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Umstrittenes Acta-Abkommen: Zehntausende demonstrieren gegen Copyright-Pakt
DPA

Heftige Proteste gegen das Acta-Abkommen: In deutschen Großstädten haben mehr als 30.000 Menschen gegen eine EU-weite Regelung zum Urheberrecht im Internet demonstriert. Sie befürchten, dass damit Webseiten zensiert werden könnten.

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chrimirk 11.02.2012, 19:23
30. Die Polen waren schneller!

Zitat von sysop
Heftige Proteste gegen das Acta-Abkommen: In deutschen Großstädten haben mehr als 30.000 Menschen gegen eine EU-weite Regelung zum Urheberrecht im Internet demonstriert. Sie befürchten, dass damit Webseiten zensiert werden könnten.
Schon vor 4 Wochen gab es dort skandalöse Demos und die Regierung musste ACTA zurücknehmen.
Was haben die EU-Macher sich denn da so gedacht? Wieder nichts, nur heisse Luft?
Raus aus der EU, Euroraum und NATO. Kostet nur irrsinnige Summen Geld, bringt allenfalls Elend!

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spoxx 11.02.2012, 19:24
31.

Zitat von Eutighofer
Dem, der bei jedem Abkommen welches dem Schutz des Urheberrechts dient gleich die Einschränkung der Meinungsfreiheit wittert,ist leider nicht mehr zuhelfen . Wer seine eigene Meinung äußert, dürfte kaum den Urheberrechtsschutz verletzen. (...)
Das ist eine etwas eingeschränkte Sicht von Meinungsfreiheit ;-)
Im Internetzeitalter ist es eine wichtige Form der eigenen Meinungsäusserung, auf andere Meinungen - sei es in Text, Bild, Ton oder Video - zu verlinken, bzw. daraus Ausschnitte zitierend zu verwenden. Auch "Mashup", also das Zusammenmixen gefundener Medien, um daraus etwas eigenes zu montieren, gehört mit zur Ausübung der Meinungsfreiheit.
Wenn also die Nutzung all diese Quellen unmöglich wird, wird die Meinungsäusserung unmöglich.

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chrimirk 11.02.2012, 19:25
32. Dem SPIEGEL war Wulff wichtiger!

Zitat von Alois_Möller_1864
endlich kommt auch mal der Spiegel zu Potte und berichtet über ACTA.
Seit einiger Zeit (Umzug in das neue Gebäude?) lahmt der SPIEGEL zusehends.
Ähnlich GR.: auch Fett angesetzt? :-)

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bernhardjenny 11.02.2012, 19:32
33. ACTA ist die produktfälschung.

was monsanto mit den pflanzen betreibt, will die kopierindustrie mit unseren originalen: die totale kontrolle, die absolute macht.
das dürfen wir nicht zulassen.

bernhardjenny.wordpress.com/2012/02/11/acta-ist-die-produktfalschung/

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r-le 11.02.2012, 19:35
34.

Zitat von DerBlicker
Es wird zurecht befürchtet, dass ACTA von der Content Industrie benutzt wird, um Druck auf die Provider auszuüben, urheberrechtlich geschützte Werke bei illegalem Download herauszufiltern. Eine dafür benötigte Technik kann natürlich auch dazu benutzt werden, andere Inhalte wie politische Meinungen zu filtern. ...
Richtig, unter anderem Deep Packet Inspection. In D "präventiv" laut BDSG verboten. Die USA haben kein Datenschutzgesetz als solches, sondern eher gewisse "Bestimmungen" die sehr weich und punktuell in gewissen Gesetzen untergebracht sind und ohne weiteres zum Beispiel durch den US Patriot Act aufgehoben werden können. Auf sowas lassen wir uns jetzt ein mit ACTA. Es wird nur der großen Industrie helfen, aber nicht wirklich dem kleinen Urheberrechtsinhaber. Aber manche kapieren leider nicht die Ausmaße. Auch nicht unsere Politiker.

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Jan B. 11.02.2012, 19:36
35.

Zitat von sysop
Heftige Proteste gegen das Acta-Abkommen: In deutschen Großstädten haben mehr als 30.000 Menschen gegen eine EU-weite Regelung zum Urheberrecht im Internet demonstriert. Sie befürchten, dass damit Webseiten zensiert werden könnten.
Ich bin in Hamburg mitgelaufen und es war eine gute Stimmung. Hoffen wir, dass der deutsche Bundestag dieses Abkommen nicht durchwinkt.

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tiefseetanker 11.02.2012, 19:39
36.

Zitat von frank_w._abagnale
Das sind doch alles Raubkopierer, Filmerunterlader und illegale Pornos-Gucker, die da unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit lauthals aufschreien. Alles Pharisäer eben. Ich habe nichts zu verbergen. Ich kaufe meine Software und Filme. Ich sehe mir keine verbotenen Filmchen an. Kurzum: Ich habe nichts gegen mehr Kontrolle einzuwenden, zumal diese auch mehr Sicherheit bringen dürfte. Wer dagegen ist, hat wohl etwas zu verbergen und sein schlechtes Gewissen lässt ihn aufbegehren.
Sie sollten einmal Ihren eigenen Satz googlen: "Wer nichts zu verbergen hat..." Die Anzahl der Artikel, die sich mit diesem Satz beschäftigen spricht Bände :)

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frank_w._abagnale 11.02.2012, 19:41
37. Ad oculos demonstrare!

Zitat von DerBlicker
Was ich in meinen 4 Wänden mache, geht die Content Industrie gar nichts an. Wir sind hier nicht in der DDR.
Da täuschen Sie sich, mein (vermutlich) langhaariger Freund.

Wenn jemand Straftaten begeht -und sei es in den eigenen "4 Wänden- dann geht es sehr wohl Außenstehende etwas an.

Und das ist auch gut so.

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shao-san 11.02.2012, 19:43
38. Jeder kann betroffen sein.

Zitat von frank_w._abagnale
Das sind doch alles Raubkopierer, Filmerunterlader und illegale Pornos-Gucker, die da unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit lauthals aufschreien. Alles Pharisäer eben. Ich habe nichts zu verbergen. Ich kaufe meine Software und Filme. Ich sehe mir keine verbotenen Filmchen an. Kurzum: Ich habe nichts gegen mehr Kontrolle einzuwenden, zumal diese auch mehr Sicherheit bringen dürfte. Wer dagegen ist, hat wohl etwas zu verbergen und sein schlechtes Gewissen lässt ihn aufbegehren.
Es mag sehr wohl stimmen, das Sie ein sehr ehrliches und legales Leben führen. Das streite ich Ihnen nicht ab. Aber, wenn Sie ein normaler Internetnutzer sind, dann wird mit Sicherheit schon einmal etwas getan worden sein, dass für Sie kein Verstoß gegen irgendein Urheberrecht ist.
Jetzt liegt aber der Fall vor, dass nicht alle Formulierungen in der ACTA klar formuliert sind und einen Spielraum lassen, der zu Ihrem Nachteil gereicht werden kann. Wenn Sie geistiges Eigentum von anderen nutzen, die das als ihres ausgeben, was aber nicht der Fall ist, haben Sie eine Straftat begangen. Unwissentlich, aber Sie müssen erst einmal beweisen, dass Sie getäuscht wurden.
Aber wie soll man die eigene Unschuld beweisen, wenn bereits heute viele Menschen für illegale Nutzung ihres Internetanschlusses belangt werden und eine höhere Geldsumme bezahlen müssen, obwohl sie nicht der Schuldige sind? Nur weil sie für ihren eigenen Anschluss und dessen Sicherung verantworlich sind.
Wie aber soll ein normaler Bürger in der Lage sein, Technik vor Menschen zu schützen, die zum einen verstehen, was sie tun und zum anderen mit überwältigender Wahrscheinlichkeit viel mehr Ahnung von dem Ganzen haben, als ein relativ normales Nutzer jemals haben wird? Die ACTA erlaubt Sanktionen in einem Bereich, der für jeden westlichen Menschen zum normalsten auf Erden geworden ist, sich in diesem aber nicht schützen kann.
Die ACTA macht einen digitalen Raum zu einem Rechtsraum, der auf nichts anderem basiert, als 1 und 0 und sich bewegenden Ladungen. Das ist ein Bereich, in dem nichts absolut nichts 100% sicher ist. Sonst gäbe es keine Virenprogramme, keine Firewall, etc. Und gestraft werden sollte doch nur, wenn es bewiesen werden kann, dass auch wirklich diese Person schuldig ist. Aber wie soll man das machen, wenn alles am Ende nur Schein und Trug ist? Auf Bits und Bytes sollte man sich nie verlassen.

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r.horn 11.02.2012, 19:45
39. :d

Zitat von Smartpatrol
Wetten nicht? Abgesehen von der absoluten Notwendigkeit, gegen letzte Abwehroffensiven seitens der Industrie (Acta) vorzugehen: Müssen andere eigentlich auch so brechen, wenn sie diese nervige Comic/Hollywood-GuyFawkes-Maske sehen? :D
Ja, ich!

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