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Umstrittene Zusatzkäufe in Spielen: Was hinter dem angeblichen Verbot von Lootboxen s
Electronic Arts/ Sönke Siemens

In vielen Videospielen kann man Schatzkisten mit virtuellen Gegenständen oder Waffen kaufen. Nun hieß es, diese sogenannten Lootboxen könnten in Deutschland verboten werden. So einfach ist es aber nicht.

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SethSteiner 16.02.2018, 12:28
1. Mehr als überfällig

Lootboxen SIND Glücksspiel. Man braucht mit Sicherheit nicht erst zielgerichtete Werbung an Kindern für Regulierung, siehe Online Casinos. Lootboxen sind intransparent und zugleich steckt dahinter ein klares, zufallsbasierendes Spielprinzip mit Echtgeldeinsatz und darüber hinaus rein digital, was es naturgemäß schwieriger Macht für Eltern und andere hier Kontrolle zu wahren. Kein Kind kauft endlos Ü-Eier, nicht zu letzt weil hier ein Verkäufer zwischengeschaltet ist, bei den Spielen auf Handys, Konsole oder PC dagegen ist das nicht ungewöhnlich. Es wäre entsprechend ratsam, hier endlich gesetzliche Regelungen zu schaffen und diese als Videopsiele getarnten Spielcasinos endlich zu regulierne.

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JaguarCat 16.02.2018, 13:11
2. Schwierige Gratwanderung

Es ist grundsätzlich ok, dass in Computerspielen auch Glückselemente zu finden sind. "Mario Kart", das sicher nicht im Verdacht steht, Spielsüchtigen den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen, wäre nicht so lustig, wenn die Power-Ups, die man im Spiel erhält, zu 100% vorhersagbare wären. So kann man sich mal ärgern und mal freuen. Das Spiel soll nunmal die Emotionen der Spieler ansprechen.

Aber die Grenzen sind halt fließend. Wenn man in einem Game tausende Euro investieren kann, ist es sicher grenzwertig. Denn die, die sich sowas problemlos leisten können, haben sicher besseres mit ihrem Geld zu tun, als es für rein virtuelle Waffen und Fahrzeuge rauszuwerfen...

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crazy_swayze 16.02.2018, 13:30
3.

Zitat von SethSteiner
Lootboxen SIND Glücksspiel. Man braucht mit Sicherheit nicht erst zielgerichtete Werbung an Kindern für Regulierung, siehe Online Casinos. Lootboxen sind intransparent und zugleich steckt dahinter ein klares, zufallsbasierendes Spielprinzip mit Echtgeldeinsatz und darüber hinaus rein digital, was es naturgemäß schwieriger Macht für Eltern und andere hier Kontrolle zu wahren. Kein Kind kauft endlos Ü-Eier, nicht zu letzt weil hier ein Verkäufer zwischengeschaltet ist, bei den Spielen auf Handys, Konsole oder PC dagegen ist das nicht ungewöhnlich. Es wäre entsprechend ratsam, hier endlich gesetzliche Regelungen zu schaffen und diese als Videopsiele getarnten Spielcasinos endlich zu regulierne.
Worin besteht denn der Unterschied zwischen Ü-Eiern oder Panini-Bildern und anderen Sammelkarten?
Es gibt keinen, es sei denn, die Kinder haben auf dem PC Zugriff auf die Bargeldkonten der Eltern. Das allerdings, wäre schlicht pure Dummheit. Und Dummheit kann man nicht wegregulieren.

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varlex 16.02.2018, 13:31
4.

Zitat von SethSteiner
Lootboxen SIND Glücksspiel. Man braucht mit Sicherheit nicht erst zielgerichtete Werbung an Kindern für Regulierung, siehe Online Casinos. Lootboxen sind intransparent und zugleich steckt dahinter ein klares, zufallsbasierendes Spielprinzip mit Echtgeldeinsatz und darüber hinaus rein digital, was es naturgemäß schwieriger Macht für Eltern und andere hier Kontrolle zu wahren. Kein Kind kauft endlos Ü-Eier, nicht zu letzt weil hier ein Verkäufer zwischengeschaltet ist, bei den Spielen auf Handys, Konsole oder PC dagegen ist das nicht ungewöhnlich. Es wäre entsprechend ratsam, hier endlich gesetzliche Regelungen zu schaffen und diese als Videopsiele getarnten Spielcasinos endlich zu regulierne.
Nix für ungut.

Für mich ist unklar, wie Kinder überhaupt mehrere hunderte Euro Schulden machen können, durch die Bezahlmodelle solcher Games.

In der Regel ist hierfür eine Kreditkarte notwendig oder Gutscheine für Google-Play (und die kann man sich halt normal kaufen, wie deine Ü-Eier).

Kaum ein Anbieter, welcher sich im Playstore befindet, nutzt noch SMS oder Telefonanrufe als Bezahlmodell.

Persönlich muss ich sagen, Lootboxen sind tatsächlich verlockend. Es ist aber letztlich mein Geld was ich verwende. Aktuell tut sich zumindest was auf dem Markt, indem mittlerweile die Lootwahrscheinlichkeiten angegeben werden.
Prinzipiell wäre eine Höchstgrenze ganz nett...aber andererseits...die Wale finanzieren in der Regel das FtP.

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benmartin70 16.02.2018, 13:38
5.

Pay to win ist meines Erachtens ein Spaßkiller. Ich werde kein Spiel kaufen oder unterstützen in dem so etwas möglich ist.
Wenn jemand Geld für ein Skin ausgeben will, bitte. Aber alles was darüber hinausgeht ist für mich nicht ok.

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Lankoron 16.02.2018, 14:05
6. Man muss klar unterscheiden

zwischen P2W-Lootbixen, und solchen, die nur kosmetische Items vergeben. Bei letzteren sehe ich eher kein Glücksspiel, da es jedem selber überlassen ist und es keine spielentscheidenden Vorteile bringt. Anders sieht es aus mit Spielen, die spielerische Vorteile in solche Boxen packen. Solche Spiele unterstütze ich auch nicht.

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SethSteiner 16.02.2018, 14:21
7.

Zitat von crazy_swayze
Worin besteht denn der Unterschied zwischen Ü-Eiern oder Panini-Bildern und anderen Sammelkarten? Es gibt keinen, es sei denn, die Kinder haben auf dem PC Zugriff auf die Bargeldkonten der Eltern. Das allerdings, wäre schlicht pure Dummheit. Und Dummheit kann man nicht wegregulieren.
Und doch haben wir umfassende Regulierung, damit man die Blödheit nicht zu sehr ausnutzen kann, Blödheit oder Unreife. Ich sage gar nicht, dass man nicht auch bei physischen Glücksspielen gucken soll, im Gegenteil da darf der Staat sehr gerne mal hinschauen, gerade was die Sammelkarten angeht. Dennoch, ist da ein physikalischer Unterschied (im Fall der Ü-Eier gibt es soviel Schokolade wie Spielzeug), sowohl beim Bezahlvorgang als auch in der Sache selbst vorhanden. Das ist eben schon etwas anderes als eine Kreditkarte oder Paypal mit denen man problemlos (und auch als Minderjähriger) hohe Summen reinstecken kann. Unter dem Strich sollte man all diese Zufallsbasierten Spiele näher unter die Lupe nehmen, die digitalen sind jedoch ein ziemlich offensichtlicher einarmiger Bandit, getarnt als Videospiel. Wieso also sollte man es genauso wie normale Videospiele behandlen?

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Cyberfeld 16.02.2018, 14:23
8.

Zitat von crazy_swayze
Worin besteht denn der Unterschied zwischen Ü-Eiern oder Panini-Bildern und anderen Sammelkarten? Es gibt keinen, es sei denn, die Kinder haben auf dem PC Zugriff auf die Bargeldkonten der Eltern. Das allerdings, wäre schlicht pure Dummheit. Und Dummheit kann man nicht wegregulieren.
Ü-Eier sind kein Teile irgendeines Spiels, es gibt aber Sammler aber das ist deren Spiel, das sie selbst geschaffen haben.

Panini Stickers sind etwas Grenzwertig der Spielkern und der Fortschritt darin sind aber identisch auch wenn man da auf die Finger schauen sollte. Hinzukommt es gibt Plattformen auf die man die Handeln kann und so den Zufall eliminieren kann.

Lootboxen und ähnliches sind immer Meta des Fortschritts in einem Spiel b.z.w das ist die böse Variante. Ich würden das Wort Lootbox auch tunlichst vermeiden in irgendeiner Form von Gesetzt oder Vorschrift. Es geht darum das es eine Glücksspiel daraus gemacht wird ob ich Gewinne oder Fortschritt in einem Spiel erziele das darunter liegt.

Kurz gesagt es gibt nicht nur pay2win es gibt auch einige die pay2progess haben die haben zwar oft Hintertüren die man durch Farmen erzielen kann aber dann aber unrealistischen Aufwand haben.

Eine Beispiel ich kenne eine Spiel(was ich nicht Spiele) das es erlaubt Ausrüstung(in-game) zufällig mit einem Cash Items auszuwerten , diese wurden Später in was man so als Lootboxen bezeichnet gepackt so das man sie nur zufällig bekommt , viel später kriegte man die Lootboxen nur noch per Glücksrad.

Das heißt die kosten werden 3x verschleiert und unberechenbar hintereinander für den Fortschritt für das eigentliche Spiel. Das ist auch der Grund warum man das Wort Lootbox nicht benutzen sollte.

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MadDoubleF 16.02.2018, 14:53
9.

Gibt es überhaupt noch Spiele, die nicht das Prinzip P2W verfolgen? Möchte man schnell "groß" werden und die beste Ausrüstung haben, dann muss man entweder 10x solange farmen oder eben ein Paket für 29,99, 49,99 oder 99,99 kaufen. So ist es nunmal. Wer bereit ist das zu tun, der soll es machen. Ich spiele ohne Einsatz von echtem Geld und es geht trotzdem.
Das Argument, dass Kinder davor bewahrt werden müssen Schulden zu machen, zählt in meinen Augen nicht. Wenn die Eltern eine Kreditkarte auf dem Handy/Tablet hinterlegen, sorry Eltern - selbst Schuld. Die Eltern sind erwachsen (sollten sie zumindest) und kennen das Risiko. Sowas nenne ich dann "Lernen durch Schmerz". Es ist deren Aufgabe, nicht die vom Vater Staat. Man kann natürlich auch die Welt so zu regulieren, dass am Ende keiner mehr nachdenken muss. Ist das das Ziel?

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