Forum: Netzwelt
Umstrittener MDR-Tweet: Diese Art der Empörung ist wichtig
DPA

Debatten in sozialen Netzen sind oft brutale Hetzjagden. Im Fall des MDR aber zeigen sie eine heilsame Wirkung als moralisches Immunsystem.

Seite 6 von 12
Bondurant 18.04.2018, 18:05
50.

Zitat von Cassidy
...alle Afrikaner, die ich kenne - und das sind schon ein paar - , lehnen dieses Wort ab,
"Afrikaner" sagt man allerdings auch nicht mehr, weil im von Ihnen verwendeten Kontext der Begriff implizieren würde, dass alle dunkelhäutigen Menschen diesem Kontinent zuzuordnen seien, auch wenn sie z.B. Franzosen sind. Deshalb, wie gesagt: people of colour.

Beitrag melden
froschx 18.04.2018, 18:06
51. OhJe

Mein Vorschlag :lasst uns alle Mohren-Apotheken abreisen, die Gaststätten "zum Mohren" werden zu nagelstudios und Handyshops umgestalltet.

Zum lichter und Friedensvertrag haben wir uns alle ganz doll lieb.
Achja, die Geschlechter gehören abgeschafft, auf das kein Teenie mehr im Club seine Flamme anbaggern darf, das passiert zukünftig ja alle 11minuten.

Nein, das schreibt keiner, der hundeschlipsträger wählt oder mit ihnen sympatisiert.

Beitrag melden
petrapanther 18.04.2018, 18:08
52.

Zitat von moritz27
was Frauke Petry zu diesem Thema gesagt hätte? Respekt! Und "Das N-Wort ist ohne den geringsten Zweifel rassistisch". Wenn er damit "Nigger" meint, dann hat er recht. Vielleicht sollte der MDR nur linke und grüne Politiker mit, zum Beispiel, Roberto Blanco diskutieren lassen. Dann hätte die Sendung weingstens einen gewissen Unterhaltungswert. "Neger" war und ist für mich keine rassistische Beleidigung. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet die Farbe schwarz. Wir hatten hier keine beschämende und brutale Sklavenvergangenheit, an dessen Aufarbeitung die USA immer noch zu knabbern hat und wo das Wort Nigger als Beschimpfung und Herabwürdigung verwendet wird. "Alte weiße Männer" ist genauso rassistisch. Der Begriff unterstellt, dass die alle bösartige, kapitalistische Neonazis wären. Regt sich deswegen einer auf? "Zigeuner" ist ein weiteres no-go-Wort geworden. Musste korrekterweise durch Sinti und Roma ersetzt werden. Nachdem auch dieser Begriff negativ belastet war, heißt es polizeiintern mittlerweile "Menschen mit häufig wechselndem Wohnsitz". Was zweifelsfrei ein großer Fortschritt ist.
""Neger" war und ist für mich keine rassistische Beleidigung."
Klar, die hunderte Autos, die Ihnen entgegenkommen, sind alles Geisterfahrer!

"Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet die Farbe schwarz."
Dann bezeichnen Sie doch bei der nächsten Verkehrskontrolle den Polizisten einmal als 'Kanaken'. Der hat sicher nichts dagegen, denn das Wort bedeutet schliesslich 'Mensch'!

""Alte weiße Männer" ist genauso rassistisch. Der Begriff unterstellt, dass die alle bösartige, kapitalistische Neonazis wären."
Nur in Ihrer Fantasie.

"Regt sich deswegen einer auf?"
Ja, rechte Internettrolle kriegen bei dem Thema regelmässig Schaum vorm Mund.

Beitrag melden
uzsjgb 18.04.2018, 18:09
53.

Zitat von phg2
And you calling me colored??
Letztendlich geht es nur darum alle anderen Menschen von den Weißen abzugrenzen. Witzig ist, dass in diesem Zusammenhang weiß nicht als Farbe gilt. Würde weiß als Farbe gelten, wären die Weißen ja auf der gleichen Stufe wie die "Farbigen" oder "coloreds". Sind sie aber nicht, wir "Farblosen" halten uns für etwas Besseres.

Beitrag melden
rumpyho 18.04.2018, 18:10
54. Leider falsch

Ich lese Lobo sonst gerne, teile ihn auch meistens auf FB, aber diesmal liegt er daneben. Ja ... Neger soll man nicht mehr sagen, das hat aber nix mit PC zu tun. Der Tweet des MDR ist diesbezüglich auch dümmlich. Aber PC sagt auch, Student ist ein böses Wort, richtig ist Studierender. Natürlich ist auch Kunde ein böses Wort, schwul ist auch böse, außer Schwule benutzen es ... PC kommt natürlich nicht von Rechten, es kommt aus den USA. Wenn man PC richtig anwendet redet man nur noch über seine Kinder und Sport. Denn irgendwie sind alle Positionen immer politisch unkorrekt

Beitrag melden
fsteinha 18.04.2018, 18:11
55. N-Wort für Weiße ?

Gibt es da was griffiges? Ich habe Mal gehört, dass in USA die Weißen "Cracker" genannt, werden, nur mit dem Fehler, das sich davon niemand beleidigt fühlt.

Beitrag melden
Bondurant 18.04.2018, 18:11
56. Das übrigens

Zitat von phg2
When I born, I black. When I grow up, I black. When I go in sun, I black. When I scared, I black. When I sick, I black. And when I die, I still black. And you white people. When you born, you pink. When you grow up, you white. When you go in sun, you red. When you cold, you blue. When you scared, you yellow. When you sick, you green And when you die, you grey… And you calling me colored??
ist eine sehr zweifelhafte Darstellung im Sinne des berüchtigten "they all look alike to me." Tatsächlich verhält es sich nämlich so, dass auch bei dunkelhäutigen Menschen sich die Hautfarbe entsprechend äußeren Bedingungen ändert. Nur, der "Weiße" merkt das gar nicht erst.

Beitrag melden
schwaebischehausfrau 18.04.2018, 18:17
57. Politisch korrekt...

Zitat von moritz27
was Frauke Petry zu diesem Thema gesagt hätte? Respekt! Und "Das N-Wort ist ohne den geringsten Zweifel rassistisch". Wenn er damit "Nigger" meint, dann hat er recht. Vielleicht sollte der MDR nur linke und grüne Politiker mit, zum Beispiel, Roberto Blanco diskutieren lassen. Dann hätte die Sendung weingstens einen gewissen Unterhaltungswert. "Neger" war und ist für mich keine rassistische Beleidigung. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet die Farbe schwarz. Wir hatten hier keine beschämende und brutale Sklavenvergangenheit, an dessen Aufarbeitung die USA immer noch zu knabbern hat und wo das Wort Nigger als Beschimpfung und Herabwürdigung verwendet wird. "Alte weiße Männer" ist genauso rassistisch. Der Begriff unterstellt, dass die alle bösartige, kapitalistische Neonazis wären. Regt sich deswegen einer auf? "Zigeuner" ist ein weiteres no-go-Wort geworden. Musste korrekterweise durch Sinti und Roma ersetzt werden. Nachdem auch dieser Begriff negativ belastet war, heißt es polizeiintern mittlerweile "Menschen mit häufig wechselndem Wohnsitz". Was zweifelsfrei ein großer Fortschritt ist.
ist immer auch ein wenig Zeitgeist. Bei einem ARD/ZDF-(Tagesschau?) Jubiläum vor 1,2 Jahren wurde in einer der Rückblicks-Sendungen über legendäre ÖR-Auslandskorrespondenten ein Beitrag mit dem sicher über jeden Verdacht erhabenen Gerd Ruge eingespielt, als er in den Sechzigern für den Sender während der Rassen-Unruhen aus Washington von den "Unruhen in den Neger-Vierteln" berichtete. Ruge ist sicher noch heute bei seinem ehem. Arbeitgeber gut gelitten. Wenn heute ein junger Mensch "Neger" sagt (obwohl es ja nichts anderes heisst vom Wort-Sinn als eigentlich ziemlich wertfrei "Schwarze" - und das oder "black people" ist ja auch kein rassistischer Begriff) dann soll man ihm wegen mir eine abschätzende Absicht unterstellen. Wenn aber irgendein 85-jähriger Rentner, der mit diesem Begriff "Neger" 50 Jahre aufgewachsen ist und das 50 Jahr lang als völlig normal sehen durfte, dann sollte man diesen Menschen kein Rassisten-Schild umhängen. Und ja , die "Political Correctness" treibt teilweise Blüten, die nur noch lächerlich sind. Angefangen vom Sarotti-Mohren (und da ging's noch nicht mal um das Wort "Mohr", sondern selbst das harmlose Konterfei musste ausgetauscht werden) , über die Posse mit dem Mainzer Handwerker mit dem Famliennamen Neger, Boykott-Aufrufe gegen Apotheken, die schon seit Jahrunderten "Mohren-Apotheke" heissen oder das Zigeuner-Schnitzel (o.k., wegen mir "Sinti und Roma Schitzel" oder statt "Zigeuner-Jazz" eben "Jazz von ethnien, die öfter ihren Wohnsitz wechseln"). Und Montenegro wird ja so lange nicht in die EU aufgenommen, bis es seinen Staatsnamen in Monte-N. oder Monte-N-Wort ändert.

Beitrag melden
Drschlaumeierxy 18.04.2018, 18:23
58. Wer schon....

bei der reinen Ankündigung zu einem Thema andere so in die rechte Ecke drängt, hat schon geurteilt BEVOR eine eigentliche Aussage kommt. Man darf jetzt also nicht einmal mehr Fragen, welche Worte/Themen verboten sind, sondern muss es ohne Diskussion gleich wissen. Soso ....

Beitrag melden
ArRah 18.04.2018, 18:27
59.

Zitat von MarkusRiedhaus
Die Kontrolle Sprachlicher Intentionen sind ein Mythos von Denkschmieden die 1984 für eine gute utopische Vorlage halten. Bestes Beispiel ist der Begriff "Jude" - leider wieder an deutschen Schulen als Schimpfwort benutzt - würde der Begriff durch die SJW Denkschulen wahrscheinlich wegen seiner Intention allein verboten. Würden sich Juden nicht gegen solche Bevormundungen erwehren. Dieser Denkschulendummfug verwechselt auch den Begriff "Nigger" mit dem Begriff "Neger". Schwer zu verstehen? Dazu muss man sich damit auskennen.
Nein, sie haben entweder 1984 oder PC nicht verstanden, denn Neusprech und PC haben nichts miteinander zu tun. Beim einen geht es um Kontrolle des Denkens, beim anderen um zwischenmenschlichen Anstand.
Hier wird auch nicht Neger und Nigger verwechselt. Nigger war, genau so wie Neger oder Negro, im amerikanschen Sprachgebrauch ein relativ normaler Begriff für Schwarze. Ja, Nigger war schon immer heftiger, aber alle diese Begriffe konnten beleidigend verwendet werden, mussten es aber nicht. "Nigger" ist nur ein paar Jahre früher in ungnade gefallen. Heute gelten aber beide Begriffe als beleidigend.

Ihr Beispiel mit den Juden finde ich interessant weil es meiner Ansicht nach die Kausalitäten um 180° verdreht. Jude ist deshalb nicht beleidigend, WEIL Juden es nicht als beleidigend empfinden. Wenn Juden den Begriff als beleidigend empfinden würden und sich einen anderen Begriff wünschen würden, DANN würde er, vollkommen zurecht in ungnade fallen.
Andere Gruppen mit den Begriffen zu bezeichnen, die diese als angenehm empfinden nennt sich Anstand. Da Schwarze die Bezeichnung Neger mit großer Mehrzahl als schwer beleidigend empfinden gebührt es der Anstand diesen nicht mehr zu verwenden. Es hat nichts mit Sprachpolizei oder "verboten" zu tun, wenn es Konsequenzen für die Verwendung des Begriffs gibt, sodern einfach damit, dass es nun mal konsequenzen hat sich gegenüber anderen ethnischen Gruppen bewusst beleidigend und unanständig zu verhalten.
Sie begeben sich hier in die typische Opferrolle rechter rassistischer Snowflakes in amerikanischer Tradition (incl. der Verwendung des Kampfbegriffs SjW) die Ihnen einfach nicht zusteht. Ich vermute, daher kommt auch ihre Anmerkung "Dazu muss man sich damit auskennen". Sie scheinen sich genau in dieser hellbraunen Wolke amerikanischer Gewohnheitsrassisten zu informieren.

Beitrag melden
Seite 6 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!