Forum: Netzwelt
Unfallgefahr: Wenn die Drohne dem Hubschrauber in die Quere kommt
AFP

Wie sehr gefährden private Drohnen den Luftverkehr? Zwischenfälle mit Verkehrsflugzeugen im Ausland machen Schlagzeilen. Aber auch in Deutschland gab es schon brenzlige Situationen - sogar mit Rettungshubschraubern.

Seite 15 von 16
Attila2009 01.08.2015, 12:34
140.

Zitat von Ing. Hans Maulwurf
Naja, gibt kein Gesetz welches es verbietet. Man darf in z.b. 40 Meter Höhe über ein fremdes Grundstück fliegen. Und wenn sie sich trotzdem bedroht fühlen dann ist es ehrlich gesagt nicht das Problem des Luftfahrzeugführers. Egal ob es ein Kopter, eine Modellflugzeug oder ein manntragender Segelflieger ist. Abschießen könnte übrigens fatal ausgehen: Wenn der Akku getroffen wird so ist es recht warscheinlich dass dieser in Flammen aufgehen wird. Wenn der brennende Kopter dann z.b. durch ein Dachfenster knallt und einen Brand auslöst, so wird die Haftpflichtversicherung des Kopterpiloten den Schützen sicher in Regress nehmen. Mal abgesehen davon dass man sicherlich nicht einfach so in Deutschland in Wohngebieten rumballern darf.
Wissen Sie, jeder Bauarbeiter muss auf der Baustelle einen Helm aufsetzen und wenn es noch so heiß ist. Weil herabfallende Gegenstände ihn gefährden können.

Aber ein kg- schweres Fluggerät das beim Versagen nur eines Rotors wie ein Stein abstürzt darf in 40- 50 m Höhe über den Kopf kreisen ?
Spielende Kinder sollten also besser mit Helm in den Garten ?

Ich habe kein Problem mit diesen Geräten aber bitte über unbewohnten und geeigneten Gebieten.Auch Flugzeugmodelle haben ihre vorgesehen Fluggebiete.

Nein "einfach" rumballern darf man in der Tat nicht, es sei denn man wird gefährdet sieht einen akuten Notstand und ein Schuß kann das Problem lösen, zumindest die Androhung sollte den Piloten überzeugen. Deshalb erwähnte ich Schrot weil dieser nach wenigen hundert Metern gefahrlos zu Boden fällt.
Eine Kugel würde ich auch nicht verwenden.Das wäre gefährlich für andere.

Davon abgesehen wäre der Abschuß natürlich das allerletzte Mittel wenn alles andere keinen Erfolg hat, aber eine Gefährdung für Leib und Leben muss man nicht erdulden nur damit andere ihren Spaß haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
icke0816 01.08.2015, 15:04
141. Ahnung haben...

oder die Bildzeitung zitieren und Kriegsdrohnen oder Amazon Drohnen mit Modellbau"drohnen" zu vergleichen sollte man aber schon differenzieren. Kein "normaler" Modellflieger ist an langweiligen Gärten interessiert. Ausserdem ist es auch im Interesse des Modellpiloten sein Modell NICHT auf Personen oder den Boden fallen zu lassen. Dafür ist ein voll ausgestattetes Modell einfach zu teuer ;)
Die Schwarzmalerei ist das Problem! Da passen dann wieder die Vergleiche mit Autos und Fussgängern ;)
Regeln gibt es bereits und diese sind ausreichend um die Sicherheit der Gesundheit zu gewährleisten. Die,die diese Regeln nicht Einhalten, werden es kaum bei noch schärferen Regeln tun, also ist es???? genau! Sinnlose Zeitverschwendung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sikasuu 01.08.2015, 17:24
142. Es ging OHNE jede neu Regelung, wenn die Nutzer mitdenken würden!

Zitat von DEV
sind schon Hubschrauber oder Flugzeuge wegen Kleindrohnen abgestürzt ? Gab es schon Materialtests wie z.B. mit Vögeln? Ab gewissen Größen gelten hier doch bestimmt die normalen Modellflugrichtlinien mit Zonen, Höhen, Gewicht, Modellflugplatz, Versicherung usw... In Wirklichkeit ist bestimmt schon alles geregelt, nur niemand kennt sich aus, der so ein Teil kauft.
Leider tut das nur ein kleiner Teil.
.
Hier wird von Farbkratzern an Flugzeugen geredet, von den ach so viele Modellfliegern usw. alle ist doch schon geregelt.... aber leider wissen das nicht ALLE und noch weniger halten sich dran.
.
Ist wie in der StVO, 80-90% sind nett Menschen 10% halten die für eine unverbindliche Empfehlung.
.
Zu Drohen und Fliegern: Wenn mir als Autofahrer so ein Teil nicht gerade in die Scheibe kracht, ich < 50-60Km/h fahre ist das wohl kein Thema ,Farbkratzer halt oder Vollbremsung ausweichen! Überlebbar, Zivilrecht, geregelt!
.
Wenn mir als Pilot so was in den Weg kommt, dann meisten bei Start und Landung oder in Lufräumen die ziemlich niedering sind, also in Bereichen wo ich a. kaum ausweichen kann und bei so ein Treffer bei > 100kt = > 180km/h erfolgt und mein Abstand zum Boden gerade mal 2-5 Sekunden beträgt.
.
Runterfallen aus solchen höhen ist fast immer "EXITUS".
.
Ander Flieger mit Menschen drin sind dort auf äusserte VORSICHT gepolt,(reine Selbsterhaltung) die 50-5.000€ Fernlenkpiloten leider nicht.
.
Auch sind die Folgen so eines Zusammenstossen ein wenig ungleich verteilt;-((
.
Ein paar solcher Flieger, selbst genaut mit viel Mühe zum Fliegen gebracht, wie lange Zeit die Modellflächenflieger, sind nicht das Problem.
.
Die die so was kaufen, in Massen und dann ohne nachdenken Nutzen sind das Thema.
.
Gleiches Spiel wie immer: 10 Wanderen, Mountain-Biker in der Woche bemerkt kein Mensch, wenn die ersten Busse kommen, bzw. mit 500-1.000 am Tag da durch wollen, wird es kritisch und dann kommen auch die Zäune.
.
Wir sind schon komische Leute, die es immer wieder schaffen, die letzten noch bestehenden Freiräume durch Dummheit kaputt zu machen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sikasuu 01.08.2015, 17:38
143. Wenn du mal, auch nur im Simulator, mitbekommst....

Zitat von martin_g
Im Grossen und Ganzen sind alle irgendwie ernsthaften manntragenden Flieger durchaus in der Lage, mit Modellen und Vögeln unter 5kg fertigzuwerden. Da ist die Drohne halt futsch. Geräte über 5kg sind schon längst reglementiert und Regeln wo und wann man fliegen oder filmen darf gibts auch.
wie dir ein nur 4.9Kg, schweres Plastik-Draht-Akku-Geschoss bei 2-300ft Höhe > 170 Kt Tas während des Start, derLandung usw, in das Triebwerk, vor die Pitotsonde, usw. gar in die Scheibe oder ins Leitwerk karcht, sich im Querruder, den Landeklappen verfängt ....
.
änderst du deine Meinung wen du drin sitzt sofort.
Der Fernlenkpilot verliert ein paar Euro, die im Flieger meist mehr!
.
Das endet für die, die IN manntragenden Fliegern sitzen, oft in der "Holz-Kiste"!
.
Die Regeln sind nicht das Problem. Da sich NICHT dran halten macht mögliche Gefahr.
.
Wenn der 1. Viersitzer, der 1. Hubi, das 1.UL mit Toten vom Himmel geholt wurde, ist es ein wenig spät.
.
Dann sind alle ganz still und niemand hat vorher was dafür/dagegen gesagt:-((

Beitrag melden Antworten / Zitieren
icke0816 01.08.2015, 19:12
144. deshalb gibt es Flugverbotszonen

Wer in der Nähe von Flugplätzen mit Modellen oder Lasern spielt gehört bestraft. Das ist aber auch schon geregelt. Ich möchte auch nicht das wegen mir jemand zu Schaden kommt. Professionelle Videodrohnen kosten aber auch schonmal einen Kleinwagen und Fahrer von selbigen sind da häufig nicht ganz so vorsichtig ;)
Ich denke, wir sind uns (fast) alle einig, das Modelle nicht das Problem sind, sondern die Piloten. Denn auch ich sehe vom Boden aus ob sich ein Hubschrauber nähert und muss als wendigeres Flugzeug ausweichen. Ausserhalb der Sichtweite darf eh nicht geflogen werden.
Wenn also jemand mein Modell abschiesst, zahlt er es, genau wie meine Versicherung andere Schäden bezahlen würde. Punkt.!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ed_tom_bell 01.08.2015, 20:16
145. Schwarz- und Weißmalerei - wenn es einem zu bunt wird

Zitat von icke0816
oder die Bildzeitung zitieren und Kriegsdrohnen oder Amazon Drohnen mit Modellbau"drohnen" zu vergleichen sollte man aber schon differenzieren. Kein "normaler" Modellflieger ist an langweiligen Gärten interessiert. Ausserdem ist es auch im Interesse des Modellpiloten sein Modell NICHT auf Personen oder den Boden fallen zu lassen. Dafür ist ein voll ausgestattetes Modell einfach zu teuer ;) Die Schwarzmalerei ist das Problem! Da passen dann wieder die Vergleiche mit Autos und Fussgängern ;) Regeln gibt es bereits und diese sind ausreichend um die Sicherheit der Gesundheit zu gewährleisten. Die,die diese Regeln nicht Einhalten, werden es kaum bei noch schärferen Regeln tun, also ist es???? genau! Sinnlose Zeitverschwendung!
Das richtet sich dann ja wohl an mich. Nun, die BILD zu zitieren würde mir schwerfallen. Die habe ich seit Jahren nicht mehr aus der Nähe gesehen.

Es ist doch so: Wir reden hier nicht von "normalen Modellfliegern", wir reden von Drohnen, einem neuen Phänomen, das sowohl privat, als auch gewerblich betrieben werden soll. Ich habe kein Problem damit, wenn Hobby-Drohnenpiloten ihre Maschinen irgendwo im Grünen, auf der Wiese fliegen lassen. Aber bitte nicht in der Stadt oder Ortschaften, denn ich kenne einfach zuviele Menschen um grundsätzliches Vertrauen in das Verantwortungsbewusstsein irgendwelcher mir fremden Leute zu haben. Manche Drohnenpiloten wären, denke ich, schon daran interessiert ihre womöglich mit Kameras bestückten Drohnen über Gärten und vor Schlaf- oder Badezimmerfenstern fliegen zu lassen. Und auch was die kommerziellen Drohnen anbelangt möchte ich erstmal wissen wie das funktionieren soll und was mich da erwartet. Wenn Amazon wirklich Pakete an die Haustür liefern will werden die Drohnen unvermeidlich ihre Wege mit denen von Passanten, Radfahrern, vielleicht sogar Autofahrern kreuzen, denn Haustüren befinden sich eher selten in 40 Metern Höhe. Da sehe ich ein erhebliches Gefährdungs- und Belästigungspotenzial, das umso höher ist, je höher das Aufkommen an Drohnen sein wird - was ja auch noch zu klären wäre. Dass es speziell dafür schon Regeln gäbe wäre mir zumindest nicht bekannt.

Sie haben Recht, dass Schwarzmalerei ein Problem ist. Schönfärberei und die Ignoranz gegenüber möglichen Risiken aber ebenso. Es muss nicht immer erst etwas passieren um das zu erkennen. Sachlichkeit und Unvoreingenommenheit sind hier angezeigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
icke0816 01.08.2015, 20:28
146. stimmt...

aber Hobbydrohnen haben oft schlechte weitwinkel CMOS Kameras. Aktuell liegt die Auflösung bei SVGA. Erst ab 4-5.000 EURO kommt man auf 4K (ohne Kamera) Es dürfte also nicht sehr oft vorkommen. Abgesehen davon schweben sie nicht unbemerkt, die Dinger sind echt laut ;)
Ich bezweifle dass in Städten die Amazon Drohnen fliegen werden. Diese werden sicher nur in Ländlichen Gegenden Eingesetzt um Kosten zu senken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ed_tom_bell 01.08.2015, 22:30
147. Lautere Drohnen

Zitat von icke0816
aber Hobbydrohnen haben oft schlechte weitwinkel CMOS Kameras. Aktuell liegt die Auflösung bei SVGA. Erst ab 4-5.000 EURO kommt man auf 4K (ohne Kamera) Es dürfte also nicht sehr oft vorkommen. Abgesehen davon schweben sie nicht unbemerkt, die Dinger sind echt laut ;) Ich bezweifle dass in Städten die Amazon Drohnen fliegen werden. Diese werden sicher nur in Ländlichen Gegenden Eingesetzt um Kosten zu senken.
Wenn die Dinger so laut sind wäre das ja auch noch ein Grund der gegen sie spräche: Lärmbelästigung. Und selbst wenn die nur in ländlichen Gegenden eingesetzt würden müsste man wohl damit rechnen, dass sie mal Fußgängern oder Radfahrern auf Augenhöhe begegnen, vielleicht auch mal ein Pferdegespann durchgehen lassen. Pferde gibts bei uns hier viele.

Wie gesagt bin ich nicht grundsätzlich gegen die Dinger. Aber wenn sie einen echten Fortschritt darstellen sollen, dürfen sie nicht zur Gefahr oder Belästigung werden. Und was die Kameras anbelangt, die werden immer besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
icke0816 02.08.2015, 13:37
148. natürlich...

bricht ein Argument weg, wird ein anderes aufgetan. Zwischen Lärm... und etwas das man nicht hört, gibt es noch sehr viele Geräuschpegel. Schrecken Pferde vor Autos zurück, dürfen sie nicht auf die Strasse. Aber da merkt man wieder, dass viele gegen etwas sind, dass sie nur aus der Zeitung kennen. Sorry, aber diese Argumentation überzeugt mich nicht. Ein Traktor ist lauter. Soll man den deshalb in ländlichen Regionen verbieten, weil jemand sein Pferd nicht unter Kontrolle haben "könnte"?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ed_tom_bell 02.08.2015, 15:04
149. Doch unlautere Drohnen?

Zitat von icke0816
bricht ein Argument weg, wird ein anderes aufgetan. Zwischen Lärm... und etwas das man nicht hört, gibt es noch sehr viele Geräuschpegel. Schrecken Pferde vor Autos zurück, dürfen sie nicht auf die Strasse. Aber da merkt man wieder, dass viele gegen etwas sind, dass sie nur aus der Zeitung kennen. Sorry, aber diese Argumentation überzeugt mich nicht. Ein Traktor ist lauter. Soll man den deshalb in ländlichen Regionen verbieten, weil jemand sein Pferd nicht unter Kontrolle haben "könnte"?
Dass sich hier jemand überzeugen lässt oder es zugibt ist auch sehr sehr selten. Insofern wage ich auch kaum darauf zu hoffen.

Sie selbst hatten doch gesagt, dass die Dinger "echt laut" sind. Jetzt relativieren Sie das schon wieder. Nun würde mich schon Ihre Definition von "Lärm" interessieren. Oder ist es für Sie wie bei Motorad-Fans, für die der Motorenlärm ihrer Öfen pure Musik ist? Nun, für den Großteil der Bevölkerung ist das nicht so. Und die permanente Beschallung macht auch Fans krank, wenn sie es auch vielleicht nicht wahrhaben wollen. Daher gibt es dafür auch Richtlinien.

Dass ein Traktor lauter ist und auch Autos Pferde erschrecken können, sind Argumente, die nicht von der Hand zu weisen sind. Ich denke ohnehin nicht, dass man aus Rücksicht auf Pferde irgendein Verkehrsmittel verbieten wird. Nicht in der heutigen Zeit. Sollte man Drohnen aber wirklich speziell für ländliche Regionen vorgesehen haben, halte ich das dennoch für bedenkenswert. Sollte es zu einer Reihe von Reitunfällen und dergleichen durch Drohnen kommen, wäre das z.B. für Amazon keine gute Werbung und könnte auf dem Land etliche Kunden verschrecken. Aber das wird sicher keines der Hauptargumente gegen Drohnen sein.

Wirklich grundlegende Probleme sehe ich darin, dass die Dinger einem von fast allen Seiten um die Ohren fliegen können: von rechts, links, vorn, hinten und oben. Sie können einen über den Haufen fliegen oder einen einfach nur erschrecken, ablenken (z.B. vom Straßenverkehr) oder verunsichern. Und sie könne abstürzen - dann hört man sie auch nicht kommen. In welchem Maße sie zur Gefahr oder Belästigung werden, das hinge, wie schon gesagt, auch davon ab wieviele dieser Dinger unterwegs sein würden. Wenn Amazon, die Post und andere Logistiker den Drohnenverkehr einführen, werden es sicher viele sein. Wie der Verkehr koordiniert werden soll ist auch noch eine interessante Frage. Private Drohnenflieger, die noch unberechenbarer sind, kämen noch dazu. Und dann die Lärmbelästigung die mit jeder weiteren Drohne zunähme. Desweiteren sehe ich die Privatsphäre gefährdet, was heutzutage ohnehin ein zunehmendes Problem ist.

Es ist insofern klar, dass der Gesetzgeber hier klare Regularien austüfteln muss, weil Probleme und Gefährdungen sonst vorprogrammiert sind. Es wundert mich, dass Sie diese Probleme nicht sehen, wo Sie doch soviel Ahnung von der Materie haben. Allzuviel Vorstellungskraft erfordert das eigentlich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 16