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Umstrittene Urheberrechtsreform: Woher die Uploadfilter kommen könnten
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Nach der künftigen Urheberrechtsrichtlinie müssen Plattformbetreiber ihre Nutzer daran hindern, nicht-lizenziertes Material hochzuladen. Wer verkauft die Software, die dafür nötig wäre? Und was kann sie?

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Sepp Hinterseer 06.04.2019, 17:56
1. Wird insbesondere für kleinere Anbieter schwierig

Dürfte sich finanziell für kleinere Anbieter kaum lohnen, was zu einer weiteren Konsolidierung des Marktes beitragen wird. Schade.

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m.klagge 06.04.2019, 18:39
2. Das Internet ist dank der hirnlosen Idioten

im EU Parlament zu einer Abzock und allumfassenden Überwachungsmaschine geworden. Die EU ist das Ende der Freiheit und muß zerstört werden. Selbst wenn dass nationalistische Populisten an die Macht bringt. Die alten und etablierten politischen Parteien haben schon mehr als genug Schaden angerichtet. Es gibt nicht mehr viel, dass die noch nicht kaputt gemacht haben.

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T. Wittlinger 06.04.2019, 18:43
3. Uploadfilter versus "Hambacher Erklärung".

In Anbetracht der "Hambacher Erklärung" vom 03.04.2019 - seitens der Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder wird es sicherlich spannend, wie der Bundestag als Gesetzgeber handeln wird!?
Vgl.: https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/en/20190405_hambacher_erklaerung.pdf
Die abschließende Bewertung im Thema "AI" der "künstlichen neuronalen Netze", als Hilfsmittel in der Rechtsfindung, wird dabei sicherlich dem Bundesverfassungsgericht obliegen.
Der unsägliche Furor im öffentlichen Debattenraum zeigt nur, dass die emotionalen Lautsprecher immer noch nicht erkannt haben - im 21. Jahrhundert kann das Marktrecht auf IT-Plätzen, nicht mit Jägerzäunen geregelt werden...;-)

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bammbamm 06.04.2019, 19:20
4.

Zitat von T. Wittlinger
In Anbetracht der "Hambacher Erklärung" vom 03.04.2019 - seitens der Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder wird es sicherlich spannend, wie der Bundestag als Gesetzgeber handeln wird!? Vgl.: https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/en/20190405_hambacher_erklaerung.pdf Die abschließende Bewertung im Thema "AI" der "künstlichen neuronalen Netze", als Hilfsmittel in der Rechtsfindung, wird dabei sicherlich dem Bundesverfassungsgericht obliegen. Der unsägliche Furor im öffentlichen Debattenraum zeigt nur, dass die emotionalen Lautsprecher immer noch nicht erkannt haben - im 21. Jahrhundert kann das Marktrecht auf IT-Plätzen, nicht mit Jägerzäunen geregelt werden...;-)
Tatsache ist, nie war es leichter für Kreative ihre Werke bekannt zu machen und damit Geld zu verdienen, auch als Nebenverdienst. Das bisher geltende Recht hat die Werke von Kreativen auch davor schon geschützt (soweit das in einem globalen Internet möglich ist, dazu später mehr) und wenn andere sie unerlaubt kommerziell nutzen das Ganze unter Strafe gestellt. Was hier gemacht wird ist nun das Plattformen für ihre User haften (man stelle sich mal vor BMW müsste für die Fahrer seiner Autos haften) und das selbst kleinste Schnipsel und erlaubtes Verwenden von Werken dritter zerstört wird weil Software nicht leisten kann zu erkennen was das Gesetz (zurecht) ausnimmt und deshalb eine grosse Rechtsunsicherheit entsteht. Und zu guter Letzt verstehen eben viele nicht das das Internet nicht an nationalen Grenzen halt macht, wenn es die USA oder irgendein Karibikstaat mit dem Urheberrecht anders sehen kann man nicht verhindern das die Leute eben dort hingehen (ähnlich wie bei günstigen Steuern), ergo ist das europäische Urheberrecht eine Farce die nur dem Standpunkt Europa schadet. Der Jägerzaun ist immernoch da während die Zukunft mit Stacheldraht umwickelt wird und sich ausländische Mitbewerber kaputtlachen

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DrWaumiau 06.04.2019, 19:27
5.

Zitat von m.klagge
im EU Parlament zu einer Abzock und allumfassenden Überwachungsmaschine geworden. Die EU ist das Ende der Freiheit und muß zerstört werden. Selbst wenn dass nationalistische Populisten an die Macht bringt. Die alten und etablierten politischen Parteien haben schon mehr als genug Schaden angerichtet. Es gibt nicht mehr viel, dass die noch nicht kaputt gemacht haben.
Bis auf 'Die EU muss zerstört werden' würde ich das unterschreiben. (Aber bitte, bitte wählen Sie jetzt nicht gleich die AFD- mit denen wird alles noch schlimmer!) Dafür würde ich 'Turbokapitalismus' einsetzen. Es ist wirklich übel, wie mittlerweile alle nur noch versuchen, den 'Kunden' abzuzocken, auszunutzen, über's Ohr zu hauen. Was wir brauchen, ist ein vernünftiger Schutz unserer (persönlichen) Daten, nicht noch mehr Schutz der Grossverdiener. Und das mit den Uploadfiltern- Da möchte ich jetzt schon mal prognostizieren, dass das ein einziges, riesiges Fiasko wird. #niemehrSPD

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Luux 06.04.2019, 19:41
6. Jedes kleine Forum älter als 3 Jahre

...wird betroffen sein, wenn irgendwo Werbung geschalten wird. 1000€/Monat sind eine gewaltige und utopische Summe für kleine (Privat-) Projekte.
Selbst, wenn da an der Preisschraube gedreht wird: jedes verdammte Forum macht sich abhängig von irgendeinem Filter-Anbieter. Am besten noch aus China. Yey.
Und der mit Abstand härteste Part, für den in Einzelfällen sogar menschliche Juristen mit 20-30 Jahren Erfahrung Monate brauchen, wird nicht ansatzweise gelöst. Vielen Dank auch.

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ruediger 06.04.2019, 20:28
7.

Praktisch hat an jedem Foto mindestens einer ein Urheberrecht (der Photograph). Häufig gibt es mehrere (zB abgebildete Personen oder Bauwerke) . Ob die einer Nutzung zustimmen (zB weil sie die Bilder selbst hochladen) wird man automatisch nur sehr schwer erkennen können. Aber eine Verwertungsgesellschaft wird natürlich gerne eine Ablasszahlung annehmen und zu einem Teil behalten, und zu einem anderen zB an einen Verlag ausschütten. Aber wieso soll die Plattform (und damit letztlich die Nutzer) dafür bezahlen?

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ollydk 06.04.2019, 20:31
8. Das eigentliche Problem

Das eigentliche Problem sind diese Politiker mit ihrem extrem begrenzten Wissen und ihrem gestrigen Denken, die sich aus Bequemlichkeit von Konzernen mit altbackenen Strukturen und Vorstellungen einflüstern lassen, wie denn wohl der richtige Weg ist, um auch ja die Rendite abzusichern. Kollateralschäden werden dabei billigend in Kauf genommen und Millionen von Unterschriften und zehntausende von Demonstranten geflissentlich ignoriert.
Und die SPD macht sich genauso schuldig daran, denn laut Koaltionsvertrag sind die Uploadfilter ein No-go. Die SPD hätte also nur auf Einhaltung des Vertrages bestehen können und müssen statt mal wieder mit den typischen Bauchschmerzen einzuknicken.

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M. Hessburg 06.04.2019, 20:51
9. Diese Filter sind sinnlos

Die allermeisten urheberrechtlich geschützten Werke, z. B. Opas Fotosammlung, werden überhaupt nicht beim Filter registriert sein. Da die Plattformen aber bei Verstößen sofort belangt werden können, wird dadurch ein neues Geschäftsmodell geschaffen: Belanglose eigene Inhalte von „Dritten“ hochladen lassen und dann die Plattformen deswegen verklagen. Dieses Risiko werden die Plattformen aber nicht eingehen. Also muss alles geblockt werden, was nicht auf einer Whitelist erscheint. Deswegen sind Filter, die wie Content-ID arbeiten, hier vollkommen sinnlos, denn die notwendige Funktionsweise ist exakt umgekehrt. In der Konsequenz werden die Plattformen zu langweiligen Anbietern rein kommerzieller Inhalte und dadurch einen Großteil der Nutzer verlieren. Als kommerzieller Urheber, sehe ich diese Reform als absolut kontraproduktiv an.

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