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Umstrittenes Acta-Abkommen: Zehntausende demonstrieren gegen Copyright-Pakt
DPA

Heftige Proteste gegen das Acta-Abkommen: In deutschen Großstädten haben mehr als 30.000 Menschen gegen eine EU-weite Regelung zum Urheberrecht im Internet demonstriert. Sie befürchten, dass damit Webseiten zensiert werden könnten.

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jay peck 11.02.2012, 21:20
70.

Zitat von tw1974
(... bla ...) Durch ACTA wird sich die Rechtslage in Deutschland überhaupt nicht ändern.
Freut mich zu hören. Aber warum sollte Deutschland dann ACTA unbedingt unterzeichnen? Wenn eh alles beim alten bleibt ...

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Walther Kempinski 11.02.2012, 21:26
71. Ohje

Zitat von jay peck
Freut mich zu hören. Aber warum sollte Deutschland dann ACTA unbedingt unterzeichnen? Wenn eh alles beim alten bleibt ...
Ganz einfach, damit andere Staaten die deutsche Gesetzgebung übernehmen und damit deutsche Produkte im Ausland besser geschützt sind. Das ist gut für die deutsche Wirtschaft und am Ende für den Arbeitnehmer in Deutschland.

Das die Schafe nun demonstrieren gehen und sich erneut (nach Stuttgart21) von Linken und Grünen aufhetzen und instrumentalisieren lassen, spricht nicht gerade dafür, dass das Volk groß Ahnung hat.

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felisconcolor 11.02.2012, 21:30
72. Mal eine

Zitat von Europa!
Erstaunlich, bemerkenswert und respektabel, wie die jungen Leute für die Internetfreiheit mobil machen. Aber ein Urheberrecht, dass sich an "unsere" Nutzungsgewohnheiten anpasst, finde ich doch problematisch. Die PRODUKTIONSBEDINGUNGEN der Musiker, Filmemacher, Schriftsteller, Journalisten und sonstigen Urheber sind mindestens genauso wichtig wie die "Nutzungsgewohnheiten" der User. Sonst gibt's bald nichts mehr, was da "genutzt" werden könnte.
ehrliche Frage
bei dem was die Industrie uns da zum "Nutzen" vorwirft.
Wäre es da so schlimm wenn es nichts mehr zum Nutzen gäbe?

Dann kommen mit Sicherheit wieder die zum Zuge
die nicht über irgendwelche dämlichen Castingshows gehypted wurden.
Und der Content würde die Qualität erreichen für die man gern bezahlen würde.

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jay peck 11.02.2012, 21:37
73.

Zitat von Walther Kempinski
Ganz einfach, damit andere Staaten die deutsche Gesetzgebung übernehmen und damit deutsche Produkte im Ausland besser geschützt sind. Das ist gut für die deutsche Wirtschaft und am Ende für den Arbeitnehmer in Deutschland. Das die Schafe nun demonstrieren gehen und sich erneut (nach Stuttgart21) von Linken und Grünen aufhetzen und instrumentalisieren lassen, spricht nicht gerade dafür, dass das Volk groß Ahnung hat.
Eine gewisse Lernrestistenz kann man Ihnen nicht absprechen: Deutschland soll einen internationalen Gestzesentwurf unterzeichen damit deutsche Gesetze international übernommen werden? - AUA! So blöd kann einer alleine doch gar nicht sein - ich wette, da steckt eine Organisation dahinter. :-)

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Deluge 11.02.2012, 21:53
74.

Zitat von tw1974
Dann zeigen Sie mir bitte die Stelle im Abkommen, die dazu führen könnte, dass ein Provider Ihnen das vorschreibt.
wie wäre es mit Art 27:
3. Each Party shall endeavour to promote cooperative efforts within the business community to effectively address trademark and copyright or related rights infringement while preserving legitimate competition and, consistent with that Party's law, preserving fundamental principles such as freedom of expression, fair process, and privacy.

was immer man vom letzten Teil des Satzes hält, die erste Teil läuft sicher in der Richtung, dass Provider mit "Rechteinhabern" kooperieren sollen, nicht wahr?

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.freedom. 11.02.2012, 22:01
75. Acta, sopa, pipa, vds 1

Zitat von sysop
Heftige Proteste gegen das Acta-Abkommen: In deutschen Großstädten haben mehr als 30.000 Menschen gegen eine EU-weite Regelung zum Urheberrecht im Internet demonstriert. Sie befürchten, dass damit Webseiten zensiert werden könnten.

So langsam sollte auch der allerletzte Ottonormalverbraucher
begriffen haben, was gerade überall auf der Welt passiert:

Es scheint so, dass gewisse Sachen nur vorgeschoben werden um eine totale Überwachung des Internets zu erreichen, aus politischen und wirtschaftlichen Gründen.

Extrem besorgniserregend ist, was im Moment vor sich geht.

Wenn das Internet zum Industrienetz mutiert, dann wird es
zwangsläufig obsolet, denn die Industrie ist für ihre Obsoleszenz berühmt berüchtigt.

Hier mehr dazu:

de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz

Kaufen für die Müllhalde:

youtube.com/watch?v=tI798T2tRrQ

Achtung, Film dauert über 1 Stunde

Wenn ACTA und CO. durchkommen, kündige ich meinen Internetanschluss. Wir wollen dann mal schauen wie dumm "Die" aus der Wäsche gucken, wenn die ersten 100.000 ihren Anschluss aus Protest gekündigt haben.
Es gab da auch ein Leben ohne Internet.

Gruss an alle Mitstreiter.

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james-100 11.02.2012, 22:03
76.

Zitat von walther kempinski
ganz einfach, damit andere staaten die deutsche gesetzgebung übernehmen und damit deutsche produkte im ausland besser geschützt sind. Das ist gut für die deutsche wirtschaft und am ende für den arbeitnehmer in deutschland. Das die schafe nun demonstrieren gehen und sich erneut (nach stuttgart21) von linken und grünen aufhetzen und instrumentalisieren lassen, spricht nicht gerade dafür, dass das volk groß ahnung hat.
aua!

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rabenkrähe 11.02.2012, 22:07
77. nene

Zitat von sysop
Heftige Proteste gegen das Acta-Abkommen: In deutschen Großstädten haben mehr als 30.000 Menschen gegen eine EU-weite Regelung zum Urheberrecht im Internet demonstriert. Sie befürchten, dass damit Webseiten zensiert werden könnten.
.........

Was sollen die Demonstrationen? Deren Teilnehmer haben doch das Recht und das Vermögen, ihre Anschauungen imposant umzusetzen: Fortan gehören ihre Autos, PCs, Wohnungen, Häuser, smartphones schlicht allen, denn sie wollen ja, daß es kein Eigentum mehr gibt.
Mit dieser freiwilligen Sozialisierung hätten sie ihre Sicht viel imposanter umgesetzt, als mit der hohlen, inhaltlich folgenlosen Demonstriererei!
rabenkrähe

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carranza 11.02.2012, 22:15
78. ACTA ist mehr als nur Einschränkung des Musikgenusses

Zitat von Europa!
Erstaunlich, bemerkenswert und respektabel, wie die jungen Leute für die Internetfreiheit mobil machen.
Erstaunlich gewiss, weil die heutige Jugend zumindest in der Boulevardpresse eher als politisch desinteressiert dargestellt wird.
Aber gerade diese jungen Menschen haben ihr ganzes Leben noch vor sich und wer will schon seine Rechte peu a peu nach der Salamitaktik, abgesegnet durch unsere Volksvertreter an die Konzerne abgetreten wissen?

Natürlich ist ihr Engagement sehr gut nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass gerade die jungen Leute mit Computern und dem Internet als moderenem Kommunikationsmedien aufgewachsen sind und es schätzen gelernt haben, ihre Kreativität am Computer und im Internet zu leben und nun ihr Recht darauf verteidigen wollen, statt es sich zusehend nehmen zu lassen.
Denn wer will schon gerne in die kriminelle Ecke gestellt werden?

Zitat von Europa!
Aber ein Urheberrecht, dass sich an "unsere" Nutzungsgewohnheiten anpasst, finde ich doch problematisch.
Wieso, sind sie etwa so viel Freiheit nicht mehr gewohnt? - Immerhin leben wir noch in einer Demokratie. Wenn wir die Entscheidungsfindung nur den Politikern überließen, dann hätten wir eine Oligokratie.
Es geht bei ACTA nicht nur ums Urheberrecht, z. B. vermisse ich unsere Landwirte auf der Straße, die durch ACTA gezwungen werden könnten, aus der Ernte kein Saatgut mehr zu gewinnen, sondern es den Konzernen jedes Jahr erneut abzukaufen, wie es in den USA heute schon der Fall ist. Landwirte in den USA würden sich anderenfalls strafbar machen!

Oder Menschen, die der dritten Welt Geld für Medikamente spenden: Würde ACTA umgesetzt, könnte das bedeuten, dass nur noch teure Originale zum Einsatz kommen dürften, statt etwa Generika, die hier oder da vielleicht auch nicht ganz korrekt mit dem Namen des Originals vertrieben werden.
Wollen Sie mitverantworten, dass hilfsbereite Menschen noch mehr Geld opfern, bzw. Hilfebedürftige noch mehr leiden müssen, weil reiche Konzerne bedient werden wollen und daher nicht genug Medikamente zur Verfügung stehen?

Zitat von Europa!
Die PRODUKTIONSBEDINGUNGEN der Musiker, Filmemacher, Schriftsteller, Journalisten und sonstigen Urheber sind mindestens genauso wichtig wie die "Nutzungsgewohnheiten" der User. Sonst gibt's bald nichts mehr, was da "genutzt" werden könnte.
Es wird gerne alles über einen Kamm geschoren und Abmahnen ist mittlerweile ein profitableres "Geschäft", als verkaufen.

Sicher ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit, ob z. B. jemand eine CD oder DVD pro Stunde hundertfach vervielfältigt um sie z. B. zu einem Zehntel des Originalpreises in bester Qualität zu verkaufen, oder ob jemand seinen Freunden eine CD/DVD kopiert, oder z. B. sein Urlaubsvideo mit der Musik untermalt, die er im Urlaub immer so gerne gehört hat, auf denen vielleicht auch noch Markenlogos irgendwelcher internationaler Konzerne sichtbar sind und es auf Youtube, Facebook & Co. einstellt, oder ob die Kinder in der Schule, im Kindergarten, oder auf der Straße ein bekanntes, aber noch nicht vom Copyright befreites Kinderlied trällern.
Mit SOPA, PIPA und ACTA wird aber ganau das kriminalisiert, und mit derart drakonischen Strafen versehen, dass es man keinem Betroffenen verübeln könnte, wenn er dadurch die Lust am Arbeiten verlieren würde.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Avaaz - ACTA: Die neue Gefahr fürs Netz

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GranoSalis 11.02.2012, 22:16
79.

Zitat von .freedom.
Wenn ACTA und CO. durchkommen, kündige ich meinen Internetanschluss. Wir wollen dann mal schauen wie dumm "Die" aus der Wäsche gucken, wenn die ersten 100.000 ihren Anschluss aus Protest gekündigt haben. Es gab da auch ein Leben ohne Internet. Gruss an alle Mitstreiter.
Ihren Guten Willen in allen Ehren, aber:
Viele Berufsgruppen sind heute vom Internet abhängig und können(!) nicht ohne leben. Als Student beispielsweise ist ein Zugang ins Internet - zu Lernmaterialien, Prüfungsanmeldungen, Rücksprache mit Dozenten - lebensnotwendig an Unis und Hochschulen. Oder für Leute die im Home office arbeiten. Oder Journalisten. Oder...

Liebe Grüße.

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