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Umstrittene Zusatzkäufe in Spielen: Was hinter dem angeblichen Verbot von Lootboxen s
Electronic Arts/ Sönke Siemens

In vielen Videospielen kann man Schatzkisten mit virtuellen Gegenständen oder Waffen kaufen. Nun hieß es, diese sogenannten Lootboxen könnten in Deutschland verboten werden. So einfach ist es aber nicht.

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oaonorm1 16.02.2018, 14:56
10. Der springende Punkt

ist das wir Gamer keine Spiele mehr wollen die eigentlich grandios sein könnten, aber durch Zermürbende Strategien mehr Geld aus den Kunden die schon bezahlt haben rausdrücken.
Gerne können alle Lootboxsysteme verboten werden.
Aber letztendlich werden Rotzfirmen wie EA, Ubisoft und co aber immer versuchen und zwar bis zum Maximum. Das kommt nie dem Kunden/dem Produkt/den Developern zu gute sondern nur Anlegern die an unserer Branche profitieren.

Das die dann auf Kapitalertäge auch noch wenig Steuern... Anderes Thema...

Es wird nicht enden, wenn die Idioten nicht aufhören sich den Schrott zu preordern und Geld für Ingame Schrott auszugeben.
Ich kaufe mir keine Spiele mit Lootboxen, einfache Sache.
Kinder sollte man eh dahingehend erziehen, das jedwede P2W Aktion verachtenswert ist.

Das wird sich auch nicht ändern... Nach dem Verkauf, oder wenn es Games as Service werden, werden diese Gierigen nongamer immer auf dieser schiene versuchen Idioten zu triggern. Damit der "kauf das oder du stehst hinten an" Reflex ausgelöst wird, dem sich viele Menschen anscheinend nicht verwehren können.

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jume93 16.02.2018, 15:04
11. Vorgeschichte nicht genug erklärt

Es hätte dem Artikel mehr Pepp und auch mehr Verständnis gegeben, wäre erklärt worden, woher das plötzlich kommt. Lootboxen sind keine Neuerscheinungen, nur hat EA es übertrieben und in einem Spiel zum vollen Verkaufspreis (Star Wars Battlefront 2)zusätzlich Lootboxen eingebaut, was für Aufstand gesorgt hat.

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hr.lich-daemlich 16.02.2018, 15:19
12. Bin für Verbote

... aber eher bei der Technik. Auch sehe P2W nicht wirklich als Problem dabei. Nein. Die meisten "Lootboxen" anthalten Gegenstände, die man im Shop kaufen kann plus (zumeist sinnfreie) Spezialitems. Die Lootboxen kann man dadurch im Wert berechnen. Dem Spieler wird jetzt angeboten die Überraschungstüte für 1 Euro zu kaufen mit einer minimalen Chance ein Item für 30 Euro darin zu finden. Die Chancen sind unbekannt, aber Spieleintern tracken einige Clans und andere organisierte Spieler hin und wieder die Raten des Erfolgs und die sind ernüchternd, so dass man erst nach 50 oder 100 Boxen dieses 30 Euro Item erhält. Und das ist Glücksspiel. Ob dieses 30 Euro Item jetzt irgendwelche spielerischen Vorteile bringt ist dabei zu vernachlässigen.
Die Intransparenz zeigt übrigens auch neuere Auswirkung. Eine Vermutung, die ich vor einiger Zeit hatte ist quasi bestätigt worden. Es gibt Lootsteuerungmechanismen (Kontrollmechanismen, die verhindern dass der Spieler zu viele wertvolle Items erhält), die zum Teil extrem arbeiten. Neuere Patente in der Spielewelt sprechen von Vorteilen, die bezahlende Spieler gegenüber nicht zahlenden Spielern erhalten sollen. Zum Beispiel mit schwächeren non-pay2win Gegnern zusammengeschlossen zu werden um öfters zu gewinnen. Aus Erfahrung mit dem Grind (wiederholendes Sammeln/Spielen) in manchen Spielen bin ich mir fast sicher, dass auch die Spendenbereitschaft innerhalb eines Spiels sich auf das Loot auswirkt. Da muss Transparenz her (von wegen Geschäftsgeheimnis)!

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varlex 16.02.2018, 15:22
13. Prinzipiell finde ich...

ein faires P2W-System in MMOs gut.

Das gibt mir als Gelegenheitsspieler die Chance mit den 24/7-Dauerzockern gleich zu ziehen.

Es sollte insgesamt eben fair ausgestaltet sein. Manches Games schaffen das, manche in Ansätzen und manche sind eben Abzocke.

Mit ein bisschen Erfahrung erkennt man sowas aber recht gut.

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adamk 16.02.2018, 15:26
14.

Wenn wir das Thema Kinder betrachten, ist meine Hauptfrage: Wo haben die überhaupt so viel Geld her? Aber ok, Jugenschutz technisch besteht da vllt. tatsächlich Handlungsbedarf.

Persönlich kaufe ich keine Spiele in denen es Pay2Win Lootboxen gibt oder gar Vollpreistitel wie SW:BF oder Herr der Ringe, wo man sich Progress-Vorteile per Zusatzeinkäufe holen kann.

Geht es um rein kosmetische Dinge, stören sie mich nicht. Letztendlich ist auch jedem Erwachsenen klar, dass irgendjemand die Server bezahlen muss. Für ein Spiel wie Overwatch hätte man früher ca. 12 € Abo im Monat gezahlt. Heute finanziert sich das eben über Lootboxen und zunehmen Merchandising. Ich hab Blizzard auf diesem Weg auch schon einmal 20 € überwiesen und mich damit für ein halbes Jahr kostenlosen Spielspaß mit Support bedankt. Und hey: Es war sogar der gesuchte Skin dabei. :)

Aber von mir aus können sie es ruhig auf Glückspiel setzen. Ich bin ja zum Glück schon über 18.

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adamk 16.02.2018, 15:40
15.

Zitat von oaonorm1
ist das wir Gamer keine Spiele mehr wollen die eigentlich grandios sein könnten, aber durch Zermürbende Strategien mehr Geld aus den Kunden die schon bezahlt haben rausdrücken. Gerne können alle Lootboxsysteme verboten werden. Aber letztendlich werden Rotzfirmen wie EA, Ubisoft und co aber immer versuchen und zwar bis zum Maximum. Das kommt nie dem Kunden/dem Produkt/den Developern zu gute sondern nur Anlegern die an unserer Branche profitieren. Das die dann auf Kapitalertäge auch noch wenig Steuern... Anderes Thema... Es wird nicht enden, wenn die Idioten nicht aufhören sich den Schrott zu preordern und Geld für Ingame Schrott auszugeben. Ich kaufe mir keine Spiele mit Lootboxen, einfache Sache. Kinder sollte man eh dahingehend erziehen, das jedwede P2W Aktion verachtenswert ist. Das wird sich auch nicht ändern... Nach dem Verkauf, oder wenn es Games as Service werden, werden diese Gierigen nongamer immer auf dieser schiene versuchen Idioten zu triggern. Damit der "kauf das oder du stehst hinten an" Reflex ausgelöst wird, dem sich viele Menschen anscheinend nicht verwehren können.
Exakt so sehe ich es auch, wenn ichs hier auch etwas anders formulieren würde :P

Es sind exakt diese Quartalsberichte und Investoren-Wünsche die die Spielbranche heute verseuchen. Aber so ist es halt immer, wenn die Nische zum Mainstream wird. Irgendwie das selbe wie mit BIO. Am Anfang war alles gut, jetzt ist es Mainstream und die Abzocker und Betrüger sind da.

Daher: Support für Indie-Games von kleineren Studios. Da gibt es auch sehr schöne Spiele, dazu oft mit sehr entspannter internationaler Community und Nähe zu den Entwicklern.

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Der Name 16.02.2018, 15:40
16. Wird schwierig

Lootboxen findet man doch überall. Ü-Eier, überraschungspakete, Sammelbilder etc. Sehe ich nicht als Glückspiel weil man ein Gegenwert für jedes eingesetzte Geld bekommt. Mal weniger mal mehr. Ansonsten müsste man ja auch Kaugummis in Zigaretten Form verbieten, weil sie ja evtl. Kinder dazu verleiten könnten später zu Rauchen.

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spysong 16.02.2018, 17:58
17. Der Unterschied

Zitat von crazy_swayze
Worin besteht denn der Unterschied zwischen Ü-Eiern oder Panini-Bildern und anderen Sammelkarten? Es gibt keinen, es sei denn, die Kinder haben auf dem PC Zugriff auf die Bargeldkonten der Eltern. Das allerdings, wäre schlicht pure Dummheit. Und Dummheit kann man nicht wegregulieren.
das sammeln von Sammelbildern und des weiteren IST das Spiel.

Bei Lootboxen sind es mehr oder weniger versteckte Mechanismen IN einem Spiel.

Großer Unterschied wenn man in der Lage ist das zu erkennen und die Auswirkungen.

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morrisfan 16.02.2018, 18:00
18.

Handyspiele sind meines Erachtens nach viel schlimmer auf Abzocke getrimmt als Computerspiele. Das fängt mit der begrenzten Zahl an Leben an und mehreren ingame Währungen, die fast immer zu knapp sind. Da gibts dann Goldbarren, Rubine, Herzchen, Spielgeld usw. und alles wird möglich knapp gehalten. Alle paar Monate kommt ein neues Level und die freigespielten Waffen sind nutzlos geworden, weil zu schwach. Und immer lauert 2 Tastendrücke weiter die Verlockung das alles mit Echtgeld abzukürzen. Hab ich noch nie gemacht, aber ich kenne Leute, die verzocken jeden Monat mindestens 100 Euro.

Zur Thematik Kind, unsere Tochter hat sich da auch mal für ein explizit an Kinder gerichtetes Spiel die Kreditkarte "geborgt" und für 300 Euro eingekauft. Das nötige Wissen kann man sich ja leicht ergoogeln. Und da kann man vorher 10 Belehrungen machen und danach war das Handy auch sehr lange weg. Da müssten deutlich höhere Hürden her.

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mr.gamer 16.02.2018, 19:59
19. Ok, das ist ein hehres Ziel, aber...

Zitat von benmartin70
Pay to win ist meines Erachtens ein Spaßkiller. Ich werde kein Spiel kaufen oder unterstützen in dem so etwas möglich ist. Wenn jemand Geld für ein Skin ausgeben will, bitte. Aber alles was darüber hinausgeht ist für mich nicht ok.
viele Spiele kann man nicht mehr kaufen, sondern man erwirbt nur die Erlaubnis das betreffende Spiel als Dienst zu nutzen.
Der Herausgeber könnte z.B. erst drei Monate nach Erscheinen das "Lootbox"-Prinzip hinzufügen.
Was machen Sie dann?

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