat von jhea
Herzlichen Glückwunsch. Du hast dich soeben als Teil des Problems entlarvt. Vielleicht solltest du doch versuchen die AfD zu verstehen und die Leute nicht als zuwider zu bezeichnen (schreibt sich übrigens ohne E). Denn durch deine ablehnende Haltung, ohne Sinn und Verstand, gibst du denen erst recht das Gefühl dass sie in ihrer Echochamber gut aufgehoben sind und hören nur noch das was sie selbst sagen. alle böse ausser uns, wir sind die die Deutschland retten können etc. pp. Wenn du hingegen versuchst einen Dialog aufzubauen mit eben solchen, hast du durchaus die Chance sie davon zu überzeugen dass ihre Einschätzungen der Lage vlt doch nicht so 100%ig fix sind wie sie es selbst sehen. Aber nunja, es ist immer einfacher die anderen als doof zu bezeichnen. Nur ist das dann halt der Grund warum jeder unter sich bleibt und am liebsten den anderen nen Backstein schön auf die Nase ballern will ;)
Nö. Denn Tatsache ist doch, dass man mit Altennaiven nicht diskutieren kann und diese am Dialog doch nur insofern interessiert sind, dass sie sich am Ende als Opfer fühlen können und alle anderen doof sind.
PS: Unanständigkeit muss und kann man nicht verstehen.

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g_bec 21.09.2017, 14:30
223. Nur mal so am Rande

Zitat von 5412
Eine Frage die sich weit mehr als die Hälfte der Deutschen stellt sollte allen Kritikern ein wenig zu denken geben. Wer schiebt alle, die kein Recht auf Asyl haben und jene, die nachdem der Grund entfallen ist auch wieder konsequent ab? Einen Grund temporär Asyl zu bekommen haben nur Syrer und sonst niemand! Afghanen, Pakistani, Bangla-Deshi, Iraner, Marokkaner, usw. haben keinen Grund. Und wer Syrien verlassen hat und in einem Nachbarland schon in Sicherheit war, und dann bis nach zur Wunschdestination Deutschland mit aller Macht weiter reist (man erinnere sich an Flüchtlinge, die mit Gewalt weiter wollten) hatte und hat im Prinzip auch keinen Asyl-Grund. Unsere gute Rundum-Versorgung ist jedenfalls kein Grund. Und genau das stört schon lange eine Mehrheit im Lande. Außerdem muss auch klar sein, dass ausnahmslos alle Syrer, die hier aktuell Schutz bekommen nach dem Ende des Krieges (und das ist wie es scheint gar nicht mehr so weit) zurück müssen. Bleiben können nur diejenigen die hier eine echte Perspektive am Arbeits- und Wohnungsmarkt haben. Das will auch die Mehrheit. Also wen oder was soll diese Mehrheit wählen wenn klar ist das CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke/FDP das nicht machen wollen oder werden? Wen? Warum wird uns immer wieder eingeredet wir bräuchten diese Flüchtlinge und deren Familienanhang so dringend?
Nur mal so am Rande: Haben Sie sonst keine Probleme? Dieses eigentlich bis in die kleinste Verästelung durchregulierte Thema ist ernsthaft für Sie der Hauptgrund für Ihr Kreuzchen auf dem Zettel, dass Sie die gesamte Palette sonstiger übelster Widerlichkeiten in punkto zukünftiger Gesellschaft und auch noch das clowneske Personal in Kauf nehmen? Wirklich? Nur damit "der Ausländer" sich endlich verpisst, weil er eventuell Sozialleistungen bekommen könnte? Da brauchen Sie sich aber über entsprechende Echos nicht wundern.

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Pausen-Inkling 21.09.2017, 14:32
224.

Zitat von kemistrystorm
...bitte schauen Sie sich ein paar Forenbeiträge in der letzten Zeit an. Die neue Strategie zur Unterwanderung der Mitte und zum Wecken subtiler Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Dagegenhaltens sieht so aus: "Ich bin sicherlich kein ADL-Wähler.." "Man muss die AFD nicht mögen..." "Ich wähle FPD, aber auch die gelten ja inzwischen..." "Wäre die CSU deutschlandweit..." Diese Strategie zielt darauf ab, die AFD zu normalisieren. Es folgen immer Argumente, die zeigen sollen, dass die AFD ja eigentlich auch nur eine normale Partei ist. Auf Dauer wird das Zweifel in einigen Menschen wecken und die Grenzen weiter verschieben. Daher würde ich jedem raten: bevor man sich über den Umgang mit den offen Rechten macht, auch die Sympathisanten ins Auge zu fassen. Kein Fußbreit... Schlimm, dass es in Deutschland wieder so weit ist.
Sehr klug erkannt.

Das ist vermutlich auch der Grund, dass sich AfD-Sympathisanten, Mitglieder und Bots gezielt an liberalen Zeitungsforen abarbeiten.

Es ist bedauerlich, dass kritische Menschen nicht erkennen, dass die AfD versucht, eine Debatte der Sachprobleme unserer Zeit mit narzisstischem Lärm zu torpedieren, weil ihren Mitgliedern das eigene Ego wichtiger ist als Deutschland.

Viele Grüße,
Alexander Kolleth

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g_bec 21.09.2017, 14:33
225. Oder:

Zitat von antigleichstellung
Weil Sie eine Behauptung in die Diskussion eingebracht heben, die von anderen bestritten wird. Also haben Sie 2 Möglichkeiten: 1. Sie bringen Fakten für Ihre Behauptung, die dann diskutiert werden können. 2. Sie bringen keine Fakten und Ihre These ist zu verwerfen. Sie verhalten sich wie jemand der behauptet es gebe den Yeti und jedem der einen Beweis sehen möchte nahlegt doch in den Himalaya zu reisen, dort wäre der Yeti ja klar zu sehen.
Oder SIE nutzen eine Suchmaschine. Nur "Beweise, Beweise" zu rufen ist doch zu billig. Vor allem, weil man Beweise für etwas Offensichtliches nicht braucht (wurde auch oft genug vorgekaut) und weil Sie vermutlich diese Beweise gar nicht sehen wollen.

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g_bec 21.09.2017, 14:35
226. Echt jetzt?

Zitat von w.a.mozart
Erzählen Sie doch mal von den angeblichen Nazibezügen, im Detail bitte. Beispiele, bitte.
Es seien Ihnen die Beiträge der Führungskader der afd in Wort und Schrift, allgemeine Geschichtskenntnisse sowie das Auftreten der Anhänger auf Märkten und Plätzen dieser Republik empfohlen.
Nur: Eigentlich wollen Sie sich doch gar damit auseinander setzen, oder?

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fx33 21.09.2017, 15:10
227. Wenn man sonst nichts hat...

Wenn man sonst nichts hat, schliesst man sich den anderen Sonst-nichts-Habern an, weil man dann wenigstens ein Gruppengefühl und selbstgemachte Nestwärme spürt.
Ich habe für AfD-ler nichts übrig, weder Häme noch Mitleid. Sie suchen sich ihre Außenseiterrolle selbst aus, finden sich cool in der Rolle und werden sie erst wieder verlassen, wenn es woanders ein besseres Angebot für Nestwärme und Akzeptanz gibt. Eine gewisse geistige Beschränktheit macht letzteres allerdings etwas schwierig. Unsere Gesellschaft wird 10% politischen Bodensatz verkraften können.

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Jasro 21.09.2017, 15:17
228. Die AfD wird zukünftig zur politischen Normalität gehören.

1. Der größte Teil der Altnazis ging nach dem zweiten Weltkrieg nicht in Parteien wie die DP, sondern in die CDU, FDP und SPD:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...ch_tätig_waren

2. In so gut wie jedem europäischen Land gibt es eine rechtspopulistische Partei. Warum also nicht auch in Deutschland? Oder anders gefragt: Warum ausgerechnet in Deutschland nicht? Die Probleme mit ungewollter Massenzuwanderung, Wohnungsnot, Überfremdungsangst, Kriminalität usw. sind schließlich überall dieselben.

3. Warum sollte eine Partei rechts von der CDU/CSU fest etabliert im politischen Parteienspektrum weniger Daseinsberechtigung haben als "Die Linke" als fest etablierte Partei links von der SPD? Es unterstellt ja auch niemand der Linken, sie würde eine gesamtdeutsche, neue DDR-Diktatur anstreben. Warum also sollte man der AfD auf der anderen Seite unterstellen, dass sie angeblich die "Demokratie zerstören" wolle?

4. Die AfD "bekommt Gegewind", ist aber eigentlich doch vor allem selbst der Gegenwind. Nämlich der Gegenwind gegen die gegenwärtige Politik von CDU/CSU/SPD/Grünen, aber auch gegen eine als "verordnet" empfundene "Gutmenschenhaltung". In einer Demokratie, die diesen Namen verdient, müssen Menschen auch ihrem Unmut durch das Wählen einer "unbequemen" Partei Ausdruck verleihen dürfen.

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h_jahn 21.09.2017, 15:23
229. Der Herr Lobo wieder...

Zitat: "Denn mit der AfD werden Rechtsoffene, Rechte und Rechtsextreme wieder in den Bundestag einziehen. Sie werden damit zwangsläufig Teil der politischen Debatte." Ja, und? Es sind ja auch schon Linksoffene, Linke und Linksextreme drin. Wo ist das Problem? Ying und Yang, Schwarz und Weiß etc etc. Alles zwei Seiten der gleichen Medaille. Leider ist Herr Lobo zu blind um zu erkennen, dass Linksoffene, Linke und Linksextreme nicht a priori die "Guten" sind, sondern einfach nur die Extremisten von der anderen Seite. Weil es zufällig seine Seite ist, hält er sie für besser, für richtig, für repräsentativ, für demokratisch gar. Dazu möchte ich gerne Wilhelm Busch zitieren: "Wenn einer der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum schon denkt, dass er ein Vogel wär: So irrt sich der." Will sagen: Herr Lobo meint, mit seiner linken (Vorsicht, Doppelsinn!) Gesinnung könnte er sich über andere moralisch oder sonst wie erheben und müsste sie belehren. Ist Unsinn, Extremisten von Links sind leider nicht besser als Rechte.

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